Das ist halt ein Thema der Kategorie "Ich hab es ja geich gesagt, aber auf mich hat ja wieder mal niemand hören wollen ...". Es war absehbar, und neben der finalen Sprengung von AKWs werden ja auch intakte Kohlekraftwerke weggebombt.
Bei der Kernfusion gibt es, und das ist nicht vielen bewußt, die STW-Konstante:
"Das Datum der erstmaligen Nutzung" ergibt sich aus der Addition von "Datum von heute, an dem die Aussage getroffen wird" + "STW-Konstante". Die STW-Konstante hat nachweislich seit rund 60 Jahren die Größe "50 Jahre", womit die obige Formel und die STW-Konstante als bewiesen gelten darf.
Nun nutzt die späte Erkenntnis von Uschi nix, und auch die Tagesschau sieht jetzt ein, dass der Atomkraftausstieg wohl nicht die intelligenteste Idee war - und wenn das selbst die Tagesschautruppe merkt ...
Selbst wenn man heute klug würde und sofort den Bau von AKWs beschließen würde: 20-30 Jahre dauert es bis zur Fertigstellung, mindestens, weil alle möglichen NGOs alle undenklichen Klagerechte dagegen haben. Da reicht dann die Vermutung, dass auf dem Baugelände die seltene Dreigepunktete Fruchtfliege existieren könnte, und schon steht alles für 3 Jahre still.
Noch schlimmer ist allerdings, dass es kein Personal mehr für Planung und Betrieb gibt, es gibt wohl noch ganze 8 Lehrstühle für Kernforschung, denen stehen 173 Professuren für "Gender Studies" gegenüber.
Wäre ich böse, dann würde ich meinen, dass man diese Mengenrelation auch in manchen Teilen des Forums erkennen kann, insbesondere wenn es um die Bewertung technischer Entwicklungen geht.
Es gab mal in den besten Jahren: 20-30 Professuren für Kerntechnik und Reaktorsicherheit, und rund 100 Professuren für Kernphysik. Aus und vorbei, jetzt gibt es unzählige Fachrichtungen an Geschwätzwissenschaften bis hin zu "Pferdewissenschaften". Letzteres will ich gar nicht mal so sehr abwerten, denn der Trend im europäischen Individualverkehr wird wieder auf Pferd und Ochsengespanne hinauslaufen.
Möglicherweise kann man sich mit mittlerweile fast marktüblichen Kleinreaktoren retten (SMRs),z.B. dem Akademik Lononossow (gut, den gibt es nur dort, wo es auch preiswertes Gas gäbe), oder dem HTR-PM (och nee, der steht ja in China, also auch nix für uns), weitere Modelle sollen ja in Entwicklung und bis 2030 marktreif sein (nunja, warten wir es ab). Problem: der Strom aus den Teilen wird dann auch recht teuer sein, das wird unsere Wirtschaft auch nicht mehr retten.
Entgegen aller Unkenrufe: Kleinreaktoren gibt es, das beweist jedes Atom-UBoot, und manch mobile Einheit einer Armee.
Da es in absehbarer Zeit keine preiswerte Energie mehr geben wird, wird noch mehr Industrie dichtmachen oder dahin abwandern, wo Energie preiswert ist. Demnach fehlen künftig Steuereinnahmen und Arbeitsplätze, was dazu führt, dass auch der Staat weniger Schotter zum umverteilen hat, und der sicherlich kommende Verzweifelungsgriff zu Notenpresse wird das durch die nachfolgende starke Inflation noch verschärfen.
Zu retten ist da jetzt nichts mehr. Also wird man sich in einen Krieg flüchten, damit man danach neu anfangen kann.