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Re: Strategie für die Langstrecke

Verfasst: So 15. Feb 2026, 20:25
von freesty
Innenwiderstand? War damals schon für eine 20Ah Zelle, also 8x 2,5Ah zB, bei 2mOhm nichts besonderes. Wenn eine Zelle eine hohe Leistungsdichte hat, hat sie zwangsweise einen geringen Innenwiderstand.
Das alles brauchst du mir nicht zu erklären. Kupfer Busbars in entsprechender Dicke. Wärme am Kabel, eher nebensächlich, auf der Länge und im Gehäuse ein paar Watt. Alles weitere ist außerhalb des Akkugehäuses, also thermisch für den Akku irrelevant.
Meine Fragen sind auch eher rhetorisch.

Das was du aufzählst rechtfertigt mMn ein Bike für 20-23k. Den Aufpreis bis 30k würde ich für ein zuverlässiges, durchentwickeltes Bike akzeptieren, aber nicht für ein Produkt, das beim Kunden reift und dazu noch so unzuverlässig ist.

Ein 60kWh 300PS BEV in Mittelklasse Größe spielt preislich in der selben Region. Also comon.

Und bzgl. Wärme wegbekommen, Verbrenner sind fahrende Heizungen. Dort klappts ja auch mit überschaubaren Kosten. Und wenns um "den Rest des Bikes geht". Ne Yamaha Tourer oder Honda Adventure gibt's auch für 15k.

Re: Strategie für die Langstrecke

Verfasst: So 15. Feb 2026, 21:09
von tsztsz
"Ein 60kWh 300PS BEV in Mittelklasse Größe spielt preislich in der selben Region. Also comon."

Wie viele kleine Unternehmen gibt es die sowas in Pionierarbeit auf den Markt bringen? Selbst die Großkonzerne jammern da über die Kosten, und die haben die Infrastruktur schon rumstehen. Auch bei Zweirädern ist es ja jetzt nicht so dass sich die großen drum reißen und sowas billig auf den Markt hauen (auch wenn ichs mir wünsche)

Re: Strategie für die Langstrecke

Verfasst: So 15. Feb 2026, 21:36
von freesty
Es muss ja nicht jedes kleine Unternehmen das Rad neu erfinden. Wenn es alleine nicht wirtschaftlich abzubilden ist, dann wieso nicht eine universelle Platform entwickeln, Akku, Motor, Controller und die Software für diese.
Der Rest wäre dann individuelles Alleinstellungsmerkmal.
Ich weiß, dass das etwas neunmalklug klingen mag. Aber es ist echt ärgerlich, dass es kaum vorangeht. Eine Insolvenz nach der anderen.
Dabei könnten BEV Motorräder in so vielen Merkmalen überlegen sein, allein durch das Konzept.

Und unzuverlässige "premium (im Preis)" Motorräder zu bauen, ist es nicht.

Re: Strategie für die Langstrecke

Verfasst: So 15. Feb 2026, 23:01
von Nova
Rückblickend ist man immer schlauer und es wäre wohl erfolgreicher gewesen, den Markt von unten aufzurollen. Zero z.B. hat mit den XE, XB und LS 1 ja eine ziemliche Kehrtwende hingelegt und was evtl. nächstes Jahr kommen wird, wird wohl auch eher für den urbanen Verkehr und weniger für Langstrecke geplant sein. Und 20-30k legt halt auch nicht jeder hin. Und ob Zero z.B. überhaupt noch großartig in die "großen" Maschinen DSR/X oder SR/X investieren wird ist auch fraglich!

Langstrecke und Elektromotorrad ist im Moment ja wohl noch der heilige Gral. Abwarten, ob Verge den gefunden hat;-)

Hoffen wir auf einen erfolgreichen Neustart von Energica!