TÜV und Kosten...

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Raudi
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TÜV und Kosten...

Beitrag von Raudi » So 12. Aug 2018, 21:04

Hey Leute,
wer von euch musste mit dem E-Motorrad bzw. alles was schneller wie 45km/h fährt schon zum TÜV?
Wie waren eure Erfahrungen?
Sind extra Prüfungen wegen Hochvolt vorgenommen worden?
Wie hoch waren die Kosten? Gleich wie beim Verbrenner?

Elektrische Grüße gewünscht!!

Peter51
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Re: TÜV und Kosten...

Beitrag von Peter51 » So 12. Aug 2018, 21:52

Ein 125er Elektroroller kostet beim TÜV 46,20. Geprüft wird Licht, Blinker, Bremsbeläge, Reifen und das Lenkkopflager. In der Regel holt der Prüfer noch seine Motorradjacke & Helm und fährt einmal ums Gebäude. Kommt er mit einem Grinsen im Gesicht - fährt ja nicht jeden Tag einen Elektroroller - zurück, dann gibt es auch eine Plakette. Mit ausgeklappten Seitenständer darf der Roller nicht fahren. Unter die Sitzbank schaut er auch nicht.
Und 48V, 60V, 72V gehört noch zur Kleinspannung - nix mit Hochspannung.
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Re: TÜV und Kosten...

Beitrag von dominik » Mo 13. Aug 2018, 09:20

An der Theke schauen das man keine AU mit bezahlt.

Der Rest läuft immer gleich ab.
Reifen,Licht, Blinker, Hupe...
Dann frägt der Prüfer was denn so die Reichweite ist, was das Teil gekostet hat, wie man zu frieden ist.
Dann kommt die Probefahrt mit Bremstest und dann die Plakette.

Alles unter 1000V ist Niederspannung ,dann kommt von 1kV bis 52KV die Mittelspannung und dann erst die Hochspannung.
Beim E-KFZ wird da aber bislang nichts extra geprüft. Kommt sicherlich irgend wann mal.
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Re: TÜV und Kosten...

Beitrag von otten.l » Mo 13. Aug 2018, 11:28

Ich war im Frühjahr mit meiner Zero FXS beim TÜV und kann das gesagte nur bestätigen. Die ganz normalen Routinechecks inkl. Licht, Bremsen, Lenkkopf und Radlager, AU fällt natürlich weg und muss auch nicht bezahlt werden. Alles andere hat ihn nicht interessiert und er hätte es auch gar nicht inspizieren oder beurteilen können. Im Elektrobereich fehlt den Jungs noch das komplette Know-How, die wissen gar nicht was sie tun sollen. Außer sichtbar herumbaumelnden orangen Kabeln und ggf. einer Isolationsprüfung gäbe es aber ja auch tatsächlich nicht viel was man prüfen könnte. Wobei letztere von den Fahrzeugen im Allgemeinen auch permanent selbst durchgeführt wird.

Bei mir ist der Prüfer dann sogar zweimal um die Halle gefahren. Erst hab ich ihn im Eco-Modus losgeschickt und da kam er schon mit dem besagten Grinsen im Gesicht zurück. Dann hab ich ihm den Sport-Modus reingemacht und nochmal losgeschickt. Danach war er dann komplett aus dem Häusschen und wir haben uns noch eine Weile über die üblichen Themen unterhalten.

Vaters Tesla habe ich im April dann auch noch hingebracht - gleiches Spiel, nur dass das Grinsen nach der Probefahrt noch größer ausfiel :D Auf der Bühne wusste er auch nicht recht was er tun soll und war von der sauberen Optik und der soliden Radaufhängung sehr angetan. Nach einer Frage war er allerdigns ziemlich baff: Prüfer: "Die Bremsbeläge und Scheiben sind wohl gerade gemacht worden oder?" Ich: "Nein, das sind noch die ersten mit inzwischen 180.000 km drauf" Prüfer: " :shock: :?: "

Gruß Lennart
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Re: TÜV und Kosten...

Beitrag von MEroller » Fr 17. Aug 2018, 20:15

dominik hat geschrieben:
Mo 13. Aug 2018, 09:20
Alles unter 1000V ist Niederspannung ,dann kommt von 1kV bis 52KV die Mittelspannung und dann erst die Hochspannung.
Das kann leider so nicht stehen bleiben. Gemäß "DGUV Information 200-005" wird als Hochvolt bezeichnet "Spannungen >60 V und ≤1500 V Gleichspannung (DC) oder >30 V und ≤1000 V Wechselspannung (AC) in der Fahrzeugtechnik".
Gemäß ECE-R 100 dasselbe Bild: "„Hochspannung“ ist die Spannung, für die ein elektrisches Bauteil oder ein Stromkreis ausgelegt ist, dessen Effektivwert der Betriebsspannung > 60 V und ≤ 1 500 V (Gleichstrom) oder > 30 V und ≤ 1 000 V (Wechselstrom) ist."

D.h. 3 meiner 4 elektrischen Zweiräder sind ganz klar im Hochspannungsbereich unterwegs.

Aber ja, sowas kommt bei der HU nicht vor, noch nicht.
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Re: TÜV und Kosten...

Beitrag von dominik » Di 21. Aug 2018, 21:38

Dann wird es Zeit das sich die VDE mit der DGUV und der ECE an einen Tisch setzt und sich die Nomenklatur mal vor nimmt. :lol:

Das mit der richtlinie für Fz war noch nicht bis zu mir vorgedrungen.
Wie mann sieht lernt man nie aus.
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Re: TÜV und Kosten...

Beitrag von TilmanBaumann » Mi 29. Aug 2018, 10:48

TÜV wird erst ab einer gewissen Anzahl an Jahren nach Erstanmeldung fällig, habe ich das richtig in Erinnerung?

Mein Roller ist zwar nicht neu, aber stand bislang nur beim Händler. Da muss ich erst mal nichts machen oder?

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Re: TÜV und Kosten...

Beitrag von Peter51 » Mi 29. Aug 2018, 11:01

Am Tag der 1. Zulassung bekommst du dein Zulassungssiegel und eine TÜV Plakette für 2 Jahre. Auf der CoC wird das 1. Zulassungsdatum vermerkt und wird damit zum " KFZ-Brief". Mit der 1. Zulassung bekommst du noch die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein). Ferner brauchst du einen Eigentumsnachweis - in der Regel die Kaufrechnung vom Händler. Sollte dein Händler in der Schweiz wohnen, brauchst du noch ein Verzollungsnachweis. Zum TÜV brauchst du nicht, aber zum Schilderdienst (Kennzeichen). Dein Roller sollte in L3e-A1 eingruppiert werden - wichtig für die Versicherung.
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Re: TÜV und Kosten...

Beitrag von Evolution » Mi 29. Aug 2018, 11:25

... und achte darauf, dass die Versicherung den Roller als Leichtkraftroller und nicht Leichtkraftrad versichert.

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Re: TÜV und Kosten...

Beitrag von MEroller » Mi 29. Aug 2018, 12:01

Habe eben für die vR one HU beim TÜV Süd in Bernhausen €42,40 bezahlt - OHNE Abgasuntersuchung :lol:

Bei der Online-Terminbuchung kann man die AU abwählen bei der HU, aber das löst auf der TÜV-Webseite großen Protest aus - wird aber schlussendlich akzeptiert :D
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