Vereinheitlichung der Ladestationen

für alles über Ladestationen
Benutzeravatar
MEroller
Moderator
Beiträge: 9099
Registriert: Mo 1. Nov 2010, 22:37
Roller: Zero S 11kWZF6,5/erider Thunder (im Ruhestand)
PLZ: 7
Wohnort: Bei Stuttgart
Tätigkeit: Entwickler (Traktionsbatterie)
Kontaktdaten:

Re: Vereinheitlichung der Ladestationen

Beitrag von MEroller » Mi 17. Apr 2019, 20:31

Erstens hat der ADAC-Mitgliedsbeitrag rein garnichts mit einem speziellen EnBW Ladetarif für ADAC-Mitglieder zu tun.
Zweitens frage ich mich, wie Du vsm zu Deiner Aussage kommst, dass die EnBW Ladesäulen die teuersten überhaupt seien? Ich denke, diese Krone der Schande kommt eindeutig den neuen Telekom "Get-charge" Tarifen für "Sonstige Ladestellen" zu mit sagenhaften 89 Cent/kWh, egal ob AC oder DC :shock:

Was völlig richtig ist: EnBW Säulen nutzt man am billigsten mit ADAC Tarif in der mobility-plus app der EnBW selbst. Alle anderen Roamingdienste kassieren an EnBW Säulen ein mehrfaches ab. Nur weil die EnBW Roamingpartnern so übel hohe Nutzungsgebühren abknöpft? Oder nicht vielleicht auch, weil die Roaminganbieter zu den recht fairen EnBW kWh-Preisen noch einen dicken Batzen eigener Gebühren draufhaut, um sich selbst finanzieren zu können?

Wie ist das bei anderen Ladesäulenbetreibern, wenn man mit Roaming-Diensten dort bezahlen will? Ist da auch so ein hoher Aufschlag wie bei EnBW Ladesäulen, oder ähneln sie da mehr den direkten Gebühren vom Säulenbetreiber selbst?

Ich denke, wir sollten uns so langsam daran gewöhnen, dass wir für die Dienstleistung eines Ladens "on-the-fly", und vor allem bei hohen Ladeleistungen, künftig schlicht überhaupt bzw. mehr bezahlen müssen, so dass irgendwann in absehbarer Zukunft die teils enormen Investitionen (trotz staatlicher Förderung) nebst dem verbrauchten Strom, der ja auch nicht gratis herstellbar ist, wieder eingenommen werden können, plus der Bezahlung der Callcenter-Mitarbeiter und der Servicetechniker, und plus weiterer Überschuss, der wieder in neue Ladeinfrastruktur investiert werden kann. Oh, und etwas Gewinn für den Ladesäulenbetreiber sollte ja auch noch bleiben :o
Zero S 11kWZF6,5
e-rider Thunder 5000: im Ruhestand
1500km kostenloses Supercharging für Käufer und Referenzgeber (natürlich nicht für E-Roller ;) ): https://ts.la/mathias54302

Benutzeravatar
vsm
Administrator
Beiträge: 2274
Registriert: Mo 15. Mai 2017, 12:18
PLZ: 12
Kontaktdaten:

Re: Vereinheitlichung der Ladestationen

Beitrag von vsm » Mi 17. Apr 2019, 20:52

Die Unterscheidung bei der Telekom (oder jetzt Get Charge) nach "Premium" und "Sonstige" kommt einzig und alleine von den Roaming-Konditionen, alles andere ist Marketing-Geschwurbel von denen. Also alle Anbieter, die der Telekom das Roaming nicht für unter 30 cent / kWh anbieten, werden "Sonstige Ladestellen".

Laut New Motion langen EnBW und e-on bei den Roaming-Partnern am kräftigsten zu. Auch bei Plugsurfing sind die beiden immer bei den teuersten.

Interessant wäre ja, was der an den Ladesäulen getankte Strom wirklich kostet. Bei den Superchargern war immer die Rede davon, dass Tesla für den Bezug um die 6 ct / kWh zahlt. Vor allem, weil es beim "verschenkten" Strom weder Steuern noch Umlagen zu berücksichtigen galt...

Benutzeravatar
Dirk
Beiträge: 803
Registriert: Di 20. Mär 2018, 23:50
Roller: eRetroStar, Bj.2018, 2KW, Mach 1 Bj.2014, 0,5 kw
PLZ: 58135
Wohnort: Hagen
Kontaktdaten:

Re: Vereinheitlichung der Ladestationen

Beitrag von Dirk » Do 18. Apr 2019, 18:24

vsm hat geschrieben:
Mi 17. Apr 2019, 20:52
Geschwurbel
Ich verfolge diesen Thread, auch wenn ich kein direkt Betroffener bin. Für mein eigenes, kleines Universum reichen meine max. 40 km Reichweite.
Dennoch finde ich es echt scheiße, dass gerade mit einer, für die Gesundheit aller Mitmenschen, korrekten Einstellung, maximaler Gewinn generiert werden soll. :oops:
Anstoß für meinen Beitrag - ich wollte eigentlich ein stiller ( da unbetroffen ) Leser sein - war der Ausdruck " Geschwurbel " von Volker. :lol:
Das ist ein echt tolles Wort und ich habe es just in meinem Wortschatz verankert. Danke Big V. So ein Wort habe ich gebraucht um genau so ein Geschwubel auf meine Baustellen ausdrücken zu können. ;)

LG, Dirk

Benutzeravatar
MEroller
Moderator
Beiträge: 9099
Registriert: Mo 1. Nov 2010, 22:37
Roller: Zero S 11kWZF6,5/erider Thunder (im Ruhestand)
PLZ: 7
Wohnort: Bei Stuttgart
Tätigkeit: Entwickler (Traktionsbatterie)
Kontaktdaten:

Re: Vereinheitlichung der Ladestationen

Beitrag von MEroller » Fr 19. Apr 2019, 10:08

Gestern war mal wieder so ein prekärer Ladetag, da ich wegen Hauptuntersuchung morgens schon einen Umweg fahren musste und trotz wirklich sachter Fahrweise mit nur 37% bei der Arbeit angekommen bin. Wo ich Abends nochmals einen Umweg machen musste :shock:

Da mein Arbeitgeber sich trotz einigen Dutzend Typ 2 Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge (angeblich nur für Firmenfahrzeuge, die aber noch gar nicht elektrisch fahren...) sich weigert, Mitarbeiter-Laden zu erlauben, war ich in arger Not. Meine Mittagspause würde dran glauben müssen für eine kurze Zwischenladung an einer öffentlichen Ladesäule :cry:
Doch alle drei Lademöglichkeiten im Ort waren laut mobility+ App belegt! Also rausgezoomt, und im Nachbarort waren tatsächlich 3 Lademöglichkeiten frei, allerdings die zwei näheren an einer nicht-EnBW Säule, von der FairEnergie GmbH. Schienen aber trotzdem durch die App nutzbar zu sein, also los.
Die Säule war brandneu und rot lackiert, und musste VOR einstecken des Typ 2 Kabels (mindestens 20A Kodierung war von der Säule gefordert, was mein Adapter erfüllt...) per App aktiviert werden. Hat aber völlig anstands- und problemlos geklappt. Angeblich war der Strom durch Wasserkraft erzeugt, so stand es an der Säule. War mir in dem Augenblick aber völlig egal - Hauptsache die Elektronen flossen.

Ein BMW i3 kam kurz danach auch noch und steckte sich in die anderes Seite ein - auch da problemloser Ladungsstart. SO muss es sein :D
Nach 35 Minuten hatte ich mit entscheidenden 0,62kWh (18 cent) wieder auf 56% geladen und konnte wieder zurückfahren, meinen Italienischen Lieferanten zu empfangen.

So konnte ich dann doch mein abendliches Ziel erreichen (mit noch 7% im Akku bei sehr schonender Fahrweise, teils mit gutem Windschatten), wo ich nochmals auf 56% laden konnte, um wieder heim zu kommen.

Mit der Baby-Zero und ihren knapp 6kWh nutzbaren Kapazität wäre ich ohne funktionierende öffentliche Ladeinfrastruktur gestern komplett aufgeschmissen gewesen!!!
Zero S 11kWZF6,5
e-rider Thunder 5000: im Ruhestand
1500km kostenloses Supercharging für Käufer und Referenzgeber (natürlich nicht für E-Roller ;) ): https://ts.la/mathias54302

Antworten

Zurück zu „Ladestationen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste