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Re: Tagebuch mit einem China-Elektromotorrad
Verfasst: Fr 3. Apr 2026, 16:10
von Pedator92
Fasemann hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 00:25
Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs.
Danke

bis auf kleine Probleme geht's dem Jungen super.
War am 1.4 beim TÜV für die Hauptuntersuchung, das sah schon echt ulkig aus wie er davor stand, sich draufgesetzt hat und dann erstmal geschaut hat wie er überhaupt los kommt.
Halbe Stunde später kam er dann an, durchgefallen weil vorne die Bremsleitung blöd verlegt wurden und deswegen aufgescheuert sind, dazu kommt das vorne links die Beläge abgenutzt sind. Sonst war er soweit zufrieden und fand es überraschend anders damit zu fahren.
Aber damit lässt sich arbeiten.
Re: Tagebuch mit einem China-Elektromotorrad
Verfasst: Di 7. Apr 2026, 22:01
von Pedator92
Die Bremsbeläge habe ich wohl endlich ausfindig gemacht – sie scheinen baugleich zum SLI6max zu sein und gingen heute in den Versand.
Bei den Bremsleitungen sieht es bisher leider weniger rosig aus. Eigentlich hatte ich die TRW Varioflex im Auge, aber der Vorab-Check beim Verein mit dem Gutachten war ernüchternd: „Sieht eher schlecht aus“. Auf eBay gibt es zwar Leitungen mit passenden internationalen Codes, aber da haut es mit den Fittings und Winkeln meistens nicht hin. Ich habe jetzt Kontakt zu einer regionalen Firma für konfigurierbare Stahlflexleitungen aufgenommen. Da könnte ich zur Not direkt hinfahren, damit die sich das wegen einer passgenauen ABE oder eines Teilegutachtens mal genauer am Objekt ansehen.
Ostern habe ich natürlich nicht stillgestanden und mal wieder eine Ladesäule angesteuert, um mein Kabel mit CPP 2.0 Chip zu testen. Leider wird auch dieses nicht erkannt, obwohl der gleiche Chip in der Buchse am Motorrad verbaut ist. Kurioserweise funktionierte die Säule minimal mit einem Typ-2-auf-Schuko-Adapter (mit den zwei Buttons). Das werde ich beim nächsten Mal nochmal mit einem Schuko-auf-Typ-2 dahinter testen.
Bei 5° Außentemperatur bin ich zuletzt zwar 65 km weit gekommen, aber auf der letzten Tour habe ich mich zu einem kleinen Duell mit einem Verbrenner hinreißen lassen... Das Karma folgte prompt 20 km später: Nach exakt 63 km war der Akku leer und ich durfte die Kiste 4 km nach Hause schieben.

Nach der Ladung mit 10A gingen am Ende 47,15 Ah in den Akku. Bei 75,6V Nennspannung macht das etwa 3,56 kWh Kapazität. Verglichen mit den chinesischen Papierwerten fehlen da fast 13 Ah. Realistisch waren zum Neuzustand wohl eher 50 Ah, aber dass der Akku nach nur 6.200 km Laufleistung schon fast 25% verloren haben soll, wirkt schon happig – oder die Werksangaben waren von Anfang an sehr optimistisch. Mal schauen, ob die Firma sich bis Ende der Woche meldet, sonst muss ich doch den eBay-Kram bestellen.
Re: Tagebuch mit einem China-Elektromotorrad
Verfasst: Mi 8. Apr 2026, 07:34
von Afunker
Pedator92 hat geschrieben: Di 7. Apr 2026, 22:01
Verglichen mit den chinesischen Papierwerten fehlen da fast 13 Ah. Realistisch waren zum Neuzustand wohl eher 50 Ah, aber dass der Akku nach nur 6.200 km Laufleistung schon fast 25% verloren haben soll, wirkt schon happig – oder die Werksangaben waren von Anfang an sehr optimistisch. Mal schauen, ob die Firma sich bis Ende der Woche meldet, sonst muss ich doch den eBay-Kram bestellen.
Das ist tatsächlich so! Vergiss die Werte aus China! War bei mir auch so und schau mal irgendwann in den Akku rein...Nur als Tip!
Solche Akkus aus Billigproduktion in China (Ausnahmen: BYD und CATL) haben häufig Feuchtigkeit gezogen.
Bei meinem Akku vor 4 Jahren, waren es ca. 1,5 L Wasser im Akku, laut F.Schmelzer...
Bremsbeläge: Normalerweise sollten Beläge von anderen 125ccm Rollern oder Motorrädern passen. Zumindest ist das bei mir der Fall.
Auch der Bremssattel, Bremszylinder (gerade gebraucht auf Ebay gekauft) ist von solchen Bikes.

Re: Tagebuch mit einem China-Elektromotorrad
Verfasst: Mi 8. Apr 2026, 13:38
von Pedator92
Afunker hat geschrieben: Mi 8. Apr 2026, 07:34
Das ist tatsächlich so! Vergiss die Werte aus China! War bei mir auch so und schau mal irgendwann in den Akku rein...Nur als Tip!
Bremsbeläge: Normalerweise sollten Beläge von anderen 125ccm Rollern oder Motorrädern passen. Zumindest ist das bei mir der Fall.
Auch der Bremssattel, Bremszylinder (gerade gebraucht auf Ebay gekauft) ist von solchen Bikes.
Ich hab halt kaum Vergleichswerte, jetzt mit dem Ladegerät unter dem Tank, hab ich aber eine Angabe ohne Ladegerät. So weiß ich genau was rein passt wenn er wieder leer ist. Vorher war es ja vor dem Ladegerät gemessen, mit Abwärme usw kann da schon ein viel höherer wert entstehen.
Die Beläge usw sind gar nicht so das Problem. Da kann man viel über Bildersuche heraus finden. Das mit dem Bremssattel hatte ich beim Kreidler schon. Das Problem sind die Schläuche

da finde ich zwar welche auf eBay, aber da passen die fittings Teilweise gar nicht vom Winkel oder vom Durchmesser. Aber ich hatte heute morgen schon eine Mail von der Firma im Postfach, ein Teilegutachten für mein Motorrad sei wohl kein Problem zu erstellen.
Dann übermittle ich denen später mal die Fakten zu meinen Leitung und bin gespannt was es am Ende preislich wird. Ich Tausch dann direkt alle aus, so hab ich keinen sorgen mehr.
Re: Tagebuch mit einem China-Elektromotorrad
Verfasst: Do 9. Apr 2026, 22:18
von Pedator92
So, Beläge kamen heute an in einem kleinen niedlichen Paket. Dachte beim auspacken erst

die sind doch zu klein.

- Passt
Wie man sieht, die Beläge liegen gar nicht komplett auf, das ist aber irgendwie normal bei dem Fahrzeug. Hatte überlegt ob ich die Halterung mal demontiere, diese als 3d Druck datei dann überarbeitet Ausdrucke und dann schau wo ich dieses Model aus stahl Lasern lassen kann. Alternativ Loch zu schweißen und neu loch mit Gewinde neu schneiden? Ps das betrifft alle 3 Bremsen.
Die Leitungen hab ich heute ausgemessen, 3 von 7 werden dann etwas kürzer erstellt um die unpassenden Verdrehung und das schleifen zu minimieren. Morgen pack ich die Daten mal in eine Mail und schau was die dafür haben wollen.
Nebenbei Versuch ich gerade mit der Google ki, das Ladegerät auszulesen. Das klappt sogar schon nach gefühlt 40x Code ändern und 30x drauf hinweisen das ständig die url falsch geändert wird. Morgen kommt dann der zweite esp8266 dazu der mir dann im Netzwerk die Daten anzeigt.
Re: Tagebuch mit einem China-Elektromotorrad
Verfasst: Fr 10. Apr 2026, 09:17
von dominik
Pedator92 hat geschrieben: Do 9. Apr 2026, 22:18
Wie man sieht, die Beläge liegen gar nicht komplett auf, das ist aber irgendwie normal bei dem Fahrzeug.
War bei meinen beiden Rollern auch so, ich musste das nacharbeiten.
Keine Ahnung wie die Chinesen so was für Europa zertifiziert bekommen.
Re: Tagebuch mit einem China-Elektromotorrad
Verfasst: Fr 10. Apr 2026, 09:38
von conny-r
Ähnliches Problem hatte ich auch bei der Hightech Marke ECONELO

Re: Tagebuch mit einem China-Elektromotorrad
Verfasst: Fr 10. Apr 2026, 10:54
von rainer*
Dafür gibt es dann auch keinen Grat an der Bremsscheibe
Apropos Hightech: Cleveland-Bremse an einem Kleinflugzeug. Nicht größer als der Bremssattel an einem Motorrad. Mit Zertifizierung und allem Flugzeug-Buhei und ohne Anbauteile als Ersatzteil in Neu für 1.629,11€ zu haben.
Re: Tagebuch mit einem China-Elektromotorrad
Verfasst: Mo 4. Mai 2026, 07:17
von Pedator92
sooooo
Nach etwas mehr als einem Monat zur Hauptuntersuchung hab ich am 2.5... Tüv bekommen
Die Beläge hatte ich noch 2x bestellt aber die Hinteren Beläge waren kaum abgenutzt, so hab ich nun noch ein satz auf Ersatz da.
Bremsleitungen hab ich ALLE ausgetauscht und eintragen lassen. Die Leitungen sind von einem Regionalen Betrieb hier, das gute bei dem Teilegutachten von denen, es steht drinnen das es Austauschleitung nach Hersteller Angaben sind. Knapp 460€ +96€ für die Eintragung.
Ich muss zwar noch 1-2 Kleinigkeiten anpassen aber die darf ich ohne erneutes vorführen noch nachbessern. Die Verlegung war ihm auch noch nicht ganz passend aber mehr kann man da nicht wirklich machen (außer ich lass mir nochmal eine Anfertigen). Das gute ist aber, das dieses Problem erstmal für sehr lange Zeit nicht wieder kommen sollte. Jedenfalls wenn Stahlflex Leitungen wirklich besser halten als die normalen Bremsleitungen.
Termin zum Papiere ändern ist am 15.5, vorher war kein Termin frei. Bis dahin fahr ich mit dem 3/26 Siegel am Heck rum
Als nächstes werde ich erstmal den verlängerten Typ 2 Adapter testen, sollte er damit wirklich laden... Dann schmeiß ich die 2 CPP 2.0 raus die gefühlt keinerlei Funktion aufweisen. Beide sind richtig eingelötet, beide mit Schalter und der Chip im Kabel sogar mit LED aber wenn man ihn anschließt dann passiert selbst da nichts.