Update zur Ladetechnik

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MiSt
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Re: Update zur Ladetechnik

Beitrag von MiSt »

Sorry für das Eigenzitat, aber so kann ich das Thema am besten fortführen:
MiSt hat geschrieben: Do 26. Mär 2026, 15:08 Kann sein :mrgreen: .

Das Noeifevo hatte ich mit meinem höchstauflösenden DVM zu 116,67V im Leerlauf gemessen. Mein anderes DVM mit einer Stelle weniger zeigte 116,4V 8-) - no further comment.

Der "Ottenlader" ist laut Doku auf 116,2V eingestellt (im Leerlauf nicht messbar) und funktioniert im Zusammenspiel mit dem BMS meiner Zero gut, lädt also zügig auf 100%, und die grüne LED bleibt dann wie früher beim Onboard für 12-24h nach dem Abschalten statisch an.

Bei dem neuen, portablen Onboard-Ersatz muss ich das für ein paar Zyklen beobachten, kann auch mal die Diodenbox probehalber brücken, bzw. sogar rausnehmen - oder eben nicht, wenn es so wie es ist korrekt funktioniert. Aktuell will ich das Bike nicht auf 100% laden, da leider unklar ist, wann ich damit fahren kann.
Da es begründete Hoffnung für eine erste Tour '26 am Ostermontag gibt, habe ich das Bike heute mit dem neuen Lader, der den defekten Onboardlader ersetzen soll, "unter Aufsicht" geladen. Zunächst mit Diodenbox in der Leitung, um aus den 116,8V des 32s LiDFePo4-Laders die nötigen "offiziellen" 116,2V zu machen.

Die guten Nachrichten:
- der Adapter "Schuko an Ladesäule" funktioniert
- alle Komponenten haben den Test überlebt (der Kühlkörper der Diodenbox wird gut heiß ...)
- 100% SOC wurden erreicht
- der Lader regelt den Strom gegen Ladeende im "CV-Betrieb" durchaus signifikant ab, wenn auch bereits VOR dem Erreichen der 116,8V, sodass es gegen Ende etwas "zäh" wird

Die schlechte Nachricht:
- Laut Logfile ist die Akkuspannung allerdings etwas geringer als früher mit dem Onboardlader, wenn die LED statisch anging
- "100%" ist also durchaus ein Bereich :mrgreen:
- es floss noch etwas Ladestrom, als ich abgesteckt habe
- nach dem Abstecken war die LED aus

Also habe ich nochmal ohne Diodenbox (ich hatte sie mir inzwischen steckbar ja/nein gemacht) "nachgeschoben", wobei weitere laut Stromzähler 0,33kWh brutto auf die 100% draufgeladen wurden - allerdings hat dann das BMS das Schütz aufgemacht (das war irgendwie erwartungsgemäß ...). Die LED ist nach dem erneuten Abstecken nach wie vor aus.

Ich hoffe auf viele Touren dieses Jahr mit weiteren Erfahrungen, welche Variante die bessere ist hinsichtlich des letztendlichen Füllgrades. Womöglich ersetze ich die Siliziumdioden in der Box noch gegen Schottky, damit ich die Wunschvorstellung des Bikes besser treffe ...
Anschluss an der Wallbox.jpeg
Gruß
Michael St*****

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greifswald
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Re: Update zur Ladetechnik

Beitrag von greifswald »

Hast du das Ladegerät mal geöffnet? Bei einigen Ladegeräten sind intern Potis zum Anpassen der Parameter (Strom, Spannung) verbaut.

Beim Originallader der Bonfire X (mit Sicherheit auch Chinaware) sind 3 Potis verbaut.

Dann könntest du dir die etwas unschönen Dioden sparen.
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MiSt
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Re: Update zur Ladetechnik

Beitrag von MiSt »

Ja, ich hatte es einseitig offen, um den Strom-Einstellknopf von außen wegzubekommen (liegt nun innen herum auf "Vollgas" eingestellt).

Nein, in dieser Situation habe ich kein Poti gesehen, das dafür in Frage gekommen wäre, habe aber nicht das ganze Ding zerlegt. Sehr viele dieser Lader/Sdchaltnetzteile haben inzwischen ein Software-Setup für die Ausgangsspannung, weil Potis altern, vibrationsempfindlich sind und manipuliert werden können, was für so eine wichtige Einstellung nicht unproblematisch ist.

Für mich ist das mit der Diodenbox kein Problem und auch nicht "unschön". Wie geschrieben, funktionieren eh beide Varianten mit/ohne, aber in beiden ist noch "etwas Luft nach oben", was ein perfektes Ladeergebnis angeht.

Verglichen mit der Ersparnis von schlappen mindestens 1300€ bin ich sehr zufrieden, im Gegensatz zu den Aliexpress-Ladern lädt dieser Lader mit ziemlich genau der gleichen Leistung wie der Onboard - es wird also nicht noch langsamer.
Gruß
Michael St*****

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