Ich habe überlegt, ob ich das hier überhaupt so darlegen soll, gibt eh nur Ärger und bei denen, die es betrifft, kommts nicht oben an, aber egal.

Warum kosten Reifen beim Händler, was sie kosten?

Der Reifenhandel ist ein Oligopol. Es gibt wenige Anbieter. Es gibt fast keine Marge auf die Dinger, deswegen muss man Masse machen als Großhändler. Schaut euch bei Hannover an der A7 mal die schiere Größe eines solchen Großhändlers an. Bei Motorradreifen kommt noch hinzu, dass die Zielgruppe klein und segmentiert ist. Wenn ihr online einen Reifen kauft für, sagen wir mal, 34€, dann freut ihr euch. Ich bekomme den in meinem Portal für denselben Preis, naja, etwas teurer, angezeigt. Aber was ich auch angezeigt bekomme: Ein Produktionsjahr. Das erklärt sehr oft den Preis. Ihr seht das nicht. Ich als Händler kaufe keine alten Reifen. Aus Gründen. Ich kann meine Reifen auch direkt bei Conti, Bridgestone oder Michelin kaufen. Dann zahle ich den Kalkulationsbasispreis und bekomme darauf einen Händlerrabatt. Das ist dann teuer, aber lohnt sich für Spezialreifen, weil man an die kaum anders rankommt und der Preis da auch keine Rolle spielt. Die retten dem Fahrer bei seinem Einsatzzweck nämlich seinen A*sch und müssen tiptop und frisch sein.
Wenn irgendwas ist und ich verschweige euch, wie alt der von mir billig geschossene Reifen ist oder irgendjemand guckt sich den Reifen genauer an und sieht das... Den Zirkus könnt ihr euch vorstellen, zudem ist das ein gefundenes Fressen für einen ahnungslosen Anwalt gegenüber einem noch ahnungsloseren Richter in einer Verhandlung. Der Großhändler kann sich immer rausreden, denn mir hat er das ja kommuniziert.

Warum verbaue ich keine vom Kunden mitgebrachten Reifen?

Lies die Antwort auf die erste Frage und antizipiere.
Danke für die Aufmerksamkeit *micdrop