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Re: E-max 90s auf LYP060AHA LiFeYPo4
Verfasst: So 28. Jul 2013, 18:09
von Night Hawk
Peter51 hat geschrieben:@Night Hawk
Der E-Max Controller gehört zu den Intelligenteren.
1. Wird die Spannung von 44V für mehr als 10sec unterschritten, laßt der Controller nur noch Mofageschwindigkeit zu.
2. Nach 3...5km und MoFageschwindigkeit werden 42V unterschritten und Du mußt schieben. (Bleibatterien sollte man aber nur im Notfall so stark leerfahren).
Hallo Peter,
gutes Prinzip, die Ignorierung kurzzeitiger Einbrüche, aber gerade dann erscheinen mir 44V (länger 10 sec) zumindest für die Winston etwas knapp. Das wären bei völlig gleichlaufenden Zellen immerhin 2,75 Volt und bei driftenden Zellen dementsprechend für einige Zellen noch weniger. Wären hier nicht etwas höhere Abschaltspannungen besser, zumal wenn Kurzzeiteinbrüche ohnehin nicht gezählt werden?
Bei Blei ist das natürlich noch schädlicher, dafür hat man bei LFP gleich einen größeren finanziellen Verlust, wenn die mal kaputt gehen. Naja, nur so theoretische Überlegungen....
Re: Ich habe verstanden
Verfasst: So 28. Jul 2013, 18:19
von Night Hawk
Galactica hat geschrieben:Das habe ich nach meinen ersten Beiträgen (welche nicht von jedem als Beiträge betrachtet werden) leider sehr schnell verstehen müssen, dass es sich hier offentsichtlich um ein Forum handelt, welches für dieses Thema mindestens Hochschul-Niveau voraussetzt und nicht für hilfesuchende Laien gedacht ist. Um den einen oder anderen wissensaustauschenden Fachmann hier nicht mehr die Zeit zu stehlen und ihn unter laienhaften Fragen oder Anmerkungen nicht leiden zu lassen bleibt nur der Rückzug. Verbale Fangschüsse helfen jedenfalls nicht weiter. Schade.
MfG
Galactica
Hallo Galactica,
nun mal nicht so empfindlich, nur weil "nicht jeder" Deine Beiträge gut findet. Meine findet anscheinend auch nicht jeder gut - na und? Wir sind hier ja nicht bei "Big Brother" und raus gewählt wird hier keiner, wenn ich nicht was völlig mißverstehe.
Das mit dem Hochschulniveau verstehe ich nicht - finde das hier nämlich eher selten. Wobei es auch nicht schlimm ist, wenn ich es nicht finde. Immerhin ist das Thema Akkutechnologie recht komplex, BMS ist noch komplexer und ich behaupte mal, daß nicht mal alle Hersteller das zu 100% verstehen.
Also versuche zumindest ich - hab aber auch bei einigen anderen den Eindruck - zumindest die Erfahrungen aus Studien so nah wie möglich auf Hochschulniveau zu verstehen. Obs gelingt ist wieder eine andere Frage.
Aber das bedeutet ja nun nicht, daß es hier nicht um Hilfe für Laien ginge. Jeder ist irgendwo ein Laie und ich habe mich beispielsweise kürzlich beim Lampenwechsel recht ungeschickt angestellt, weil ich nicht wußte, was man dafür alles abbauen muß und wo und wie z. B. die Frontverkleidung verschraubt und verklemmt ist. Das Forum hier soll Erfahrungen austauschen helfen, da spielt es doch keine Rolle, ob es Hochschul- oder Laienerfahrungen sind. Jeder kann irgendwo noch was lernen und irgend wo anders noch Tipps geben. Jedenfalls verstehe ich das unter einem Forum. Also warum solltest Du Dich da zurück ziehen wollen?

Re: E-max 90s auf LYP060AHA LiFeYPo4
Verfasst: So 28. Jul 2013, 19:10
von Peter51
@Night Hawk
Der E-Max 90s, also auch mein E-Max 90s, hat serienmäßig 4 Stück greensaver Bleibatterien - hierfür gelten die von mir genannten Schaltschwellen. Nach Umbau auf LiFePo4 sollten die Schaltschwellen vom freundlichen E-Max Händler mit dem Programmiergerät angepaßt werden.
Re: E-max 90s auf LYP060AHA LiFeYPo4
Verfasst: So 28. Jul 2013, 22:06
von Night Hawk
Peter51 hat geschrieben:@Night Hawk
Der E-Max 90s, also auch mein E-Max 90s, hat serienmäßig 4 Stück greensaver Bleibatterien - hierfür gelten die von mir genannten Schaltschwellen. Nach Umbau auf LiFePo4 sollten die Schaltschwellen vom freundlichen E-Max Händler mit dem Programmiergerät angepaßt werden.
Ach so, ja für das Blei ist die Einstellung sicher optimal. Ich hatte Dich da falsch verstanden.
Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich die genauen Schaltschwellen meines Controllers gar nicht kenne. Das ist natürlich nicht gut. Derzeit fahre ich ebenfalls noch Blei, will aber demnächst mal testweise auf "LiFePo4-Light" umsteigen. Mal sehen, was dabei heraus kommt.
Verfasst: So 28. Jul 2013, 22:08
von STW
Die Spannungsgrenze nach unten hin würde ich nicht so hoch ansetzen. Bei Belastungen über 1C und Temperaturen unter 10° kommst Du recht schnell auf weniger als 2.75V, und laut den Winston-Datenblättern ist das auch ok. Ich würde eher darüber nachdenken, wie man dem E-Maxe die Mofageschwindigkeit bei vermeintlich leeren Zellen abgewöhnen kann ...
Mach Dir wegen der Zellen nicht zuviel den Kopf. Du wirst es am rasch fallendem Ladestand merken, wenn eine Zelle bei 95% Entladung steht. Und das ist diejenige, auf die Du dann immer ein Auge haben mußt.
Zu empfehlen ist für den Ladevorgang ein Energiekostenmeßgerät. Damit kannst Du ermitteln, wieviel Kapazität auf welcher Strecke benötigt wird (zumindest grob). Und wenn Du das heraus hast, dann fährst Du mal eine längere Tour bis 80% der berechneten Maximalreichweite, prüfst die Spannung jeder Zelle, und wenn die dann noch einigermaßen im Gleichlauf sind, dann ist das ok.
Re: E-max 90s auf LYP060AHA LiFeYPo4
Verfasst: Do 15. Aug 2013, 11:45
von gerhard32
Halllo,
ich habe mal gelesen dass man die LiPo's zwischendurch einzeln mal mit 4 Volt synchronisieren. sollte?
Notwendig?
Nun habe ich zeitweise Probleme mit dem Boostknopf. Schalter wurde gereinigt un schaltet richtig.
L.g
Re: E-max 90s auf LYP060AHA LiFeYPo4
Verfasst: Do 15. Aug 2013, 12:07
von Joehannes
Hallo Gerhard.
Da bin ich mir jetzt auch nicht mehr so sicher. Laut GWL kann man auch auf 4,2 Volt gehen.
Aber die schreiben das nur zur Initialisierung.
Sven Salbach von litrade schreibt: Nicht über 3,8V laden.
Zur Zeit habe ich eine neue zähe Winston 40AH. Diese Zelle weigert sich seit Stunden mehr als 3,37V
anzunehmen. Der Laborlader arbeitet mit 3,8V/1,25A aber an der Zelle sind nur 3,37V.
Dreifach Prüfung gemacht!

Re: E-max 90s auf LYP060AHA LiFeYPo4
Verfasst: Do 15. Aug 2013, 13:05
von STW
Aussagen zu den geeigneten Initialisierungsspannungen gibt es viel zu viele, von 3.60V-4.3V schwanken die Empfehlungen. Und so ziemlich jeder hat recht.
Gehen wir mal davon aus, dass eine 100% volle Zelle direkt nach dem Ladevorgang nach dem Abklemmen des Ladegerätes 3.60-3.65V hat. Die Spannung sinkt in kurzer Zeit von alleine wieder ab, meistens auf Werte von 3.40V und nach einigen Stunden um die 3.37-3.38V.
Unterhalb von ca. 3.6V im Leerlauf ist anhand der Spannung nicht der genaue Ladestand ermittelbar, erst recht nicht bei Spannungen um die 3.37V.
Nimmt man eine fast (!) volle Zelle, die um die 3.4-3.5V hat und hängt einen Laborlader mit 4V Leerlaufspannung und einer Stromstärke von 1A und mehr dran, dann steigt die an der Zelle anliegende Spannung an. Je mehr Stromstärke, desto stärker der Spannungsanstieg (innenwiderstandsbedingt). Sofort nach Reduktion der Stromstärke sinkt auch die Spannung an der Zelle. Mit nur wenigen Ampere läßt sich die Spannung auf beliebige Werte zwischen 3.6V und mehr als 4V treiben. Es hängt also vom Ladestrom ab, wie die Initialisierungsspannung gewählt werden sollte. In der "Endphase" würde ich mit 1A bei ca. 3.7V arbeiten.
Beispiel (ist nicht gemessen, nur zur Verdeutlichung): bei 1A zeigt die Zelle 3.6V an, bei 5A 4.0V. Ich klemme den Lader ab und lande schlagartig bei 3.5V.
Zu beachten: maßgeblich ist die Spannung an den Zellpolen. Gerne bleibt "Spannung" an den Zuleitungen hängen, die dann recht warm werden können. Die Ladespannung für unbeobachtetes Laden sollte im Leerlauf des Ladegerätes eingestellt werden.
Re: E-max 90s auf LYP060AHA LiFeYPo4
Verfasst: Do 15. Aug 2013, 13:58
von Joehannes
Diese Beobachtung habe ich auch gerade gemacht.
Laborlader bei 4,00V/1,25A und an der besagten Zelle kommen trotzdem nur 3,37V an.
Re: E-max 90s auf LYP060AHA LiFeYPo4
Verfasst: Mo 19. Aug 2013, 12:08
von gerhard32
Hallo Joehannes,
Problem mit dem Boost behoben, siehe Bild.
Spannungen nach dem Laden (ohne Balancer, werden nur jedes 3 bis 4mal dazugesteckt) direkt an den Zellen gemessen zwischen 3,577Vund 3,608V gesamt 56,9V.
Nach 20 Kilometer wieder an den Zellen gemessen zwischen 3,324V und 3,328V gesamt 52,8V.
Noch ein Bild zu der Verkabelung.