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Reservekanister?
Verfasst: Do 19. Feb 2026, 10:19
von Wokie
Gab es ja bei Autos mal, oder immer noch, und bei Motorrädern die "Reserve"- Einstellung beim Benzinventil.
Jetzt habe ich die Idee, so einen "Reservekanister" in meinem Microcar mit zu führen, vielleicht mit 20Ah oder kleiner. Sollte nur reichen, falls ich die Reichweite doch überschätzt habe, um wieder nach Hause zu kommen.
Und auch nicht dauerhaft angeschlossen sondern nur über einen passenden Stecker bei Bedarf. Laden würde ich den dann von Zeit zu Zeit oder wenn er gebraucht wurde zuhause.
Was spricht dafür oder dagegen?
Re: Reservekanister?
Verfasst: Do 19. Feb 2026, 11:30
von STW
Es gibt eigentlich nur Argumente dagegen. Aus Praktikabilitätsgründen müßte das ja ein Lithiumakku werden. Damit er etwas nützt, müßte er vollgeladen mitgeführt werden. Damit steht er die meiste Zeit vollgeladen und nutzlos herum. Nach 3 - 5 Jahren ist er dann spätestens am Ende der Lebensdauer.
Wesentlich sinnvoller wäre es daher, so einen Akku permanent angeschlossen zu haben, dann würde er regelmäßig genutzt, stände nicht immer auf 100% herum, und der vorhandene Akku würde ebenfalls von flacheren Ladezyklen profitieren.
Preiswerteste Lösung: Verlängerungskabel und Ladegerät mitführen.
Re: Reservekanister?
Verfasst: Do 19. Feb 2026, 11:45
von greifswald
STW hat das treffend zusammen gefasst.
Für Notfälle würde ich eher ein passendes Schnellladegerät und ggf einen typ2-Adapter mitführen.
Alternativ als Bastler: Bei Fahrten mit unsicherer Entfernung und Sicherheit gegen Vereenden in der Wüste: Einen vorhanden Akku aus einer anderen Anwendung bei Bedarf mitnehmen.. Und dazu den passenden Spannungswandler mit cccv-Ladekennlinie.
So praktiziere ich das bei meinem Elektroskateboard. Als "Reservekanister" dienen meine Ebikeakkus, welche zudem regelmäßig als Extenderakkus (Parallelbetrieb) meines Elektromopeds dienen.
Ich bin auch schon mal mit meinem Elektromoped an einer Ladestation gestrandet.. War leider nicht typ2, sondern DC.
Da habe ich meine Freundin gebeten, einen Elektroskateboardakku und einen Step-up-Wandler vorbei zu bringen. Das war dann klassisch "Reservekanister"
Re: Reservekanister?
Verfasst: Do 19. Feb 2026, 12:04
von Pedator92
Alternativ eine Powerstation besorgen, da hat man zwar wieder Verluste in der Wandlung aber man könnte eben notfalls nachladen.
Ist aber auch nicht unbedingt günstig. Dafür kann man es bei Bedarf auch anders nutzen

Re: Reservekanister?
Verfasst: Do 19. Feb 2026, 13:30
von error
Wenn man irgendwo in der Zivilisation unterwegs ist, reicht ein Ladekabel. Man lernt interessante Menschen kennen. Das letzte Mal musste ich am Würfelspiel teilnehmen und aufpassen mich nicht mit Bier abfüllen zu lassen. Irgendwas bei 2 Euro habe ich "verloren" ("Strom" und Bier nicht gegengerechnet).

Re: Reservekanister?
Verfasst: Sa 21. Feb 2026, 09:49
von Wokie
Die Gegen-Argumente leuchten ein, hatte ich auch schon so im Hinterkopf, aber wollte mal Eure Meinung dazu hören.
Da wäre es sinnvoller, meinem feuerroten Spielmobil gleich einen zweiten original Akku zu beschaffen (Der Furura Flow sieht in rot wirklich so aus).
Realistisch schaue ich mal, was für eine Powerstation in Frage käme. 1 KWh sollte die dann schon haben, damit könnte ich ein paar Kilometer rausholen.
Das mit dem Reserve-Akku hätte nur den Vorteil, dass ich nach dem Umstecken gleich weiter kann, ohne weitere Ladezeit. Aber stimmt, wenn man einen lagernden Reserve-Akku braucht, ist er meistens leer und man hat nur unnötiges Gewicht mit geschleppt.
Danke für Eure Meinungen zu dem Thema!
PS.: Ladekabel ist beim Flow immer dabei, sogar ein Ladegerät fürs Laden im Haus ist mitgeliefert. Allerdings ist der Akku schon ein Brocken, wenn ich nicht irre hat der ca. 20 kg, die trägt man nicht gerade in der Hosentasche mit sich herum.
Re: Reservekanister?
Verfasst: Di 24. Feb 2026, 08:51
von Rumsmurmel
Ich habe als Reservekanister die Bluetti AC180P
https://www.fritz-berger.de/artikel/blu ... POigAC98Pk (günstigte Quelle auf die Schnelle) im Bedarfsfall (Sibierinasien draußen/Reichweitenangst) dabei:
Reicht bei meinem Electron Li für ca. 20 km Reichweite und/oder Heizlüfter weil die eingebaute Heizung nicht durchdacht ist.
Alternativ ist die Powerstation bei mir im WoMo, lädt über Solar oder Motor, sorgt für Landstrom wo keiner ist und Kaffee ist auch immer schnell zur Verfügung, Abends vielleicht mal den Beamer oder Kochen auf E-Platte. Habe ich jetzt über ein Jahr und immer sehr zufrieden!
Grüße aus Kiel
vom Jan