Besuch bei E-Kuma am 17.1.26
Verfasst: Di 27. Jan 2026, 00:55
Buchholz i. d. Nordheide liegt günstig für mich. Daher schaue ich bei E-Kuma immer mal wieder rein, zumal auf dem Weg auch ein Kaffee bei @Fasemann nicht weit weg ist. Im Winter ist das Geschäft am Samstag nicht unbedingt auf, aber der Geschäftsführer Christian Kunz ist extra gekommen und hat sich Zeit genommen.
E-Kuma ist gewissermaßen ein Kind der Coronazeit, also noch ziemlich neu. Das Startkapital war – neben einer sorgfältigen Planung – auch der familiäre Kontakt nach China. Aber wer hätte gedacht, dass heute schon etwa 300 Maschinen dort stehen – teilweise auf der hellen großen Ausstellungsfläche, teilweise in einem großzügigen Lager nebenan. Ein Coup war sicher die Übernahme der Yadea-Vertretung. Yadea ist in China und der Welt der größte Hersteller von Elektrorollern. Die Produktionskapazität soll allein in China bei über 10 Mio Stück liegen. Die tatsächlichen Produktions- bzw. Verkaufszahlen liegen darunter, bei etwa 6 Mio (2021) und 4 Mio (2024). Die Zahlen sind also nach dem großen Boom rückläufig. NIU liegt da weit zurück, konnte aber aufholen: NIU kann bis zu 2 Mio Fahrzeuge produzieren. Die tatsächlichen Verkaufszahlen stiegen deutlich von 0,6 Mio im Jahr 2023 auf 1,25 Mio im letzten Jahr.
Der Geschäftsführer Christian Kunz erzählt von einem Händlertreffen bei Yadea, zu dem etwa 40tausend Händler aus aller Welt kamen.
Für Europa und Deutschland scheint die Strategie noch nicht ganz klar sein. Sicher ist, dass E-Kuma Yadea-Importeur ist und an Händler liefern darf. Daneben ist auf der Yadea-Homepage noch filsland-bikes aus Göppingen als Importeur genannt. Exklusivverträge scheint es aber nicht zu geben: Kürzlich erklärte Trittbretthelden Karlsruhe hier im Forum, ebenfalls Yadeas zu importieren – sozusagen für den Eigenbedarf.
Die Werbung bleibt bisher auch hinter dem zurück, was E-Kuma für eigene Modelle leistet, wie NIU auftritt oder Stark in eine Nische springt.
Wie dem auch sei: E-Kuma hat den bisherigen Bestand von Yadea „geerbt“. Wenn man eintritt, fallen gleich drei lustige Motorräder auf – Designstudien für die neue Keeness, die nie zugelassen wurden und teilweise nicht mal Beleuchtung haben. Aber eine fahrbereite und angemeldete Keeness ist auch dabei (Fahrbericht folgt). Als nächstes fiel mir ein „Auslaufmodell“ auf: eine C1S pro im Sonderangebot. Nach der langen Zeit des G5 hat Yadea weiter entwickelt, es ist nur irgendwie an mir vorbeigegangen. Jedenfalls finde ich den C1S echt schickt. Er wirkt viel moderner und qualitativ hochwertiger als der G5. Er hat zwei Akkus und trotzdem ein großes Fach unter dem Sitz sowie einen Tempomat. Die Leistungsangaben sind lustig: Motor 3.000 Watt, Roller 6.000 Watt, 80 km/h. Und auf die Garantie achten: der Roller steht schon ein Weile.
Aus der umfangreichen Modellpalette haben es drei Neue nach Deutschland geschafft: das „125er“ Motorrad Keeness, der 45er Roller Ezeego und der Fierider (Fahrbericht viewtopic.php?p=422180#p422180).
Auffällig sind die neuen Bedienelemente mit Tempomat sowie große Fächer, bei den Rollern unter der Sitzbank und bei der Keeness unter dem "Tank". ABS gibt es nur beim Fierider. Keyless Go mit NF-Chipkarte oder App-Bedienung sind jetzt auch Serie. Die Roller haben einen Durchstieg ohne "Tunnel". Die weiteren Daten kann man bei E-Kuma nachlesen und Fahrberichte stelle ich noch in den jeweiligen Rubriken ein. Hier nur vorweg: Die neuen Yadea-Modelle wirken ausgereift, ausgewogen und hochwertig. Und sie lassen sich gut fahren. Diese Fahrzeuge hätten mehr Werbung und eine größere Verbreitung verdient.
Bei E-Kuma selbst gibt es weiterhin eine solide Modellpflege. Den Sun S+, der kurz nach Markteinführung auf Fardriver-Controller umgestellt wurde, gibt es in unterschiedlichen Farben. Ich fand das grün ja cool. Schon beim letzten Mal hatte mich die Storm überrascht. Sie ist bequemer, als sie aussieht, und macht qualitativ einen guten Eindruck. Sie stammt übrigens aus dem selben Werk wie die Sun; da kann man vielleicht mit ähnlich hoher Zuverlässigkeit rechnen. Man kann die Storm mit Sozius und Sissibar oder auch als Solomaschine in unterschiedlichen Farben ordern. Die Satteltaschen sollen demnächst lieferbar sein. Ganz neu ist die Storm-S. Auf den ersten Blick fallen die Unterschiede nicht weiter auf. Aber dann stellt man fest: Sie hat einen Mittelmotor, mehr Leistung und – einen Zahnriemen. So ganz scheint man der Sache bei E-Kuma noch nicht zu trauen, denn die Storm-S muss jeweils einzeln bestellt werden, was Lieferzeiten nach sich zieht. Ich konnte sie auf dem großen Firmengelände Probe fahren (Fahrbericht folgt). Die macht richtig Spaß – auch weil sie am Ende das leistungsfähigste Zweirad in den heiligen Hallen von E-Kuma ist.
Schöne Grüße, Bertolt
E-Kuma ist gewissermaßen ein Kind der Coronazeit, also noch ziemlich neu. Das Startkapital war – neben einer sorgfältigen Planung – auch der familiäre Kontakt nach China. Aber wer hätte gedacht, dass heute schon etwa 300 Maschinen dort stehen – teilweise auf der hellen großen Ausstellungsfläche, teilweise in einem großzügigen Lager nebenan. Ein Coup war sicher die Übernahme der Yadea-Vertretung. Yadea ist in China und der Welt der größte Hersteller von Elektrorollern. Die Produktionskapazität soll allein in China bei über 10 Mio Stück liegen. Die tatsächlichen Produktions- bzw. Verkaufszahlen liegen darunter, bei etwa 6 Mio (2021) und 4 Mio (2024). Die Zahlen sind also nach dem großen Boom rückläufig. NIU liegt da weit zurück, konnte aber aufholen: NIU kann bis zu 2 Mio Fahrzeuge produzieren. Die tatsächlichen Verkaufszahlen stiegen deutlich von 0,6 Mio im Jahr 2023 auf 1,25 Mio im letzten Jahr.
Der Geschäftsführer Christian Kunz erzählt von einem Händlertreffen bei Yadea, zu dem etwa 40tausend Händler aus aller Welt kamen.
Für Europa und Deutschland scheint die Strategie noch nicht ganz klar sein. Sicher ist, dass E-Kuma Yadea-Importeur ist und an Händler liefern darf. Daneben ist auf der Yadea-Homepage noch filsland-bikes aus Göppingen als Importeur genannt. Exklusivverträge scheint es aber nicht zu geben: Kürzlich erklärte Trittbretthelden Karlsruhe hier im Forum, ebenfalls Yadeas zu importieren – sozusagen für den Eigenbedarf.
Die Werbung bleibt bisher auch hinter dem zurück, was E-Kuma für eigene Modelle leistet, wie NIU auftritt oder Stark in eine Nische springt.
Wie dem auch sei: E-Kuma hat den bisherigen Bestand von Yadea „geerbt“. Wenn man eintritt, fallen gleich drei lustige Motorräder auf – Designstudien für die neue Keeness, die nie zugelassen wurden und teilweise nicht mal Beleuchtung haben. Aber eine fahrbereite und angemeldete Keeness ist auch dabei (Fahrbericht folgt). Als nächstes fiel mir ein „Auslaufmodell“ auf: eine C1S pro im Sonderangebot. Nach der langen Zeit des G5 hat Yadea weiter entwickelt, es ist nur irgendwie an mir vorbeigegangen. Jedenfalls finde ich den C1S echt schickt. Er wirkt viel moderner und qualitativ hochwertiger als der G5. Er hat zwei Akkus und trotzdem ein großes Fach unter dem Sitz sowie einen Tempomat. Die Leistungsangaben sind lustig: Motor 3.000 Watt, Roller 6.000 Watt, 80 km/h. Und auf die Garantie achten: der Roller steht schon ein Weile.
Aus der umfangreichen Modellpalette haben es drei Neue nach Deutschland geschafft: das „125er“ Motorrad Keeness, der 45er Roller Ezeego und der Fierider (Fahrbericht viewtopic.php?p=422180#p422180).
Auffällig sind die neuen Bedienelemente mit Tempomat sowie große Fächer, bei den Rollern unter der Sitzbank und bei der Keeness unter dem "Tank". ABS gibt es nur beim Fierider. Keyless Go mit NF-Chipkarte oder App-Bedienung sind jetzt auch Serie. Die Roller haben einen Durchstieg ohne "Tunnel". Die weiteren Daten kann man bei E-Kuma nachlesen und Fahrberichte stelle ich noch in den jeweiligen Rubriken ein. Hier nur vorweg: Die neuen Yadea-Modelle wirken ausgereift, ausgewogen und hochwertig. Und sie lassen sich gut fahren. Diese Fahrzeuge hätten mehr Werbung und eine größere Verbreitung verdient.
Bei E-Kuma selbst gibt es weiterhin eine solide Modellpflege. Den Sun S+, der kurz nach Markteinführung auf Fardriver-Controller umgestellt wurde, gibt es in unterschiedlichen Farben. Ich fand das grün ja cool. Schon beim letzten Mal hatte mich die Storm überrascht. Sie ist bequemer, als sie aussieht, und macht qualitativ einen guten Eindruck. Sie stammt übrigens aus dem selben Werk wie die Sun; da kann man vielleicht mit ähnlich hoher Zuverlässigkeit rechnen. Man kann die Storm mit Sozius und Sissibar oder auch als Solomaschine in unterschiedlichen Farben ordern. Die Satteltaschen sollen demnächst lieferbar sein. Ganz neu ist die Storm-S. Auf den ersten Blick fallen die Unterschiede nicht weiter auf. Aber dann stellt man fest: Sie hat einen Mittelmotor, mehr Leistung und – einen Zahnriemen. So ganz scheint man der Sache bei E-Kuma noch nicht zu trauen, denn die Storm-S muss jeweils einzeln bestellt werden, was Lieferzeiten nach sich zieht. Ich konnte sie auf dem großen Firmengelände Probe fahren (Fahrbericht folgt). Die macht richtig Spaß – auch weil sie am Ende das leistungsfähigste Zweirad in den heiligen Hallen von E-Kuma ist.
Schöne Grüße, Bertolt