Akkuleistung einschätzen

Antworten
mobilix

Akkuleistung einschätzen

Beitrag von mobilix » Di 20. Aug 2013, 17:35

Hallo verehrtes Forum.
Ich besitze seit März ein E-Fahrrad (Kalkhoff). Da Elektrotechnik nicht gerade mein Hobby ist, hoffe ich auf die Kompetenz anderer Forumsmitglieder in Bezug auf meine Fragen. Im wesentlichen geht es darum, eine vernünftige Messgröße zu finden, die mir die Kapazität meines Akkus wiederspiegelt. Der Akku meines E-Bikes zeigt auf einem Aufkleber 504 Wh.
Nach meinem Verständnis handelt es sich hier um die Angabe der elktr. Arbeit (W). Wenn ich jetzt den "leeren" Akku mit Hilfe des Ladegerätes lade, müsste ein Stromverbrauchsmessgerät, dass ich vorschalte, bei vollgeladenem Akku mindestens den Wert 0,504KWh anzeigen. Wobei ich denke, dass dieser Wert eher höher sein müsste, denn der Wirkungsgrad wäre in diesem Fall =1. Dieses gibt es in Praxis wahrscheinlich nicht. In der Tat zeigt das Messgerät einen Wert von 0,500KWh an. Kann ich daraus schließen, dass der Akku seine volle Kapazität nicht erreicht hat. Bitte prüft meine Gedankengänge und korrigiert mich wenn nötig.
Freundliche Grüße und Dank im Voraus von mobilix

elfo27
Beiträge: 878
Registriert: Mo 16. Jan 2012, 18:04
PLZ: 65428
Kontaktdaten:

Re: Akkuleistung einschätzen

Beitrag von elfo27 » Di 20. Aug 2013, 17:47

Dein Gedankengang ist prinzipiell in Ordnung. Was allerdings ist "leer"? Wenn der Akku wirklich ratzeputz leer wäre, wäre er evtl hinüber. Von welcher Art Akku sprechen wir überhaupt? LiFePo4?

Gruß

mobilix

Re: Akkuleistung einschätzen

Beitrag von mobilix » Di 20. Aug 2013, 20:27

Vielen Dank elfo77 für Deinen Beitrag.
Es handelt sich um einen Lithium-Kobalt-Akku, also eine Wariante des Li-Ionen-Akkus.

mobilix

Re: Akkuleistung einschätzen

Beitrag von mobilix » Di 20. Aug 2013, 20:30

Ergänzend dazu den Leerbegriff: Kapazitätsanzeige des Akkus= 0%
PS. Wariante in Variante umwandeln

Night Hawk

Re: Akkuleistung einschätzen

Beitrag von Night Hawk » Fr 23. Aug 2013, 19:18

Lithium-Ionen-Akkus altern vergleichsweise schnell. Gut möglich, daß Dein Akku bereits 10% seiner Kapazität eingebüßt hat.
Wie viele Ladezyklen hast Du denn schon absolviert?

Angeblich ist es für Lithium-Ionen-Akkus besonders wichtig, nicht längere Zeit voll geladen herum zu liegen.
Also möglichst nur 80% voll laden, wenn Du weißt, daß Du nicht binnen eines Tages wieder entladen willst.
Idealerweise sogar erst direkt vor der Fahrt voll laden.

Ich selbst besitze Lithium-Ionen-Akkus an zwei pedelecs, die sind nach nur 2 Jahren fast ungenutzt bereits
auf unter 75% ihrer nennkapazität herunter gealtert. Einer der Gründe, warum ich mir diese Akkuchemie
nur noch sehr ungern kaufe.

Einzige Ausnahme im letzten Viertel Jahr waren kleine AAA-Zellen mit denen ich jeweils 3 Nickel-Metallhybrid
an kleinen Funkgeräten ersetzen will - und zwar immer gleich 3 Akkus durch einen Lithium-Akku. Hier ist die Spannung
von ca. 3,7 Volt pro Zelle so wichtig, daß leider kein LiFePo4 in Betracht käme, weil es nur 3,2 Volt Nennspannung hat.

Aber bei diesem Beispiel handelt es sich ja um Kleinkram im Wert einstelliger Eurobeträge. für einen Traktionsakku
würde ich Lithium-Ionen nicht mehr kaufen.

Antworten

Zurück zu „Pedelec Akku Themen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste