Er fährt wieder, wenn auch noch nicht so, wie ich mir das vorstellte. Aber der Reihe nach:
Zuerst noch zwei Bilder von der verdampften 150A ANL Sicherung vom verpolten Erstanschluss. Einmal von oben (in dem Fenster war mal ein vergoldeter Mäander..),
einmal von unten mit deutlichen Schmauchspuren:
Erst mal war viel fabrizieren dran: Den von Volker / VU18650PF (wo steckt er eigentlich? Hat schon sehr lange nichts mehr hier geschrieben...) vorgeschlagenen Kühlkörper

(Volkers Bild mit seinem Lüfter, meiner ist kleiner) habe ich längs unter den quer eingebauten Controller geklemmt. Vorn schaut er etwas über 90mm über das ehemalige Ladegerät-Podest hinaus über den Batteriekasten, so dass ich meinen 90x90mm Lüfter drunter bis direkt vor die Vorderkante platzieren konnte. Zur Befestigung mussten 4 x Ø2,5mm Kernlöcher passend gebort und dort M3 Gewinde geschnitten werden. Und vorn habe ich mit Panzerklebeband die offenen Kühlkanäle geschlossen, so dass die Luft komplett nach hinten durch den Kühlkörper läuft.
Eine Befestigungsmöglichkeit für den Temperatursensor musste auch am Kühlköper angebracht werden. Ein Stück Federstahlblech mit 3mm Loch aus dem Schleifsporn eines meiner verflossenen Modellflieger hat hier gute Dienste geleistet
Auch der Controller schaut einiges über das Podest hinaus, so dass ich vorn nicht einfach eine Alu-Quertraverse zum festklemmen des Kühlkörpers am Controller festschrauben konnte, denn da war schon der Lüfter im Weg.
Deshalb mussten es zwei kleine, nur ca. 20mm breite 2mm dicke Alu Klemmstücke werden, die von außen den Rand des Kühlkörpers bis zur jeweils ersten Kühlrippe komplett umfassen und per M6 Federringen, U-Scheiben und Schrauben den Kühlkörper vorn an den Controller pressen. Hinten musste ich zwei neue Ø6,5 Löcher in den Podestboden über dem Motor bohren und rostschützen, wo über zwei weitere M6 Schrauben der Controller hinten befestigt ist und den Kühlkörper zwischen sich und Podestboden (eigentlich sind es Querstreben mit Öffnungen nach unten dazwischen) klemmen. Zwischen Controller und Kühlkörper habe ich fast 30g Wärmeleitpaste verteilt vor dem endgültigen Klemmen.
Da aber nur hinten die zwei Schrauben den Controller im Rahmen halten musste für die Vorderkante des Kühlkörpers noch ein Abstandhalter her, der an einem auf den Alu-Batteriekasten geschweißten M6 Alu-Bolzen in etwa mittig befestigt wurde. Es wurde ein "U" mit nach außen abstehenden Laschen, die an den vorderen Ecken des Kühlkörpers mit weiteren M6 Schrauben befestigt sind. Den Halter habe ich aus 2 x 30mm Aluleiste gebogen, ähnlich wie meine mittlere Windschild-Befestigung am vR one.
Wie es der Zufall so wollte ragte der Alubolzen etwas in den Lüfterrand hinein, genau zwischen den äußersten und den nächsten innenliegenden Schutzgitterring, aber noch mit genügend Abstand zum Lüfterrad.
Leider musste ich mich so beeilen, dass ich keine Bilder von dem ganzen unteren Gestell gemacht habe
So sieht jetzt zumindest von hinten oben die Einbausituation des Controllers aus, mit noch frei herumhängender Verkabelung. Ich habe das alles natürlich hinterher mit Kabelbindern gut verzurrt:
Nächster Schritt: Mäuschen spielen und gucken, was mit der Controllerverkabelung passiert, wenn das Helmfach von oben kommt.
Also das Smartphone mit laufender Videokamera auf den Kabelverhau vor dem Controller gestellt, daneben eine LED-Taschenlampe für eine rudimentäre Beleuchtung. Vor Einfügen des Helmfachs sah das noch so aus:
Mit auf dem dicken Pluskabel (25mm²) vom Not-Aus-Knopf zum Schütz lose aufliegendem Helmfach (noch der gleiche schöne Bogen, nur dunkler alles):
Und dann habe ich das Helmfach runtergedrückt, bis es auf dem oberen Rand auflag - Autsch!!!
Also Heißluftpistole auf 400°C und die Vorderkante vom Helmfach schön warm und geschmeidig gemacht, von außen und innen, und dann kräftig runtergedrückt. Jetzt sieht es vorn konkav statt konvex aus und verquetscht nichts mehr darunter
Da ich am Montag mit dem vR one wieder zur Arbeit fahren will habe ich den Lüfter und die Steuerung noch nicht eingebaut, denn es fehlt noch ein leistungsstärkerer DC-DC-Wandler mit 13,5 statt den unsäglichen 10,8V des A.T.I.B. Elettronica 50W Spielzeugwandlers. Mehr dazu später, denn das wird eine Saga für sich...