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Nach 3 Jahren und 4500km erster TÜV

Verfasst: Mo 9. Mär 2026, 00:40
von Schwoab
Hallo zusammen
Habe im kommenden Mai, meinen ersten TÜV, nach 4500km Fahrleistung.
Nun ist ein Problem entstanden, bei der die LED Lampe bei Lenkbewegung ausfällt.
Es gibt die Scheinwerferlampe und das LED im Außenbereich des Scheinwerfers. Der LED Ausfall deutet auf einen Kabelbruch im Kabelbaumbereich hin, der an der Lenksäule entlang geht. Hat jemand ähnliche Probleme oder einen Plan, wo die Leitungen mit welcher Farbmarkierung hin geht?

Re: Nach 3 Jahren und 4500km erster TÜV

Verfasst: Di 10. Mär 2026, 06:32
von didithekid
Hallo,

ich wage mal die Annahme, dass der Sun-S noch eine klassische Verkabelung an Lenker und Scheinwerfer hat.
Wobei die Elektrofahrzeuge natürlich immer eigene Potential-Minus-Verkabelung (gemeinsam für 12 Volt und Fahrspannung) aufweisen und Minus nicht über das Rahmen-Metall geführt wird. Da werden in der Regel grüne Kabeladern für Mnus verwendet und Standlicht/Positiobslicht-Plus läuft über braune Kabeladern. Im Lichtschalter am Lenker rechts wird nenen Standlicht (Braun) auch das Fahrlicht eingeschaltet und dessen Plus-Kabelader (manchmal ist die Blau/weiß) wird von den Steckverbindern am Lenkkopf gleich wieder hinauf zum Lenker Links geführt in den Umschalter Abblendlicht/Fernlicht. Von dort gehen dann eine Weiße Kabelader zum Scheinwerfer für Abblendlicht und eine Dunkelblaue Ader zum Fernlichteingang des Scheinwerfers (zusätlich Abzweig zum Display für Anzeige Fernlicht). Hellblau und Orange sind die Plus-Adern für Blinker Rechts und Links. An Denen erkennt man, ob man die richtige Steckverbindung (von der linken Bedieneinheit) gefunden hat.
Die Lenkbewegung und Ziehen an den Kabeln kann auch zum lockern der Verbindung im Stecker führen. Es muss also nicht unbedingt ein Kabelbruch sein. Totzdem ist ein Neu-ziehen der Verbindungen Scheinwerfer- Kabelbaum-Stecker oder Stecker zu Schalter die sicherste Lösung die Fehlfunktion dauerhaft zu beseitigen.
Die Bremse-Motor-Aus-Verkabelung ist wichtig, dass die zum TÜV richtig funktioniert. In der Regel gibt es da die Grün/Gelbe-Ader (kein Postential Erde) für das Bremslicht. Da schalten die Bremsschalter bei Betätigung der Bremshebel 12 Volt drauf und auch der Seitenständer wirkt da oft drauf, wenn er ausgeplappt wir (Der TÜV prüft, ob der Motor mit dem Seitenständerausklappen abgeschatet wird). Bei Arbeien am Kbelbaum rutschen aber die Verbindungen schnell mal heraus. Daher der Hinweis die Funktion später zu kontrollieren.

@Bertolt: Korrigier mich bitte, wenn der Sun-S ein Sonderfall ist.

Viele Grüße
Didi

Re: Nach 3 Jahren und 4500km erster TÜV

Verfasst: Di 10. Mär 2026, 12:44
von Schwoab
Es handelt sich hier bei dem Problem um den Sun S . Habe mal Recherchiert. Am Massekabel kann es nicht liegen, da sonst andere Verbraucher auch betroffen währen. Das Abblendlicht und Fernlicht haben auch kein Problem. Es geht nur um das LED Licht im Scheinwerfer, das immer dann leuchtet wenn der Zündschlüssel gedreht wird und den Wackelkontakt bei Lenkerbewegung hat. Folge, das LED Licht brennt auch wenn Fernlicht oder Abblendlicht eingeschaltet ist. Dem entsprechend muss der Fehler zwischen Zündschlüssel und LED Beleuchtung liegen, die eine eigene Leitung nutzt. Ich hoffe aber, dass da nicht noch eine versteckte Sicherung liegt, die mir die Lokalisierung des Kontaktfehlers erschwert. Was mich allerdings verwundert hat, dass ich nicht alleine mit dem Problem da stehe, da es den Kabelbaum für den Sun S zwischenzeitlich frei verkäuflich zu erwerben gibt.

Re: Nach 3 Jahren und 4500km erster TÜV

Verfasst: Di 10. Mär 2026, 13:09
von STW
Du meinst also das Standlicht. Der Fehler ist dann nicht zwischen Zündschloss und dem Standlicht, sondern zwischen dem DC-Konverter und dem Standlicht. Sobald der DC-Konverter aktiviert ist, liegt das Standlicht auf geschaltetem Dauerplus.

Ich würde mir als erstes die Steckverbindung an der Lampe selbst ansehen und durch Wackeln daran feststellen, ob die ok ist. Und dann dem Kabel "folgen", alle paar cm wackelen / Kabel bewegen und biegen, bis die Stelle erreicht ist, die für gelegentlichen Ausfall sorgt. An irgendeinem erteiler endet dann die Suche, wenn sonst alles an der Kiste funktioniert.

Leider sind die Kabelfarben auch nach über 100 Jahren im Motorradbau nicht normiert. Aber die geschalteten 12V des Dauerplus am Scheinwerfer lassen sich recht einfach ausmessen, dann hat man die Kabelfarbe, die, wenn man Glück hat, im Fahrzeug einheitlich für geschaltete 12V verwendet wird.

Wenn der Fehler gar nicht zu finden ist, dann zieht man vor dem TÜV-Termin eine Notleitung ein, allerdings sollte man vorher sicherstellen, dass der Fehler nicht im Schweinwerfer selbst liegt.

Re: Nach 3 Jahren und 4500km erster TÜV

Verfasst: Mi 11. Mär 2026, 10:06
von Schwoab
Bei der ersten Reparatur konnte ich den Wackler des Standlichtes im Kabelbaum, der auf Höhe des oberen Schwenkkopflager in einer Biegsamen geschlossenen Plastikröhre verschwindet, lokalisieren. Ich werde die Verkleidung noch mal entfernen, nach der Farbe der Leitung Standlicht schauen. Nun stellt sich nur die Frage, liegt der Dauerplus am Zündschloss (das ich sehen kann) oder am DC Wandler (dessen Lokalität ich nicht kenne) Bei Google gibt es die Wandler für 15€ bis 230€ und jeder sieht anders aus. Eine Reparatur des Kabelbaum schließe ich aus, da ich eher einen Beipass verlege, sobald ich beide Anschlüsse lokalisiert habe.

Nachtrag: Mir ist es ein Rätsel, wie ich das Standlicht bei gezogenem Zündschlüssel nutzen kann. Das Standlicht und Abblendlicht ist immer an, wenn Zündschlüssel gedreht wird, selbst dann wenn Fernlicht geschaltet wird. Das Standlicht und Abblendlicht kann ich bei gedrehtem Zündschlüssel nicht ausschalten. Somit könnte ich auch das Standlicht mit dem Abblendlicht koppeln. Nur mal so ein Gedanke.

Re: Nach 3 Jahren und 4500km erster TÜV

Verfasst: Mi 11. Mär 2026, 10:40
von STW
Das Standlicht liegt nicht auf Dauerplus, sondern auf geschaltetem 12V-Plus. An das Zündschloss würde ich nicht gehen, möglicherweise schaltet das die Akkuspannung (war früher mal ganz üblich, davon sind aber viele Hersteller aus guten Gründen abgekommen - wie es bei Kuma aussieht: keine Ahnung).

Laut StVO gilt m.W., dass das Standlicht dann an sein muss, wenn das Zweirad angeschaltet wird, damit reicht es nicht, das mit dem Abblendlicht zu koppeln, zumal es auch leuchten muss, wenn Du auf Fernlicht umschaltest.

Der 12V-Konverter ist ein Kästchen, das zwischen 3 bis 5 Anschlüsse hat, einer kommt vom Zündschloss. Auch hier würde ich die 12V nicht direkt abgreifen, sondern erst nach einer hoffentlich vorhandenen Sicherung.

Wenn Du die Wacklerstelle identifiziert hast: dort den Kabelbaum zu reparieren ist ein klacks - im schlimmsten Fall nimmst Du 10cm Kabel heraus, krimpst Japanstecker rein (das sind die runden Dinger) und setzt 10cm Kabel dazwischen. Ḿan kann auch mit dem Lötkolben pfuschen, nur sind Lötverbindungen an den Stellen (wie überhaupt am KFz) Pfusch, weil die brechen werden. Ganz mutige Naturen schneiden das defekte Stück des Kabel raus, legen jeweils auf 2cm die Kupferadern frei, verdrillen die mit neuem Draht, Schrumpfschlauch drüber, fertig. Ist auch Pfusch, aber hält u.U. länger als das jetzige Kabel gehalten hat.

Kosten für Japanstecker (mehrere 100 in einer Box) und Crimpzange liegen zusammen bei unter 20€ beim Amazonasfluss. Und das Zeugs wird man mehr als einmal im Leben benötigen, von daher würde ich es damit richtig reparieren.

Re: Nach 3 Jahren und 4500km erster TÜV

Verfasst: Mi 11. Mär 2026, 15:13
von Schnabelwesen
Der Sun-S ist ein klassischer einfacher Chinaroller. Da wird die Batteriespannung über das Zündschloss geschaltet.
Der DC DC-Konverter für die 12V-Seite sitzt unter einem Deckel im Fußraum. Der ganze Strang wird über eine Sicherung abgesichert.
Grundsätzlich ist es immer schöner, die Ursache wirklich zu finden. Dann kann man verlässlich weitere Schäden ausschließen. Die Chinesen machen es gerne so, dass sie die Verteilung der Adern (Minus oder z. B. Plus für die Lichtleiste und diesen LED-Ring) im Kabelbaum vornehmen. Da sind die Adern mit einfachen Klammern zusammengecrimpt und dann mit Klebeband isoliert und gesichert. Kann schon sein, dass so eine Verbindung einen Wackelkontakt hat. Schlechter wäre, wenn der Kabelbaum eingeklemmt ist oder unter Zug steht.
Falls du das Kabel doch abklemmen und neu anschließen willst, kannst du vielleicht am einfachsten und sichersten an die Lichtleiste in der Frontverkleidung gehen.
Es kann auch sein, dass das Abblendlicht immer an ist - das Fernlicht wird dann nur zugeschaltet. Da bin ich mir nicht 100% sicher, also vorher prüfen. Dann könntest du dich wahrscheinlich auch dort bedienen.
Schöne Grüße und viel Erfolg, Bertolt

Re: Nach 3 Jahren und 4500km erster TÜV

Verfasst: Mi 11. Mär 2026, 18:29
von Fasemann
Warum eigentlich 3 Jahre, hier gibt es bei Motorrad neu nur 2 Jahre TÜV?

Ein neues Motorrad erhält in Deutschland bei der ersten Anmeldung 2 Jahre (24 Monate) TÜV (Hauptuntersuchung). Im Gegensatz zu PKWs, die beim ersten Mal 3 Jahre bekommen, ist die Frist bei Krafträdern kürzer

Re: Nach 3 Jahren und 4500km erster TÜV

Verfasst: Mi 11. Mär 2026, 19:32
von Schnabelwesen
Stimmt überhaupt... 🤔

Re: Nach 3 Jahren und 4500km erster TÜV

Verfasst: Do 12. Mär 2026, 16:26
von Schwoab
Der Fehler konnte Lokalisiert werden. 4 Leitungen Braun für Standlicht wurden vom Hersteller mit einer Klemme verbunden und das im beweglichen Kabelbaum. Der Bruch war absehbar. Habe die Leitungen verlötet, Isoliert und den Kabelbaum anders verlegt, um die Belastung zu reduzieren.