Sparrow Legal - Erste Erfahrungen, Probleme, Fragen

Shakraan
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Sparrow Legal - Erste Erfahrungen, Probleme, Fragen

Beitrag von Shakraan » Di 13. Aug 2019, 15:27

Hallo zusammen,

ich habe seit letzter Woche meinen, mit Upgrade Kit erneuerten Sparrow Legal in Betrieb und dachte, ich beschreibe meine Erfahrungen und mache mal eine kleine Diskussionsplattform dafür auf, da mich durchaus ein paar Themen beschäftigen und ich noch nichts vergleichbares für den "günstigen" IO Hawk gefunden habe.

Erstmal zu den Neuerungen:
Die Neuerungen durch das "Upgrade Kit" sind leider von keiner tollen Qualität. Der Roller kam an, 2 Tage später dann die Beleuchtung, und, ich nehme an aufgrund mangelndem Platz im Paket, muss man erstmal das Schrauben anfangen, ein Teil der Seitenverkleidung abbauen um den Kennzeichenhalter anzubauen. Dieser besteht einfach nur aus 2 Metallteilen, hängt rechts neben dem Hinterrad, und ist leider viel zu groß, ausgelegt für ein normales Mofa-Kennzeichen und kein kleines Klebekennzeichen. Ich nehme an IO Hawk hat diese Teile viel zu früh produzieren lassen, bevor klar war, wie groß die Kennzeichen werden, denn mit den Aufklebern hätte man auch einfach etwas auf den hinteren Schmutzfänger draufpacken können, wie es die Leihroller tun. Denn ja, der Kennzeichenhalter ist sperrig, geht im Weg um und verbiegt sich auch mal.

Zusätzlich ist dann auch noch das Rücklicht, das über dem Kennzeichen sitzt und NICHT vom internen Akku betrieben wird, sondern Batterien drin hat, defekt. Ganz toll. Das alte Rücklicht ist jetzt nur noch ein Reflektor. Das vorher eingebaute Frontlicht wurde tatsächlich komplett ausgebaut (dafür hat man aber noch das durchsichtige Plastik, dass dann einfach ein leeres Fach verdeckt. Cool.) und durch ein simples Fahrrad-Anklipslicht ersetzt. Schaut nicht toll aus und macht eine Handyhalterung o.ä. am Lenker schwierig. Ich hab das Licht jetzt an meinem Radl montiert und stattdessen ein rundes Frontlicht montiert, das an der Lenkstange und nicht am Lenker selbst sitzt, sieht besser aus und geht nicht im Weg um.

Der größte negative Aspekt ist aber meiner Meinung nach die fehlende Einrastfunktion. Früher hatte der Roller am Schutzblech hinten einen "Schnapper", der mit einem Halter am Lenker eingeschnappt ist und so geklappt geblieben ist, und an der Lenkstange zu tragen war. Dieser Schnapper ist zwar noch vorhanden, wird aber überklebt durch einen Trittschutz, mit dem die Hinterrad-Trittbremse betätigt werden soll (vollkommen unnötig, aber gesetzlich verpflichtend). Ich nehme an, da das Schutzblech zwecks Bremsfunktion jetzt beweglich ist, hat es nicht mehr genügend Stabilität um sich zum Tragen des Rollers zu eignen. Sowas hätte aber durchaus mal mitgeteilt werden können, denn jetzt fliegt nach dem umklappen die Lenkstange einfach nach links und rechts, richtig mies um das Teil zu tragen, man hat keinen ordentlichen Angriffspunkt mehr. Selbst das Tragen in den ersten Stock wird so extrem nervig. Als "Lösung" hat IO Hawk einen Tragegurt dazugegeben. Nur, dass dieser keinerlei Befestigungsmöglichkeiten am Roller hat, man muss den Gurt also um verschiedene Stellen des Rollers mit Schlaufen wickeln und an sich selbst mit Karabinern fest machen. Sehr umständlich und null alltagstauglich, da das ein ziemlicher Auf- und Abbauaufwand ist. Ich bedaure jeden, der den Roller geklappt im ÖPNV transportieren will...
Ich werde mal etwas rumbasteln ob ich mir mit Kabelbindern eine Halterung für den Lenker an die Fussraste anbauen kann, verstehe wirklich nicht, wie man ein so entscheidendes Feature einfach fallen lassen kann ohne Kommunikation.

Zu den positiven Aspekten, ich will ja nicht nur nölen, die Mattschwarze Farbe, die einen braunen Roller bei mir ersetzt hat, sieht sehr gut aus. Auch eine erste Fahrt durch mittleren Regenschauer hat er problemlos überstanden. Die "Tempomatfunktion", die es früher gab wurde ausgebaut, finde ich deutlich besser, da der Roller vorher damit einfach weitergeprescht ist, wenn man vom Gas ging.
Die Verarbeitung sonst ist ordentlich, auch wenn der Frontreflektor etwas schief angeklebt wurde, die Bremse musste ich etwas justieren, geht aber einfach, die Reifen aufpumpen und ein paar Schrauben festziehen. Macht aber insgesamt schon einen stabilen Eindruck.
Das ehemals weiße Display ist jetzt blau, aus welchem Grund auch immer, lustigerweise ist die Funktion mit Doppelklick auf DIE Taste das Licht zu aktivieren noch da, macht halt nur nix :D

Fahrverhalten & Akku:
Das Fahrverhalten vom Sparrow Legal ist, genau wie sein Vorgänger, stabil und spritzig. Im Vergleich mit Leihrollern zieh er gleich an und steht besser gefedert da, als manche Konkurrenten (Circ z.B.). Der Akku hält, im Gegensatz zum nicht legalen Vorgänger, bei mir deutlich länger. Für die gleiche Strecke, die in der Vergangenheit 2 Striche vom Display gebraucht haben, frisst er jetzt nicht mal einen. Sehr beruhigend. Kann aber auch sein, dass mein alter da einfach einen etwas überlagerten Akku hatte.

Mein großes Problem allerdings: Mein Sparrow Legal erreicht auf gerader Strecke laut Display nicht die Höchstgeschwindigkeit. Ich bewege mich, je nach Tagesform, zwischen 16 und 18 km/h, 19 oder gar 20 hat er bisher nur auf Passagen mit Gefälle geschafft. Das auch nicht nur bei mir, sondern auch bei leichteren Testfahrern. Ich werde mal zusehen, ob ich das mit einem unabhängigen Tacho messen kann, mich haben aber durchaus schon andere Fahrer mit Leihrollern merklich abgezogen. Der alte non-Legal Roller hatte keinerlei Probleme 20 km/h zu erreichen.

Kann dieses Verhalten jemand anderes bestätigen oder hat jemand eine Idee wie ich das lösen kann?

Ich habe IO Hawk dazu kontaktiert, allerdings würde ich sehr ungern das Teil wieder einschicken. Ist zwecks Verpackung und Größe eine sehr unleidige und zeitaufwändige Geschichte.

Ansonsten freue ich mich auch über andere Beiträge mit Erfahrungen oder vielleicht auch einigen Tipps :)

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Re: Sparrow Legal - Erste Erfahrungen, Probleme, Fragen

Beitrag von kofra » Di 13. Aug 2019, 20:57

Wie viel km hast du hinter dir? Bei mir wurde es nach etwa 30 km besser mit der Geschwindigkeit. Wobei nicht immer die 20 km/h erreicht werden.

Hast du den non legal noch?

Pass bei den Lenkerkopfschrauben auf. Bei mir sind 2 Stück abgeschert. Am besten ersetzen gegen Edelstahl Schrauben und mit Sicherungslack einschrauben. Wenn alle 4 abscheren, hat man den Lenker in der Hand 😳.

Gruß

Frank
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Re: Sparrow Legal - Erste Erfahrungen, Probleme, Fragen

Beitrag von Fasemann » Di 13. Aug 2019, 22:11

Edelstahlschrauben können besser sein, müssen aber nicht, ich würde einfach Schrauben mit höherer Zugfestigkeit nehmen.
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Re: Sparrow Legal - Erste Erfahrungen, Probleme, Fragen

Beitrag von Shakraan » Mi 14. Aug 2019, 10:39

kofra hat geschrieben:
Di 13. Aug 2019, 20:57
Wie viel km hast du hinter dir? Bei mir wurde es nach etwa 30 km besser mit der Geschwindigkeit. Wobei nicht immer die 20 km/h erreicht werden.

Hast du den non legal noch?

Pass bei den Lenkerkopfschrauben auf. Bei mir sind 2 Stück abgeschert. Am besten ersetzen gegen Edelstahl Schrauben und mit Sicherungslack einschrauben. Wenn alle 4 abscheren, hat man den Lenker in der Hand 😳.

Gruß

Frank
Guter Tipp! Das kann in der Tat sein, als ich eben gefahren bin hat er auf einmal relativ problemlos 19-20km/h erreicht auf der gleichen Strecke auf der er gestern noch geschlichen ist. Ich hoffe das bleibt jetzt auch so, hat definitiv nochmal deutlich mehr Spaß gemacht :D
Dann hat er wohl einen selbstschon-Modus an den ersten paar Kilometern, aber komisch, dass man da nix von IO Hawk hört....
Den Non-Legal hab ich einschicken müssen, also hab ihn leider nicht mehr.

Und danke für den Tipp mit den Schrauben! Ich halt das mal im Blick; bei mir gingen, aufgrund nicht gescheit gebohrter Löcher, eh nur 3 von den 4 ganz rein.

Hast du eine zufriedenstellende Lösung fürs Feststellen des Lenkers im geklappten Zustand gefunden?

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Re: Sparrow Legal - Erste Erfahrungen, Probleme, Fragen

Beitrag von kofra » Mi 14. Aug 2019, 11:35

Ja ich habe da einen Gummi Spanngurt. von Fixplus. Macht keine Kratzer und lässt sich mit einer Hand spannen.

Wenn die nicht ganz eingeschraubt ist, wird sie dir abscheren.Wegen des Spanngurts kannst du auf meiner HP schauen (siehe in der Signatur) unter eScooter. Da sammle ich Links über nützliches für Scooter, da ist auch der Gurt dabei.

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Re: Sparrow Legal - Erste Erfahrungen, Probleme, Fragen

Beitrag von Shakraan » Mi 14. Aug 2019, 13:56

Nochmal gute Tipps, danke dir! Hab mir die Spanngurte und den Haken für die Lenkstange auch mal geholt.

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Re: Sparrow Legal - Erste Erfahrungen, Probleme, Fragen

Beitrag von kofra » Mi 14. Aug 2019, 15:49

Prima, das freut mich.

Gruß

Frank

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Re: Sparrow Legal - Erste Erfahrungen, Probleme, Fragen

Beitrag von kofra » Mi 14. Aug 2019, 15:51

Empfehlen kann ich dir noch den kleine Inbus Multitool, gerade wenn man unterwegs ist. und die Gummi Einleger für das Klappgelenk.

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Re: Sparrow Legal - Erste Erfahrungen, Probleme, Fragen

Beitrag von Shakraan » Mi 14. Aug 2019, 16:00

Und noch ein Update, IO Hawk hat auf meine Mail geantwortet. Ein neues Licht gibt es problemlos, schon mal schön, und folgende Erklärung gab es zum Speed:
Bezüglich Ihrer Frage mit der Geschwindigkeit:

Diese muss laut KBA Standard wie folgt aussehen: Das Gerät muss maximal 20km/h mit einer Person mit maximal 70 kg fahren ( 20 Grad Außentemperatur, 3,5 Bar Reifen, gerade Strecke auf glattem
Asphalt)

Dies bedeutet, dass jeder Scooter - Auch der IO HAwk Sparrow-Legal mit einem höheren Gewicht demnach etwas langsamer wird, was ganz normal ist,

da eScooter im generellen ja keine Gewichte des Nutzers messen können, um so die Motorpower je nach Gewicht zu steuern.


Bitte beachten Sie, das auch eine GPS Messung nicht genau ist, da sie in keinster Art und Weise geeicht ist. Gleiches gilt für unser eingebautes Display, wo Abweichungen von 1-2 km/h möglich sind.

Generell lässt sich folgendes nach eigenen Messungen sagen:

Fahrergewicht: 50 kg - 21 km/h

Fahrergewicht: 70 kg - 19 km/h

Fahrergewicht: 80 kg - 17 km/h

Fahrergewicht: 90 kg - 16 km/h

Fahrergewicht: 100 kg - 15 km/h
Macht für mich jetzt nicht so wirklich Sinn. Sollte es nicht eher so sein, dass der Tacho bei 20 km/h dem Motor mitgibt, Speed rauszunehmen? So funktionieren die meisten Leihscooter, Tier z.B., da hat die Kollegin, die knapp die Hälfte von mir wiegt, die selbe Maximalgeschwindigkeit wie ich, auch bergab nehmen die deutlich Speed raus und lassen den Roller nicht groß über 20 schießen. Dass die Beschleunigung langsamer wird, ok, aber, dass die Höchstgeschwindigkeit nur für 70kg schwere Personen erreichbar ist, und das so vorgegeben ist vom KBA, ist doch ein Schmarrn. Stark genug ist der Motor ja, siehe die Leistung des non-legal Sparrow.
Davon abgesehen erreiche ich ja seit heute morgen die 20km/h, laut Tabelle sollte ich maximal grade so an 15 kratzen. :mrgreen:

Naja, wird weiter im Auge behalten, aber man hat leider nicht das Gefühl, dass IO Hawk sich so richtig mit seinen Produkten auskennt. :|

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Re: Sparrow Legal - Erste Erfahrungen, Probleme, Fragen

Beitrag von kofra » Mi 14. Aug 2019, 16:25

der Scooter muss ja nicht das gewicht messen, das ist ja Unsinn. Erkann aber die Leistung anheben, bis 20km/h erreicht sind. Das ist bei einem Leicht gewicht halt früher und wenn man mehr wiegt braucht es etwas mehr Leistung. so gehört das an sich.

Bei mir hat sich das nach 20km gebessert, also da wurde er schneller.

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