RGNT Classic für €1500,-

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ducatodriver
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RGNT Classic für €1500,-

Beitrag von ducatodriver »

Hallo zusammen,
habe hier einen Kunden der seine RGNT Classic verkaufen möchte.
Das ganze an Bastler, die Maschine hat nur noch bis 90% geladen zur Zeit startet sie gar nicht mehr.
Für €1500,- VB bei Interesse kann ich den Kontakt herstellen.

Gruß Frank
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DBuegel
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Re: RGNT Classic für €1500,-

Beitrag von DBuegel »

bis 90% geladen zur Zeit startet sie gar nicht
Was macht ein defektes Fahrzeug, so wertvoll?
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Schnabelwesen
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Re: RGNT Classic für €1500,-

Beitrag von Schnabelwesen »

Vielleicht dass sie mal 15.000€ gekostet haben? Da sind schon ne Menge schicker Teile dran, nur leider mit eingebauten Fehlern und Problemstellen...
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STW
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Re: RGNT Classic für €1500,-

Beitrag von STW »

Wertvoll ist all das, was noch problemlos funktioniert. Der Teilewert nach Ausschlachten wäre deutlich größer als 1500€.

Spannender ist, was defekt sein könnte. Dass die Maschine nicht mehr startet und quasi nichts mehr tut ist für die Classic nicht ungewöhnlich. Leerer 12V-Akku ist eine Möglichkeit, evtl. ist ein richtiger Reset erforderlich.
Die 90% Ladegrenze ist eher ein Problem: Defekte des externen Ladegerätes sind leider normal, hier könnte aber auch ein Akkudefekt vorliegen, der dazu führt, dass eine Zellenbank vor allen anderen Zellen die Abschaltspannung (4.1V bis 4.2V) erreicht. BMS-Fehler wäre nicht unmöglich, aber mir sind da keine Fälle bekannt, bei denen ein defektes BMS vorlag.

Also heißt es erstmal analysieren, und dafür die Maschine vorab wieder startbar zu machen. Für die Analyse muss man m.E. "in den Akkukasten" fpr Messungen, hantiert da also mit ordentlich Spannung. Ist gar eine Akkureparatur notwendig, d.h. Zellentausch, dann ist das eine Arbeit, bei der ich nicht sehr tiefenentspannt wäre. Wobei man gleich überlegen kann, alle Zellen zu tauschen, denn der Classic-Akku erscheint mir eher kurzlebig zu sein.

Kosten:
"Nur" Ladegerät: ich würde mit 1000€ rechnen, wenn das von RGNT bezogen würde.
"Nur" Akku: rund 7.7KWh wären zu ersetzen, da kann man natürlich nach eigener Wahl entscheiden, was und wieviel man verbaut. Da würde ich im DIY-Verfahren ab 2000€ aufwärts rechnen.
Beides zusammen ist natürlich auch möglich.

Zzgl. eine Menge Arbeitsstunden. Erste Analyse und Aufbereitung für einen Probestart: gute 4 Stunden oder mehr. Absichern der Diagnose: 2 Stunden. Reparatur Akku, Zellenangleich: 4-6 Stunden netto, ...

Die 1500€ lohnen sich für Ausschachter, oder für Bastler zum selbst herrichten.
RGNT V2 ab 01/23 > 25000km
NIU NGT ab 06/20 Km-Stand > 36000km, nach Unfall verkauft in 5/23
Niu NPro seit 09/19 Km-Stand > 8000km - Verkauft in 10/22
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Markus Sch.
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Re: RGNT Classic für €1500,-

Beitrag von Markus Sch. »

Sehr viele können so etwas nicht selber reparieren und Werkstattstunden sind sehr teuer geworden. Eine in gutem Zustand befindliche gebraucht RGNT wäre vermutliich die bessere Wahl. Auch wenn sie natürlich teurer ist als die 1.500.
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error
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Re: RGNT Classic für €1500,-

Beitrag von error »

Sorry wenn ich mich einmische: das Ding steht bei Frank, Mr. RGNT himself. :lol:

Der kurzen Beschreibung von Frank nach zu urteilen hat das Teil eine Vorgeschichte und aktuell wohl mehr als einen Fehler.
STW hat geschrieben: Mi 13. Mai 2026, 10:33 Wertvoll ist all das, was noch problemlos funktioniert. Der Teilewert nach Ausschlachten wäre deutlich größer als 1500€.
Was will man mit den Teilen? RGNT-Fahrer sind keine Schrauber. Deshalb gibt es keinen Markt, keine Abnehmer dafür.
STW hat geschrieben: Mi 13. Mai 2026, 10:33 Kosten:
"Nur" Ladegerät: ich würde mit 1000€ rechnen, wenn das von RGNT bezogen würde.
"Nur" Akku: rund 7.7KWh wären zu ersetzen, da kann man natürlich nach eigener Wahl entscheiden, was und wieviel man verbaut. Da würde ich im DIY-Verfahren ab 2000€ aufwärts rechnen.
Beides zusammen ist natürlich auch möglich.
Der Akku kostet allein vom Zellpreis aktuell eher 528 x (ungefähr) 5Euro. Die Zellverbinder bekommt man in DIY kaum vernünftig hin. Da sind mal eben über 1000 Verschweissungen fehlerfrei auszuführen.

Das Ladegerät lässt sich durchmessen, no Biggie.

Ich fürchte ein Verwerter kommt nicht in Frage weil es kaum versicherungstechnisch abzubilden ist so einen Akku von einem defekten Fahrzeug irgendwie "auf Lager" zu legen. Wenn so jemand noch seine zwei Gehirnzellen zusammen hat, setzt er sich nicht für solche Beträge auf einen Schleudersitz. Wenn was passiert ist jede Versicherung aufgrund der Vorgeschichte raus.
STW hat geschrieben: Mi 13. Mai 2026, 10:33 für Bastler zum selbst herrichten.
Das ist die einzig sinnvolle Option. Schließlich hat auch Elektro eine Seele. 8-)

Erschreckend ist eher die Zunahme der RGNT-Defekt-Verkäufe. Das ist inklusive meiner die sechste oder siebente von der ich mitbekommen habe. Aktuell kenne ich mit dieser dann drei, die auf eine größere Reparatur wegen "tut nicht" warten. Keine Ahnung ob sich RGNT dessen bewusst ist.

Funfakt: beim Kauf meiner RGNT war ich der einzige der über Geld geredet und sie dann auch gekauft hat. ;)

Nicht dass ein falscher Eindruck entsteht: ich will das Ding nicht schlechtreden. Ich habe auch Frank per PN um Einzelheiten gebeten, aber es ist nicht dass ich mich drum reissen würde. Wäre für mich OK, wenn sie im Forum bleibt und nicht zum Abdecker geht.
STW
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Re: RGNT Classic für €1500,-

Beitrag von STW »

Wobei die defekten Maschinen überwiegend die Classic sind, seltener die SE wie Deine - und da denke ich ist die Ursache fast klar.
Ebenso wie bei meiner: diese Steckverbindungen am Akkukasten sind ein Konstruktionsfehler.

Die Classic stirbt gerne am Akku ab, das Ladegerät ist auch ein Schwachpunkt, evtl. erforderliche Resetprozeduren sind wohl nicht ganz trivial durchzuführen. Dazu die eingeschränkte Performance bei niedrigen Temperaturen - die Classic war m.E. ein Prototyp nur für Schönwetterfahrten.

Aus der Classic könnte man schon ein schönes Fahrzeug bauen - es wäre aber wesentlich leichter, wenn Dokumentation und Diagnosesoftware zugänglich wären. Aber nur für den Eigenbedarf - so ein Teil als Händler mit Gewährleistung zu verkaufen wäre nicht so mein Ding, zumal man angesichts der Gebrauchtpreise für intakte Maschinen mit Verlust verkaufen müßte.
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Re: RGNT Classic für €1500,-

Beitrag von error »

STW hat geschrieben: Mi 13. Mai 2026, 11:15 Wobei die defekten Maschinen überwiegend die Classic sind, seltener die SE wie Deine - und da denke ich ist die Ursache fast klar.
Ebenso wie bei meiner: diese Steckverbindungen am Akkukasten sind ein Konstruktionsfehler.

Die Classic stirbt gerne am Akku ab, das Ladegerät ist auch ein Schwachpunkt, evtl. erforderliche Resetprozeduren sind wohl nicht ganz trivial durchzuführen. Dazu die eingeschränkte Performance bei niedrigen Temperaturen - die Classic war m.E. ein Prototyp nur für Schönwetterfahrten.
Ursachen, Mehrzahl. ;) - Ich meine wir sind hier etwas OT, aber andererseits hilft es vielleicht einen Käufer zu finden.

Leider gibt es nicht die RGNT. Das mit dem Prototypen trifft es leider nur im Ansatz. Die Realität ist viel schlimmer: Kleinstserie, trotzdem Weiterentwicklung, Herstellerpleiten. Keine Unterlagen oder Unterstützung durch den Hersteller. Die Dinger sehen nur alle von aussen gleich aus. Schaut man sich in der FB-Gruppe die Bilder vom Turbo Innenleben an, ist da schon wieder alles geändert worden.

Den RGNTs steht aktuell das Wasser bis zum Hals. Von da wird es keine Unterstützung geben.

Für diese RGNT braucht es ein Universalgenie, vermutlich auch noch mit Sevcon Kenntnissen und DVT-Zugang.

Jemand mit Langeweile, der Schrauben als Teil des Hobbys sieht. Schmerzfrei, risikobereit, mit viel Geduld und laaaanger Zündschnur. Weil grundsätzlich sind die Kisten genial, wenn sie denn laufen. Und sie sind selten.
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Re: RGNT Classic für €1500,-

Beitrag von Markus Sch. »

Man muss auch bedenken das derzeit immer noch nur 2 Händler für ganz Deutschland auf der Homepage aufgeführt sind. Frank scheint da wohl inoffiziell mitzuspielen.
Ich frage mich da wie die Kunden im Falle eines Defekts vorgehen die keine Universalgenies, Schrauber und Elektronikexperten sind.
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Re: RGNT Classic für €1500,-

Beitrag von error »

Markus Sch. hat geschrieben: Mi 13. Mai 2026, 12:00 Ich frage mich da wie die Kunden im Falle eines Defekts vorgehen die keine Universalgenies, Schrauber und Elektronikexperten sind.
Naja, genau so wie der Besitzer hier im Thread. Meine SE hat auch seit Sommer gestanden bis jemand eine endgültige Entscheidung getroffen hat.

Es ist auch müßig über Schuldzuweisungen nachzudenken. Entscheidend ist was sich machen lässt. Frank ist selbständig und hat die Verantwortung kostendeckend zu arbeiten.

Sich in irgendwelche Kinderkrankheiten von Kleinstserienfahrzeugen reinzudenken kann er nicht leisten. (Punkt)

Das hat sich niemand so ausgemalt und es macht ihm vermutlich auch keinen Spaß. (Ich hoffe er nimmt mir nicht übel in seinem Namen zu sprechen)

Für mich ist das Hobby, der Preis war OK, also bin ich das Risiko eingegangen eine defekte SE mit wenig km zu kaufen, bevor die alle weg vom Markt oder totgeliebt sind.

Der Vorbesitzer hat genauso bei zig Händlern angefragt. Für mich war es eine Wundertüte. Nicht ohne Risiko.

Ich hab halt gepokert. Sicherer wäre eine fahrfertige zu kaufen. Ich hoffe nicht, dass ich irgendwann "hättest du nur..." denke. :mrgreen:
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