Erfahrungsbericht Silence S01 (2021) – Warum ich nach 9.000 km die Reißleine ziehe (+ Verkauf)
Verfasst: So 6. Sep 2026, 13:03
Hallo zusammen,
ich lese hier schon eine Weile still mit, habe mich bisher mit eigenen Beiträgen aber zurückgehalten, da ich technisch nicht ganz so versiert bin. Nach einem sehr ermutigenden Austausch mit Pfriemler – an dieser Stelle noch einmal ein riesiges Dankeschön für deine großartige Unterstützung! – möchte ich meine Erfahrungen nun aber doch mit euch teilen.
Es geht um meinen Silence S01, den ich 2021 neu bei dem bekannten Händler in Berlin gekauft habe (der seinen Namen hier im Forum ja ausdrücklich nicht genannt haben möchte). Mein Roller hat jetzt knapp 9.000 km auf dem Tacho. Die Wartungen und Reparaturen ließ ich ebenfalls immer bei diesem Händler durchführen.
Letztes Jahr (2025) bei knapp 8.000 km hatte der Roller nach Bodenwellen während der Fahrt immer wieder Aussetzer. Die Reparaturkosten beliefen sich am Ende auf über 2.000 Euro. Gemacht wurden unter anderem das Lenkkopflager (Umbau auf hochwertige SKF/Koyo Kegelrollenlager), ein neues Federbein, die Wartung der Bremssättel und ein aufwendiger Tausch von Akkustecker und Akkubuchse, da diese Verbrennungen aufwiesen. Dieses Jahr startete der Roller dann plötzlich nicht mehr mit dem Schlüssel. Ich kam auf die Idee, die App zu nutzen (die ich vorher kaum verwendet hatte), womit sich das Fahrzeug glücklicherweise problemlos starten und auch wieder ausschalten ließ. Ich brachte den Roller schließlich selbst zur anstehenden Inspektion in die Werkstatt. Dort habe ich anschließend über vier Wochen auf ein Lebenszeichen gewartet. Zwischenfragen meinerseits zum Stand der Reparatur blieben in dieser Zeit schlichtweg unbeantwortet.
Als der Kostenvoranschlag dann endlich kam, belief sich dieser wieder auf über 2.000 Euro. Die diagnostizierten Mängel:
Ich habe für mich jetzt die Reißleine gezogen. Ich habe bei dem Händler aktuell ausschließlich die Reparatur des Zündschlosses in Auftrag gegeben, damit der Roller wieder normal anspringt und fahrbereit ist. Den Motortausch und alle anderen Arbeiten habe ich ausdrücklich abgelehnt. Wichtig zu wissen: Der große Akku ist völlig intakt und auch die Telemetrie funktioniert problemlos. Das aufgerüstete Lenkkopflager ist ebenfalls ein Pluspunkt.
Daher meine Frage an euch: Hat hier im Forum vielleicht jemand Interesse an dem Roller (als Projekt, für die Teile oder wegen des wertvollen Akkus)? Oder habt ihr einen Tipp für mich, wie und wo ich ein Fahrzeug mit anstehendem Radlager-Wechsel am fairsten und besten loswerde?
Ich danke euch fürs Lesen und freue mich auf eure Tipps!
Liebe Grüße
Claudia
ich lese hier schon eine Weile still mit, habe mich bisher mit eigenen Beiträgen aber zurückgehalten, da ich technisch nicht ganz so versiert bin. Nach einem sehr ermutigenden Austausch mit Pfriemler – an dieser Stelle noch einmal ein riesiges Dankeschön für deine großartige Unterstützung! – möchte ich meine Erfahrungen nun aber doch mit euch teilen.
Es geht um meinen Silence S01, den ich 2021 neu bei dem bekannten Händler in Berlin gekauft habe (der seinen Namen hier im Forum ja ausdrücklich nicht genannt haben möchte). Mein Roller hat jetzt knapp 9.000 km auf dem Tacho. Die Wartungen und Reparaturen ließ ich ebenfalls immer bei diesem Händler durchführen.
Letztes Jahr (2025) bei knapp 8.000 km hatte der Roller nach Bodenwellen während der Fahrt immer wieder Aussetzer. Die Reparaturkosten beliefen sich am Ende auf über 2.000 Euro. Gemacht wurden unter anderem das Lenkkopflager (Umbau auf hochwertige SKF/Koyo Kegelrollenlager), ein neues Federbein, die Wartung der Bremssättel und ein aufwendiger Tausch von Akkustecker und Akkubuchse, da diese Verbrennungen aufwiesen. Dieses Jahr startete der Roller dann plötzlich nicht mehr mit dem Schlüssel. Ich kam auf die Idee, die App zu nutzen (die ich vorher kaum verwendet hatte), womit sich das Fahrzeug glücklicherweise problemlos starten und auch wieder ausschalten ließ. Ich brachte den Roller schließlich selbst zur anstehenden Inspektion in die Werkstatt. Dort habe ich anschließend über vier Wochen auf ein Lebenszeichen gewartet. Zwischenfragen meinerseits zum Stand der Reparatur blieben in dieser Zeit schlichtweg unbeantwortet.
Als der Kostenvoranschlag dann endlich kam, belief sich dieser wieder auf über 2.000 Euro. Die diagnostizierten Mängel:
- Das Zündschloss ist defekt und muss erneuert werden.
- Die Radlager des Radnabenmotors sind defekt. Anstatt nur die Lager zu tauschen, wurde ein komplett neuer V3-Motor für rund 1.240 Euro (netto) veranschlagt.
- Die Bremsflüssigkeit soll verschlissen sein und gewechselt werden – obwohl das zuletzt 2024 gemacht wurde.
- Eine Akkurolle ist gebrochen.
- "Wie erklären Sie den erneuten Verschleiß an der Bremsanlage und die Notwendigkeit des Bremsflüssigkeitswechsels nach nur einem Jahr trotz sehr geringer Kilometerleistung?"
- "Gibt es konkrete Anzeichen für einen Defekt am Motor selbst? Falls ja, wie hoch sind die kalkulierten Kosten für einen Austausch oder eine Instandsetzung, und ist dies bei diesem Fahrzeugalter noch wirtschaftlich sinnvoll?"
- "Gibt es für diese erneuten Defekte an bereits reparierten Teilen Kulanzregelungen seitens Silence?"
Ich habe für mich jetzt die Reißleine gezogen. Ich habe bei dem Händler aktuell ausschließlich die Reparatur des Zündschlosses in Auftrag gegeben, damit der Roller wieder normal anspringt und fahrbereit ist. Den Motortausch und alle anderen Arbeiten habe ich ausdrücklich abgelehnt. Wichtig zu wissen: Der große Akku ist völlig intakt und auch die Telemetrie funktioniert problemlos. Das aufgerüstete Lenkkopflager ist ebenfalls ein Pluspunkt.
Daher meine Frage an euch: Hat hier im Forum vielleicht jemand Interesse an dem Roller (als Projekt, für die Teile oder wegen des wertvollen Akkus)? Oder habt ihr einen Tipp für mich, wie und wo ich ein Fahrzeug mit anstehendem Radlager-Wechsel am fairsten und besten loswerde?
Ich danke euch fürs Lesen und freue mich auf eure Tipps!
Liebe Grüße
Claudia