Re: Gelöst: TC/TS 60V Batterie voll, Display zeigt aber 0% blinkend an
Verfasst: Di 19. Aug 2025, 09:20
Die Überladung einer einzelnen Zelle / eines parallelen Blocks ist m.E. gar nicht so unwahrscheinlich bei dem Fehlerbild. Das BMS wird wohl auch hier mit Balancerwiderständen arbeiten.
Die Balancerwiderstände werden von einem Transistor oder MOSFet aber einer gewissen Zellenspannung parallel zur Zelle geschaltet und entladen diese - oder "verbrennen" auch einen Teil des Ladestroms. Ist der Schalttransistor defekt oder die Widerstandskette durch einen Defekt unterbrochen, dann wird die Zelle munter weitergeladen, solange das Ladegerät weitermacht.
Gehen BMS / Ladegerät davon aus, dass vollgeladen anhand der Strangspannung festgestellt wird, also (Anzahl der Zellen)*4.2V = Ladeschlussspannung, dann kann auch (Anzahl der Zellen - 1)*4.05V + 1*4.6V = Ladeschlußspannung bedeuten (Zahlen sind jetzt mal fiktiv angenommen - das, was eine Zelle aufgrund fehlerhaften Balancers an Mehr an Spannung erreicht, das erreichen die anderen Zellen anteilmäßig weniger).
Alternativ könnte das BMS auch meinen, der Akku sei erst voll, wenn alle Balancer durchgeschaltet sind.
Und ja, man kann Lithium-Zellen bis auch über 5V laden, und die halten die Spannung eine ganze Zeit.
Nun ist das solange Spökenkiekerei, wie man das nicht nachgeprüft hat. Das geht durch Messungen der Spannungen im Akku, z.B. an der BMS-Platine. Aber das bietet sich an, weil ... wenn das die Ursache ist, dann ist die Ladestrategie "bis 85" auf Dauer nicht gut, weil die Zellen in dem Bereich nie balanciert werden. Es wird daher eine zunehmende Zelldrift geben.
Ebenso ist es keine Lösung bis 100% zu laden und dann per Licht wieder auf 96% zu entladen. Das balanciert zwar alle Zellen bis auf eine, aber die wird halt jedesmal überladen.
Schlußfolgerung: um den frühen Akkutod durch Zellensterben zu verhindern muß hier eine detaillierte Prüfung her. Wahrscheinlich muss als Konsequenz das BMS repariert / ersetzt werden.
Die Balancerwiderstände werden von einem Transistor oder MOSFet aber einer gewissen Zellenspannung parallel zur Zelle geschaltet und entladen diese - oder "verbrennen" auch einen Teil des Ladestroms. Ist der Schalttransistor defekt oder die Widerstandskette durch einen Defekt unterbrochen, dann wird die Zelle munter weitergeladen, solange das Ladegerät weitermacht.
Gehen BMS / Ladegerät davon aus, dass vollgeladen anhand der Strangspannung festgestellt wird, also (Anzahl der Zellen)*4.2V = Ladeschlussspannung, dann kann auch (Anzahl der Zellen - 1)*4.05V + 1*4.6V = Ladeschlußspannung bedeuten (Zahlen sind jetzt mal fiktiv angenommen - das, was eine Zelle aufgrund fehlerhaften Balancers an Mehr an Spannung erreicht, das erreichen die anderen Zellen anteilmäßig weniger).
Alternativ könnte das BMS auch meinen, der Akku sei erst voll, wenn alle Balancer durchgeschaltet sind.
Und ja, man kann Lithium-Zellen bis auch über 5V laden, und die halten die Spannung eine ganze Zeit.
Nun ist das solange Spökenkiekerei, wie man das nicht nachgeprüft hat. Das geht durch Messungen der Spannungen im Akku, z.B. an der BMS-Platine. Aber das bietet sich an, weil ... wenn das die Ursache ist, dann ist die Ladestrategie "bis 85" auf Dauer nicht gut, weil die Zellen in dem Bereich nie balanciert werden. Es wird daher eine zunehmende Zelldrift geben.
Ebenso ist es keine Lösung bis 100% zu laden und dann per Licht wieder auf 96% zu entladen. Das balanciert zwar alle Zellen bis auf eine, aber die wird halt jedesmal überladen.
Schlußfolgerung: um den frühen Akkutod durch Zellensterben zu verhindern muß hier eine detaillierte Prüfung her. Wahrscheinlich muss als Konsequenz das BMS repariert / ersetzt werden.