karlo10 hat geschrieben: Fr 5. Jun 2026, 20:59
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Ich werde mal bei E-Roller Berlin fragen, ob sie E-Kuma können. Der E-Kuma Händler gibt nur das e-drive Center als Partner an.
Schrauber bin ich leider gar nicht, ich mach das Ding wahrscheinlich noch kaputter

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In Sachen Design wäre ich notgedrungen bereit, Kompromisse zu machen aber die Super Soco CUX hat gerade mal 1,6 KW, das erscheint mir etwas wenig. Und sehr weit kommt sie im Vergleich zur "Sun" auch nicht mit ihrem Akku. Wie sieht es denn bei 1,6 KW mit dem Fahrspaß aus? Kann man damit im Stadtverkehr einigermaßen mithalten oder ist man eher ein Hindernis? Ich bin mal die Zero XB (was ganz anderes) probegefahren - mein lieber Scholli - wenn die Ampel grün wurde, haben die Autos mir nur noch hinterher geguckt (haben mich dann aber ganz schnell wieder eingeholt...

)
Grüße
Karlo
Hallo Karlo10,
die Elektrofahrzeuge zeigen ja ein ganz anderes Fahrverhalten, als die Benziner. Die Nennleistung (und beim E-Fahrzeug die 30-Minuten-Leistung) ist das Eine und die kurzzeitige Beschleunigungsleistung ist das Andere.
Ein Benzinfahrzeug hat die maximale Leistung nahe der Höchstdrehzahl des Motors und beim Anfahren und Beschleunigen mit niedrigerer Motordrehzahl ist i. d. R. deutlich weniger Leistung da, als wenn der Motor Hochgedreht hat.
Das ist beim Elektroroller kompett anders. Das Fahrzeug fährt bei "Ampel wird Grün" schon mit hohem Drehmoment los und erreicht die maximale Beschleunigungsleistung etwa bei Motordrehzahl von 60% der theoretischen Höchstgeschwindigkeit, wenn es einen Radnabenmotor hat.
Bei einem 45 km/h-Elektroroller wird ein Radnabenmotor der sonst vielleicht 65 km/h schaffen würde, natürlich auf 45 km/h begrenzt.
Die gröstmögliche Beschleunigungsleistung bleibt bei 38-40 km/h und ist auch vorhanden wenn der Roller mit der Geschwindigkeit bergauf fährt.
Oft sind das 150% der Leistung, die als Nennleistung (30-Minuten-Leistung) eingetragen ist, dür den Betriebspunkt, wenn die Höchstgeschwinbdigkeit gefahren wird.
Was es beim Kauf aber Schwierig macht, sind Werbeangaben zur Motorleistung für angebotene Fahrzeuge. Da wird mit 3.000 Watt- oder 4.000 Watt-Motor geworben und in den Fahrzeugpapieren stehen dann oft viel niedrigerere Werte für die Nennleistung drin.
Ein Motor mit 2.000 Watt-Nennleistung kann kurzzeitig mit 60%-Drehzahl dann 3.000 Watt Antriebsleistung abgeben und schluckt dabei aber 3.750 Watt elektrische Energie (heizt sich also mit den überzähligen 750 Watt nur auf). Niemand würde bei einem Benzinfahrzeug damit werben, dass im Fahrzeug mit 2KW-Motor Benzin mit Wärmeleistung 7,5 kW verbrannt wird. Dass die beschleinigungsleistung etwa 50% besser ist, als bei einem Benziner mit gleicher Nennleistung ist aber schon so. Was aber die Nennleistung des E-Rollers ist, steht in den Fahzeugpapieren (in der COC) und selten in der Werbung. Der E-Kuma SUN hat aber offenbar einen QS-Motor mit hoher Dauerlestung von 3.000 Watt, wenn die Angaben stimmen. Ob jedoch der recht kleine Akku ihn dafür ausreichend mit Strom versorgen kann, steht auf einem anderen Blatt.
https://www.qsmotor.com/product/13inch-260-hub-motor/
Was ich damit sagen will:
Probefahrt machen und das eigene Popo-Meter einscheiden lassen, welcher Antrieb wirklich der Stärkste ist.
Die Karosserie des E-Kuma SUN wird aber für ausgewachsene Mitteleuropäer als geeignet empfohlen, während Roller mit Sitzhöhen zwischen 74-76 cm oftmals zu klein für diese Zielgruppe sind. Um das zu testen, muss man nicht unbedingt fahren.
Zur Online-Bestellung:
Wenn dann so ein online bestelltes Fahrzeug ankommt, kann es natürlich sein, dass alles super funktioniert, man keinerlei Probleme hat und erst nach zwei Jahren nach einer Werkstatt suchen muss, wo ein Bremsen-Service durchgeführt wird. So etwas gibt es auch. Hier im Forum suchen abner eher Jene Online-Käufer Rat, die Probleme haben und inbesondere Jene, die mit der selbstständigen Problembeseitigung überfordert sind.
Und da wir hier überwiegend über bezahlbare Elektroroller aus chinesischer Produktion reden (ettliche 10 Mio. Elektroroller fahren ja in China), ist der Problemfall eher die Regel, denn die seltene Ausnahme.
Ist etwas bei Anlieferung schon kaputt, schicken Online-Händler gene schnell das Ersatzteil, um die Sache vom Tisch zu bekommen. Kann man da selbst Hand anlegen, wäre so ein Problem dann auch kurzfristig behoben und immerhin ist Online-Kauf ja preislich sehr attraktiv.
Für den der selbst nicht Handanlegen will, spreche ich aber die Warnung aus, dass es ohne betreuende Werkstatt in der Nähe ggf. frustierend werden könnte.
Nicht alle Werke in China liefern auch gleichbleibende Qualität. Selbst wenn ein Freund den gleichen Roller ohne Probleme fährt,
kann man nicht sicher sein, dass man nicht selbst doch an den "Montagsroller" gerät, an dem sich Probleme häufen.
Wobei ich über die Roller von E-Kuma hier gar nicht so viel an Klagen gelesen habe, wie bei anderen Importeuren.
Ich wollte nur generell auf die Online-Kauf-Risiken hinweisen.
Viele Grüße
Didi