Seite 7 von 24
Re: Ultraviolette F77 (Indien)
Verfasst: Do 2. Jan 2025, 10:58
von ducatodriver
Sarano hat geschrieben: Mi 1. Jan 2025, 21:31
Hallo Frank,
das "Problem" ist, dass man unterwegs nicht wirklich Laden kann.
Dieses wird durch den verlinkten Adapter, wenn überhaupt nur umständlich gelöst. Zwar wäre es evtl. möglich den Adapter plus das externe Ladegerät dann an eine Typ 2 Ladestation anzuschließen, wirklich praktisch ist das aber nicht, mal abgesehen davon, dass ich bezweifle, dass alle Komponenten gegen Diebstahl gesichert sind.
In Indien baut Ultraviolette extra ein Ladenetz, damit ihre Bikes mit bis zu 11kW geladen werden können.
Für einen Launch in einen Markt sollte man sich schlichtweg an die vorhandenen Standards halten.
Mich persönlich würde es nicht überraschen wenn die EU diesbezüglich in den nächsten Jahren sogar explizite Verordnungen erläst, vergleichbar mit den USB-Kabel Standards die jetzt umgesetzt werden.
Gruß,
Sven
Ob es viel umständlicher ist, das Ladegerät und Adapter mit zu nehmen oder ein Typ2 Ladekabel ? habe ich bei der RGNT oder Alrendo mitgenommen. Ist auch nicht gerade handlich so ein Typ2 Kabel, und habe es nie gebraucht.
Bei der Ladeleistung finde ich Schuko sogar von Vorteil, kann praktisch überall laden.
Aber das muss jeder für sich selbst prüfen, wo er besser mit klar kommt.
Gruß Frank
Re: Ultraviolette F77 (Indien)
Verfasst: Do 2. Jan 2025, 11:07
von Sarano
Wie Du schon geschrieben hast, ist das ja jedem selbst überlassen, ob das so viel umständlicher ist.
Mir persönlich ja. Allein das Ladegerät wiegt mehr als 7 Kg und ist alles andere als handlich. Auf der Homepage von Ultraviolette sieht man den dafür vorgesehenen Case, der Imho das ganze Bike verunstaltet.
Ist halt Geschmackssache.
Ich persönlich finde den Mangel an Kunden bzw. Marktorientierung diesbezüglich nicht positiv.
Mal sehen wie der Absatz mit dieser Konfiguration läuft.
Selbst in Indien ist das wohl ein Diskussionsthema.
Abgesehen davon finde ich das Bike aber eine Entwicklung in die richtige Richtung.
Re: Ultraviolette F77 (Indien)
Verfasst: Do 2. Jan 2025, 11:35
von Afunker
ducatodriver hat geschrieben: Do 2. Jan 2025, 10:58
Bei der Ladeleistung finde ich Schuko sogar von Vorteil, kann praktisch überall laden.
Aber das muss jeder für sich selbst prüfen, wo er besser mit klar kommt.
Gruß Frank
Das stimmt so nicht. Mit einem Adapter von Typ 2 auf CEE 32 A,
kann man an jeder CEE 16 A bzw. 32 A Steckdose bei einem Metzger, Landwirt, Bäckerei, Lebensmittelmarkt usw. laden.
Klar, wieder ein Adapter. Um das zu vermeiden, gäbe es die Möglichkeit der Typ 2 Buchse mit internem, grossem Ladegerät....
Auch bei den Typ 2 Ladekabeln hat sich etwas getan. (siehe das von Paddy Electric welches leichter ist trotz der Länge)
Wie du schon sagst: Jedem das seine.
Aber: Es müssen Standards/Normen (wie bei den E-Autos mit Typ 2 und CCS) eingehalten werden,
damit nicht eine Vielfalt an Steckern ist und adaptiert werden muss. (wie es mal bei den Smartphones/Handys auch beim Laden der Fall war)
Re: Ultraviolette F77 (Indien)
Verfasst: Do 2. Jan 2025, 12:37
von vaderAT
ich weiss ja nicht wie das in der BRD so ist, aber bei uns in Ö kann ich mir es nur seeeehr schwer vostellen bei einer tour irgendwo einen schuko zur verfügung gestellt zu bekommen sofern das nicht eine herberge ist wo ich ohnehin nächtige.
von daher ist das mMn leider alles zu unpraktikabel und dieses konzept für europa daher ein "no-go" ...
Re: Ultraviolette F77 (Indien)
Verfasst: Do 2. Jan 2025, 12:53
von E-Bik Andi
Wichtig ist ja, wieviel kW/h man über den Adapter und externen Lader rein bringt. Wenn man (sagen wir mal) alle 200km für 30 Minuten den Akku auf 80% bekommt, wäre es ja bedingt tauglich als Verbennermotorrad-Ersatz.
Der Hobel wirkt aber sehr klein (so zwischen 125er und 600er). Als gestandener Kerl mit 1,90 sitzt man da eher drauf wie der sprichwörtliche "Affe auf dem Schleifstein"

Alleine bei dem Kniewinkel bekomme ich jetzt schon Schmerzen nach 100km.
Die Energica ist da wohl eher die richtige Wahl- aber der Preis macht es dann nur für absolute E-Fanatiker interessant.
Ohne E-Brille sehe ich da keinen rentablen Absatz in Europa.
Bin gerade am schauen nach einer Teneré- bekommst für 5000 Euro nachgeworfen mit wenig Laufleistung. Ich fahre weite Touren nicht unter 2000km mit einem Sommerzweirad- also Urlaubstouren. Bei meinem Anwendungsprofil hätte das Moped keinen Einsatzzweck.
Bestes Beispiel ist bei den Auto´s der E-Smart: wenig Reichweite, aber mit großem Lader 22kW/h Ladeleistung an AC. Da kann man zumindest mal die urbanen "Ausreißer" mit einfacher Strecke 120km halbwegs stolperfrei machen. Aber nach Silzilien würde ich damit nicht fahren
Mag ja ein Andwenderprofil für die Kiste geben- aber das sind Absatzzahlen im Promillebereich.
Re: Ultraviolette F77 (Indien)
Verfasst: Do 2. Jan 2025, 13:24
von ducatodriver
Wir reden hier von einer 125er !! sorry aber Touren mit einer 125er (nicht wegen der Motor Leistung) . Man schaue sich hier mal die Zuladung an, dann noch das Fahrwerk da ist man ganz weit von einem Motorrad entfernt.
Habe das Gefühl die Wünsche an eine 125er sind da ein wenig hoch gesteckt, 125er sind zum anfüttern der Jugendlichen damit diese später eine große kaufen. Das ganze hat sich ein wenig durch Einführung des B196 geändert, aber eine 125er bleibt eine 125er.
Elektro Zweirad = Nischen Produkt
125er = Nischen Produkt
Gruß Frank
Re: Ultraviolette F77 (Indien)
Verfasst: Do 2. Jan 2025, 15:31
von vaderAT
da magst du schon recht haben - aber es geht hier nicht nur um ccm/kW sondern bzw. VOR ALLEM um elektro -
mein kumpel könnte mit seiner tc max auch an touren (wenn man zB. 150km als tour bezeichnen kann/möchte) teilnehmen ... wenn A)nicht das ladegerät so sperrig wäre dass es nicht in dem tank-staufach platz hat & B)es zumindest die möglichkeit gäbe mit type2 zu laden ... bei punkt C) (was die dauer des ladens wäre) sind wir hier noch gar nicht, weil A&B nicht zusammenpasst.
so wird man halt elektro nicht zwingend auf schiene bringen ...
zumindest kenne ich keine vebrenner 125er/300-350er die nach gewisser zeit den sprit verweigern würden weil sie nicht "ausgewachsen" sind

Re: Ultraviolette F77 (Indien)
Verfasst: Do 2. Jan 2025, 18:00
von ducatodriver
vaderAT hat geschrieben: Do 2. Jan 2025, 15:31
da magst du schon recht haben - aber es geht hier nicht nur um ccm/kW sondern bzw. VOR ALLEM um elektro -
mein kumpel könnte mit seiner tc max auch an touren (wenn man zB. 150km als tour bezeichnen kann/möchte) teilnehmen ... wenn A)nicht das ladegerät so sperrig wäre dass es nicht in dem tank-staufach platz hat & B)es zumindest die möglichkeit gäbe mit type2 zu laden ... bei punkt C) (was die dauer des ladens wäre) sind wir hier noch gar nicht, weil A&B nicht zusammenpasst.
so wird man halt elektro nicht zwingend auf schiene bringen ...
zumindest kenne ich keine vebrenner 125er/300-350er die nach gewisser zeit den sprit verweigern würden weil sie nicht "ausgewachsen" sind
Ich habe sie fast alle gefahren, TCmax umgebaut habe ich auch eine hier, ist eine der ersten Elektro 125er. Für die Zeit wo sie auf dem Markt kam Top, habe mich gefreut wie Bolle eine 125er als Elektro. Habe damit auch einige Ausflüge ins Umland gemacht. Jetzt gibt es den Nachfolger Stash mit diese könnte dein Kumpel mit euch eine Tour von 100-150km machen. Mit der F77 so wie so, oder Alrendo RGNT .... aber zu zweit
Leihe dir die Max vom Kumpel aus und fahr den Akku lehr,
am besten mit Beifahrer so wie ich Touren fahre.
Dann sprechen wir uns noch einmal

denke du wirst vor deiner Zero auf die Knie fallen und die Fußraste küssen.
Wie gesagt 125er sind für mich keine Tourer, aber auch im Elektrobereich gibt es sie, du fährst ja eine
Gruß Frank
Re: Ultraviolette F77 (Indien)
Verfasst: Do 2. Jan 2025, 22:29
von E-Bik Andi
Gebe meinem Landsmann vaderAT recht. Die 125er elektro kann man Leistungsmäßig locker mit einer 400er vergleichen. Wie Du schon sagtest, kauft sich fast keiner mit 196er FS-Erweiterung das Ding nur zum Semmeln holen vom Bäcker.
Du sagtest ja genau das Entscheidende, warum es so eine Todgeburt bleibt:
ducatodriver hat geschrieben: Do 2. Jan 2025, 13:24
Elektro Zweirad = Nischen Produkt
125er = Nischen Produkt
Aus so einem "Nischenprodukt" würde ganz schnell ein Renner werden, wenn die usability stimmen würde! AC mit 7kW/h und 150km Reichweite. Dann hat man auch ein Argument, warum man dafür Geld ausgeben soll. So holt sich die zierliche Freundin halt ne alte ZXR 400 für 2000 Euro....die geht auch nicht besser außer auf der Autobahn- aber so schnell fährt sie ja sowieso nicht. Ich denke immer praxisbezogen und nicht aus Idealismus.
Ist ja wie bei einem Hobbyauto: Sinn macht es nur wegen Spaß an der Freud...erst kürzlich für 13.000 Euro einen Boxster S geschossen aus 1.Hand und Porsche-Scheckheft von einer älteren Dame. Es gibt auch nen Elektro-MG Cyberster Roadster für.....70.000 Euro- ja brennt mir der Hut?
Frank- Du verstehst was ich meine
Du wirst mir recht geben, dass ein 400er Käufer eher so eine 125er Elektro nehmen würde, wenn Preis und Nutzbarkeit stimmen würden.
Der Bonus der anfänglichen Neugier ist vorbei- jetzt zählen nur noch Fakten und Preis.
Re: Ultraviolette F77 (Indien)
Verfasst: Fr 3. Jan 2025, 09:42
von Sarano
ducatodriver hat geschrieben: Do 2. Jan 2025, 13:24
Elektro Zweirad = Nischen Produkt
125er = Nischen Produkt
Hast vollkommen recht und was macht die beiden Produkte zu Nischen?
uvm. für mich vor allem:
Elektro Zweirad = Preis, Ladedauer, Ladeinfrastruktur, (...für manche auch das Feeling, keine Schaltung & anderer Sound, für andere ein Plus)
125er = Leistung
Meiner Meinung nach kann der Elektroantrieb die fehlende Leistung der 125er kompensieren, das kann man bei der Ultraviolette sehen. Dadurch könnte die Kombination der Nischen dazu führen, dass man diese verlässt. Die Hürden, die noch zu nehmen sind, bleiben Preis, Ladedauer und Ladeinfrastruktur. Genau die könnte die F77 nehmen oder mittigeren (zumindest Ladedauer und Ladeinfrastruktur), wenn sie für Europa die Typ 2 Ladestationen oder gar CCS nutzen könnte.
In meinen Augen leider eine verpasste Chance.
Grüße,
Sven