Trinity Jupiter 2023 Test, Kauf und Erfahrungen

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EMopp
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Trinity Jupiter 2023 Test, Kauf und Erfahrungen

Beitrag von EMopp »

Moin E-Mopped Gemeinde 😊

Wie versprochen, mein Eindruck von der zur Probe gefahrenen aktuellen (2023) Jupiter SL. Wie es zu dieser Probe kam und welche FZ noch im Fokus stehen/standen lest Ihr im Unterforum hier: viewtopic.php?f=41&t=35095

Ich war also am Freitag in Edemissen bei Trinity, wo mich der Chef höchstselbst beraten hat. Soviel sei vorweggesagt, die Jungs dort haben Ahnung. Ich bin selbst im Vertrieb, ausgebildeter KFZ Mechaniker und lebenslänglicher Motorradhäftling, weiß also ein bissl.
Der Ersteindruck bei Trinity jedenfalls ist vertrauenserweckend kompetent.

Hier übrigens der Grund, warum mich mind. Zwei entgegenkommende Motorradfahrer gegrüßt haben 😊
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100 Front.jpg
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Meine Anforderungen:
Preis unter 10.000 €
Reichweite mind. 150 km
Topspeed mind. 120 laut Tacho d.h. 110 real.

Die von mir geforderte Reichweite gilt für die Kombi aus Stadt, Land, Autobahn, wie im richtigen Mopped Leben. Also nicht City Dauerkriechen aber auch nicht Dauer Racing und ohne LKW Windschatten Stützräder. Und wer seinen Roller nur für die Stadt braucht, kann sich das Weiterlesen und kommentieren hier sparen, weil dafür ein 50 km/h Roller natürlich reicht.

Spoiler:
Hat die Jupiter die Vorgaben erfüllt? Jein 😉
Unter 10.000 € ? Ja.
150-200 km Reichweite? Ja.
110 – 120 km/h? Noch nicht so ganz.

BERICHT


Fahreindrücke:
Leise. Was sonst bei einem unmittelbaren Antrieb durch Radnabenmotor. Der Durchzug ist ab Stufe 2 sehr gut. 16 kW Peak schieben ordentlich. Es genügt also Stufe 2 um den meisten wegzufahren. Und Ihr habt recht, ein Roller macht tatsächlich gelassener, weshalb ich in the city meist die Stufe 1 drin hatte und die 3 nur ein- zweimal auf der Landstraße und durchgehend auf der Autobahn.
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130.jpg
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Als Motorradfahrer musste ich mich über die ersten 10-20 km erst an das subtile Roller Fahrgefühl gewöhnen. Hätte ich nur 5 km getestet, würde ich sie nicht kaufen. Dann kam langsam der gewünschte Spaß auf, samt Akzeptanz gewisser Unzulänglichkeiten. 13“ ist nun mal klein, dementsprechend ruppig erscheint die Kutsche auf unebenen Fahrbahnen. Außerdem erschien mir die Vorderradgabel etwas zu hart bis ungefedert, was aber subjektiv sein mag. Die Vorderradbremse is`n bissl schlotterig, wenig definiert, ohne den gewohnten klaren Druckpunkt und damit schwammig in der Dosierung. Das sollte selbst in dieser Preisklasse besser gehen. Dennoch tut sie was sie soll. In einer kritischen Situation musste ich heftig in die Eisen und die Einscheiben Bremsen (vorne und hinten) brachten die Fuhre schnell und ohne auszubrechen zum Stillstand. Was will ich mehr von einer Bremse?
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110 Bremssattel Jupiter 2023.JPG
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Natürlich kein ABS und ASR, nur CBS. Gut, dass der (einstellbare) Controller so justiert wurde, dass nicht ab Null, sondern erst ab 5-10 km/h das volle Drehmoment wirkt, je nach Fahrstufe. Bis an die Grenzen habe ich das Kurvenverhalten nicht getestet, weil neues Mopped also auch neue Reifen, sowie meine (noch) Roller Unerfahrenheit. Bis hierhin habe ich aber nichts zu bemängeln. Auch das Einlenkverhalten ist aus meiner Sicht ok für einen Roller. Lenkkopflager passt soweit.

Handling:
Das allgemeine Handling ist sehr gut, trotz des relativ großen Wendekreises. Ein geringeres Gewicht und kompaktere Maße gegenüber dem Vorgänger sind da wohl die Pluspunkte. Das Teil ist absolut Innenstadt tauglich. Für mich nur ein Teilbereich, weil auch auf Landstraße unterwegs.

!HINWEIS! Für das relativ hohe Gewicht von 172 Kg geht das Mopped beeindruckend leicht, ja schon fast von allein auf den Hauptständer, welcher nebenbei bemerkt diesen Namen auch tatsächlich verdient. Da hat wohl jemand bei Newtons Gesetzen der Mechanik richtig zugehört. Also Mädels, diese Wuchtbrumme kann auch von Euch gehandhabt werden um z.B. an Ampeln die dumm guckenden Jungs mit ihren Spielzeugrollern stehen zu lassen. Genügend lange Beine vorausgesetzt 😊
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135 Ständer.JPG
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Bedienelemente:
Alles Knipsen wird schnell zur Gewohnheit, vor allem das Spiel mit den Fahrstufen und der Rekuperation, welche einmal mit dem Kill Switch (manuelle Bedienung) kombiniert ist oder über Bremshebel antippen (Bremslicht Strom) „teilautomatisiert“ funktioniert. Ich wurde sofort Fan der manuellen Betätigung via Kill Switch. Gerade auf langen Landstraßen Passagen, vor dem jeweiligen Dorfeingangsschild rechtzeitig mit Rekuperation von 100 auf 50 runter rekuperieren, in Stufe 1 wechseln und durchs Dorf tingeln. Es wird schnell zur Routine, machte mir richtig Spaß und bring auf Dauer zusätzliche Kilometer. Für zumindest meine Fahrweise und Ansprüche ist das Zusammenspiel von Motor, Fahrstufen und Rekuperation der Jupiter gut ausbalanciert. Hilfreich dabei, dass alle Schalter an den richtigen Stellen sitzen und bequem zu bedienen sind. Auch der 08/15 Standard Motorrad Blinkerschalter.

Sitzposition:
Die auf Rollern klassische wie-auf-dem-Klo-Sitzposition mag für Kurzstrecken ok sein. Bei 100 km über 1,5 Stunden oder mehr wie in dieser Probefahrt, wird das auf Dauer unangenehm. Gründe warum eine Ray 7.7 bei mir einfach nicht in Frage kommen kann, so hübsch und stark sie auch ist.
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140 Klo.jpg
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Die Jupiter hingegen bietet mir hier Optionen. Möglicherweise lass ich da auch noch den Polsterer ran. Die Bank an sich ist breit und bequem und bietet genügend Platz für Fahrer samt Sozia. Für die Beine entspannender ist die alternative Easy Rider Sitzposition mit nach vorne abgestützten Füßen und Gesäß etwas weiter hinten. Dabei kommt auch (durch die Mittelkonsole) ein schon beinah Motorrad fahren Gefühl zustande. Da macht Kurvenfahren selbst mit dem Roller Laune.
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141 EasyRider.jpg
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Display:
Weißes Display bei Sonnenschein (meine Testfahrt) und invertiertes dunkles für Tunnel und Nachtfahrt. Trotz voller Sonnen sehr gut abzulesen. Auch da wurde mitgedacht. Das Display switcht übrigens automatisch den Modus. Irgendwo da drin sitzen also Heinzelmännchen und zählen Photonen.
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200 50 km.jpg
(schwer zu fotografieren weil noch überall Folien drauf)

Geräusche:
Zu meiner Überraschung und auch bei unebenster Fahrbahn, es klappert nichts an dem Mopped. Scheint alles sauber verarbeitet und verbaut. Einzig das leise Summen des Motors ist mitunter hörbar. Dominant sind eindeutig die Windgeräusche an meinem Helm.



Und jetzt die Punkte weswegen dieses Mopped (neben zwei weiteren) bisher noch nicht auf meiner leider sehr umfangreichen Ausfall Liste steht.
Vergleichsliste siehe hier: viewtopic.php?p=304809#p304809


Preis unter 10.000 € ?
Das kann die Jupiter und kosten incl. dem großen 117 Ah Akku, sowie eingebautem Schnellader
incl. Brücke für ein optionales Topcase um die 8.500 €.

Reichweite mind. 150 Kilometer?
Es sieht so aus als wenn sie auch das kann, wenn auch nur knapp.
Nach 50 Km waren gerade 2 der 10 Ladebalken verschwunden. Hoffnung auf 200 km?
Nicht wirklich 😉 Die Ladeanzeige am Ende von rund 100 Kilometern Probefahrstrecke stand bei 40%.
Ich habe es nicht genau nachgehalten aber ich schätze davon waren rund 30 km Autobahn, 10 km Stadt und 60 km Landstraße.

160 km Reichweite wären also drin wenn ich sie (bei gleichem Mix und Entladeverhalten) komplett leer gefahren hätte. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es sich um einen neuen Roller (5 km auf der Uhr) handelte, mit noch nicht optimal ausbalancierten Akkus und nicht optimierter Controller Einstellung. Würde ich den Vollgas Autobahnanteil weg lassen sind vermutlich mehr als 160 km drin.

!HINWEIS! Ich habe bis zu dieser 40% Restladung keinen nennenswerten Leistungsabfall feststellen können.
Das finde ich verwunderlich bis beeindruckend.


Geschwindigkeit mind. 120 km/h (nach Tacho)?

Das hat sie (noch?) nicht geschafft :oops:
Die Jupiter zieht zügig und unspektakulär bis auf über 100 km/h hoch, bleibt dann aber bei 115, 116, max. 117 km/h hängen. Ok, ich habe dabei auf der Bahn nicht auf den Wind geachtet. Könnte also besser oder schlechter sein. Abzüglich rund 10 km/h Tachoabweichung (lt. GPS) bleiben dann reale 104 bis 106 km/h die diese Jupiter erreicht und damit knapp an meiner Forderung (reale 110, Tacho 120) vorbei rauscht. Zur Verteidigung des Rollers (Rollerin?) füge ich jedoch an, dass ich auf Landstraßen mit diesen nur 105 km/h klar kam, fühlte mich also nicht bedrängt. Die Gefahr geschoben zu werden war nur bei unter 100 Fahrt vorhanden. Auch an LKW auf der Bahn kam ich zügig vorbei.


Qualität:
Da war mir ja Angst und bange nach dem, was ich bisher alles z.b. bei der Dayi Odin gesehen hatte.
Aber, positive Enttäuschung, dieses Akku Paket auf der Werkbank von einer anderen Jupiter sieht gut aus.
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150 Akku.jpg
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Der Lack ist einwandfrei, Spaltmaße ebenso, alles sauber verbaut und auch die Trittbrett Auflage ist aus wenn auch dünnem Metall, statt nur chromlackierten Plastik. Taiwanesische KENDA Bereifung ist ok (habe ich auch auf meinem Mountain Fatbike), LED Lichtanlage (ausgenommen Blinker vorne), Massiver Seiten- und Hauptständer. Kurz gesagt, ich habe nichts wirklich Beanstandens wertes gefunden.
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160.jpg
162.jpg
163.jpg

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Der Werkstatt Kollege zeigte mir auch den verbauten Controller und erklärte die Wichtigkeit eines gut abgestimmten Gesamtkonzeptes von Batterie, BMS, Controller, Motor und Konverter. Nur wenn diese Komponenten stimmig und gut eingestellt sind, bekommt man gute Ergebnisse. Daran möchte ich jetzt mal glauben.

Schöner Zufall stand in der Halle auch noch eine andere halb gestrippte Jupiter rum, was mir einen Blick unter das Plastikkleid erlaubte. Auch da sieht es ordentlich und aufgeräumt aus. Eine Detailbetrachtung käme später, wenn ich mich für diesen Roller entscheide, was momentan durchaus möglich ist. Auch der Doppelschleifen Stahlrohrrahmen sieht für MIC gut aus.
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170 Rahmen.jpg
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Optik:
Es gibt futuristischere, dem Hype um die E-Mobilität gerechter werdende Designs, wie das der BMW CE04, einer ray 7.7 oder der Zeeho. Darum geht es der Jupiter definitiv nicht, denn es bringt defacto nichts, außer Style und Kosten. Die Jupiter bleibt unauffällig (zumindest bis sie wegzieht), sieht aus wie ein Verbrenner (wofür die Karosse ja auch mal gedacht war) punktet dann aber mit Leistung, wo viele der Hübschen versagen. Damit kann ich gut leben. Vielleicht lackiere ich mir auf die beiden Schwingenarm-Verkleidungen noch zwei Schalldämpfer samt qualmender Endrohre. Wäre dann eine 0-in-2 Anlage so to speak. Ein Soundgenerator mit realistischem Harley Davidson Klang (wie in meinem KS16X EUC) hätte auch was. Oder das gesamte Teil custom mäßig umlackieren. Auch kein Hexenwerk bei den relativ kleinen Flächen.

Die Brücke:
Nicht der Film, sondern die/der/das Topcase Halterung. Ich habe die original Halterung gesehen und damit sieht das Heck der Jupiter richtig cool aus. Fast schon wie so ´n hübscher Roller. Nur in Erwachsen. 😉 Wird mitbestellt! Denn da die Jupiter ja auch Stauraum unter der Bank hat,
muss nicht immer die verunstaltende Topcase Halterung am Mopped sein. Und jetzt guck ich also doch auf‘s Design.

All dies unter Vorbehalt natürlich und auch nur meine persönliche Meinung, ohne Recht auf Richtig- oder Vollständigkeit.

Grüße aus D
Zuletzt geändert von EMopp am Mi 10. Mai 2023, 20:35, insgesamt 8-mal geändert.
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Re: Trinity Jupiter SL Test

Beitrag von didithekid »

Super EMopp,

da gibt es endlich mal Konkretes zum Jupiter SL.

Die Federbeine werden früh genug weicher werden.
Über die alte CBS-Bremse am Vorgänger-Jupiter 2018-2022 wurde hier aber auch häufiger geschimpft.

Es steckt offenbar ein ANT-BMS im Akku.

Und ein Lingbo-Controller im Roller
http://www.lingbo-mc.com/en/content/?269.html

Viele Grüße

Didi
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Re: Trinity Jupiter SL Test

Beitrag von EMopp »

didithekid hat geschrieben:
So 19. Mär 2023, 01:52
Über die alte CBS-Bremse am Vorgänger-Jupiter 2018-2022 wurde hier aber auch häufiger geschimpft.
Es steckt offenbar ein ANT-BMS im Akku.
Und ein Lingbo-Controller im Roller
http://www.lingbo-mc.com/en/content/?269.html
Danke Didi, habe vorher von Euch auch viel gelernt.
BMS und Controller sind also vernünftige Teile? Hierzu fehlt mir das Fachwissen.
Und die Kenntnisse aus meiner DIY Solaranlage im Van hilft mir hier nicht ;)

Bilder dazu aus anderer Perspektive:
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IMG_20230317_135625.jpg
IMG_20230317_132028.jpg
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Re: Trinity Jupiter SL Test

Beitrag von dominik »

Der Akku sieht ja niedlich aus
Hast du zufällig einen Meter dran gehalten?

Der Rahmen scheint im Durchstiegsbereich etwas höher zu sein als bei meinem. Das dürfte dem Lenkerschlagen etwas entgegen wirken. Hast du das beim Fahren bemerkt oder war das gar nicht vorhanden.
Dateianhänge
20210613_210134.jpg
20200620_141312.jpg
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Re: Trinity Jupiter SL Test

Beitrag von didithekid »

Hallo zusammen,

das ANT-BMS (dass Du dominik offenbar auch drin hast, genau wie ich) ist auf jeden Fall gut als Ersatzteil zu bekommen:
https://de.aliexpress.com/item/1005001275901018.html
Wenn es im JUPITER SL auch mit Bluetooth ausgerüstet ist, wäre das natürlich ein riesen Gewinn, wenn der Fahrer selbst am Smartphone checken kann, wie es im Akku aussieht und ob z. B. ein Reset des BMS eine marginale Störung (noch in der Pampa) beseitigen kann.
Am ANT-BMS des Jupiter SL sind die CAN-Bus (H/L)-Leitungen zu sehen, die jetzt vermutlich auch die Akku-Füllstandsmeldung an das Display (in zuverlässigen Prozent) übernehmen.
Ich kann nicht genau erkennen, ob am BMS des JUPITER SL Kabel für 20s oder 21s ankommen. 21s wäre natürlich schön, für die Max-Speed des Rollers. Das müsste an der Volladespannung beim Losfahren sichtbar sein, ob die eher in Region 87 Volt oder lediglich um 83 Volt liegt.
Die BMS-Zellenkabel dort wasserdicht zu fixieren macht auch Sinn, weil Wackelkontakte an der Stelle nach meiner Erfahrung zu den Schwachstellen beim ANT-BMS gehören.
Das wasserdichte on-board-Ladegerät ist auch gut zu erkennen.
Gibt es da einen Typ-2 -Eingang?

Gegenüber den Vorläufer-Modellen von 2011 (dominik und MEroller werden wissen, wie ich das meine) ist hier aus der Innenansicht am Jupiter SL(auf Basis Tiger 2023) ein deutlicher qualitativer Fortschritt zu erkennen. Und dann plant TRINITY ja offenbar bei der Detail-Ausstattung der Jupiter-Modelle auch noch intensiv mit. Da muss man den Efun Tiger S 2023 wohl als anderes Roller-Modell (eine Klasse tiefer) einstufen.

Viele Grüße
Didi
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Re: Trinity Jupiter SL Test

Beitrag von EMopp »

dominik hat geschrieben:
So 19. Mär 2023, 09:48
Der Akku sieht ja niedlich aus
Hast du zufällig einen Meter dran gehalten?

Der Rahmen scheint im Durchstiegsbereich etwas höher zu sein als bei meinem. Das dürfte dem Lenkerschlagen etwas entgegen wirken. Hast du das beim Fahren bemerkt oder war das gar nicht vorhanden.
Hallo dominik, Lenkerschlagen? Nein. Keine Probleme. Akku leider auch nicht vermessen obwohl die beiden Module doch Deinen sehr ähnlich sehen. Hatte irgendwo mal aufgefangen, dass der Jupiter Akku modular aufgebaut ist und dadurch auch in Teilen ersetzt werden kann.
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Re: Trinity Jupiter SL Test

Beitrag von EMopp »

didithekid hat geschrieben:
So 19. Mär 2023, 10:59
Wenn es im JUPITER SL auch mit Bluetooth ausgerüstet ist, wäre das natürlich ein riesen Gewinn, wenn der Fahrer selbst am Smartphone checken kann, wie es im Akku aussieht und ob z. B. ein Reset des BMS eine marginale Störung (noch in der Pampa) beseitigen kann.
...
Gibt es da einen Typ-2 -Eingang?
...
Danke für die Infos Didi, Bluetooth wäre natürlich super, weiß ich aber (noch) nicht.
Ob mit oder ohne dürfte doch auch kein nennenswerter Preisunterschied sein, oder doch?
Es soll übrigens auch noch dieses Jahr ein noch besserer Akku für die Jupiter kommen.

Und einen Typ2 Eingang hat die Jupiter leider nicht, nur fest verbautes Ladekabel mit Schuko Stecker.
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Re: Trinity Jupiter SL Test

Beitrag von dominik »

didithekid hat geschrieben:
So 19. Mär 2023, 10:59
das ANT-BMS (dass Du dominik offenbar auch drin hast, genau wie ich) ...
Ich habe mittlerweile auf das JK Active Balancer BMS mit 200A Dauerstrom und 2A Bakancerstrom gewechselt.

Der Wechsel wäre aber bei mir nicht nötig gewesen, da mein Problem an zwei oxidierten Alu-Zellverbindern lag und nicht am BMS oder an den Zellen, ich wollte aber nach dem erneuten zerlegen des Akkus aber auf Nummer sicher gehen.
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Re: Trinity Jupiter SL Test

Beitrag von didithekid »

Hallo EMopp,

auf dem Bild mit den Akkus waren es zwe i Akkus von zwei verschiedenen Fahrzeugen, oder?

Meine Zellen im Test sehen denen im Jupiter Akku offenbar ziehmlich ähnlich, wenn da immer zwei hochkant Boden an Boden aufgereiht sind:
117Ah NCM.jpg
Im Jupiter SL allerdings ohne (Amateur-) Schraub-Nippel, mit wohl punktverschweißten Brücken.
Wie gesagt: beeindruckende Daten zumindest im Neuzustand.

@dominik:
Die komplette 21er-Füllung im Masini/ERider-Akku-Kasten:
21_NCM_im_thunder.jpg

Viele Grüße

Didi
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Re: Trinity Jupiter SL Test

Beitrag von ollige »

Eine kleine Frage zum neuen Jupiter. Darf man den Roller mit dem B196 Führerschein fahren?

Viele Grüße,
Olli
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