Die Bremsbeläge habe ich wohl endlich ausfindig gemacht – sie scheinen baugleich zum SLI6max zu sein und gingen heute in den Versand.
Bei den Bremsleitungen sieht es bisher leider weniger rosig aus. Eigentlich hatte ich die TRW Varioflex im Auge, aber der Vorab-Check beim Verein mit dem Gutachten war ernüchternd: „Sieht eher schlecht aus“. Auf eBay gibt es zwar Leitungen mit passenden internationalen Codes, aber da haut es mit den Fittings und Winkeln meistens nicht hin. Ich habe jetzt Kontakt zu einer regionalen Firma für konfigurierbare Stahlflexleitungen aufgenommen. Da könnte ich zur Not direkt hinfahren, damit die sich das wegen einer passgenauen ABE oder eines Teilegutachtens mal genauer am Objekt ansehen.
Ostern habe ich natürlich nicht stillgestanden und mal wieder eine Ladesäule angesteuert, um mein Kabel mit CPP 2.0 Chip zu testen. Leider wird auch dieses nicht erkannt, obwohl der gleiche Chip in der Buchse am Motorrad verbaut ist. Kurioserweise funktionierte die Säule minimal mit einem Typ-2-auf-Schuko-Adapter (mit den zwei Buttons). Das werde ich beim nächsten Mal nochmal mit einem Schuko-auf-Typ-2 dahinter testen.
Bei 5° Außentemperatur bin ich zuletzt zwar 65 km weit gekommen, aber auf der letzten Tour habe ich mich zu einem kleinen Duell mit einem Verbrenner hinreißen lassen... Das Karma folgte prompt 20 km später: Nach exakt 63 km war der Akku leer und ich durfte die Kiste 4 km nach Hause schieben.

Nach der Ladung mit 10A gingen am Ende 47,15 Ah in den Akku. Bei 75,6V Nennspannung macht das etwa 3,56 kWh Kapazität. Verglichen mit den chinesischen Papierwerten fehlen da fast 13 Ah. Realistisch waren zum Neuzustand wohl eher 50 Ah, aber dass der Akku nach nur 6.200 km Laufleistung schon fast 25% verloren haben soll, wirkt schon happig – oder die Werksangaben waren von Anfang an sehr optimistisch. Mal schauen, ob die Firma sich bis Ende der Woche meldet, sonst muss ich doch den eBay-Kram bestellen.