Mit nachlassender SOC ist ein schlechteres Bergverhalten unausweichlich. Um den Berg herauf zu kommen, benötigen wir Leistung, also Spannung und Stromstärke.
Spannung: bricht bei leeren Akkus unter Last schneller zusammen, hier geht uns also was verloren
Strom: ist eigentlich nahezu konstant, wir lassen mal veränderte Innenwiderstände des nachlassenden Akkus raus aus den Betrachtungen, wenngleich das im Winter durchaus eine starke Rolle spielt
Zum Strom gibt es, wie hier teilweise schon gesagt, ein paar mögliche Limitierungen:
- der Controller läßt im Mittel nur eine gewisse Belastung zu, letztendlich der Dimensionierung der MOSFets oder Ausgangstreiber geschuldet
- manch Controller ist "intelligent": der Strom wird mit nachlassender Batteriespannung weiter begrenzt, um die Akkus zu schonen (scheint bei meinem Roller so zu sein)
=> am Controller herumspielen ist nix gut
- der Motor hat i.d.R. Reserven, wäre jedoch auch mal für ein paar Minuten überlastbar
- Akkus wollen auch nicht überlastet werden, i.d.R. haben BMS-Systeme auch einen Überlastschutz, der eigentlich nicht anspringen sollte
Wie macht man nun aus dem Roller eine Bergziege:
- Stromerhöhung wäre denkbar, am besten durch Controllertausch oder dessen Umprogrammierung, wobei die Limits, die Akkus, Ausgangstreiber und Motor setzen unbedingt beachtet werden müssen
- Spannnungserhöhung, soweit Controller und BMS dabei mitspielen, durch zusätzliche Zellen
- Nacharbeiten an den Nebenkriegsschauplätzen, hier I-quadrat-R - Verluste an Schraubverbindungen, Steckverbindungen zum Akku,evtl. unterdimensionierte Kabel usw.. Sollte aber bei einem neuen Roller überflüssig sein, wenn nach ein paar Jahren die Kontakte am Klemmbrett korrodiert sind, spielt das aber durchaus eine Rolle. Bei neuen Rollern würden sich derartige Schwachstellen recht schnell outen anhand verschmorter Stecker, ausgehärtete Leistungsisolierungen oder schon mal eine durchgeglühte Schraube (ja, war mein eigener Fehler ...

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