Nerva Exe2, Kurzer Tour- Erfahrungsbericht Ladestationen Typ2
Verfasst: So 6. Sep 2026, 11:49
Der Start:
Unsere Tour über 160 Km nach Bad Salzuflen haben wir Freitag morgen begonnen.
Gestartet sind wir natürlich mit einem voll geladenen Akku.
Wir planen unsere Ladestops vorher mit der ABAP-App.
Diese hauptsächlich für E-Autos geschriebene App nutzen wir mit Hilfe von Anpassung z.Bsp. bei Verbrauch des Fahrzeugs, Reichweite, Ladeleistung und Zeit.
Autobahn ausgeschaltet war unsere Route damit nun geplant. So haben wir die Planung zu googlemaps geschickt. Wir mögen die Darstellung dort mehr und auch die Aktualisierungsrate bei Richtungswechseln scheint dort besser zu sein.
Nun, 78 Km waren es bis zum ersten Ladepunkt in Beckum. 8 Typ2-Lader auf einem Parkplatz in der Innenstadt direkt vor dem offenen Gebäude des örtlichen Energieversorgers EVB.
Helme runter, Handschuh aus, Sitz hoch und Ladekabel Typ 2 rausgeholt. Die Verbindung gesteckt und dann mit unserer App versucht freizuschalten.
Wir nutzen die Ladeapp EnBW mobile. Klappt meistens ganz gut, so unsere bisherige Erfahrung.
Alle 8 freien Ladepunkte wurden in der App dargestellt. Zum freischalten braucht es eine Nummer für die Identifikation des Ladepunktes.
Keine Nummer zu finden
. Zahlen die dort standen entsprachen nicht denen der Registrierung durch die Bundesnetzagentur in der App.
Kein Problem dachten wir, das Gebäude war auf, Hilfe nachgefragt. Der zuständige Mann war aber nicht erreichbar.
Dann haben wir noch ein bischen herumversucht. Hintereinander Ladepunkte dort freigeschaltet und gehofft einen Treffer zu haben. Ohne Erfolg.
Also alles wieder eingerollt, verstaut, verschlossen und uns für eine Weiterfahrt zur nächsten Ladestation gerüstet.
Guter Ort, ruhig gelegen hinter einer Sparkasse, gegenüber eines menschenleeren offenen Parks mit einladenden Bänken haben wir eine Doppelsäule mit 2 freien Ladepunkten gefunden. Hier war ebenfalls keine Nummer für die Zuordnung. Allerdings lag die Chance hier bei 50/50 und geklappt hat es auf Anhieb.
Bei Kaffee aus dem grossen Thermobecher und ner Tüte voll mit leckeren Brötchen haben wir dann eine Stunde hier verbracht. Von 48% auf etwa 92% reichte unserer Berechnung nach unser Ziel gut und sicher zu erreichen und bei Rückkfahrt am nächsten Tag schon ein Stück des Wegs zu fahren.
Weiter ging es.
Der Wind hatte inzwischen sturmartige Ausmasse angenommen. Die Böen waren heftig. Ende von Baumreihen und grossen Hecken, entgegenkommende grosse Traktoren mit Anhängern und LKW's schüttelten uns ordentlich durch.
Auch auf den Verbrauch und die restliche Reichweite hatte das Auswirkung. Angekommen sind wir deshalb mit deutlich weniger Restkapazität.
Die Rückfahrt:
Der niedrigere Ladestand bewog uns dazu erst einmal mit Laden die Rückfahrt zu beginnen. Mit 44% konnten wir Beckum nicht erreichen.
Eine Stunde am Ladepunkt eines grossen Hotels sollten unserer Meinung nach reichen. Etwa 80% sollten uns nach Beckum bringen.
Natürlich wieder nur Landstrasse war der Wind noch immer extrem heftig. Teils noch schlimmer als am Tag davor. Seiten- und Gegenwind liessen die Kapazität der Batterie und damit die Reichweitenreserve zügig schwinden. Mit 3% SOC haben wir die Innenstadt von Beckum erreicht.
Meine Güte. So mutig war ich noch nie
.
In der Stadt war ein grosses Fest im gange. Ladestationen waren oft belegt. Freie Stationen auf Störung mit rot gekennzeichnet.
Jeder Versuch bedeutete Helm und Handschuh aus, Sitz hoch, Kabel raus, gesteckt, wieder vergeblich die Identifikationsnummer gesucht, trotzdem versucht.
Diesmal hatten wir echt Pech. Nach dem 3. oder 4. Versuch meldete die Ladeapp einen Fehler der sich von da an bei weiteren Versuchen wiederholte.
Auf einem Parkplatz war ein Ladepunkt belegt, und der andere Parkplatz mir einem nur parkenden Wagen verstellt.
Das Fest hatte viele Leute in die Stadt gelockt, Parkplätze warer rar.
Kurzerhand unser schweres Moto dazwischen geschoben um das endliche Kabel anschliessen zu können meldete sich die App mit besagtem Fehler wieder erneut.
Alles wieder zusammengeräumt, Moto wieder aus der schmalen Lücke geschoben ging es nun zu meinem gedachten letzten Versuch an einer öffentlichen Säule.
Der Parkplatz eines Krankenhauses war es diesmal. Auch hier keine Nummer, also 50/50 Chance.
Spätestens hier war endgültig klar das nun unsere App ein Problem hatte haben wir die Methode gewechselt und mittels QR-Codescan und Internetzugang unter Angabe von Kreditkarteninformation die Ladesäule freigeschaltet bekommen. Der letzte Versuch, Gott sei Dank. Die Nerva zeigte im Display den Ladestand an, sie lud.
Wir haben für evtl. Notfälle immer das Ladegerät der Nerva für Schukosteckdosen immer dabei. Alles unter dem Sitz mit Notwerkzeug und 12V-Ladegerät der Hilfsbatterie immer mit.
Wir scheuen nicht irgendwo um Strom zu bitten. Nicht ahnend dass wir am späten Abend darauf noch angewiesen sein werden.
Die Ladezeit haben wir mit Currywurst Pommes auf dem Stadtfest überbrückt.
Entschieden dass der Ladestand von 62% nach Hause reichen sollte, wir wollten ja möglichst nicht im dunkeln ankommen.
Abkekoppelt, eingepackt und weiter ging es.
Der Wind hörte einfach nicht auf, trotz eingeplanter Reserve wurde es wieder knapp. Die letzte grosse Strasse nah der Heimat. Noch 10 km meinte der Navi. Die Restreichweite allerdings auch. Ich fass es nicht.
In meiner Erinnerung wusste ich dass etwa 3 Km von uns weg an besagter Landstrasse eine Ladesäule an einem Parkplatz war. Mit 3% herangefahren mussten wor feststellen dass Kabel zum Laden für E-Autos da verbaut waren. Ein direkt benachbartes Hotel zeigte uns ihre Aussensteckdosen die in unmittelbarer Nähe der Ladesäule angebracht uns helfen sollten.
Den Schukolader rausgekramt, auf kleinste Leistung mit 8A Ladestrom gestellt brach trotzdem bei Zuschaltung des onBoardChargers die Stromzufuhr zusammen. Keine Ahnung wie das technisch da organisiert war. Kehrte die Spannung nach Trennung der Last an der Steckdose direkt wieder zurück.
Noch 3 weitere Aussensteckdosen rund um das Hotel haben wir probiert. Alle ohne Erfolg. Entweder Leistungseinbruch oder keine Spannung drauf.
Das Hotelpersobal hat uns dann aber dankenswerterweise einen Schuppen in dem ihre Gäste ihre E-bikes aufladen aufgeschlossen.
3 % haben wir hinzugeladen. 5 min. nur.
Kurzes Gespräch mit den interessierten E-Bikern, Dank an das Personal ging es den Berg runter, 4 km bis zu unserem Haus.
320 Km waren es insgesamt, 100% SOC gestartet, mit 2% SOC zurück. 7,67 € an Fahrtkosten bei den Ladesäulen.
Wir machen öfter Touren, auch längere. Aber an diesem Wochenende haben wir wieder dazugelernt.
Noch ein oder zwei Ladeapps dazu sind sicher nicht verkehrt. Die gerechnete Reserve bei Wind höher zu veranschlagen auch nicht.
Unsere Tour über 160 Km nach Bad Salzuflen haben wir Freitag morgen begonnen.
Gestartet sind wir natürlich mit einem voll geladenen Akku.
Wir planen unsere Ladestops vorher mit der ABAP-App.
Diese hauptsächlich für E-Autos geschriebene App nutzen wir mit Hilfe von Anpassung z.Bsp. bei Verbrauch des Fahrzeugs, Reichweite, Ladeleistung und Zeit.
Autobahn ausgeschaltet war unsere Route damit nun geplant. So haben wir die Planung zu googlemaps geschickt. Wir mögen die Darstellung dort mehr und auch die Aktualisierungsrate bei Richtungswechseln scheint dort besser zu sein.
Nun, 78 Km waren es bis zum ersten Ladepunkt in Beckum. 8 Typ2-Lader auf einem Parkplatz in der Innenstadt direkt vor dem offenen Gebäude des örtlichen Energieversorgers EVB.
Helme runter, Handschuh aus, Sitz hoch und Ladekabel Typ 2 rausgeholt. Die Verbindung gesteckt und dann mit unserer App versucht freizuschalten.
Wir nutzen die Ladeapp EnBW mobile. Klappt meistens ganz gut, so unsere bisherige Erfahrung.
Alle 8 freien Ladepunkte wurden in der App dargestellt. Zum freischalten braucht es eine Nummer für die Identifikation des Ladepunktes.
Keine Nummer zu finden
Kein Problem dachten wir, das Gebäude war auf, Hilfe nachgefragt. Der zuständige Mann war aber nicht erreichbar.
Dann haben wir noch ein bischen herumversucht. Hintereinander Ladepunkte dort freigeschaltet und gehofft einen Treffer zu haben. Ohne Erfolg.
Also alles wieder eingerollt, verstaut, verschlossen und uns für eine Weiterfahrt zur nächsten Ladestation gerüstet.
Guter Ort, ruhig gelegen hinter einer Sparkasse, gegenüber eines menschenleeren offenen Parks mit einladenden Bänken haben wir eine Doppelsäule mit 2 freien Ladepunkten gefunden. Hier war ebenfalls keine Nummer für die Zuordnung. Allerdings lag die Chance hier bei 50/50 und geklappt hat es auf Anhieb.
Bei Kaffee aus dem grossen Thermobecher und ner Tüte voll mit leckeren Brötchen haben wir dann eine Stunde hier verbracht. Von 48% auf etwa 92% reichte unserer Berechnung nach unser Ziel gut und sicher zu erreichen und bei Rückkfahrt am nächsten Tag schon ein Stück des Wegs zu fahren.
Weiter ging es.
Der Wind hatte inzwischen sturmartige Ausmasse angenommen. Die Böen waren heftig. Ende von Baumreihen und grossen Hecken, entgegenkommende grosse Traktoren mit Anhängern und LKW's schüttelten uns ordentlich durch.
Auch auf den Verbrauch und die restliche Reichweite hatte das Auswirkung. Angekommen sind wir deshalb mit deutlich weniger Restkapazität.
Die Rückfahrt:
Der niedrigere Ladestand bewog uns dazu erst einmal mit Laden die Rückfahrt zu beginnen. Mit 44% konnten wir Beckum nicht erreichen.
Eine Stunde am Ladepunkt eines grossen Hotels sollten unserer Meinung nach reichen. Etwa 80% sollten uns nach Beckum bringen.
Natürlich wieder nur Landstrasse war der Wind noch immer extrem heftig. Teils noch schlimmer als am Tag davor. Seiten- und Gegenwind liessen die Kapazität der Batterie und damit die Reichweitenreserve zügig schwinden. Mit 3% SOC haben wir die Innenstadt von Beckum erreicht.
Meine Güte. So mutig war ich noch nie
In der Stadt war ein grosses Fest im gange. Ladestationen waren oft belegt. Freie Stationen auf Störung mit rot gekennzeichnet.
Jeder Versuch bedeutete Helm und Handschuh aus, Sitz hoch, Kabel raus, gesteckt, wieder vergeblich die Identifikationsnummer gesucht, trotzdem versucht.
Diesmal hatten wir echt Pech. Nach dem 3. oder 4. Versuch meldete die Ladeapp einen Fehler der sich von da an bei weiteren Versuchen wiederholte.
Auf einem Parkplatz war ein Ladepunkt belegt, und der andere Parkplatz mir einem nur parkenden Wagen verstellt.
Das Fest hatte viele Leute in die Stadt gelockt, Parkplätze warer rar.
Kurzerhand unser schweres Moto dazwischen geschoben um das endliche Kabel anschliessen zu können meldete sich die App mit besagtem Fehler wieder erneut.
Alles wieder zusammengeräumt, Moto wieder aus der schmalen Lücke geschoben ging es nun zu meinem gedachten letzten Versuch an einer öffentlichen Säule.
Der Parkplatz eines Krankenhauses war es diesmal. Auch hier keine Nummer, also 50/50 Chance.
Spätestens hier war endgültig klar das nun unsere App ein Problem hatte haben wir die Methode gewechselt und mittels QR-Codescan und Internetzugang unter Angabe von Kreditkarteninformation die Ladesäule freigeschaltet bekommen. Der letzte Versuch, Gott sei Dank. Die Nerva zeigte im Display den Ladestand an, sie lud.
Wir haben für evtl. Notfälle immer das Ladegerät der Nerva für Schukosteckdosen immer dabei. Alles unter dem Sitz mit Notwerkzeug und 12V-Ladegerät der Hilfsbatterie immer mit.
Wir scheuen nicht irgendwo um Strom zu bitten. Nicht ahnend dass wir am späten Abend darauf noch angewiesen sein werden.
Die Ladezeit haben wir mit Currywurst Pommes auf dem Stadtfest überbrückt.
Entschieden dass der Ladestand von 62% nach Hause reichen sollte, wir wollten ja möglichst nicht im dunkeln ankommen.
Abkekoppelt, eingepackt und weiter ging es.
Der Wind hörte einfach nicht auf, trotz eingeplanter Reserve wurde es wieder knapp. Die letzte grosse Strasse nah der Heimat. Noch 10 km meinte der Navi. Die Restreichweite allerdings auch. Ich fass es nicht.
In meiner Erinnerung wusste ich dass etwa 3 Km von uns weg an besagter Landstrasse eine Ladesäule an einem Parkplatz war. Mit 3% herangefahren mussten wor feststellen dass Kabel zum Laden für E-Autos da verbaut waren. Ein direkt benachbartes Hotel zeigte uns ihre Aussensteckdosen die in unmittelbarer Nähe der Ladesäule angebracht uns helfen sollten.
Den Schukolader rausgekramt, auf kleinste Leistung mit 8A Ladestrom gestellt brach trotzdem bei Zuschaltung des onBoardChargers die Stromzufuhr zusammen. Keine Ahnung wie das technisch da organisiert war. Kehrte die Spannung nach Trennung der Last an der Steckdose direkt wieder zurück.
Noch 3 weitere Aussensteckdosen rund um das Hotel haben wir probiert. Alle ohne Erfolg. Entweder Leistungseinbruch oder keine Spannung drauf.
Das Hotelpersobal hat uns dann aber dankenswerterweise einen Schuppen in dem ihre Gäste ihre E-bikes aufladen aufgeschlossen.
3 % haben wir hinzugeladen. 5 min. nur.
Kurzes Gespräch mit den interessierten E-Bikern, Dank an das Personal ging es den Berg runter, 4 km bis zu unserem Haus.
320 Km waren es insgesamt, 100% SOC gestartet, mit 2% SOC zurück. 7,67 € an Fahrtkosten bei den Ladesäulen.
Wir machen öfter Touren, auch längere. Aber an diesem Wochenende haben wir wieder dazugelernt.
Noch ein oder zwei Ladeapps dazu sind sicher nicht verkehrt. Die gerechnete Reserve bei Wind höher zu veranschlagen auch nicht.