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Re: Der Schocker
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 13:22
von Falcon
DBuegel hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 13:10
Es steht jedem frei, Importeur zu werden.
Dann kann auch jeder, die Preise gestalten.
privat importieren?
was sind die kosten, die anlaufstationen?
vg
Re: Der Schocker
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 13:42
von achim
Wie sieht es denn in der Realität aus bei diesen Fahrzeugen?
Wenn wir ehrlich sind ist die Qualität unterirdisch, was bei den Preisen auch kein Wunder ist. Das fängt bei billigem Plastik an, das nicht UV beständig ist, sofort vergilbt und bricht, geht über sich selbst auflösende Schaugläser in Bremsflüssigkeitsbehältern, verhärtende "Gummi" Teile und endet noch lange nicht bei bei Lackierungen direkt auf unkonditionierten Stahl. Das ist alles ok, solange der Verkaufspreis entsprechend niedrig ist. In dem Zusammenhang kann es dem Käufer vollkommen egal sein, wie sich diese Mondpreise hier zusammensetzen. Er erhält für viel zu viel Geld eine viel zu schlechte Qualutät und das wird auf Dauer nicht gutgehen.
Es liegt nicht an den Chinesen. Die liefern für sehr wenig Geld einen fahrbaren Untersatz der einigermaßen funktioniert. In China werden die Dinger vermutlich auch an jeder Strassenecke repariert - hier nicht. Und deshalb werde ich wohl auch keinen E-Roller mehr kaufen wenn mein Fahrzeugpark aufgebraucht ist.
Für weniger als die Hälfte des Geldes bekommt man einen 10 Jahre alten Verbrenner aus Japan der in diesem Alter technisch besser dasteht als ein Chinese nach dem ersten Winter.
Elektro hin oder her.....
Re: Der Schocker
Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 14:08
von Evolution
Was hälst du denn von den Japanern? Dieses Jahr könnten vielleicht Honda und Suzuki an den Start gehen. Wäre das für Dich eine Alternative?
Re: Der Schocker
Verfasst: Sa 3. Jan 2026, 21:26
von achim
Wenn die Qualität noch der der 70er-2000er Jahre entspricht auf jeden Fall. Ich bin aber nicht dafür der E-Mobilität irgendwelche Privilegien einzuräumen. Sie muss mit der Verbrennertechnik in Preiswürdigkeit, Gebrauchswert und Verarbeitungsqualität schon konkurrieren können. Derzeit sehe ich das nur in Teilbereichen, nicht aber umfassend gegeben.
Re: Der Schocker
Verfasst: So 4. Jan 2026, 09:53
von Goggl
In Teilbereichen ist die Qualität annähernd Ende Sechziger Anfang Siebziger Jahre. Bei meiner Tinbot esum pro kann ich nicht meckern. Mein NIU hat einen Trend zu Billigplastik, ungeschützten, grob verarbeitenden Metallteilen und technische bescheidene Lösungen, siehe Fahrwerk. Wenn dann noch nahezu Null support von den kaum noch vorhandenen Händlern hinzukommt, ja dann wird das nix ! Wer nicht selber bestimmte Schrauberkenntnisse hat verzweifelt und gibt auf.
Eine gewisse Solidarität, wie ich hier im Forum mehrfach erleben durfte kann helfen. Ich bin dafür sehr dankbar, wir sind immer noch Exoten. Ich hatte gehofft und erwartet das sich die E-Mobilität schneller etablieren würde. Es geht vorerst wieder ein Stückweit rückwärts, wir werden noch einige Zeit gegen den Strom schwimmen, was ja auch Spass machen kann. In diesem Sinne weitermachen und zusammenhalten......
Re: Der Schocker
Verfasst: So 4. Jan 2026, 10:33
von Afunker
Ich habe gestern Abend auf dem Auto Motor Sport Kanal, einen "Vergleich" China zu Deutschland im E-PKW Bereich gesehen.
Herr Bloch (über ihn kann man geteilter Meinung sein) stellte wichtige Teilbereiche der E-Mobilität gegenüber.
Fazit: In manchen Teilbereichen, ist China vorne. Insbesondere bei der Forschung und Herstellung von neuer Akkutechnologie.
In anderen (z.B. Haltbarkeit von Komponenten ausser hochwertiger Akkus) hat China Nachholbedarf.
Ich kann nur von meiner Wuxi M3 sprechen und da sieht es (bis auf Verschleissteile und Akku) befriedigend bis gut aus.
Damit meine ich, bei Verschleissteilen sind die üblichen Kandidaten, die man auch (etwas später) bei höherpreisigen Japanern sehen kann.
Der Akku (zumindest bei meiner) war nach knapp 3 Jahren hinüber! (bitte nicht mit Akkus für PKWs aus China vergleichen)
Re: Der Schocker
Verfasst: So 4. Jan 2026, 10:48
von Afunker
Falcon hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 13:22
DBuegel hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 13:10
Es steht jedem frei, Importeur zu werden.
Dann kann auch jeder, die Preise gestalten.
privat importieren?
was sind die kosten, die anlaufstationen?
vg
Habe ich vor 6 Jahren bei meiner Wuxi gemacht. 2000 US-Dollar inkl. Transportkosten plus Mwst. (Zoll) (ca. 500 €) für mich.
Anlaufstationen: Wuxi selbst, die mit einer Transportfirma zusammenarbeitet und der deutsche Zoll.
Vorrangig eine Firma in Deutschland, die eine gewisse Stückzahl bei Wuxi gekauft hat. (Firma ging vor ca. 3 Jahren konkurs)
Man kann (genügend Geld vorrausgesetzt) sich mind. 10 Stk. eines Modells in China z.B. bei Wuxi für dann ca. 500 US-Dollar kaufen/bestellen.
Es müssen CoC Papiere vorhanden sein (sonst klappt die Zulassung in D nicht), du musst diese Menge beim Zoll anmelden usw.....
Re: Der Schocker
Verfasst: So 4. Jan 2026, 11:00
von Falcon
ah, bin doch nicht auf "ignore"
meinte eher 1 model, für mich privat
kaufpreis+transport+mwst. (19%) +zoll(?), +tüv papiere (COC?)selber machen(?)
vg
Re: Der Schocker
Verfasst: So 4. Jan 2026, 17:30
von Afunker
Falcon hat geschrieben: So 4. Jan 2026, 11:00
meinte eher 1 model, für mich privat
kaufpreis+transport+mwst. (19%) +zoll(?), +tüv papiere (COC?)selber machen(?)
vg
Nee, geht so nicht für Einzelpersonen. Die chinesischen Hersteller lassen lieber einen Importeur zwischen sich und einem privaten Käufer.
Bei meiner Wuxi M3 gibt es Importeure, die einen neuen Namen drankleben wie z.B. Saxx in Nürnberg, Venom in den USA.
Natürlich dann mit Aufschlag. Denn die wollen z.B. nicht auf den Lagerkosten für Ersatzteile (7 Jahre?) hängen bleiben usw....
Re: Der Schocker
Verfasst: So 4. Jan 2026, 18:06
von Falcon
warum soll ich nicht bei alibaba als privatperson 1 fahrzeug kaufen können oder 2-5 (ist möglich) und nen transporteur finden (oder die übergeben das) und ich importier das selber, klar das da keine ersatzteile zur verfügung stehen, aber das ist mir egal.
vg