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Re: Umbauprojekt auf Elektro, Startprobleme
Verfasst: Sa 9. Mai 2026, 09:27
von Fasemann
Falls du den originalen bestellt hast, aufpassen, die sehen gleich aus sind aber anders geschaltet, es gibt bis und ab Modelljahr. Du kannst auch 12 V mit einer anderen Batterie einspeisen.
Re: Umbauprojekt auf Elektro, Startprobleme
Verfasst: Sa 9. Mai 2026, 14:55
von Dieter F.
Ich habe mein ERetro mit LED Rücklicht umgebaut, keine Probleme. Das ist die Version von 2021 mit Bosch Motor. Unter 60Volt der Bleibatterien? Das ist wenig, zum probieren sollte es reichen, zumindest ohne Belastung sollte der Radantrieb Lebenszeichen zeigen. Bei der Version 2021 braucht man keiner der Bremsen für die Aktivierung auflegen. Allerdings darf sich das Fahrzeug nicht bewegen rollen etc. Wer nicht still stehen kann, der legt einer der Bremsen auf und drückt den Aktivierungsknopf für mindestens drei Sekunden. Dann sollte das System aktiv sein. Wenn du eine gewisse Zeit ohne eine Aktivität hast und keine Bremse aufgelegt ist, deaktiviert sich das System von alleine. Ich habe erst kürzlich mein Roller umgebaut und auf LFP Zellen gesetzt. Das Projekt ist abgeschlossen und muss sich jetzt im Alltag beweisen.
Dein Projekt finde ich herausragend und hoffe das es dir gelingt, zumal ich die Zündapp aus meiner Jugend kannte. Der Platz für die Batterie muss wohl noch durchdacht werden. Einer der unzähligen Blechkisten die angeboten werden? Oder einen Rahmen mit offenen Rundzellen? Da gibt es viele Lösungsansätze. Die Motorleistung wird aber im Bezug zu den doch schweren Rahmen der R50 eine Einschränkung in der Steigung sein.
Re: Umbauprojekt auf Elektro, Startprobleme
Verfasst: Sa 9. Mai 2026, 16:26
von dominik
Hier findest du vielleicht eine Inspiration zum Thema Akku.
viewtopic.php?p=361417#p361417
Re: Umbauprojekt auf Elektro, Startprobleme
Verfasst: Mo 11. Mai 2026, 22:18
von OWLer
Hallo zusammen,
Am Wochenende hatte ich leider keine Zeit zum Werkeln, heute Abend habe ich den neuen DC-DC-Wandler eingebaut. Damit konnte ich nun das Bremslicht aufleuchten lassen, der Motor hat sich leider trotzdem nicht bewegt. Was mir auffällt, das Zündschloss/Hauptschalter hat keine Funktion, das eingeschaltete Bremslicht und die Mittels Schalter zu schaltende Blinkerkontrolle bleiben an, wenn ich den Hauptschalter ausschalte. Der Hauptschalter schaltet lt. Schaltplan nur die 60V-Seite durch. Habe ich vielleicht nicht den richtigen Wandler? Mehr als Plus/Minus für jeweils 60 und 12V kann der ja nicht wandeln. Den alten Wandler kann ich nicht mehr testen, der ist komplett hin. Achso, die Ladeanzeige zeigt nun auch nichts mehr an. Ich habe den Wandler lt. Angehängtem Foto angeschlossen, die Wago-Klemmen sind natürlich nur zum Testen.
Danke und Grüße
Thomas
Re: Umbauprojekt auf Elektro, Startprobleme
Verfasst: Mo 11. Mai 2026, 22:24
von OWLer
STW hat geschrieben: Fr 8. Mai 2026, 08:09
[…]
Ansonsten gilt es zu prüfen, ob nach dem (vermeintlichen) Einschalten der Controller die 5V für die Hallsensoren abliefert.
Wo sitzen denn die Hallsensoren und wie sind die angeschlossen? Die finde ich nicht im Schaltplan.
Re: Umbauprojekt auf Elektro, Startprobleme
Verfasst: Mo 11. Mai 2026, 22:40
von Fasemann
Das sind die dünnen Kabel, die eventuell doppelt, für aus dem Motor kommen. Der Novawandler hatte 4 Anschlüsse, das ist so eine Cominghome Funktion
Re: Umbauprojekt auf Elektro, Startprobleme
Verfasst: Di 12. Mai 2026, 21:38
von OWLer
Fasemann hat geschrieben: Mo 11. Mai 2026, 22:40
Das sind die dünnen Kabel, die eventuell doppelt, für aus dem Motor kommen. Der Novawandler hatte 4 Anschlüsse, das ist so eine Cominghome Funktion
Im Schaltplan und im Kabelbaum habe ich die gefunden, leider konnte ich keine Spannung von 5V feststellen.
Re: Umbauprojekt auf Elektro, Startprobleme
Verfasst: Di 12. Mai 2026, 21:49
von OWLer
Nochmal zum DC-DC-Wandler: Kann ich denn den von mir besorgten „generischen“ Wandler verwenden oder muss ich einen passenden von Nova Motors beschaffen? Der hier hat zumindest die selben Anschlüsse wie mein defekter:
https://www.nova-motors.de/spannungswan ... yZhk3rDau7
Einen Schalter für den Seitenständer habe ich bisher immer noch nicht entdeckt, ich habe soweit alle Stecker -zumindest außerhalb des Cockpits- im Schaltplan halbwegs sicher identifizieren können.
Weitere Ideen oder Vorschläge nehme ich gern entgegen.
Danke fürs Mitgrübeln und Grüße
Thomas
Re: Umbauprojekt auf Elektro, Startprobleme
Verfasst: Mi 13. Mai 2026, 08:25
von Pedator92
OWLer hat geschrieben: Di 12. Mai 2026, 21:49
Nochmal zum DC-DC-Wandler: Kann ich denn den von mir besorgten „generischen“ Wandler verwenden oder muss ich einen passenden von Nova Motors beschaffen?
Ich wüsste nichts was gegen den universellen Wandler spricht. Die Stückeln beide ja die Spannung nur auf 12-13v runter.
Re: Umbauprojekt auf Elektro, Startprobleme
Verfasst: Do 14. Mai 2026, 07:32
von didithekid
Hallo OWLer,
ohne es zu Wissen, hast Du dich auf ein großes Risiko eingelassen, in dem Du (zumindest habe ich das so verstanden) das 12 Volt-Verkabelungskonzept des Bezinfahrzeugs hier weiter nutzt. Das kann zwar eine Weile gut gehen, aber es hat seinen Grund, dass handelsübliche Elektroroller niemals den Metallrahmen des Fahrzeuges als Potential Minus nutzen. Die Verkabelung im Elektroroller sollte immer so gelöst werden, dass es separate Kabel für Potential Minus gibt, die galvanisch vom Metallrahmen des Fahrzeuges getrennt sind. Das hängt damit zusammen, dass die Minus-Verkabelung im E-Roller sowohl für 12 Volt, als auch für (hier) 60/70 Volt gemeinsam als Minus genutzt wird. Auch wenn in Schaltplänen für Minus oft die Bezeichung GND (also Masse) benutzt wird, läuft das nie über das Rahmen-Metall, sondern über separate Minus-Leitungen. Wenn der Metall-Rahmen auf Potential Batterie-Minus liegen würde und ein da aufligendes Kabel mit Batterie-Plus (um 70 Volt) würde sich durchscheuern, würde der beobachete Effekt deutlich andersartig sein, als wenn dies bei 12 Volt passiert. Da reden wir nicht von ein paar Funken sondern von Lichtbogen (Plasma) und ein übliches dünnwandiges Rahmenrohr geht örtlich direkt vom kristallinen Stahl in metallisches Gas/Rauch bzw. ionisiertes Plasma über und lässt den Zustand Metallschmelze kurzerhand aus.
Ob die Art der Verschaltung mit dem Abrauchen des ersten DC/DC in Zusammenhang steht, weiß ich nicht. Jedoch vertragen es nicht Alle Komponenten aus Elektrorollern an den Metall-Rahmen des Fahrzeugs festgeschraubt zu werden, wenn dieser (entgegen der E-Roller üblichen Bauart) irgendwo mit Batterie-Minus in Kontakt steht.
Zum Nicht-Anlaufen des Motors:
Damit ein Motor im Elektroroller (der keine defekten Komponenten hat) Anlaufen kann, kenne ich die folgenden Mindestvorraussetzungen:
1- an den Hochstrom-Eingängen des Motor-Controllers liegt Batterie-Spannung an (Schutzschalter in der Plus-Leitung auf ON)
2- der Motor-Controller muss eingeschaltet sein - wenn (z. B. vom Zündschloss) Battrie-Plus auf den E-Lock-Eingung des Controllers geschaltet wird.
3- ist der Conroller eingeschaltet produziert er 5 Volt-Versorgung für die Motor-Hall-Sensoren und prüft deren rückgemeldete Spannungen
4- ebenfalls 5 Volt-Versorgungsspannung geht dann zum Hall-Gas-Griff und anhängig von korrekter Spannungsrückmeldung wird Fahrtfertig geschaltet.
5- ebenfalls prüft ein 60 Volt-Blei-Motor-Controller, ob seine Eingangs-Spannung die Schwelle 52,5 Volt (Battery Low) stabil überschreitet (könnte hier mit Last das Problem sein)
6- am High-Brake-Einang des Controllers (Abzweig vom Gelb/Grünen Kabel) darf keine (!) Spannung (für das Bremslicht) anliegen
7- der Low-Brake-Eingang (sofern es den gibt) darf nicht auf Minus geschatet sein
Die Probleme bei 6 und 7 stellt man am besten ab, in dem gar kein Kabel dort angeschlossen ist; oder (bei 6) indem keine 12 Volt für Licht im Fahzeug anliegen, die sich dann zum Controller verirren könnten (weil z. B. Dioden am LED-Rücklicht defekt sind)
Um den Motor (frei auf dem Hauptständer) anlaufen zu lassen braucht es keinen besonders hohen Strom aus den Batterien. Aber bei alten Blei-Blöcken kann es trotzdem sein, dass die Spannung auf 50 Volt durchsackt und sich nichts mehr tut.
Wenn das Zünschloss momentan nicht in Funktion ist:
Es wird wohl beim E-Retro-Blei auch so sein, dass dort Batterie-Plus (+60-70 Volt) auf eine Leitung geschaltet wird, die sich nach dem Zündschloss dann in zwei Stränge A und B verzweigt:
A- Motor-Controller-Einschalt-Eingang (dünne Leitung im Kabelbaum des Controllers); Funktionskontrolle-> 5 Volt Speisespannungen werden produziert = ON
B- Plus-Speise-Zuleitung des DC/DC-Converters für 12 Volt Licht und Hupenstrom (Das 12 Volt-System ist für den Motorlauf aber unnötig)
Viele Grüße
Didi