Niu richtig laden

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Alf
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Re: Niu richtig laden

Beitrag von Alf » Di 12. Jun 2018, 17:28

Ich habe das andersherum verstanden.
Und eigentlich meinte ich auch VSM. Sorry dafür, aber bei Deiner Vorgehensweise ist ja eigentlich auch nichts falsch, weil ja nur mit 4A gearbeitet wird.
Das leichte bruzzeln der Kontakte schadet dem Stecker / Buchse - Gespann nicht, weil die Kontakte ausreichen dimensioniert sind.

VSM hat geschrieben:
Für Kontakte ist es generell schlecht, wenn sie unter Last kontaktieren, das gilt auch für Stecker und Buchsen. Während man einen Stecker in eine Buchse einführt, kommt es auch nicht zu einer einmaligen sondern zu vielen kurzen Kontaktierungen, jedes Mal von einem kleinen Funken begleitet, der die Oberfläche schädigt. Kurzum: Steckt man stromlos, erhöht man die Lebensdauer von Stecker und Buchse.
Das hatte ich eigentlich auch so bei Dir verstanden. Und es mach es nicht besser wenn man im Nachhinein die Texte ändert.

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Re: Niu richtig laden

Beitrag von 4KW » Di 12. Jun 2018, 18:16

otten.l hat geschrieben:
Di 12. Jun 2018, 16:55
@Alf
Du lobst mich aber machst es dann doch wieder anders herum? :shock: ;)

Ich habe die Formulierung noch etwas angepasst für den Fall dass es unverständlich war: Wir verbinden die Ladegeräte erst mit dem Netz sodass Spannung auf dem Ausgang ist. Erst dann verbinden wir das Ladegerät mit dem Fahrzeug. Nur so lässt sich das von dir genannte brutzeln der Kontakte verhindern.
Hier stimme ich völlig zu. Das LC Glied am Ausgang dieses PWM Ladegerätes , sowie andere Schutzmaßnahmen am Akku bzw. BMS ( Stromspitzen, Rekuperationsschutz ) lassen nichts anbrennen. Die Stecker sowieso nicht.

Hat schon mal jemand das Ladegerät aufgemacht ? Wäre interessant das Innenleben

:roll:

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Re: Niu richtig laden

Beitrag von vsm » Di 12. Jun 2018, 20:26

otten.l hat geschrieben:
Di 12. Jun 2018, 15:22
[...]In der Theorie hast du zwar recht - in der Praxis sieht es aber anders aus da den meisten Ladegeräte eine Diode im Ausgang fehlt.[...]
War ja auch als höchst theoretischer Ansatz gedacht, ich habe ja weder einen NIU-Akku noch ein entsprechendes Ladegerät. Ob es jetzt wirklich "die meisten" Ladegeräte sind, die ohne Diode am Ausgang konzipiert sind, mag ich nicht beurteilen. Und beim unu stellt sich die Frage ja gar nicht erst... ;)

Und Alf hat natürlich auch recht, wenn er sagt, dass es in der Praxis völlig wurscht ist. Bei der Dimensionierung der Kontakte reden wir von einem so geringen Verschleiß, dass die Lebensdauer der Kontakte die des NIU und seinem Akku bei weitem übertreffen wird.
otten.l hat geschrieben:
Di 12. Jun 2018, 15:22
[...] Steckt man stromlos, so werden die Kondensatoren im Ausgang des Ladegerätes aufgrund der hohen Differenzspannung und des im ersten Moment quasi unendlich niedrigen Widerstandes mit sehr hohen Strömen vom Akku aufgeladen.
[...]
Ergänzend zur oben geschilderten Situtation kann ein Ladegerät im Gegensatz zu einer Batterie keine wirklich hohen Ströme liefern die deutlich über den Nennstrom hinausgehen. [...]
Der Strom wird, egal in welche Richtung, durch den Innenwiderstand entweder des Kondensators oder des Akkus limitiert (welcher auch immer höher ist). Bei niedrigerer Differenzspannung ist der Impuls natürlich kürzer.
otten.l hat geschrieben:
Di 12. Jun 2018, 15:22
[...] Also: Bei uns werden Akku und Ladegerät nur noch verbunden, wenn das Ladegerät zuvor in die Steckdose gesteckt wurde und bereits unter Spannung ist. Auch bei den Zeros mit Ladegeräten mit bis zu 11 kW (ca. 100A Ladestrom). Nur so bleiben die Kontakte heile. Die Kontakte eines Kunden hingegen, der irrtümlich immer im ausgeschalteten Zustang gesteckt hatte, waren schön schwarz und hatten regelrecht Kerben. [...]
Da würde ich, als Ingenieur, von einer klassischen Fehlkonstruktion sprechen. Sowas darf bei einem Consumer-Product nicht passieren. Egal, was man in die Anleitung schreibt.
otten.l hat geschrieben:
Di 12. Jun 2018, 15:22
[...]Beim Anstecken des Akkus im Roller kann übrigens das gleiche passieren, da werden die Kondensatoren vom Controller schlagartig geladen. [...]
Hätte nicht gedacht, dass ich das jemals schreiben würde, aber da könnten sich ja so einige mal technisch etwas bei unu abgucken! :lol:
otten.l hat geschrieben:
Di 12. Jun 2018, 15:22
vsm hat geschrieben:
Di 12. Jun 2018, 05:31
Je nachdem wie die Stecker beim NIU bezüglich Berührungssicherheit ausgeführt sind (ich kenne sie nicht), macht es auch Sinn, einen nicht gesteckten Stecker spannungsfrei zu halten.
Da stimme ich dir zu. Der NIU Stecker ist was das angeht tatsächlich nicht ganz ideal. Andererseits: 70V DC werden einen nun wirklich nicht umbringen.
Neee, das war auch eher eine theoretische Überlegung, warum das nun so in der Anleitung steht. Wenn ich mich recht erinnere, müssen Stecker, die nicht stromlos gesteckt werden, bei >= 60VDC als Buchse ausgeführt sein, was natürlich bei einem Ladegerät schwierig wird, weil der Akku demnach ja auch nur mit Buchse und nicht mit Stecker ausgestattet sein darf...

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Re: Niu richtig laden

Beitrag von Fotomanni » Di 12. Jun 2018, 21:10

vsm hat geschrieben:
Di 12. Jun 2018, 20:26
was natürlich bei einem Ladegerät schwierig wird, weil der Akku demnach ja auch nur mit Buchse und nicht mit Stecker ausgestattet sein darf...
Ist vermutlich von so einem Rollerbatteriechen etwas viel verlangt aber es ist durchaus vorstellbar Lade- und Entnahmekontakte getrennt auszuführen. Oder die Kontakte stromlos zu schalten wenn kein Stecker drauf steckt.
Viele Grüße vom Rand der Welt
Manfred

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Re: Niu richtig laden

Beitrag von vsm » Di 12. Jun 2018, 21:13

Auf jeden Fall wäre das teurer, als eine Reihenfolge in die Anleitung zu schreiben... :lol:

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Re: Niu richtig laden

Beitrag von Alf » Mi 13. Jun 2018, 07:20

von 4KW » Di 12. Jun 2018, 18:16



Hat schon mal jemand das Ladegerät aufgemacht ? Wäre interessant das Innenleben
Ja, ist komplett mit Wärmeleitmasse ausgegossen.

Stecker mit Berührungsschutz gibt es doch bei E-Fahrzeugen.

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Re: Niu richtig laden

Beitrag von platti68 » Do 14. Jun 2018, 11:42

Ich habe mir doch glatt mal die Mühe gemacht und auf den Akku geschaut......

Hersteller.: Sunwoda Electric Technology
Batt.Mod.: 1710ISR18/65A- denke das deutet auf die 170 Stück hin.
Max Charging.: 69,7 VDC durch 17 also 4,1 V Ladeschluss.

passt doch alles 8-)

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Re: Niu richtig laden

Beitrag von Idefix » Do 14. Jun 2018, 22:30

vsm hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 21:49
Hi, Du nur!

Da ich ja selbst keinen NIU habe, habe ich gerade im www nach Bildern des Ladegeräts gesucht, auf denen man die Angaben erkennen kann. OUTPUT: 46-70VDC, 4.0A. Hat der NIU N1 nicht einen 16S Akku und sollte somit eine Ladeschlussspannung von maximal 67,2V haben?
Ich habe jetzt mein Ladegerät angeschaut und es steht auf meinem OUTPUT 46-72V und 4A. Habe meinen Niu letzte Woche bekommen

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Re: Niu richtig laden

Beitrag von Alf » Fr 15. Jun 2018, 13:51

Das steht auch auf meinem Ladegerät von 2016.
Ich sehe da kein Problem drin, weil das BMS ja die Ladung kontrolliert. Und ich sehe weiterhin darin auch keinen Grund zur Sorge, das hin und wieder der Fehler 30 ausgegeben wird.
Für mich ist das ein Zeichen, das alles in Ordnung ist.

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Re: Niu richtig laden

Beitrag von Idefix » Fr 15. Jun 2018, 15:47

Ich bin bei dir. Mache mir auch keine Sorge.

Was ich auf jeden Fall bin ist sehr Interessiert auf wie dies funktioniert und was sich NIU gedacht hat bei dem Produkt. Auch wie das BMS funktioniert.

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