Silence NOMAD: Unterschied zwischen den Versionen
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K (Ergänzung um Messwerte und Erfahrungen, Handbuch-Hinweise, Sicherheitsmängel, Tiefentladung) |
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Von den beiden vollmundigen Zubehörankündigungen im Zusammenhang mit den Silence-Rollern ist nur der '''NOMAD''' getaufte 230-Volt-Inverter (Wechselrichter) in der Realität angekommen und wird seit Mitte 2023 auch in Deutschland zum Verkauf angeboten für anfänglich etwa 700 Euro. Das ist zwar deutlich teurer als Eigenbaulösungen, dafür aber ein originales Zubehörteil ohne Gefahr des Verlusts der Garantieleistungen in einem Fehlerfall. | Von den beiden vollmundigen Zubehörankündigungen im Zusammenhang mit den Silence-Rollern ist nur der '''NOMAD''' getaufte 230-Volt-Inverter (Wechselrichter) in der Realität angekommen und wird seit Mitte 2023 auch in Deutschland zum Verkauf angeboten für anfänglich etwa 700 Euro. Das ist zwar deutlich teurer als Eigenbaulösungen, dafür aber ein originales Zubehörteil ohne Gefahr des Verlusts der Garantieleistungen in einem Fehlerfall. | ||
| − | Der Inverter kann nur an einem aus dem Fahrzeug entnommenen Akku angeschlossen werden. Ein Betrieb direkt am Fahrzeug ist nicht möglich. Das Gerät ist mechanisch und elektrisch auf den Akku abgestimmt. Es war ursprünglich als direkter Aufsatz für den Akku gedacht (siehe das Bild in [https://www.elektroroller-forum.de/viewtopic.php?p=227935#p227935 diesem Forumbeitrag]), wird jetzt aber als separate Einheit mit Anschlusskabel verkauft. | + | Der Inverter kann nur an einem aus dem Fahrzeug entnommenen Akku angeschlossen werden. Ein Betrieb direkt am Fahrzeug ist nicht möglich. Das Gerät ist mechanisch und elektrisch auf den Akku abgestimmt. Es war ursprünglich als direkter Aufsatz für den Akku gedacht (siehe das Bild in [https://www.elektroroller-forum.de/viewtopic.php?p=227935#p227935 diesem Forumbeitrag]), wird jetzt aber als separate Einheit mit Anschlusskabel verkauft in einer nicht abnehmbaren Tragetasche mit Schulterriemen, so dass er auch auf dem Rücken transportiert werden kann. Er passt aber auch problemlos in das Staufach unter dem Sitz. |
| + | Die Gestaltung der Tasche mit Klettverschlüssen lässt eine Öffnung der großen Klappe und der Klappe, welche Schalter und Steckdosen verdeckt, nur zu, wenn zuvor die Klappe über den Eingängen und den Lüftern geöffnet wird. Das beugt einer Fehlbedienung und Überhitzung vor. | ||
[[Datei:Silence_NOMAD_Steckdosen.jpg|thumb|300px|2 Steckdosen und 1x USB stehen zur Verfügung]] | [[Datei:Silence_NOMAD_Steckdosen.jpg|thumb|300px|2 Steckdosen und 1x USB stehen zur Verfügung]] | ||
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Über die Voraussetzungen zum Anschluss gibt es unterschiedliche Angaben. In den Verkaufsangeboten wird davon gesprochen, dass der Akku eine aktuelle Firmware haben und für die Benutzung mit dem NOMAD freigeschaltet sein muss. Im Handbuch findet sich dazu nichts, im Gegenteil werden sogar die ersten (älteren) Akkus mit grünem Leuchtring ohne Einschränkungen genannt. Tatsächlich hat der Inverter an den Akkus zweier Foristen (ein Akku von Oktober 2021) auf Anhieb ohne Probleme funktioniert (siehe Link unten). | Über die Voraussetzungen zum Anschluss gibt es unterschiedliche Angaben. In den Verkaufsangeboten wird davon gesprochen, dass der Akku eine aktuelle Firmware haben und für die Benutzung mit dem NOMAD freigeschaltet sein muss. Im Handbuch findet sich dazu nichts, im Gegenteil werden sogar die ersten (älteren) Akkus mit grünem Leuchtring ohne Einschränkungen genannt. Tatsächlich hat der Inverter an den Akkus zweier Foristen (ein Akku von Oktober 2021) auf Anhieb ohne Probleme funktioniert (siehe Link unten). | ||
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| + | === Richtige Reihenfolge beim Anschließen und Entfernen === | ||
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| + | Laut Handbuch soll der Inverter in dieser Reihenfolge in Betrieb genommen werden: | ||
| + | * Stecker in den Akku stecken - dies aktiviert den Akku, der daraufhin dauerhaft und nicht unerheblich Strom verbraucht | ||
| + | * Den Inverter einschalten am kleinen Wippschalter - der Inverter piept, lässt die Lüfter für einige Sekunden voll laufen und startet dann den Inverter im Sanftanlauf | ||
| + | * Verbraucher anschließen | ||
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| + | Beim Ausschalten ist diese Reihenfolge einzuhalten: | ||
| + | * Die Verbraucher entfernen | ||
| + | * Den Hochstromakku vom Akku abziehen, ohne den Inverter auszuschalten (!) | ||
| + | * Jetzt erst irgendwann den Schalter für die nächste Nutzung ausschalten | ||
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| + | Diese Reihenfolge sorgt dafür, dass die Eingangskondensatoren (gemessen: 10 mF bzw. 10.000 µF) beim Trennen vom Akku entladen werden (auf etwa 5 Volt, die blaue LED am Inverter leuchtet noch Minuten weiterhin schwach, wenn der Inverter eingeschaltet bleibt). Anderenfalls bleiben diese geladen und dadurch liegt nach dem Trennen vom Akku für längere Zeit noch Spannung an den nun offenen dicken Pins an, die bei einem Kurzschluss zu erhebliche Funken führen kann. Nach zwei Tagen waren noch über 20 Volt messbar. | ||
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=== Anschluss und Messwerte === | === Anschluss und Messwerte === | ||
[[Datei:Silence_NOMAD_Akkustecker.jpg|thumb|300px|Anschluss an den Silence-Akku]] | [[Datei:Silence_NOMAD_Akkustecker.jpg|thumb|300px|Anschluss an den Silence-Akku]] | ||
| − | Der NOMAD wird über einen speziellen Stecker an den kombinierten [[SILENCE_AKKU#Multiconnector|Hochstrom/Multifunktionsanschluss]] des Silence-Akkus angeschlossen. Die zwei Pins im Multiconnectorbereich sind elektrisch verbunden wie bei dem [https://www.elektroroller-forum.de/viewtopic.php?p=253359#p253359 Selbstbaustecker eines Foristen], diese Pins werden auch an den Fahrzeugen zum "Aufwecken" des Akkus beim Einschalten benutzt. Eine Datenkommunikation findet nicht statt, die Pins dafür sind nicht belegt. | + | Der NOMAD wird über einen speziellen Stecker an den kombinierten [[SILENCE_AKKU#Multiconnector|Hochstrom/Multifunktionsanschluss]] des Silence-Akkus angeschlossen. Die zwei Pins im Multiconnectorbereich sind dauerhaft elektrisch verbunden (3 cm Drahtbrücke) wie bei dem [https://www.elektroroller-forum.de/viewtopic.php?p=253359#p253359 Selbstbaustecker eines Foristen], diese Pins werden auch an den Fahrzeugen zum "Aufwecken" des Akkus beim Einschalten benutzt. Eine Datenkommunikation findet nicht statt, die Pins dafür sind nicht belegt. |
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| + | Das Anstecken am Akku aktiviert diesen sofort und schaltet den Hochstromausgang des Akkus unmittelbar ein. Das ist nicht gut gelöst, weil auf diese Weise der angesteckte Inverter den Akku dauerhaft wach hält, wodurch dieser langsam geleert wird, solange der Stecker im Akku verbleibt. Hingegen wird entgegen ersten Messungen doch kein Strom aus dem Akku gezogen, solange der Wippschalter aus ist. | ||
| − | + | Ein kleiner Schalter im Stecker hätte die Aktivierung eleganter gelöst, aber das würde unter voller Belastung zu einer Abschaltung des Laststroms durch das Hochstromschütz im Akku führen, möglicherweise wollte man das verhindern. | |
| − | Bei aktiviertem Wechselrichter liegt der Grundbedarf bei ca. 26 Watt ( | + | Bei aktiviertem Wechselrichter liegt der Grundbedarf bei ca. 23-26 Watt (Messung am Labornetzteil), das ist für einen 3000-Watt-Inverter ein eher guter Wert. |
| − | → ''Hinweis: Es fehlen noch Messwerte und Erfahrungen im | + | Der USB-Ausgang wurde vom Autor testweise mit 3 Ampere belastet, 2 Ampere dürften dauerhaft möglich sein, die Ausgangsspannung ist sauber und liegt über 5 Volt. Es werden aber keine Schnelladeprotokolle wie QuickCharge oder PowerDelivery unterstützt. |
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| + | Die Belastung des Akkus (Stromaufnahme) bei eher niedriger Leistung unterscheidet sich beim Exemplar des Autors stark von der Spannung: Während oberhalb von 54 Volt (also bei eher vollem Akku) je nach benötigter Leistung mehr oder weniger häufige Peaks mit bis zu 11 Ampere auftreten, wird der Strom unterhalb von 52 Volt eher durchgängig ohne Nullwerte bis zur Unterspannung. | ||
| + | Die Effizienz ist auch bei Teillast eher gut: Bei einem Grundbedarf von 25 Watt werden bei einer Last von 75 Watt 100 Watt vom Akku benötigt (75%). | ||
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| + | Die Form der Ausgangsspannung ist auch unter Last ein optisch einwandfreier Sinus mit etwa 230 Volt und exakt 50,0 Hz. | ||
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| + | → ''Hinweis: Es fehlen noch Messwerte und Erfahrungen im Betrieb bei höheren Lasten'' | ||
=== Schutz vor zu tiefer Entladung === | === Schutz vor zu tiefer Entladung === | ||
| − | Im Fahrbetrieb überwacht das Management des Akkus die Leistungsentnahme und lässt ggf. die Leistungsabgabe drosseln. | + | Im Fahrbetrieb überwacht das Batterie Management System (BMS) des Akkus die Leistungsentnahme und lässt ggf. die Leistungsabgabe drosseln. Auch im Falle der Benutzung des NOMAD ist davon auszugehen, dass zuerst die Batterie das Hochstromrelais wegen Unterschreitung der zulässigen Akkuspannung öffnet, denn der NOMAD im Besitz des Autors warnt erst bei unter 41 Volt mit einem einfachen Pieps etwa alle 5 Sekunden und stellt bei knapp unter 40 Volt den Betrieb ein, dabei leuchtet die rote FAULT-LED auf und es ertönen Doppelpiepse. Die durchschnittliche Spannung einer Zelle würde dann nur noch 2,85 Volt betragen, das ist deutlich zu wenig für einen dauerhaft sicheren Betrieb und grenzt an schädliche Tiefentladung. Spannungen von unter 2,95 Volt auch unter Last werden vom BMS mit immer Fehlermeldungen quittiert. |
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| + | Das Handbuch spricht von einer Abschaltung bei 5-10% Restakkustand. Das dürfte komplett unrealistisch sein, weil selbst im Fahrbetrieb ein Restakkustand von 0% erreicht werden kann, bevor das BMS den Hochstromausgang abschaltet ("KPLUS OFF" im Display des Fahrzeugs). ''Bei welcher Zellspannung passiert das?'' | ||
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Aktuelle Version vom 25. Oktober 2026, 21:03 Uhr
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Inhaltsverzeichnis
Für die Party oder den Heimwerkereinsatz unterwegs: der 230V-Inverter NOMAD
Von den beiden vollmundigen Zubehörankündigungen im Zusammenhang mit den Silence-Rollern ist nur der NOMAD getaufte 230-Volt-Inverter (Wechselrichter) in der Realität angekommen und wird seit Mitte 2023 auch in Deutschland zum Verkauf angeboten für anfänglich etwa 700 Euro. Das ist zwar deutlich teurer als Eigenbaulösungen, dafür aber ein originales Zubehörteil ohne Gefahr des Verlusts der Garantieleistungen in einem Fehlerfall.
Der Inverter kann nur an einem aus dem Fahrzeug entnommenen Akku angeschlossen werden. Ein Betrieb direkt am Fahrzeug ist nicht möglich. Das Gerät ist mechanisch und elektrisch auf den Akku abgestimmt. Es war ursprünglich als direkter Aufsatz für den Akku gedacht (siehe das Bild in diesem Forumbeitrag), wird jetzt aber als separate Einheit mit Anschlusskabel verkauft in einer nicht abnehmbaren Tragetasche mit Schulterriemen, so dass er auch auf dem Rücken transportiert werden kann. Er passt aber auch problemlos in das Staufach unter dem Sitz. Die Gestaltung der Tasche mit Klettverschlüssen lässt eine Öffnung der großen Klappe und der Klappe, welche Schalter und Steckdosen verdeckt, nur zu, wenn zuvor die Klappe über den Eingängen und den Lüftern geöffnet wird. Das beugt einer Fehlbedienung und Überhitzung vor.
Das Handbuch (Link siehe unten) nennt folgende Eckdaten:
- zwei (elektrisch parallele) 220(!)-Volt-Schukosteckdosen, 3000 W Dauer-, 6000 W Spitzenleistung, 50-60 Hz (umschaltbar?)
- "pure sine wave", THD <3%. soft start → sehr saubere Ausgangsspannung, gut für empfindliche Elektronik
- ein USB-Ausgang 5V, Belastbarkeit unklar (wird in keinem Prospekt und auch nicht im Handbuch erwähnt)
- Über-, Unterspannungs- und Übertemperaturschutz, Lüfter zur Wärmeabfuhr
- ca 50 x 20 x 10 cm, 7,35 kg
- Länge des Anschlusskabels zum Akku: ?
Das Handbuch geht neben der reichlich bebilderten Bedienung auch umfänglich auf die Akkuladung, inkl. Akkuheizung bei niedrigen Temperaturen, ein.
Voraussetzungen für die Nutzung
Über die Voraussetzungen zum Anschluss gibt es unterschiedliche Angaben. In den Verkaufsangeboten wird davon gesprochen, dass der Akku eine aktuelle Firmware haben und für die Benutzung mit dem NOMAD freigeschaltet sein muss. Im Handbuch findet sich dazu nichts, im Gegenteil werden sogar die ersten (älteren) Akkus mit grünem Leuchtring ohne Einschränkungen genannt. Tatsächlich hat der Inverter an den Akkus zweier Foristen (ein Akku von Oktober 2021) auf Anhieb ohne Probleme funktioniert (siehe Link unten).
Richtige Reihenfolge beim Anschließen und Entfernen
Laut Handbuch soll der Inverter in dieser Reihenfolge in Betrieb genommen werden:
- Stecker in den Akku stecken - dies aktiviert den Akku, der daraufhin dauerhaft und nicht unerheblich Strom verbraucht
- Den Inverter einschalten am kleinen Wippschalter - der Inverter piept, lässt die Lüfter für einige Sekunden voll laufen und startet dann den Inverter im Sanftanlauf
- Verbraucher anschließen
Beim Ausschalten ist diese Reihenfolge einzuhalten:
- Die Verbraucher entfernen
- Den Hochstromakku vom Akku abziehen, ohne den Inverter auszuschalten (!)
- Jetzt erst irgendwann den Schalter für die nächste Nutzung ausschalten
Diese Reihenfolge sorgt dafür, dass die Eingangskondensatoren (gemessen: 10 mF bzw. 10.000 µF) beim Trennen vom Akku entladen werden (auf etwa 5 Volt, die blaue LED am Inverter leuchtet noch Minuten weiterhin schwach, wenn der Inverter eingeschaltet bleibt). Anderenfalls bleiben diese geladen und dadurch liegt nach dem Trennen vom Akku für längere Zeit noch Spannung an den nun offenen dicken Pins an, die bei einem Kurzschluss zu erhebliche Funken führen kann. Nach zwei Tagen waren noch über 20 Volt messbar.
Anschluss und Messwerte
Der NOMAD wird über einen speziellen Stecker an den kombinierten Hochstrom/Multifunktionsanschluss des Silence-Akkus angeschlossen. Die zwei Pins im Multiconnectorbereich sind dauerhaft elektrisch verbunden (3 cm Drahtbrücke) wie bei dem Selbstbaustecker eines Foristen, diese Pins werden auch an den Fahrzeugen zum "Aufwecken" des Akkus beim Einschalten benutzt. Eine Datenkommunikation findet nicht statt, die Pins dafür sind nicht belegt.
Das Anstecken am Akku aktiviert diesen sofort und schaltet den Hochstromausgang des Akkus unmittelbar ein. Das ist nicht gut gelöst, weil auf diese Weise der angesteckte Inverter den Akku dauerhaft wach hält, wodurch dieser langsam geleert wird, solange der Stecker im Akku verbleibt. Hingegen wird entgegen ersten Messungen doch kein Strom aus dem Akku gezogen, solange der Wippschalter aus ist.
Ein kleiner Schalter im Stecker hätte die Aktivierung eleganter gelöst, aber das würde unter voller Belastung zu einer Abschaltung des Laststroms durch das Hochstromschütz im Akku führen, möglicherweise wollte man das verhindern.
Bei aktiviertem Wechselrichter liegt der Grundbedarf bei ca. 23-26 Watt (Messung am Labornetzteil), das ist für einen 3000-Watt-Inverter ein eher guter Wert.
Der USB-Ausgang wurde vom Autor testweise mit 3 Ampere belastet, 2 Ampere dürften dauerhaft möglich sein, die Ausgangsspannung ist sauber und liegt über 5 Volt. Es werden aber keine Schnelladeprotokolle wie QuickCharge oder PowerDelivery unterstützt.
Die Belastung des Akkus (Stromaufnahme) bei eher niedriger Leistung unterscheidet sich beim Exemplar des Autors stark von der Spannung: Während oberhalb von 54 Volt (also bei eher vollem Akku) je nach benötigter Leistung mehr oder weniger häufige Peaks mit bis zu 11 Ampere auftreten, wird der Strom unterhalb von 52 Volt eher durchgängig ohne Nullwerte bis zur Unterspannung. Die Effizienz ist auch bei Teillast eher gut: Bei einem Grundbedarf von 25 Watt werden bei einer Last von 75 Watt 100 Watt vom Akku benötigt (75%).
Die Form der Ausgangsspannung ist auch unter Last ein optisch einwandfreier Sinus mit etwa 230 Volt und exakt 50,0 Hz.
→ Hinweis: Es fehlen noch Messwerte und Erfahrungen im Betrieb bei höheren Lasten
Schutz vor zu tiefer Entladung
Im Fahrbetrieb überwacht das Batterie Management System (BMS) des Akkus die Leistungsentnahme und lässt ggf. die Leistungsabgabe drosseln. Auch im Falle der Benutzung des NOMAD ist davon auszugehen, dass zuerst die Batterie das Hochstromrelais wegen Unterschreitung der zulässigen Akkuspannung öffnet, denn der NOMAD im Besitz des Autors warnt erst bei unter 41 Volt mit einem einfachen Pieps etwa alle 5 Sekunden und stellt bei knapp unter 40 Volt den Betrieb ein, dabei leuchtet die rote FAULT-LED auf und es ertönen Doppelpiepse. Die durchschnittliche Spannung einer Zelle würde dann nur noch 2,85 Volt betragen, das ist deutlich zu wenig für einen dauerhaft sicheren Betrieb und grenzt an schädliche Tiefentladung. Spannungen von unter 2,95 Volt auch unter Last werden vom BMS mit immer Fehlermeldungen quittiert.
Das Handbuch spricht von einer Abschaltung bei 5-10% Restakkustand. Das dürfte komplett unrealistisch sein, weil selbst im Fahrbetrieb ein Restakkustand von 0% erreicht werden kann, bevor das BMS den Hochstromausgang abschaltet ("KPLUS OFF" im Display des Fahrzeugs). Bei welcher Zellspannung passiert das?