Unu Classic Akku Reparatur

LouisaSK
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Unu Classic Akku Reparatur

Beitrag von LouisaSK »

Hi :)

Ich habe einen Unu Classic Roller (3kW) mit zwei Akkus. Beim fahren mit einem der Akkus ist der Roller ausgegangen (Tacho stehen geblieben etc.) und seitdem kann ich mit diesem Akku weder den Roller anmachen, noch kann er am Ladegerät aufgeladen werden (das Ladegerät leuchtet einfach grün und „erkennt“ den Akku nicht). Er ist also nicht mehr funktionstüchtig und reagiert nicht. Ich frage mich nun, ob das BMS defekt ist oder was an dem Akku kaputt gegangen ist (ich kenne mich leider selbst nicht wirklich aus und habe nur dazu recherchiert). Das war leider der bessere Akku mit ca. 45 km Reichweite.

Der andere Akku hat eine deutlich geringere (ca. 15km) Reichweite. Auch diesen würde ich gerne reparieren lassen.

Ich habe nun beide Akkus in eine Reparaturwerkstatt gebracht. Hier wurde mir gesagt, dass bei beiden Akkus die Zellen kaputt sind. In dem „schlechteren“ (mit 15km Reichweite) seien weniger als die Hälfte der Zellen defekt. Im besseren, der garnicht mehr anging oder reagiert hat seien über die Hälfte der Zellen defekt.

Die Reparatur soll insgesamt ca. 1500€ kosten.

Ich bin wie gesagt komplette Laiin und würde mich deshalb über einen Rat freuen. Da der eine Akku ja vorher noch ganz normal lief und sich danach überhaupt nicht mehr anschalten ließ, erschließt sich mir hier nicht ganz, warum über die Hälfte der Zellen kaputt sein soll (und nicht etwa das BMS o.ä.). Aber ich kenne mich eben auch nicht damit aus.

Ich freue mich sehr über Rat :)
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JanL
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Re: Unu Classic Akku Reparatur

Beitrag von JanL »

Hallo.

Zellen gehen nicht einfach von jetzt auf gleich kaputt. Meist geht das langsam. Bei einem Akku, der von jetzt auf gleich ausfällt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit das BMS kaputt. Bei deem anderen Akku können durchaus die Hälfte defekt sein. Nur wie wollen die das überprüft haben? Ich kann mir nicht vorstellen, dass da einer den Akku offen und die Zellspannungen gemessen hatte. Wenn der Akku zu öffnen geht, dann kann ein richtiger Akku-Fachmann zumindest aus zwei einen funktionierenden machen.

Grüße

Jan
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Re: Unu Classic Akku Reparatur

Beitrag von conny-r »

Hallo, willkommen im Forum.

@ Luisa,

Lese bitte mal diese Seite. es gibt bestimmt bessere Fahrzeuge. Der bessere Akku war unter Umständen nur tief entladen.

viewtopic.php?t=18944&start=10
.
Hier noch ein Video

https://www.youtube.com/watch?v=ZIjwu1hfBJg
Gruß Conny
freesty
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Re: Unu Classic Akku Reparatur

Beitrag von freesty »

Bei einem Neupreis von 800EUR / Akku ist das natürlich witzlos.

Aber ja, kompletter Zelltausch ist aufwendig. Aber bei der Gelegenheit kann man gleich hochwertigere Zellen mit mehr Kapazität nehmen. Also hat auch Vorteile.
2019er Ecooter e2s mit 29000km SoH 90%.
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Re: Unu Classic Akku Reparatur

Beitrag von conny-r »

Wenn überhaupt, dann nur einen großen Akku, das heißt doppelte Kapazität einbauen. Die Spannung wird länger auf hohem Niveau gehalten und das Ding flitzt richtig gut, auch am Berg !
Gruß Conny
Andirel
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Re: Unu Classic Akku Reparatur

Beitrag von Andirel »

Für das Geld und weniger gibt es ja auch gebrauchte Uno's!
Fragt sich also ob es sich lohnt, wie alt deiner ist, wieviel km du runter hast.

Oder ob es nicht besser ist, auch mit mehr Geld was neues und aktuelles zu kaufen...
Beste Grüße, Andreas
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didithekid
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Re: Unu Classic Akku Reparatur

Beitrag von didithekid »

Hallo LouisaSK,

in den Akkus überwacht das BMS ja die 14 seriellen Zellenbänke/Zellenstränge und so bald da eine Zellenbank mit Unterspannung (z. B. < 3 Volt) erkannt wird, schaltet das BMS (sofern es funktionsfähig ist) den Akku komplett für die Entladung ab. Das Roller ist dann komplett tot. Das Laden dieses Akkus gibt das BMS danach nur dann wieder frei, wenn die betreffende Zellenbank noch Spannung über der kritischen Schwelle hat, unterhalb der die Zellen Schaden genommen haben könnten. Z. B. drüfen Zellen in NCM-Technologie die eimal unter 2,5 Volt geraten sind, nicht weiter gunutzt werden. Es kann also durchaus sein, dass das BMS in Ordnung ist, aber die Zellen einer Bank komplett abgestorben sind und nach dem Ausfall des Akkus unter 2,5 Volt Spannung gefallen sind. Es kann natürlich auch sein, das das Messkabel einer Zellenbank zum BMS gebrochen ist und dort die Messspannung nicht mehr ankommt. In dem Fall wird die Akku-Werkstatt allerdings die Spannungen aller 14 Zellenstränge/Zellenbänke gemessen haben und offenbar war es nicht so ein sinpler Fehler. Aus Sicherheitsgründen muss da nun Alles für Tot erklärt werden, was vom Normalzustand weiter abweicht. Eine defekte Zellenbank kann, wenn wieder geladen wird, den Anderen Schaden zufügen. Und ein geschädigter Akku kann beim Laden irgendwann zur Feuergefahr werden.
Bei dem Akku, der nur noch 15 km Reichweite geschafft hat, ist vermutlich gleichmäßiger Zellenverschleiß über mehrere Zellenstränge/Zellenbänke vorhanden gewesen (nur noch ca 30% der ursprünglichen Energie konnte noch gespeichert werden. Das BMS erlaubt hier den weiteren Betrieb, weil sich die Reste im Akku die hier noch leben, weiterhin im normalen Spannungsbereich halten können. Da werden in einigen der seriellen Zellenbänke ein Teil der parallel in der Bank verschweißten Zellen abgestroren sein, aber mindestens drei Zellen in jeder Bank (von 10 oder mehr in jeder Bank) funktionieren noch.
Ich weiß nicht, wie alt die Akkus schon sind, aber es könnten 5-10 Jahre sein und die Zellen ,die damals recht neu auf den Markt kamen, waren noch nicht so auf Halbarkeit getrimmt, wie man es heute beherrscht. Da macht es auch nicht viel Sinn, einzelne Zellen gegen Neue zu ersetzen, sondern es muss ein komplett neues Zellenpaket rein oder ein ganz neuer Akku her. Dein Verdacht "BMS Defekt" ist natürlich ebenfalls nicht ausgeschlossen. Allerdings hört sich für mich die Beschreibung danach an: "BMS macht was es tun soll, hat aber eben jetzt einen schweren Defekt im Akku erkannt und den Akku aus Sicherheitsgründen auch gegen Laden gesperrt".
Dass die Reperaturkosten, dem Preis für den Neukauf von zwei Akkus entsprechen sollen ist natürlich übel.
Mit der niedrigen Akku-Spannung des UNU sollten auch Betriebe ohne "Hochvoltschein", die sonst nur E-Bike-Akkus überarbeiten daran arbeiten dürfen.
Ob man da Jemanden findet, der eine günstigere Lösung kennt, kann ich aber nicht sagen

Viele Grüße
Didi
Zuletzt geändert von didithekid am Mo 11. Mai 2026, 21:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Unu Classic Akku Reparatur

Beitrag von Fasemann »

Ich habe meine beiden Akkus aus 2016 mit 2000 km, ein paarmal über Kreuz gefahren , geladen und gemessen und fahre die jetzt in Parallelschaltung. Wobei wohl neue Zellen im alten Gehäuse oder ein Akku mit richtig viel Kapazität die Lösung mit viel Reichweite und Spaß ist.
Dateianhänge
IMG_20260320_174215950_HDR.jpg
Von 2017 an 2x GoE zusammen mit 25 Tkm verkauft 4/24.
Nova E-Retro Star exBlei aus 2020, ab 02/24 und ab1000 km mit Lithium, hat 10 000km weg.
4/24 Tisto Luna mit 700 km eingezogen, neue Akkus 9/25 und los gehts.
3/25 UNU aus 2016 mit 1960 km und kleinem Diebstahlschaden, komplett überholt.
LouisaSK
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Re: Unu Classic Akku Reparatur

Beitrag von LouisaSK »

conny-r hat geschrieben: Mo 11. Mai 2026, 13:42 Hallo, willkommen im Forum.

@ Luisa,

Lese bitte mal diese Seite. es gibt bestimmt bessere Fahrzeuge. Der bessere Akku war unter Umständen nur tief entladen.

viewtopic.php?t=18944&start=10
.
Hier noch ein Video

https://www.youtube.com/watch?v=ZIjwu1hfBJg
Danke Dir. Würdest du denn sagen das betrifft nur den Classic oder Unu im Allgemeinen? (Frage wegen des aktuellen Metro Angebots)
LouisaSK
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Re: Unu Classic Akku Reparatur

Beitrag von LouisaSK »

didithekid hat geschrieben: Mo 11. Mai 2026, 20:49 Hallo LouisaSK,

in den Akkus überwacht das BMS ja die 14 seriellen Zellenbänke/Zellenstränge und so bald da eine Zellenbank mit Unterspannung (z. B. < 3 Volt) erkannt wird, schaltet das BMS (sofern es funktionsfähig ist) den Akku komplett für die Entladung ab. Das Roller ist dann komplett tot. Das Laden dieses Akkus gibt das BMS danach nur dann wieder frei, wenn die betreffende Zellenbank noch Spannung über der kritischen Schwelle hat, unterhalb der die Zellen Schaden genommen haben könnten. Z. B. drüfen Zellen in NCM-Technologie die eimal unter 2,5 Volt geraten sind, nicht weiter gunutzt werden. Es kann also durchaus sein, dass das BMS in Ordnung ist, aber die Zellen einer Bank komplett abgestorben sind und nach dem Ausfall des Akkus unter 2,5 Volt Spannung gefallen sind. Es kann natürlich auch sein, das das Messkabel einer Zellenbank zum BMS gebrochen ist und dort die Messspannung nicht mehr ankommt. In dem Fall wird die Akku-Werkstatt allerdings die Spannungen aller 14 Zellenstränge/Zellenbänke gemessen haben und offenbar war es nicht so ein sinpler Fehler. Aus Sicherheitsgründen muss da nun Alles für Tot erklärt werden, was vom Normalzustand weiter abweicht. Eine defekte Zellenbank kann, wenn wieder geladen wird, den Anderen Schaden zufügen. Und ein geschädigter Akku kann beim Laden irgendwann zur Feuergefahr werden.
Bei dem Akku, der nur noch 15 km Reichweite geschafft hat, ist vermutlich gleichmäßiger Zellenverschleiß über mehrere Zellenstränge/Zellenbänke vorhanden gewesen (nur noch ca 30% der ursprünglichen Energie konnte noch gespeichert werden. Das BMS erlaubt hier den weiteren Betrieb, weil sich die Reste im Akku die hier noch leben, weiterhin im normalen Spannungsbereich halten können. Da werden in einigen der seriellen Zellenbänke ein Teil der parallel in der Bank verschweißten Zellen abgestroren sein, aber mindestens drei Zellen in jeder Bank (von 10 oder mehr in jeder Bank) funktionieren noch.
Ich weiß nicht, wie alt die Akkus schon sind, aber es könnten 5-10 Jahre sein und die Zellen ,die damals recht neu auf den Markt kamen, waren noch nicht so auf Halbarkeit getrimmt, wie man es heute beherrscht. Da macht es auch nicht viel Sinn, einzelne Zellen gegen Neue zu ersetzen, sondern es muss ein komplett neues Zellenpaket rein oder ein ganz neuer Akku her. Dein Verdacht "BMS Defekt" ist natürlich ebenfalls nicht ausgeschlossen. Allerdings hört sich für mich die Beschreibung danach an: "BMS macht was es tun soll, hat aber eben jetzt einen schweren Defekt im Akku erkannt und den Akku aus Sicherheitsgründen auch gegen Laden gesperrt".
Dass die Reperaturkosten, dem Preis für den Neukauf von zwei Akkus entsprechen sollen ist natürlich übel.
Mit der niedrigen Akku-Spannung des UNU sollten auch Betriebe ohne "Hochvoltschein", die sonst nur E-Bike-Akkus überarbeiten daran arbeiten dürfen.
Ob man da Jemanden findet, der eine günstigere Lösung kennt, kann ich aber nicht sagen

Viele Grüße
Didi
Vielen Dank für die ausführliche Erklärung! Beide Akkus dürften schon mindestens 5 Jahre alt sein, da ich den Roller inkl. Akkus gebraucht gekauft habe. Ich gehe nochmal in Recherche für eine etwas günstigere Lösung, selbst traue ich mich da nicht dran.
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