Runke-Lader lädt nicht mehr
Verfasst: So 12. Jul 2026, 23:34
Mein internes Ladegerät lädt nicht mehr.
Ich hatte alles daran gesetzt, den Riesenakku mal weitgehend leer zu fahren. Dann bin ich plötzlich liegen geblieben. Die Leistung ging rapide runter. Ich bin grade noch zum nächsten Haus gekommen und habe dort 3 Stunden geladen. Am nächsten Tag lud das Ladegerät bis Mittags, dann war plötzlich Schluss. Wenn ich das Primärkabel in die 230V-Dose stecke, beginnt die Prozedur. Aber es fließt kein Ladestrom. Nach kurzer Zeit wird ein Fehler (Schraubenschlüssel) angezeigt.
Zunächst dachte ich daran, dass es ein typischer Fehler sein könnte, nämlich der Ausfall der Leistungselektronik (Diodenproblem).
Das schwere Ladegerät ist analog aufgebaut, schön mit Spulen, Kondensatoren, Widerständen und Transistoren. Für die Steuerung ist eine Steckplatine zuständig (Bildmitte aufrecht, daher kaum zu sehen). Nun habe ich zwei Runke-Lader. Der eine stammt aus einer NiMh-Version der VX-1, der andere aus der Maschine, die ich fahre. Die war bereits auf Li umgerüstet.
Beide Ladegeräte sind von 2010 und stammen aus einer Serie, V. 2.1. Sie sind exakt gleich aufgebaut, ich kann keinen Hardware-Unterschied erkennen. Auch messtechnisch lässt sich erstmal kein Unterschied feststellen.
Zunächst habe ich den Ersatzlader angeschlossen. Aber ich kann über die Diag keine Software aufspielen.
Daraufhin habe ich die Steckplatine vom "defekten" Gerät in das andere gesteckt. Jetzt taucht das Werkstattsymbol nicht mehr auf, aber er lädt weiterhin nicht.
Die Diag zeigt die Softwareversionen für den Controller und die zentrale Steuereinheit an, aber nicht für das Ladegerät. Jeder Versuch, Firmware aufzuspielen, misslingt. Das Gerät kann anscheinend gar nicht adressiert werden.
Da ich Leistungsmodul und Steuermodul jeweils ohne Erfolg ausgetauscht habe, gehe ich davon aus, dass die Can-Kommunikation nicht funktioniert. Etwas merkwürdig finde ich, dass der Fehler plötzlich mitten im Ladeprozess aufgetreten ist, jedoch lange bevor der Akku ganz voll war.
Das sekundäre Ladekabel geht nicht zum Akku, sondern auf die Controller-Platine. Das muss ich jetzt mal näher untersuchen.
Falls jemand Infos über die Ladearchitektur mit dem Runke-Lader hat, bin ich für Hinweise dankbar.
Schöne Grüße, Bertolt
Ich hatte alles daran gesetzt, den Riesenakku mal weitgehend leer zu fahren. Dann bin ich plötzlich liegen geblieben. Die Leistung ging rapide runter. Ich bin grade noch zum nächsten Haus gekommen und habe dort 3 Stunden geladen. Am nächsten Tag lud das Ladegerät bis Mittags, dann war plötzlich Schluss. Wenn ich das Primärkabel in die 230V-Dose stecke, beginnt die Prozedur. Aber es fließt kein Ladestrom. Nach kurzer Zeit wird ein Fehler (Schraubenschlüssel) angezeigt.
Zunächst dachte ich daran, dass es ein typischer Fehler sein könnte, nämlich der Ausfall der Leistungselektronik (Diodenproblem).
Das schwere Ladegerät ist analog aufgebaut, schön mit Spulen, Kondensatoren, Widerständen und Transistoren. Für die Steuerung ist eine Steckplatine zuständig (Bildmitte aufrecht, daher kaum zu sehen). Nun habe ich zwei Runke-Lader. Der eine stammt aus einer NiMh-Version der VX-1, der andere aus der Maschine, die ich fahre. Die war bereits auf Li umgerüstet.
Beide Ladegeräte sind von 2010 und stammen aus einer Serie, V. 2.1. Sie sind exakt gleich aufgebaut, ich kann keinen Hardware-Unterschied erkennen. Auch messtechnisch lässt sich erstmal kein Unterschied feststellen.
Zunächst habe ich den Ersatzlader angeschlossen. Aber ich kann über die Diag keine Software aufspielen.
Daraufhin habe ich die Steckplatine vom "defekten" Gerät in das andere gesteckt. Jetzt taucht das Werkstattsymbol nicht mehr auf, aber er lädt weiterhin nicht.
Die Diag zeigt die Softwareversionen für den Controller und die zentrale Steuereinheit an, aber nicht für das Ladegerät. Jeder Versuch, Firmware aufzuspielen, misslingt. Das Gerät kann anscheinend gar nicht adressiert werden.
Da ich Leistungsmodul und Steuermodul jeweils ohne Erfolg ausgetauscht habe, gehe ich davon aus, dass die Can-Kommunikation nicht funktioniert. Etwas merkwürdig finde ich, dass der Fehler plötzlich mitten im Ladeprozess aufgetreten ist, jedoch lange bevor der Akku ganz voll war.
Das sekundäre Ladekabel geht nicht zum Akku, sondern auf die Controller-Platine. Das muss ich jetzt mal näher untersuchen.
Falls jemand Infos über die Ladearchitektur mit dem Runke-Lader hat, bin ich für Hinweise dankbar.
Schöne Grüße, Bertolt