Masterplan Ladeinfrastruktur 2030

ripper1199
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Re: Masterplan Ladeinfrastruktur 2030

Beitrag von ripper1199 »

guewer hat geschrieben: Sa 29. Nov 2025, 03:50 ... der Einfachheit halber auch noch kostenlos. Also ohne große "Sammelkartenaktion".
Der erste Teil ist vermessen zu wollen und würde sicher auch ungewöhnliche Konsequenzen haben, der zweite Teil ein Politikversagen von über einem Jahrzehnt, bin gespannt ob sie das angehen wollen.

Verwunderlich finde ich die Untätigkeit der Wirtschaft, eine AC Ladestation ist im Ende eine 3 Phasensteckdose, ein Adapter oder noch besser eine Steckdose am Fahrzeug/im Ladegerät könnte einfach vorgesehen/beigelegt sein. Die ganz harten kaufen oder fertigen so einen Adapter, so richtig viele geben sich den Stress aber nicht.

Einzig bei Stark gibt es ein von der Größe zum mitnehmen angemessenes Ladegerät zudem mit beeindruckender Leistungsfähigkeit, bei den meisten erhält man eine monströse Zumutung als loses Zubehör die sich leistungsmäßig nicht lohnt mitzunehmen.

Ich habe eingesehen, es ist bis auf Pedelecs deren Erfolg von der Einfachheit beim Umgang herrührt, vorerst einfach nicht gewollt. Die einen demolieren Infrastruktur, andere haben keine Lust Fahrzeugreparatur und Ersatzteilversorgung aufzubauen sondern haben den schnellen Profit durch Kistenschieben oder Vapor/Bananaware im Auge. Der Kunde hat keinen Bock auf Gängelei, die kaufen konventionell und fahren gar billiger oder im Regen sitzen, die kaufen subventioniert ein Auto und dann bleibt ein kleiner Kreis von Kunden denen man objektiven Elektroschrott oft unfertig oder am Bedarf vorbei entwickelt andrehen kann.

Ich bin der Sache einigermaßen aufgeschlossen, habe mehr Lehrgeld an Kleinstelektromobilität als mein Auto kostet bezahlt, geblieben ist vorerst ein Pedelec, schade eigentlich. Oder gut, sollen sich doch alle Normalen in Ihren Autos im Weg rumstehen , mehr Lücken für mich zum durchwuseln.
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Pedator92
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Re: Masterplan Ladeinfrastruktur 2030

Beitrag von Pedator92 »

Das eigentliche Problem an dem Thema ist find ich, brauchte einer von euch wirklich jemals eine Lademöglichkeit unterwegs für ein Escooter/Bike/Roller ?
Die meisten bewegen sich nur in dem Radius was auch ihr Akku hergibt, Escooter werden dann geschoben, mit dem Bike fährt man einfach ohne Unterstützung weiter und Roller haben je nach Akku Größe schon einiges an Radius, oft auch Stauraum um Ladegerät und Typ2 Adapter mitzuführen.
Das nächste Problem ist dann die Ladezeit, während Roller noch durchaus mit Schnellladegeräten ausgestattet werden können ist man bei Escooter meist auf das gegebene festgenagelt und läd für 15km 5 Stunden.

Richtig ist aber auch das es ein leichtes wäre eine Schuko Dose an eine Ladestation zu setzen, das Netz usw ist ja alles schon da. Aber nicht kostenlos, sonst würden sich x Autos dran stellen und immer langsam laden mit 3kw :lol:
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Re: Masterplan Ladeinfrastruktur 2030

Beitrag von rollingmartin »

Pedator92 hat geschrieben: Sa 29. Nov 2025, 12:49 brauchte einer von euch wirklich jemals eine Lademöglichkeit unterwegs für ein Escooter/Bike/Roller ?
Ja, und denke mal 5-10 Jahre weiter. Ein Blick in das Video von Robin (s.o.) zeigt wie es geht, dass es geht. Klar, Deutschland ist nicht China, aber auf mich wirkt das Video wie ein Blick in die Zukunft.
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Re: Masterplan Ladeinfrastruktur 2030

Beitrag von Afunker »

Min. 4:10 kann man das schön sehen im Video von Robin TV, wie es gehen könnte (sollte/müsste).
Gruss Helmut

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Re: Masterplan Ladeinfrastruktur 2030

Beitrag von error »

guewer hat geschrieben: Sa 29. Nov 2025, 03:50 Schön wär 's, wenn 's nur ein Auge wäre. Es sind eher so 1 1/2 bis 1 3/4. ;-)

So eine verpflichtende Regelung an die Ladestations-Anbieter, 3 - 4 SchuKo-Steckdosen offen hinzubauen, dürfte doch nicht zu viel verlangt sein. Das ganze wegen dem Minimalstrombedarf, der dadurch erzeugt wird, der Einfachheit halber auch noch kostenlos. Also ohne große "Sammelkartenaktion".
Das scheitert pauschal an den Richtlinien in Deutschland: Schuko ist eine Haushaltssteckdose, nicht für Ladeinfrastruktur spezifiziert.

Wenn so ein Teil "always on" ist, kommen bald die ersten Spinner auf die Idee ihr Handy oder ihre Boombox dran zu laden. Das will keiner... :lol:

Ich fürchte das Ding können wir langfristig abhaken. Wir leben in einer Welt, in der es zum Volkssport geworden ist seinen Unmut an Verleihrollern auszulassen.
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Re: Masterplan Ladeinfrastruktur 2030

Beitrag von Gluehbert »

Pedator92 hat geschrieben: Sa 29. Nov 2025, 12:49 Das eigentliche Problem an dem Thema ist find ich, brauchte einer von euch wirklich jemals eine Lademöglichkeit unterwegs für ein Escooter/Bike/Roller ?
Ja klar braucht man die. Sonst wären unsere Roller ja nicht reisetauglich, wenn man auf die halbe Reichweite des Akkus beschränkt ist.

Wobei: Genau das ist ja der Sinn der Sache: Natürlich sollen wir auch noch zusätzlich genug Autos im Haushalt haben. Was wird sonst aus dem WIRTSCHAFTSWACHSTUM?

Bessere Bedingungen für Elektroroller heißt möglicherweise mehr Elektroroller heißt vielleicht weniger Autos. Ich kann heute noch die verbale Haue nachklingen hören, die ein baden-württembergischer Ministerpräsident bekommen hat, als er sagte: "Weniger Autos sind besser als mehr".

Oder erinnert ihr euch an SLAM? Schnellladenetz für Achsen und Metropolen? Da haben die Ladesäulenbetreiber damals von fertigen Triplechargern den ChaDeMo-Anschluss abgebaut, damit diejenigen, die sich vor 2014 ein Elektroauto (damals oft mit ChaDeMo) gekauft haben, nicht dort laden können. Sonst gabs keine Förderung.

Oder wie wäre es hiermit: https://www.spiegel.de/auto/aktuell/neu ... 65026.html An Kleinwagen verdienen die Hersteller halt nicht so viel.

Sollte in der EU eine Fahrzeugklasse für Kei-Cars kommen, gehe ich jetzt schon mal davon aus, dass die um die 20 kWh Akkus und damit eine Reichweite von max 150 km kriegen werden. Eben gerade, damit kein Alleinstehender auf die Idee kommt: "Eigentlich reicht so ein kleines Auto für mich."

Mein Fazit: Politische Aktivitäten, die darauf abzielen, Alternativen zum Auto zu stärken, haben in Deutschland einen unglaublich schweren Stand
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Re: Masterplan Ladeinfrastruktur 2030

Beitrag von Pedator92 »

Gluehbert hat geschrieben: Sa 29. Nov 2025, 21:59 Ja klar braucht man die. Sonst wären unsere Roller ja nicht reisetauglich
Das war nicht meine Frage, sondern ob sie einer bisher je gebraucht hat?
In meinen letzten 5 Jahren war das bei mir genau 1x wo es praktisch gewesen wäre, allerdings reise ich auch nicht mit einem Fahrzeug was maximal 50kmh fährt.
Mein Motorrad Bau ich aktuell auf Typ 2 um, damit wäre das Problem für mich wieder gegessen.

Am Ende ist das problem eigentlich eher weniger das man nicht irgendwo laden kann sondern eher das die meisten gar kein elektro Auto oder Zweirad wollen. Vor allem letzteres ist eigentlich unverständlich bei den kurzen wegen den hier viele haben. Aber dann müssten die sich ja entsprechend Kleiden, hätten weniger Komfort und können mehr auf ihr Handy starren... :shock:
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Re: Masterplan Ladeinfrastruktur 2030

Beitrag von MEroller »

Pedator92 hat geschrieben: Sa 29. Nov 2025, 23:01Das war nicht meine Frage, sondern ob sie einer bisher je gebraucht hat?
Und WIE! Als meine Zero noch eine ZF6.5 war, war die damals noch nötige Zusatzfahrt nach Stuttgart Mittwoch Abends nur abschließbar, wenn ich für den Heimweg in Stuttgart öffentlich laden konnte!
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Re: Masterplan Ladeinfrastruktur 2030

Beitrag von error »

Pedator92 hat geschrieben: Sa 29. Nov 2025, 23:01 Das war nicht meine Frage, sondern ob sie einer bisher je gebraucht hat?
In meinen letzten 5 Jahren war das bei mir genau 1x wo es praktisch gewesen wäre, allerdings reise ich auch nicht mit einem Fahrzeug was maximal 50kmh fährt.
Mein Motorrad Bau ich aktuell auf Typ 2 um, damit wäre das Problem für mich wieder gegessen.
Eine Ladesäule habe ich noch nie benutzt. Eine "Unterwegsladung" aber ziemlich oft. Das hört jetzt aber auf, weil die Akkukilowattstunde im Preis dermaßen gesunken ist, dass sich ein Update für mich zumindest DIY lohnt. Letztendlich ist das unterm Strich nur noch eine Gewichts- und Platzfrage wenn man für sich die geeignete Plattform gefunden hat.

Hab das für mich mal durchgerechnet. Zuhause laden rechnet sich für mich erschreckend schnell. Im Sommer ist dann auch der Twizy dran. Im Twizy-Forum hat sich sowas wie eine "Standardzelle" für den Umbau auf knapp über 10kWh nutzbar rauskristallisiert. Die reinen Zellen liegen dann bei 750 Euro inkl. Transport.

Das hat sich grob nach 150 Volladezyklen gerechnet. Nebenbei steigt der Fahrzeugwert, so gesehen rechnet sich sowas beim Verkauf sofort. ;)

Masterplan? Darauf kann ich nicht warten. Ist mir auch zu unsicher.
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guewer
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Re: Masterplan Ladeinfrastruktur 2030

Beitrag von guewer »

Pedator92 hat geschrieben: Sa 29. Nov 2025, 23:01 Das war nicht meine Frage, sondern ob sie einer bisher je gebraucht hat?
In meinen letzten 5 Jahren war das bei mir genau 1x wo es praktisch gewesen wäre, allerdings reise ich auch nicht mit einem Fahrzeug was maximal 50kmh fährt.
Das ist eher so ein Henne-Ei-Problem. Eigentlich müsste an zwei Stellschrauben gedreht werden. Zum einen eine Schnellladefähigkeit (min. 2,5 kWh) für Elektroroller. Und dann würden automatisch auch massenhaft verfügbare öffentliche SchuKo-Steckdosen für unsere Gefährte mehr Sinn machen, indem sich damit für die Gefährte ganz andere Reichweiten eröffnen.

Ein bessere Ladeabdeckung gepaart mit Schnellladefähigkeit eröffnet ganz andere Nutzungsmöglichkeiten für diese Fahrzeugkklasse. So könnte man daraus auch ein Fun- und Freizeitmobil machen, so wie es jetzt schon Verbrenner-Motorräder sind, mit denen man einfach einmal in fremde Regionen vorstoßen und diese erkunden kann. Auch für eine Fahrt in den Urlaub wäre das dann geeignet.

Diese 60 bis 80 km Reichweite, die das Laden zuhause nur ermöglicht, sind einfach zu wenig.
Inoa S5-Li + 2. Akku + 2 Ladegeräte mit je 7A => Original 4A-Lader verkauft. 11/2023 12A China-Ladegerät gekauft und umgebaut. Seit 11/2022 Tuning-Controller verbaut. Windschild (empfehlenswert) seit 03/2022. Gesamtpreis per 01/2022: 2.930 €.
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