[EVO/100] Selbstbau/DIY Akku mit SOC-Anzeige und ohne 60% Drosselung
Verfasst: Mo 27. Jul 2026, 00:41
Ich bin dem Ziel sehr, sehr nahe – aber jetzt brauche ich Support von euch Akkubauern, um endlich Testläufe mit einem echten DIY-Akku an der EVO durchzuführen.
In der Theorie steht einem DIY-Akku an der EVO so gut wie nichts mehr im Weg. Jetzt geht es darum, die graue Theorie in die Praxis umzusetzen, zu lernen und Anpassungen bis zur Serienreife vorzunehmen.
Warum gibt es eigentlich keine fertigen 3rd-Party-Akkus oder Universal-BMS auf Ali & Co. für unsere GT EVO oder GT 100
Weil Maßnahmen ergriffen wurden, um genau das zu verhindern. Das simple Repeaten der CAN-Bus-Nachrichten eines oder zweier Akkus bringt gar nichts – egal, was ich probiert habe. Denn ich hatte den entscheidenden Punkt bzw. die entscheidenden Punkte übersehen.
Bevor die ECU die Statusnachrichten der Akkus akzeptiert und verarbeitet, läuft für jeden Akku ein kryptografischer Handshake – und der wird regelmäßig wiederholt. Bleibt diese Challenge/Response aus, werden die Statusnachrichten ignoriert und der Akku meldet sich ab.
Es gibt mehrere Wege, das zu umgehen. Ins Detail möchte ich bewusst nicht gehen: Alle Roller sind updatefähig, und wenn NIU das nicht duldet, lässt sich das ganz einfach und ohne Vorankündigung wieder rauspatchen.
Stand heute: Ich kann mich gegenüber der ECU als legitimer Akku authentifizieren, meine Statusnachrichten werden anerkannt. Außerdem habe ich herausgefunden, wie die Drosselung funktioniert, und kann sie für einen leistungsfähigeren DIY-Akku umgehen – bei weiterhin korrekter SOC-Anzeige.
Die BMSse melden die maximale Leistung in Watt, die sie liefern können und ab 60% wird bei jedem Prozent 72W abgezogen, dass heißt aber auch im Umkehrschluss, sollte der DIY Akku nicht die volle Leistung abgeben können, können wir permanent eine geringere maximale Leistung senden, sodass dieser nicht überlastet wird oder sogar diesen Wert vom 3rd-Party-BMS beziehen.
Wie die Endlösung aussehen könnte: Open Source wird aus den o. g. Gründen leider nicht funktionieren. Stattdessen hängt man eine „Black Box" an den CAN, verbindet sie ggf. mit dem 3rd-Party-BMS – fertig. Die Idee dahinter: Die Black Box kommuniziert mit gängigen BMS wie Daly, Seplos & Co. per UART oder RS485 und gibt den SOC sowie ggf. weitere Werte (z. B. Spannungen) an den Roller weiter.
Das funktioniert soweit in der Theorie auch – nur habe ich außer den originalen NIU-Akkus nichts, womit ich das Ganze auf Herz und Nieren testen könnte.
Deshalb der Aufruf: Wer baut mir einen passenden Test-Akku?
Er darf ruhig den kompletten Bauraum der beiden Original-Akkus ausfüllen und sollte ein kommunikatives BMS besitzen, um den SOC zu übertragen. Perfekt muss er nicht sein – er sollte während der Fahrt nur nicht auseinanderfallen.
Die Eckdaten:
Nennspannung: 72–80 V
Dauerstrom: 130–150 A (die Kapazität sollte entsprechend ausgelegt sein, damit er das auch liefern kann)
Alternative Zellchemie: LFP geht auch – dann braucht es 23 Zellen in Reihe, um z. B. mit dem Originallader kompatibel zu bleiben
Keine Sorge: Ich will den Akku nicht geschenkt haben und gebe ihn nach den Testläufen selbstverständlich auch wieder zurück.
Ausblick: Der nächste limitierende Faktor, der die Leistung höchstwahrscheinlich drosseln wird, ist die Temperatur der FOC. Schon bei kurzen Fahrten mit 70–80 km/h und 23–24 °C Außentemperatur erreicht die recht schnell 80°C und mehr.
In der Theorie steht einem DIY-Akku an der EVO so gut wie nichts mehr im Weg. Jetzt geht es darum, die graue Theorie in die Praxis umzusetzen, zu lernen und Anpassungen bis zur Serienreife vorzunehmen.
Warum gibt es eigentlich keine fertigen 3rd-Party-Akkus oder Universal-BMS auf Ali & Co. für unsere GT EVO oder GT 100
Weil Maßnahmen ergriffen wurden, um genau das zu verhindern. Das simple Repeaten der CAN-Bus-Nachrichten eines oder zweier Akkus bringt gar nichts – egal, was ich probiert habe. Denn ich hatte den entscheidenden Punkt bzw. die entscheidenden Punkte übersehen.
Es gibt mehrere Wege, das zu umgehen. Ins Detail möchte ich bewusst nicht gehen: Alle Roller sind updatefähig, und wenn NIU das nicht duldet, lässt sich das ganz einfach und ohne Vorankündigung wieder rauspatchen.
Die BMSse melden die maximale Leistung in Watt, die sie liefern können und ab 60% wird bei jedem Prozent 72W abgezogen, dass heißt aber auch im Umkehrschluss, sollte der DIY Akku nicht die volle Leistung abgeben können, können wir permanent eine geringere maximale Leistung senden, sodass dieser nicht überlastet wird oder sogar diesen Wert vom 3rd-Party-BMS beziehen.
Das funktioniert soweit in der Theorie auch – nur habe ich außer den originalen NIU-Akkus nichts, womit ich das Ganze auf Herz und Nieren testen könnte.
Er darf ruhig den kompletten Bauraum der beiden Original-Akkus ausfüllen und sollte ein kommunikatives BMS besitzen, um den SOC zu übertragen. Perfekt muss er nicht sein – er sollte während der Fahrt nur nicht auseinanderfallen.
Die Eckdaten: