DC-Laden

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Re: DC-Laden

Beitrag von error »

Ich hoffe nur Zero verschluckt sich nicht dran. Entwicklung und Homologation dürften irgendwo in der Größenordnung von 5 Mio. Euro liegen (give or take).

Das das in Frage kommende Premium Segment liegt gegenwärtig bei geschätzt 1.500-2.000 Einheiten weltweit pro Jahr.

Setzt man eine kleine Gewinnmarge von 500 Euro/Einheit an, müsste Zero 10.000 Einheiten verkaufen um die Entwicklungskosten einzuspielen. Das ist ganz klar nur eine Schätzung, ihr könnt ja selbst mal mit den Zahlen spielen.

Man stelle sich vor Honda wartet bis die Kohle ausgegeben ist und kommt zeitgleich mit sowas wie einer Energica Kopie in "richtig geil" raus. - Zeitlich kriegen die das hin. Dann steht durch die Vorarbeit mit der WN7 die Infrastruktur, das vorhandene Händlernetz ist geschult und der Premium-Markt gehört denen während Zero recht schnell die Luft ausgehen dürfte. Honda könnte sich sogar anfangs auf einen Preiskampf einlassen. Das buchen die unter Marketing weg.

Bullshit? Naja, die Entwicklungsabteilung der WN7 hat im Moment nichts zu tun. Die Infrastruktur für so ein Projekt steht also bereit und was die können, haben sie bewiesen. ;)

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MarcS
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Re: DC-Laden

Beitrag von MarcS »

Larsi hat geschrieben: Di 8. Sep 2026, 00:29 Was braucht man denn für CCS?
Der Lader sitzt in der Säule, im Fahrzeug braucht man die DC-Dose, etwas Kabel und eine Steuerelektronik.
Zero-Akkus haben eine Nennspannung von 100,8V (28 x 3,6V) und eine Ladeschlussspannung von 116,2V (28 x 4,15V).
Das war vor 20 Jahren als Zero anfing durchaus sinnvoll für ein US-Unternehmen, wo die Netzspannung 120V beträgt.

Wenn ich meine Akkus ziemlich leergefahren habe (z.B. auf 3,2V - darunter kommt eh kaum noch was, aber der Verschleiß nimmt massiv zu), sind sie bei rund 90V.
Die meisten Ladesäulen wollen aber mindestens 200V liefern, darunter spielen sie nicht mit.
Zero bräuchte also einen 20kW DC-DC-Wandler.
Müsste also (im Einkauf) für Zero viel billiger sein, als die bisherigen Optionen.
Für Livewire (360V Akkuspannung) müsste DC-Laden billig machbar sein, aber für Zero wird das teuer.
Und braucht Platz. D.h. PowerTank oder (AC-)ChargeTank dürfen nicht installiert sein, wenn man den DC-ChargeTank haben will.
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Re: DC-Laden

Beitrag von tsztsz »

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Re: DC-Laden

Beitrag von error »

tsztsz hat geschrieben: Di 8. Sep 2026, 09:44 35kg beim ersten, das zu minimieren wird spannend...
Schlimmer ist eigentlich der Wirkungsgrad. Im ersten Beispiel würde 95% Wirkungsgrad 1kW Abwärme bei 20kW Ladeleistung bedeuten. Das sind jetzt nur die Wandlerverluste. Unterm Strich kommt da mehr zusammen!

"Normal" hat das Konzept DC-Charging bzw. CCS glatte 100% Wirkungsgrad weil keinerlei Spannungswandlung in der Elektronik stattfindet. Aus Sicht des Fahrzeugs wird 1:1 ohne Verluste geladen! Deshalb hatte ich weiter oben im Thread so respektlos von Aprilscherz gesprochen. :oops:

Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache: was haben die bei Zero geraucht? Die Idee hinter CCS ist den Lader in die Säule zu verlagern! Das ist nicht was Zero daraus macht.

Wenn Zero die Eingangspannung so weit wie möglich absenkt, resulieren daraus hohe Ströme und schwere Bauteile im Fahrzeug. Reine Physik.

Haben die sich mal gefragt warum der Rest der Welt es anders macht? Warum deren Lösung "einmalig" ist?

Schaut euch mal die Ladediagramme der Zeros auf der Pacrace-Seite an: 20kW bleibt ein Wunschtraum wenn der Akku warmgefahren ist.

Mich würde wirklich interessieren ob es bereits ein Labormuster gibt oder ob die Idee gegenwärtig nur auf dem Papier existiert.
Zuletzt geändert von error am Di 8. Sep 2026, 12:55, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: DC-Laden

Beitrag von tsztsz »

vielleicht lösen sie es ja doch irgendwie anders, kann man so einen akku zum laden seriell schalten?
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Re: DC-Laden

Beitrag von MarcS »

tsztsz hat geschrieben: Di 8. Sep 2026, 12:53 vielleicht lösen sie es ja doch irgendwie anders, kann man so einen akku zum laden parallel schalten?
Sie müssten es genau umgekehrt machen.
In meiner Zero FXS sind zwei Akkus á 100,8V verbaut, und die sind im Fahrbetrieb parallel geschaltet. Man kann auch wahlweise nur mit einem davon fahren.
Zum DC-Laden müsste man die seriell schalten, so dass die Ladesäule die doppelte Spannung sieht.
Aber selbst das reicht nicht, weil die Akkus ja leer (3,2V/Zelle) nur noch 89,6V haben, hintereinander also 179,2V. Das ist immer noch zu wenig, die meisten Ladesäulen wollen mind. 200V.
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Re: DC-Laden

Beitrag von tsztsz »

mir war der Logikfehler aufgefallen und ich habs korrigiert, haha, aber Du warst schneller!
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Re: DC-Laden

Beitrag von error »

Normalerweise wird die Fahrzeugspannung bei der Planung über die erforderliche Leistung festgelegt. Da spielen eine Menge Parameter hinein.

Diese Optimierung geht beim Konzept von Zero völlig verloren, weil das Pferd von hinten aufgezäumt wird.

Hintergrund dieser "Lösung" ist nicht etwa technischer Fortschritt, sondern die angespannte finanzielle Lage von Zero sowie der Druck CCS im Portfolio anbieten zu wollen. Ich fürchte das ist ein "all in" aus deren Sicht. Langfristig wird das aber vermutlich keine Lösung sein, wenn zukünftig Alternativen von anderen Herstellern geboten werden.

Honda weiß wie Moped geht!

Es ist nur meine persönliche Meinung, aber ich fürchte so sehr liege ich mit meinen Bedenken nicht daneben.

Ich will überhaupt nicht recht haben, ganz im Gegenteil. 8-)
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Re: DC-Laden

Beitrag von freesty »

Wahrscheinlich eine neue 400V Platform die bessere Lösung gewesen.
Mit der DC DC Lösung geht man viele Kompromisse ein und holt sich andere Probleme ins Haus.
2019er Ecooter e2s mit 31000km SoH 86%.
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Re: DC-Laden

Beitrag von error »

So macht es jedenfalls der Rest der Welt.

Zur Idee mit der Reihenschaltung: dazu brauchte jeder Akkuteil ein eigenes 28S BMS für die Ladung in Reihe. Als Nachrüstung wohl zu aufwändig?
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