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Re: Zero S 2017 ZF10.5 11kW (war ZF6.5 und dann ZF7.2)
Verfasst: Do 27. Mai 2021, 21:13
von MEroller
Man kann die CoC als Briefersatz stemplen lassen, das ist korrekt. Aber es wäre schön, wenn dieses schon arg ins off-topic abgewanderte Thema sich wieder den "kleinen" Zero S zuwenden würde
Habe heute Nachmittag von 80 wieder auf 100% geladen und auch nach dem Reifendruck geschaut da schon wochenlang nicht mehr damit gefahren. Hinten waren von 3bar noch 2,7bar übrig, vorn jedoch nur noch 1,7bar
Muss ich wohl morgen früh vor dem Losfahren nochmals kurz prüfen, nicht dass sich da ein schon schneller schleichender Luftverlust eingestellt hat...
Und dann ganz sachte über die Autobahn, den neuen Riemen auf den vermackten Riemenrädern möglichst wenig vorschädigen. Jeder km jetzt zählt den Riemen wohl mit ca. 4km an, wenn ich die Regellebensdauer von mindestens 20 000km herunterbreche auf die nur 5770km des letzten Riemens. Wenn der Zero Techniker vom Händler wieder gesund ist kommt sie am Montag in die Werkstatt zum Riemenrädertausch.
Und dann muss ich mir wohl Gedanken machen um einen Voll-Riemenschutz, wie ihn MZ als voll-Kettenschutz ausgeführt hatte, um jegliches durchschleusen von Rollsplitt künftig zu unterbinden. Wird sich leider nicht so perfekt wie bei MZ umsetzen lassen bei der Zero...
Re: Zero S 2017 ZF10.5 11kW (war ZF6.5 und dann ZF7.2)
Verfasst: Do 27. Mai 2021, 21:33
von el bosso
Hallo MEroller,
ich habe gestern im Bett vorm Einschlafen wieder über das Thema Elektromobilität gegrübelt/sinniert/fantasiert und dabei ist mir eine Info, die mir vor längerer Zeit mal offenbart wurde Revue passiert.
Als Zero vor einiger Zeit begannen ihre Modelle am Markt zu etablieren, konnte man nach einiger Zeit Konstruktionen von mehreren Ladegeräten zum Schnellladern bewundern, oder auch bemitleiden + sich seinen Teil zum praktischen Nutzverhalten ausmalen. .
Dann gab es irgendwann mal Verlautbarungen die Zeros seien auch über CCS schnellladefähig, was die Ladezeit in Abhängigkeit der Akku-Größe erheblich verkürzen sollte.
Da ich mal wieder auf dem Schlauch stehe: braucht der Zerofahrer dazu mehr als das Kabel und den Adapter?
Kann er sich die Anschaffung teurer Ladegeräte dadurch sparen, wenn er zu Hause nur die Haushaltssteckdose nutzen will?
Re: Zero S 2017 ZF10.5 11kW (war ZF6.5 und dann ZF7.2)
Verfasst: Do 27. Mai 2021, 23:48
von MEroller
el bosso hat geschrieben: Do 27. Mai 2021, 21:33... Dann gab es irgendwann mal Verlautbarungen die Zeros seien auch über CCS schnellladefähig, was die Ladezeit in Abhängigkeit der Akku-Größe erheblich verkürzen sollte.
Da ich mal wieder auf dem Schlauch stehe: braucht der Zerofahrer dazu mehr als das Kabel und den Adapter?
Kann er sich die Anschaffung teurer Ladegeräte dadurch sparen, wenn er zu Hause nur die Haushaltssteckdose nutzen will?
CCS bei Zero war natürlich eine reine Fata Morgana, denn das braucht wesentlich mehr Batteriespannung als Zeros max. 119V. Am schnellen Laden einer Zero führt daher leider kein Weg vorbei an teuren und schweren 3 Stück 3,3kW Ladern, sei es als ChargeTank von Zero oder separate TC-Lader mit Typ2 Stecker.
Aber ja, der on-board Lader mit seinen 1,3 bis 1,4kW ist normalerweise immer an Bord (außer der Fahrer baut es aus zum Gewicht sparen), wo mit dem schlanken Zero Kaltgerätestecker und Schukostecker am andern Ende an einer normalen Schukodose geladen werden kann.
Re: Zero S 2017 ZF10.5 11kW (war ZF6.5 und dann ZF7.2)
Verfasst: Di 1. Jun 2021, 22:06
von MEroller
Mann oh Mann, Zero ist eine Apotheke, und gutes Handwerk hat auch seinen Preis
Der neue Ersatzriemen und die zwei neuen Riemenräder inklusive Verbau und Märchensteuer haben mich ungeheuerliche €897,59 gekostet
2,5h Arbeitszeit sind leider realistisch, denn es muss Hinterrad, die komplett Schwinge und der Motor raus und wieder rein, plus natürlich Riemenrad vom Hinterrad ab- und neues angeschraubt und das Ritzel von der Motorwelle abgezogen werden. Letzteres war dank Rost nur schwerlich abzuziehen.
Arbeitszeit macht ein Drittel der Gesamtkosten aus.
Riemenrad und Ritzel hat mir der Monteur auch noch gezeigt:
Das weiße ist ist Alumiumoxid, auch bekannt als Korund. Das hat wohl meinen letzten Riemen kaputt geschliffen...
Re: Zero S 2017 ZF10.5 11kW (war ZF6.5 und dann ZF7.2)
Verfasst: Mi 2. Jun 2021, 06:54
von Peter51
Tja, warum fährst du so ein teures Motorrad? Für das Geld bekäme ich einen 8kW Hubmotor und Controller. Vielleicht sind die aufkommendenen Mittelmotoren doch nicht so empfehlenswert?
Re: Zero S 2017 ZF10.5 11kW (war ZF6.5 und dann ZF7.2)
Verfasst: Mi 2. Jun 2021, 10:04
von MEroller
Peter, ich erinnere mal kurz an diesen Deinen Glückwunsch von damals
viewtopic.php?p=97967#p97967
Ich war ja gezwungen zu diesem Wechsel durch meinen Arbeitsplatzwechsel mit der Notwendigkeit von mindestens 65km täglich, auch im Winter, und einmal die Woche mindestens 80km. Und ich hatte 2,5 T€ gespart wegen weil Vorführer, denn €12500 hätte ich keinesfalls gezahlt für das Ding.
Dass Verschleiß-Ersatzteile dermaßen überteuert von Zero angeboten werden war mir damals leider noch nicht klar gewesen. So relativiert sich der Servicekostenvorteil von E-Motorrädern gegenüber Verbrennern
Ich bin weiterhin absoluter Fan von guten Radnabenmotoren, denn diese ganze Zusatzmechanik mit Mittelmotor macht E-Zweiräder massiv unzuverlässiger. Aber Mittelmotor erlaubt halt auch v max von weit jenseits 100km/h, wo es Radnabenmotoren schwer bis unmöglich haben...
Kardanantrieb mit gelegentlichem Gelenkwellen- und Umlenkgetriebeölwechsel ist wohl die einzig praktikable Lösung für Mittelmotoren: Motor längs für besseres Kurven, 1-stufiges Stirnradgetriebe zur ersten Untersetzung und seitlichem Versatz zur Kardanwelle, hinten zweite Kegelraduntersetzung am Hinterrad, alles schön gekapselt. Kostet neu vielleicht 300€ mehr, aber das hat sich mit dem ersten Riemenradtausch schon mehr als amortisiert.
Re: Zero S 2017 ZF10.5 11kW (war ZF6.5 und dann ZF7.2)
Verfasst: Mi 2. Jun 2021, 10:23
von Evolution
Mathias, wenn Du deine Kaufentscheidung im Nachhinein betrachtest, würdest du wieder zu Zero greifen oder welche Alternative würdest Du wählen?
Re: Zero S 2017 ZF10.5 11kW (war ZF6.5 und dann ZF7.2)
Verfasst: Mi 2. Jun 2021, 10:35
von MEroller
Ich kam ja von Chinarollern und Bastelbuden, wo ich auch mich selbst gestellt war bezüglich Service. Davon wollte ich auf jeden Fall weg.
Da ich ein Rollermensch bin wäre es etwas vom Format des Silence S01 geworden, wenn nur nicht die mehr als unideale Spannungslage des Akkus wäre...
Nur gibt es hier in der Region Stuttgart scheinbar keinen Händler, wäre also weiterhin ein no-go für mich.
Re: Zero S 2017 ZF10.5 11kW (war ZF6.5 und dann ZF7.2)
Verfasst: Mi 2. Jun 2021, 11:11
von dominik
Wie kommt es zur Korund Bildung?
Durch Salz und Feuchtigkeit des Winterbetriebs?
Wäre da eine seewasserfeste Alu-Legierung von Vorteil?
Oder lässt sich das hintere Rad gar aus Kunststoff herstellen? Groß genug wäre es ja.
Der Preis ist ganz schön heftig.
Dafür gab es ja den neuen Akku günstig.
Das hat auf jeden Fall was wenn jemand Service vor Ort bietet und auch Garantieversprechen einhält.
Die Spritzigkeit des Zero-Antrievs wird ein Radnabenantrieb nie erreichen, dafür ist das Konstrukt einfach zu schwer.
Re: Zero S 2017 ZF10.5 11kW (war ZF6.5 und dann ZF7.2)
Verfasst: Mi 2. Jun 2021, 13:09
von MEroller
Ja, an der Alu-Korrosion ist sicher Streusalz beteiligt. Zero rechnet halt nicht damit, dass es Verrückte gibt, die auch im Winter Motorrad fahren...
Eine bessere Alu-Legierung wäre sicher möglich, aber wie gesagt sieht Zero da sicher keine Not. Kunststoff für das große Zahnriemenrad könnte funktionieren, bräuchte dazu aber so viel Glasfaseranteil, dass auch ein Kunststoff Rad ganz schnell zur Riemenfeile würde...