Akku lädt nicht

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Re: Akku lädt nicht

Beitrag von error »

Maloehr hat geschrieben: Do 17. Sep 2026, 13:58 ch habe leider das gleiche Problem mit dem DC/DC Wandler im Akku (siehe Foto). Die 5A Sicherung war durchgebrannt. Beim Versuch diese zu ersetzen hat es stark gefunkt. Danach qualmte der DC/DC Wandler. Die 5A Sicherung blieb komischerweise intakt. Gibt es mittlerweile erfolgreiche Reparaturen dieses defektes? Ich möchte das Bauteil austauschen aber habe die Befürchtung das der eigentliche defekt woanders liegt (z.b. Relais).

OK, @Pfriemler hat anscheinend recht. Dann hätte Silence vermutlich ein Problem, vielleicht sogar ein großes Problem. Jetzt gilt es zur Sicherheit rauszufinden ob der defekte DC-DC Ursache oder Folgeschaden von irgendwas ist.

Wir sind hier in einem öffentlichen Forum und ich möchte mich nicht mit der Rechtsabteilung von Silence anlegen.

Der richtige Weg wäre den Akku zu Silence zu schicken (muss ich jetzt wohl sagen). Plan B, mit entsprechenden Skills: BMS ausbauen, DC-DC auf Shorts prüfen, DC-DC auslöten, checken ob es auf der Platine danach noch einen Short hat und einen neuen DC-DC verbauen.

Klingt einfach, vielleicht möchte @Pfriemler die Platine prüfen und den DC-DC wechseln? ;)
@Pfriemler möchte 100% sicher das defekte Bauteil zum Check zugeschickt bekommen.

Vorweg: @Maloehr, magst du mal ein Bild von der Rückseite des Akkus machen, damit wir wissen welches Baujahr und welche Modellreihe betroffen ist? Wie hast du den Fehler bemerkt? Totalausfall vom Akku? Symptome?

Disclaimer: was ich hier sage möchte ich als persönliche Meinungsäußerung verstanden wissen. Ausdrücklich nicht als Anleitung! Wer am Akku oder BMS schraubt oder lötet, sollte wissen was er/sie tut und macht das auf eigene Verantwortung.
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Pfriemler
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Re: Akku lädt nicht

Beitrag von Pfriemler »

error hat geschrieben: Do 17. Sep 2026, 14:47 @Pfriemler möchte 100% sicher das defekte Bauteil zum Check zugeschickt bekommen.
Ich höre mich nicht NEIN sagen.

OK, ich muss das vielleicht mal ein bisschen näher erläutern.
Also die Geschichte mit der Brandspur am Wandler hier heute ist hammerhart! Deckt sich leider mit meinen gestrigen und heutigen neuen Erkenntnissen. Ich habe den Wandler inzwischen geöffnet und auf der schmalen Seite so gut es ging von der Vergussmasse befreit, aber vorher beim Entfernen des Gehäuses blöderweise genau den Baustein angeschliffen, der sich im Wärmebild bei Sekundäreinspeisung mit dem Labornetzteil als Hitzkopf herausstellt. In der Bauform kann es sich um eine Spule, eine (Shottky)Diode, aber kaum um einen Kondensator (MLCC) handeln.

Auf jeden Fall wird (nur) dieses Bauteil heiß, und das liegt ausgerechnet eher am Pin 1 (Markierungspunkt auf dem Gehäuse), wo auch die Schwärzung auf der BMS-Platine zu sehen ist.

Das Brandrisiko ist nicht so hoch wie man befürchten möchte. Eher zerlegt sich - wie hier, möglichweise unter Abgang der Sicherung - der Baustein final selbst, ohne dass er wirklich nach außen flammt. Auch der Kram rundrum auf dem BMS, auf der Nicht-Akku-Zellen-Seite (dort befinden sich aber auch keinerlei Bauteile), kann nicht so schnell anfangen zu brennen.

Aber heiß kann es werden. Milchmädchenrechnung: der Wandler liefert 12 Volt bei 0,5 Ampere = 6 Watt an einen externen Verbraucher (hier wäre es das Astra, das mit Maximalstrom seinen Pufferakku lädt), verbrät dabei rund 1 Watt Verlustleistung selbst, harmlos. Wenn nun aber der Verbraucher selbst im Wandler sitzt, wird es übler. Im Fall von 1 Ohm und 1 Ampere wären es 1 Watt, dazu die Verlustleistung von 1 Watt für die Wandlung: Mein Messwert. Ist der Kurzschluss aber hochohmiger, nehmen wir den worstcase 12 Ohm, würde der Wandler mit 12 Watt + Wandlerverluste, also >13 Watt verkochen müssen - viel zu viel für dieses kleine Gehäuse, aber noch weit davon entfernt, die Sicherung zu werfen. Ich vermute daher, dass hier ein anderer Defekt vorliegt.

Die kleinen braunen Dinger sind Keramikkondensatoren, auf der Rückseite vermute ich größere, die MultiLayerCeramicCapacitors (MLCC) gestatten mittlerweile locker über 10 µF in wenigen Kubikmillimetern - Elektrolytkondensatoren gleicher Kapazität und Spannung sind locker das 10-fache voluminöser. Leider neigen die Dinger dazu, bei kleinsten Überspannungen (hier reichen statische Ladungen aus Reibung an Kleidung) intern durchzuschlagen und dabei zu "verklumpen", was einen dauerhaften Kurzschluss auslöst. Auch das Tagfahrlicht, was ich neulich repariert hatte, ist wegen genau so einem Bauteil kaputt gewesen. Liegt so ein MLCC hier primärseitig, also vor dem internen Übertrager, auf Akkuspannungsebene und geht dann durch, dann reißt das locker die Sicherung des BMS, was am Ende kurzzeitig spektakulärer ist, aber nicht annähernd so gefährlich wie eine schleichende Überhitzung.

Deswegen würde mich eine Ursachenforschung schon reizen.

Genau betrachtet, ähneln sich die Bilder nur entfernt. Das aus dem Wiki ist von meinem Akkudefekt damals, es hat eine Gleichspannungskomponente, die viele hier bei ähnlichem Defekt auch gemessen haben: 30-40 mV. Das könnte wirklich ein kurzgeschlossener MLCC sein. Bei diesen Wandler hier ist der Ausgang nullsymmetrisch, als würde keine Gleichrichtung stattfinden. Bei einem Sperrwandler liegen Ausgangswicklung und eine Gleichrichterdiode parallel, die die negativen Halbwellen kurzschließt (die Wandler sind so konstruiert). Findet keine Gleichrichtung mehr statt, dann liegt am Ausgang eine hochfrequente Wechselspannung (bei diesen Wandlern um die 200 kHz), die hier aber durch den "Kurzschluss" auf wenige zig mV begrenzt wird.
Sterbende Shottkys an dieser Stelle sind bei Schaltnetzteilen ein Klassiker, ich erinnere mich u.a. an Netzteile von HP-Druckern und Fernseher.

Wie auch immer: Wenn die Wandler einen Defekt zeigen, kann das eine Gefahr darstellen. Ein Akkubrandrisiko mag ich deswegen aber nicht sehen.
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20260917_080602 MORNSUN Hitzkopf markiert.jpg
SuperSoco CUx '19-'21 (36Wh/km in 2000 km), Piaggio Medley 125 '20-'22 (26,6 ml/km in 5000 km). Seat Mó: Bild
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