rainer* hat geschrieben: Fr 5. Dez 2025, 08:36
STF2023 hat geschrieben: Do 4. Dez 2025, 22:08Wenn Motorräder nichtmal die AC ausreizen, was ist dann der Vorteil von DC? (außer mehr Profit für die Ladestationsbetreiber)
Zukunftssicherer. Die meisten neuen Ladesäulen sind DC. Das Ladekabel ist vor Ort, muss nicht mitgeschleppt werden. Das interne Ladegerät kann eingespart werden (weniger Gewicht). Dazu kommt, wenn Du AC schneller als 4,6kW laden willst, werden es plötzlich zwei oder ab 9,2kW drei interne Ladegeräte. Wenn man wirklich schnell laden will (20-80% in 15 Minuten...), wird der Gewichtsvorteil durch die dann erforderlichen Batteriekühlung mehr als weg sein.
Wenn man derzeit im ländlichen Raum nur AC-Ladesäulen vorfindet, ist es mit DC natürlich nicht so prickelnd
Da ich seit mehreren Jahren Elektroauto fahre, darf ich in dem Bericht einiges korrigieren:
1) falsch: die meisten neuen Ladesäulen sind DC: richtig die meisten Ladesäulen sind AC und es werden auch noch mehr AC zugebaut. Außerdem sind überall AC-Lademöglichkeiten (Steckdosen) bereits millionenfach vorhanden.
2) mein Auto lädt mit 11kW AC, mein Motorrad mit 12kW und ich brauche keinen zusätzlichen Lader. Alles bereits optisch schön verpackt im Auto/Motorrad untergebracht.
3) Batteriekühlung hängt vom Ladestrom ab und vom Batterietyp. Unabhängig ob AC oder DC.
Wenn ich mit meinem Auto wirklich DC mit mehr als 200kW schnelladen will oder muss und an dem Kabel hängt ein Langsamlader Motorrad stundenlang und blockiert die seltene DC Ladesäule, könnte es sein, dass das Motorrad versehentlich vom Seitenständer kippt.
Im städtischen Raum sind genug AC Ladesäulen, dort wo ich hin will. Bei Sehenswürdigkeiten, bei Restaurants, in zentralen Parkhäusern. Für DC-Ladung muss ich in der Regeln in ein hässliches Industriegebiet mit Fast-Food.