Re: Freie Werkstätten
Verfasst: Mo 1. Jun 2026, 10:44
In der Tat kann man das Thema abhaken.
Als aufmerksamer Forenleser weiß man, dass i.d.R. vor und nach dem Akkutausch genug andere technische Defekte anstehen, bei denen man schon kaum eine freie Werkstatt findet, die helfen kann oder möchte.
Grundsätzlich sollte man unterscheiden: E-Rollermarken, hinter denen ein großer Importeur/Distributor steckt, der auch in Verbrennern unterwegs ist, und i.d.R. diverse Fahrzeuge über ein einigermaßen ordentliches Händlernetz verkauft (KSR, Leeb, als Beispiele), funktionieren hinsichtlich der Ersatzteilversorgung nahezu zufriedenstellend. Auch der Bezug von Akkus ist darüber möglich. Für die Werkstätten gibt es Dokumentationen / Reparaturleitfäden / Schulungen.
Und dann gibt es Kleinimporteure, die containerweise irgendwelche Kisten selbst aus China importieren und zumeist nur über eine eigene Online-Instanz verkaufen. Da ist schon der Bezug normaler Verschleißteile wie Bremsbeläge ein Glücksfall. Die allermeisten Werkstätten packen die Kisten nicht an, weil erstmal Stunden Recherche in die Organisation der Ersatzteilbeschaffung gesteckt werden müssen, die Lieferzeiten tw. Monate bis gar nicht lieferbar sind, und das Fahrzeug in der Zeit den Werkstatthof blockiert bei immer schlechter werdender Laune des Fahrzeugbesitzers. Zu guter letzt steht die Werkstatt noch in der Gewährleistungspflicht für die Reparatur an Fahrzeugen zweifelhafter Qualität. Bei "Markenfahrzeugen" gibt es Gewährleistungsdeals mit den Importeuren.
Was für die Fahrzeugtechnik gilt, gilt natürlich auch für Akkus. Es gibt keine Standardbauform (außer bei Blei-Akkus), kein einheitliches BMS, keine einheitlichen Kommunikationsprotokolle zwischen BMS und anderen Komponenten, keine Diagnosetools, einfach mal gar nichts. Da ist jeder Akkutausch eine Individualreparatur mit riesen Aufwand für Informationsbeschaffung, Teilebschaffung, ..., begleitet von der Unwägbarkeit der Qualität von Akkuzellen. Und natürlich muss auch wieder eine Gewährleistung eingepreist werden. Kurzum: ein wirtschaftliches Angebot für eine Reparatur ist nicht erstellbar.
Letztendlich: als "Freie Werkstatt" kann man in dem Business nur verlieren. Bei Autos sieht das anders aus: Dokumentation ist (gegen Geld) erhältlich, Ersatzteile i.d.R. binnen 24 Stunden da, nicht neu erhältliche Ersatzteile können online bei Autoverwertern geordert werden und sind innerhalb von 1-2 Werktagen da, ..., die gehen da eher heran. Bis auf Ausnahmen: für den Wechsel einer Kupplung mußten wir tatsächlich eine "Markenwerkstatt" ansteuern, weil mangels Zentrierdorn keine freie Werkstatt daran wollte.
Empfehlung: wer elektrisch Unterwegs sein möchte, der sollte sich eher bei BMW, NIU, Horwin, BTM usw. umsehen. Und wer ein Fahrzeug im Format Kabinenroller benötigt, hätte mit dem Twizzy eine Chance gehabt, oder muss jetzt auf die anderen Kleinmöhren von Opel oder Citroen umsteigen (wobei der Service da wohl auch eher bescheiden sein soll). Die sind auch nicht wesentlich teurer als die hier völlig überteuert verkauften Chinahobel.
Als aufmerksamer Forenleser weiß man, dass i.d.R. vor und nach dem Akkutausch genug andere technische Defekte anstehen, bei denen man schon kaum eine freie Werkstatt findet, die helfen kann oder möchte.
Grundsätzlich sollte man unterscheiden: E-Rollermarken, hinter denen ein großer Importeur/Distributor steckt, der auch in Verbrennern unterwegs ist, und i.d.R. diverse Fahrzeuge über ein einigermaßen ordentliches Händlernetz verkauft (KSR, Leeb, als Beispiele), funktionieren hinsichtlich der Ersatzteilversorgung nahezu zufriedenstellend. Auch der Bezug von Akkus ist darüber möglich. Für die Werkstätten gibt es Dokumentationen / Reparaturleitfäden / Schulungen.
Und dann gibt es Kleinimporteure, die containerweise irgendwelche Kisten selbst aus China importieren und zumeist nur über eine eigene Online-Instanz verkaufen. Da ist schon der Bezug normaler Verschleißteile wie Bremsbeläge ein Glücksfall. Die allermeisten Werkstätten packen die Kisten nicht an, weil erstmal Stunden Recherche in die Organisation der Ersatzteilbeschaffung gesteckt werden müssen, die Lieferzeiten tw. Monate bis gar nicht lieferbar sind, und das Fahrzeug in der Zeit den Werkstatthof blockiert bei immer schlechter werdender Laune des Fahrzeugbesitzers. Zu guter letzt steht die Werkstatt noch in der Gewährleistungspflicht für die Reparatur an Fahrzeugen zweifelhafter Qualität. Bei "Markenfahrzeugen" gibt es Gewährleistungsdeals mit den Importeuren.
Was für die Fahrzeugtechnik gilt, gilt natürlich auch für Akkus. Es gibt keine Standardbauform (außer bei Blei-Akkus), kein einheitliches BMS, keine einheitlichen Kommunikationsprotokolle zwischen BMS und anderen Komponenten, keine Diagnosetools, einfach mal gar nichts. Da ist jeder Akkutausch eine Individualreparatur mit riesen Aufwand für Informationsbeschaffung, Teilebschaffung, ..., begleitet von der Unwägbarkeit der Qualität von Akkuzellen. Und natürlich muss auch wieder eine Gewährleistung eingepreist werden. Kurzum: ein wirtschaftliches Angebot für eine Reparatur ist nicht erstellbar.
Letztendlich: als "Freie Werkstatt" kann man in dem Business nur verlieren. Bei Autos sieht das anders aus: Dokumentation ist (gegen Geld) erhältlich, Ersatzteile i.d.R. binnen 24 Stunden da, nicht neu erhältliche Ersatzteile können online bei Autoverwertern geordert werden und sind innerhalb von 1-2 Werktagen da, ..., die gehen da eher heran. Bis auf Ausnahmen: für den Wechsel einer Kupplung mußten wir tatsächlich eine "Markenwerkstatt" ansteuern, weil mangels Zentrierdorn keine freie Werkstatt daran wollte.
Empfehlung: wer elektrisch Unterwegs sein möchte, der sollte sich eher bei BMW, NIU, Horwin, BTM usw. umsehen. Und wer ein Fahrzeug im Format Kabinenroller benötigt, hätte mit dem Twizzy eine Chance gehabt, oder muss jetzt auf die anderen Kleinmöhren von Opel oder Citroen umsteigen (wobei der Service da wohl auch eher bescheiden sein soll). Die sind auch nicht wesentlich teurer als die hier völlig überteuert verkauften Chinahobel.