Warum Stark die erfolgreichste E-Motorradmarke ist.

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STW
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Re: Warum Stark die erfolgreichste E-Motorradmarke ist.

Beitrag von STW »

Ich will mal jetzt nicht suchen, ob das Verkäufe oder Tageszulassungen waren, ist eigentlich egal. Bleiben wir bei den Tageszulassungen Ende 2024: die besagen doch, dass schon in dem Jahr 100.000 Maschine auf Halde standen, zuviel produziert waren, und, je nach Interpretation, die Absatzzahlen 2024 bei weitem nicht die Erwartungen erfüllt haben. Und KTM ist mit vollen Lagern in die Insolvenz gerutscht.
Und geht man weiter zurück: schon 2023 gab es fette Preissenkungen, mein Verbrennerchen 125ccm mit ABS wurde für 2222€ rausgehauen.

Einigen wir uns mal darauf: ab ungefähr Ende 2023 bis 2025 haben wir einen "Scheinmarkt" erlebt, der bei manchen Händlern und Herstellern riesige Erwartungen erzeugt hat. Eine Ursache war der B196, der in 2020 und 2021 zu einem Nachfrageboom geführt hat. Mein Mopedhändler hat bei fast allen 125ern Lieferzeiten von mehreren Monaten gehabt. Und alle dachten, es ginge so weiter. Das war Pustekuchen.
Im E-Motorradmarkt haben sich auch manche verrechnet, RGNT ging von 650 Exemplaren der SE im ersten Verkaufsjahr aus, geworden sind es wohl eher nur 150. Kalkulation kaputt, es gab kein neues Kapital mehr. Energica ..., und ein Massensterben von Händlern und Herstellern (UNU, Kumpan, ...) auch bei den kleineren Rollern, NIU hat den RQi im Preis halbiert und macht anscheinend Ausverkauf in der Motorradecke.
Und nun ging (der erste ?) Stark-Händler in die Insolvenz.

Vom Titel des Threads her: von mir aus kann Stark die erfolgreichste E-Motorradmarke gerne sein bleiben - aber was nutzt es denn, wenn man der Beste unter den nur bedingt Erfolgreichen ist? Das Geschwalle im ersten Beitrag dazu, das so klingt, als wäre und müßte das ein Selbstläufer werden, weil ein ach so tolles Marketing das Thema begleitet, ist spätestens mit der ersten Händlerpleite ad absurdum geführt.

Nicht ohne Grund halten sich einige Hersteller mittlerweile arg zurück mit dem Expandieren. BTM produziert nur soviel, wie verkauft wird. RGNT will dieses Jahr nur 50 Maschinen verkaufen, ab nächstes Jahr wieder 200/Anno. Maeving ist ebenfalls Kleinserie. Mehr ist da einfach mal nicht drin am Markt.
Die kalkulieren entsprechend, was europaweit verkaufbar ist. Die haben sich also eine Überlebensstrategie hingelegt. Und wenn dann ein Hersteller kommt und auf Masse setzt, begleitet von Sprechblasen und Influencern, und dann geht ein Händler von Bord, ist es Zeit für meinen Lieblingsspruch: "Ich habe es ja gleich gesagt ..." :D
RGNT V2 ab 01/23 > 25000km
NIU NGT ab 06/20 Km-Stand > 36000km, nach Unfall verkauft in 5/23
Niu NPro seit 09/19 Km-Stand > 8000km - Verkauft in 10/22
Ahamani Swap Bj 2007 - 2.4KW - Vario - Km-Stand > 27.000km - 40AH Thundersky ab 11/08 - CALB 70AH seit 10/11 -Verschrottung 09/19
Markus Sch.
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Re: Warum Stark die erfolgreichste E-Motorradmarke ist.

Beitrag von Markus Sch. »

Ich verstehe das nicht. Diese Stark Dinger sind doch Geländemotorräder oder? Die halte ich eher für unbequem.

Wie es aussieht steigt der Altersdurchschnitt der Motorradfahrer langsam immer weiter an. D.h. Motorradfahrer sterben langsam aus. Der Markt wird also immer kleiner.

E-Zweiräder machen Spaß stellen aber nur einen kleinen Teil der Motorräder und Roller in Deutschland. Viele Motorradfahrer wollen auch mal eine längere Tour machen und die E-Motorräder mit denen das möglich ist sind zu teuer.

Eine gute gebrauchte Honda CB 500 zum Beispiel bekommt man für 2000 bis 4000 Euro und die ist schön leicht und sportlich.
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/ ... 1-305-6800

Da werden nur wenige der noch vorhandenen Motorradfahrer sich überzeugen lassen auf Elektro zu wechseln. Auf der Straße gesehen habe ich in den letzten 10 Jahren 2 mal einen NIU, einmal eine Super Soco Wanderer von einem jungen Mädchen in schwarzer Lederkombi (das war so schön), einen Silence (den vielleicht 3 mal an unterschiedlichen Orten) und einmal einen Horwin SK3.
STW
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Re: Warum Stark die erfolgreichste E-Motorradmarke ist.

Beitrag von STW »

Offroad / Motocross ist nicht mehr unbedingt das Hobby von Leuten in meinem Alter. Da muss man fit sein, wenig Angst vor Knochenbrüchen haben, und mehr Risikobereitschaft zeigen als ein von der Lebenserfahrung geprägter Sechzigjähriger.
Prinzipiell hast Du Recht - die Statistik besagt, dass Motorradfahren ein Hobby der alten Säcke ist, wobei die aber mittlerweile feststellen, dass das Hobby recht teuer geworden ist. Auf YT finden Vergleiche zwischen neuer BMW und z.B. Benda statt - wer was Neues kauft, greift häufiger zur Chinaware, oder schaut sich auf dem Gebrauchtmarkt um. Die Altersgruppe kauft aber für die Straße, und bequem muss es sein. Das läuft also fast immer auf Verbrenner raus.
Nachwuchs gibt es, aber der hat es schwer. Im Bekanntenkreis gibt es zwei Leute, die nach dem B196 die A-Klasse gemacht haben. Nach reiflich Überlegungen, denn die Kosten für den Lappen sind explodiert. Die haben dann tatsächlich neue Motorräder "gekauft" - also auf Pump finanziert.

Offroad ist also eher das Thema für Jüngere. Nur werden die zahlenmäßig weniger aufgrund des Geburtenrückganges, und das Hobby kostet ordentlich Geld. Ich sehe bei meinem Sohn (und vielen anderen in seiner Altersklasse), dass da nach Miete / Hausrate, Auto und Essen am Monatsende nichts über ist, geschweige denn 12.000€ für eine elektrische Motocross. Und eine MotoCross auf Pump kaufen dürfte schwierig sein, denn eine Vollkasko wird man entweder nicht bekommen oder bezahlen können.
RGNT V2 ab 01/23 > 25000km
NIU NGT ab 06/20 Km-Stand > 36000km, nach Unfall verkauft in 5/23
Niu NPro seit 09/19 Km-Stand > 8000km - Verkauft in 10/22
Ahamani Swap Bj 2007 - 2.4KW - Vario - Km-Stand > 27.000km - 40AH Thundersky ab 11/08 - CALB 70AH seit 10/11 -Verschrottung 09/19
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