eRetro Star Umbau

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Tripanosoma
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Tripanosoma »

Moin zusammen,
der Umbau war gestern komplett. Kurze Aussetzer bei der Probefahrt entpuppten sich als 2 kalte Lötstellen.
Dann kam aber der Absturz:
Die zum Smart Active Balance BMS gehörige App ließ nur die Wahl zwischen Li-Mangan-, LiFePo-, Li-Titan- und Natriumakku zu... hmmm seltsam.
Beim Ali wurde sie ausdrücklich auch mit Li-Ion beworben (Daly Smart BMS 17S-24S 72V 60A BMS Lifepo4 Li-Ion LTO Batterie: https://de.aliexpress.com/item/1005010208807373.html).
Die für das 16S BMS (https://de.aliexpress.com/item/1005007292854280.html) verfügbare App funktioniert auch und ermöglicht die Li-Ion-Einstellung, die ich dann auch auswählte. Mit der Neueinstellung von Li-Ion kalibrierte sich das BMS und zeigte mir bei SOC 35% eine Spannung von 59,7V sowie eine Restkapazität von knapp 13Ah an.
Soweit so schlecht.
Nach etwa einer Stunde Ausbalancierens schoss bei gleichbleibender Spannung der SOC auf 6,2% bei einer verbleibenden Kapazität von 2,1Ah. ?????
Ist das möglicherweise darauf zurückzuführen, dass das BMS wohl doch nicht für Li-Ion geeignet ist oder das Ding einfach kaputt?
Wie auch immer: ich werde wohl wieder auf die roten Dalys (nicht smart!) zurückgreifen oder kann mir jemand eine robuste Marke für 17S empfehlen?
Dank im voraus für die vielen Infos

Gruß
Andreas
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Dieter F.
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Dieter F. »

Ob man das als naiv oder eher als zu blauäugig beurteilen könnte liegt an der Betrachtungsweise. Einen Selbstbau finde ich immer gut und es erfüllt dazu einen sehr wichtigen Zweck. Man kann sehr viel daraus lernen und das Wissen dazu ist praktisch erworben und nicht aus irgendwelchen Meinungen oder sonst wo her. Da es hier weitläufige Meinungen gibt auch die Zellen in der Zertifizierungszone (nicht User Bereich) zu betreiben, was unterhalb 3.0Volt entspricht, kann man an seinem eigenen Aufbau selbst probieren wie sich das Gefährt schon ab 3.3Volt benimmt und wie schnell es dann in Richtung 2.5 geht und was zeitlich wie auch an Kilometerleistung, eher Meterleistung, heraus kommt. Dein Projekt wird es dir früher oder später deutlich zeigen ob es wirklich sinn macht derartiges in einem Grenzbereich zu fahren. Spätestens wenn es um die Zyklenfestigkeit geht und einer deutlich verminderten Reichweite, weiß du was man hätte besser machen könnte.

STW war mit seinem Einwand der Zellenbelastung und deren Beispiele richtungweisend. Mit einer nominalen maximalen Belastung von 0,75C läuft es sehr gut. Zugegeben, der Ausdruck „Taschenlampenbatterie“ mag abwertend klingen, aber warum sich noch in dieser Zellentechnologie verzetteln wenn es Großzellen gibt und dazu viel preiswerter. Ursprünglich waren sogar prismatische Zellen angedacht, aber diese müssen zwangsläufig in einem Rahmen der die Zellen presst. Also war das schnell überdacht und der Platz im ERetroStar ist ausreichend für größeres. Daher viel Erfolg!
Gruss Dieter F.

E-Retro Bauj.2021 Blei, 2025 für ne Kiste Bier bekommen, umgebaut auf zwei je. 20S/20Ah LFP Rundzellen, Redundant ~2,6kW Leistung. Ladeleistung >1,3kw/h oder halbe Leistung. 64V Nennspannung
Peter51
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Peter51 »

Ich verzichtete heutzutage nicht auf BT. Nimm ein Jikong BMS. Samsung E35 sind immer noch Up to date. Seit einigen Jahren sind 21700er Zellen bezahlbar. Ohne sie hätte ich keine 14,4kWh in das Batteriefach meines E-Max bekommen. Chinesische Shops liefern Jikong BMS vom Polen- Lager oder per Flugzeug innerhalb 8 Tagen. Das Jikong BMS hat ein eingebautes Coulombmeter. Die Zellen einmalig auf 4,2V aufladen, um das Coulombmeter auf 100Prozent zu kalibrieren.
E-Max 90s von 2012 - Vmax>46km/h - km-Stand >5150 - 16x Littokala 51,2V 105Ah = 5kWh. JK-B1A24S15P - Sevcon Gen4
E-Max 110s von 2010 - Vmax>50km/h - km-Stand >1.800 - 4x Littokala 72V 50Ah = 14,4kWh
E-Max 120s von 2015 - Vmax 80km/h - TÜV 03.2026 - 72V100Ah LFP-Akku - JK-B2A24S15P Balancer BT - MQ Controller BT
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Dieter F.
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Dieter F. »

Das JK-B6A20S10PR was ich verwende ist eigentlich viel zu groß für mein Projekt und die erwartete Leistung. Auch hier setzte ich auf Überdimensionierung von mehr als 40Ampere Dauerleistung. Das BMS bleibt selbst bei Volllast kühl und durch den aktiven Balancer wird kein Strom in Wärme verbrannt. Daraus ergeben sich Vorteile, einmal wird keine Energie verheizt und das BMS gibt keine Wärme wie sonst von den Akkupacks mit passiven Balancer in den Zellenbereich ab. Das erlaubt auch das BMS Zellennahe zu positionieren um die Anschlüsse so kurz wie nur möglich zu halten. Die produzierte Eigenwärme bei der Entladung bleibt ebenso durch die geringe Belastung der Zellen fast moderat zu der Außentemperatur.

Das alles wurde sorgfältig überlegt und da ich aus einem anderen Teil der Elektronik bin, musste ich mich etwas umstellen, etwa wie: „ah so machen die das.....“. Ob ich INR oder LFP den Vorzug gebe richtete sich als erstes nach der Schaltungsauslegung des Controllers! Da der verbaute LBMC060122HK2A-M23 Controller eigentlich für AGM Zellenspannung fix programmiert wurde, passt die Betriebsspannung mit der LFP Chemie besser, außer man strebt einen Wechsel des Controllers an und der Möglichkeit der freien Programmierung. Das ergibt aber wiederum ganz andere Probleme die ich umgehen wollte. Damit man nicht gleich auffällt sollte das Konzept weiterhin Straßentauglich bleiben und auch so ausgelegt sein, dass nicht gleich jeder sieht, dass es sich hier um einen Batterieumbau handelt der streng genommen die Betriebserlaubnis ebenso erlöschen lässt. Die 45km/h sollten nicht überschritten werden.

Ein weiterer Punkt der INR Zellen ist deren Parallelschaltung. Im Grunde ist es ein Zellenhaufen mit hoher Fehlerquote. Das heißt nicht, dass es generell so ist, dass heißt nur, dass es passieren kann. Die Schweißpunkte sind hier die Fehlerquelle die einzelne Zellen in einem parallelen Strang verursachen können. Hervorgerufen durch Vibration oder schlechte Punktierung können solche Fehler bei derartigen Zellen passieren. Ein weiterer Punkt ist das Monitoring. Das BMS erkennt nur den Parallelstrang als einzige Zelle. Über den Innenwiderstand könnte man eine Aussage treffen, aber der ändert sich ständig. Eine einzelne Auswertung von 160 Zellen muss daher explizit an der Zelle selber ausgemessen werden. Bei einem Defekt wird man also alles demontieren müssen um eine schadhafte Zelle oder Zellenverbindung auszumessen. Das ist nicht servicefreundlich. Auch der Eigenbau wird irgendwann einmal krank und man wird dann mit der Realität konfrontiert was man zuvor schleifen gelassen hatte. Der Aufbau sollte also gut durchdacht sein.
Gruss Dieter F.

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E-Bik Andi
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von E-Bik Andi »

Ich war lange auf Daly BMS unterwegs- sehr schön gemachte App- aber wenn man bedenkt, dass man für das schicke Alugehäuse und dem BT-Dongle doch verhältnismäßig viel bezahlt, wechselte ich zu JK. Auch komisch: das JK hat ne bessere BT Reichweite trotz intern verbaut, als der BT-Dongle von Daly. Da war ab 8 Metern Distanz schluss.
Es ist immer gut, das BMS größer auszulegen als die Anforderungen sind. Wenn man (wie ich) ohne Softstart im Controller-Setup fährt, können da kurzzeitig viel höhere Spitzenlasten anliegen, als man meint.
Mir hat es dadurch gestern den Controller gehimmelt (siehe Votol EM100 Thread).
Ich bleibe jetzt bei JK im Kleinroller Bereich- gut, günstig, zuverlässig.
Liebe Grüße
Andi
NeariX
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von NeariX »

Tripanosoma hat geschrieben: So 12. Jul 2026, 15:30 Nach etwa einer Stunde Ausbalancierens schoss bei gleichbleibender Spannung der SOC auf 6,2% bei einer verbleibenden Kapazität von 2,1Ah. ?????
Das BMS interessiert es nicht, welche Zellchemie verbaut ist. Die Spannungsschwellen sind wichtig. Und die App wird da nur vorgefertigte Profile laden und aufspielen. Das dort kein Li-Ion Profil dabei ist wundert mich aber. Dennoch würde ich empfehlen ein mal vollständig leer und voll zu laden. Dann kalibriert sich der Akku und die Kapazität//SOC passt wieder. Notfalls auch per App selber konfigurieren.

Das wichtigste ist, dass das BMS seine Hauptaufgabe macht: Schützen! Ob da jetzt (temporär!) die SOC Anzeige nicht stimmt wäre für mich kein Grund auf eine Alternative umzubauen. Die haben ja alle nicht das Rad neu erfunden.
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Dieter F.
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Dieter F. »

@Andi, ja, ich hab es gelesen. Das ist ärgerlich! Ich kenne nur mein BMS und das habe ich sehr günstig von n..nl. Es ist im Moment auch nicht auf Lager! Die BT Reichweite ist tatsächlich sehr gut.

Eigentlich gibt es nur drei Chemien in der Auswahl, INR etc.ist doch vorhanden! Ne 3.6 Lithium wird ebenso max. 4.2 geladen. Der Rest kann optional angepasst werden, auch bis min.2.5. Die Grundeinstellung muss überprüft werden!!!
Gruss Dieter F.

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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Peter51 »

Dieter F. meint mit INR sicher NMC Chemie. Jikong BMS gibt es sicher günstiger auf AliExpress als bei nkon.nl.
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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Dieter F. »

Ja, NMC...bei Ali...???..beim Landsmann 50 Euro und in wenigen Werktagen!
Gruss Dieter F.

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Re: eRetro Star Umbau

Beitrag von Dieter F. »

Hab mal bei Ali gerade geschaut, ja gut...da gibt es welche die sind günstiger. Okay, aber da habe ich auch schon ins Klo gegriffen....muss man da kaufen? Kommt darauf an was.
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