Re: "Meine" unendliche Geschichte
Verfasst: Di 20. Aug 2013, 10:49
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#emobilisieren
https://www.elektroroller-forum.de/
Der zweite Teil stimmt schon eher, der erste nicht. Diese Balancer (wie ich sie verstehe. Bin ja selber noch verbleit) sitzen auf den jeweiligen Zellen, haben eine eingestellte Schwellspannung, ab der sie zugeführten Strom in Wärme umwandeln - jede Zelle/jeder Balacer für sich, ohne auf die Nachbarzellen "zu achten". Die "einfache Formel" hat schon was für sich, daran kann man sich halten. Sie garantiert aber keinen Gleichlauf der Zellen, das muß man weiterhin kontrollieren.Galactica hat geschrieben:das besagte Balancer in den Verbindungen von Zelle zu Zelle stecken und wohl als Wächter für die Volt-Ausgewogenheit unter einander zuständig sind
So ging es mir auch, meine Stinker waren alle teuer in der Fachwerkstatt instand gehalten worden, aber das ging mit dem E-Roller nur das erste Jahr (und großteils auf Granatie), bis mein Händler zumachte. Ab da war ich auch auf das Forum und die eigene Abenteuerlust angewiesen, um bei meiner E-Karre nach dem Rechten zu sehen. Das fehlende Fachwissen und das dazu nötige handwerkliche Geschick kann man sich durchaus selbst aneignenGalactica hat geschrieben:... Es kann doch nicht sein, dass man, wenn man einen Elektroroller fahren möchte, versierter Monteur und Elektroniker sein muß. Ich bewundere alle hier im Forum, die so routiniert und fachmännisch mit der Materie umgehen können. Hätte ich dieses Forum vor der Anschaffung des Rollers gekannt, wäre mir als Laie der Betrieb und das Risiko eines Elektrorollers mit Blick auf den Anschaffungspreis viel zu hoch gewesen. Nun muß ich mir das fehlende Fachwissen und das dazu nötige handwerkliche Geschick wohl kontinuierlich teuer über anerkannte Fachwerkstätten erkaufen. Das ist sehr betrüblich!!!
Schade, daß Du mich nicht aufklärst.STW hat geschrieben:Achso, der Ladestrategie meines Vorgängrrs kann ich mich nicht anschließen. In dem Beitrag gibt es einfach zu viele Fehlannahmen.
Das mit dem Licht einschalten ist absolut unnötig, da die Zellen nach dem Vollladen ganz von allein innerhalb weniger als 2 Minuten auf 3,4V und nach ca. 30min. auf ca. 3,34V zurückgehen, siehe hier:Night Hawk hat geschrieben:Als Kompromiß mache ich das momentan so, daß ich den neuen Akku voll lade, also bei
3,65 Volt balancieren lasse, aber nur relativ kurze Zeit. Danach breche ich das Laden ab
und mache ca. 15 Minuten lang das Fahrlicht an, um Strom zu verbrauchen. dabei entladen
sich die Zellen vielleicht 1%, also nur unwesentlich, die Spannung baut sich aber auf
unschädliche 3,4 Volt je Zelle wieder ab.
Ähm - zeige mir eine anerkannte Fachwerkstatt für E-Roller, die auch noch soviel Ahnung haben, dass sie Dir das passende BMS/Balancer korrekt einbauen. Die gibt es vielleicht, werden aber überwiegend nur die Lösung anbieten, die sie im Regal haben und nichts anderes. Immerhin müssen sie ja für die Nachrüstung gerade stehen und im Brandfall haften.Galactica hat geschrieben:Nun muß ich mir das fehlende Fachwissen und das dazu nötige handwerkliche Geschick wohl kontinuierlich teuer über anerkannte Fachwerkstätten erkaufen.
Nein, mit Schaden hat das nichts zu tun, sondern mit Hysterese. Die Zellspannung beim Laden ist höher als die beim nur rumsitzen, und die vom Entladen ist nochmals tiefer - alles bei genau demselben Ladezustand. Suche mal nachNight Hawk hat geschrieben:Klar ist, daß in den Zellen was passiert, wenn sie "von alleine" mit der Spannung runter gehen - und vermutlich nichts gutes. Wenn man den Vorgang also abkürzt, wird das sicher nicht schaden.
In der Tat habe ich dieses PDF am 03.06. auf meiner Platte gespeichert, inzwischen aber etwas aus den Augen verloren. Deshalb danke ich Dir für den Hinweis - werde es noch mal gewissenhaft lesen. Anfang Juni war ich mit LiFePo4 noch wenig vertraut, hatte noch wenig gelesen und vermutlich habe ich die Datei deshalb etwas vorschnell überflogen und abgeheftet. Vermute ich mal - so genau kann ich das nicht mehr rekonstruieren.MEroller hat geschrieben:Nein, mit Schaden hat das nichts zu tun, sondern mit Hysterese. Die Zellspannung beim Laden ist höher als die beim nur rumsitzen, und die vom Entladen ist nochmals tiefer - alles bei genau demselben Ladezustand. Suche mal nach
LiFePO4 battery performances testing for BMS.pdf
und schau Dir die Seite 15 an, "OCV hysteresis". OCV steht für open circuit voltage, oder die einfache "Rumsitzspannung". Da ist ziemlich viel Luft zwischen den Lade- und Entladekurven, das ist die OCV Hysterse.
Eigentlich müsstest Du im Zuge Deiner umfassenden Recherchen schon auf diese Wissensgoldgrube in Sachen LiFePO4 gestoßen sein?
Und ja, ich habe mein BMS inzwischen angewiesen, bei nur noch 3,65V einer Einzelzelle das Ladegerät zu stoppen. Das war früher auf 3,7V gestanden. Da am Ladeende die Zellspannungen extrem steil ansteigen wird immer eine etwas vorauseilen und vorzeitig diese Grenze erreichen, so dass die Gesamt-Abschaltspannung der Batterie etwas geringer ausfällt. Theoretisch sollte das Ladegerät bis 87V laden, also im Schnitt noch 3,625V pro Zelle, aber eine läuft immer etwas vorher auf 3,65V hoch und setzt dann dem Zauber ein Ende.