Vorderrad Stoßdämpfer Ölwechsel

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Technikan
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Re: Vorderrad Stoßdämpfer Ölwechsel

Beitrag von Technikan »

wbdz14 hat geschrieben, ich verwechsle Federung und Dämpfung.
Mit dünnflüssigerem Öl, wird meiner Meinung nach sehr wohl auch die Federung beeinflusst.
Sonst würde es wenig Sinn machen, eine zusätzliche Bohrung bzw. Vergrößern der Bohrungen im Kolben Sinn machen.
Siehe Empfehlung von Silence 2020.
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E-Bik Andi
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Re: Vorderrad Stoßdämpfer Ölwechsel

Beitrag von E-Bik Andi »

Technikan hat geschrieben: Mo 26. Feb 2024, 09:58 wbdz14 hat geschrieben, ich verwechsle Federung und Dämpfung.
Er hat sich da vieleicht etwas ungünstig ausgedrückt, aber im Grunde hat er bedingt Recht.
Die Druckstufe und Fahrzeughöhe wird bei so einfachen Dämpfern maßgeblich durch die Feder bestimmt. Natürlich spielt die Größe des Kanals im Bodenventil wie auch die Viskosität vom Öl eine kleine Nebenrolle- aber im Verhältnis zur Feder ist das eher zu vernachlässigen beim Einfedern.
Bei der Zugstufe ist das Bodenventil und die Viskosität des Gabelöles viel maßgeblicher. Aber da muss auch das Verhältnis zur Federkraft stimmen- wenn Du nur ein dünneres Öl reinkippst, federt der Dämpfer schneller aus. Dann ist das Schlucken von Unebenheiten eher bockiger als weicher.
Sportdämpfer haben deshalb zwei Bodenventile- einen Kanal für die Zugstufe und einen für die Druckstufe.
Liebe Grüße
Andi
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Re: Vorderrad Stoßdämpfer Ölwechsel

Beitrag von Technikan »

Danke Andi, deine Erklärung ist plausibel und perfekt.
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error
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Re: Vorderrad Stoßdämpfer Ölwechsel

Beitrag von error »

Die Dämpfung ist definitiv simpel bei der Silence aufgebaut. Bei meiner habe ich die Bohrungen laut Anleitung angepasst und auch 7,5er Öl eingefüllt.

Für mehr als eine Probefahrt "auf dem Parkplatz" hatte ich allerdings noch keine Chance.

Das Resultat erschien mir jedenfalls ganz gut.

Allerdings war bei meiner Silence vorher definitv zu wenig Öl drin und sie fuhr sich wie ein Schaukelpferd.
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Andi_M
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Re: Vorderrad Stoßdämpfer Ölwechsel

Beitrag von Andi_M »

Ich will auch versuchen , die Federung besser hin zu bekommen, dieses Poltern auf so kleinen Unebenheiten nervt gewaltig, man meint, der Roller federt gar nicht.
Es werden dann aber nur die Holme ausgebaut, nicht die komplette Gabel inkl. Brücke und Lenkrohr?

danke schon vorab
Grüße
Andi_M
Andi M
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MV-Treiber
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Re: Vorderrad Stoßdämpfer Ölwechsel

Beitrag von MV-Treiber »

Hallo ,
wer seine Gabel verbessern möchte kann sich hier einige Tipps holen:
viewtopic.php?p=431628#p431628
Bei meinen MO hat die Gabel zwar gefedert , aber trotzdem stark gepoltert und so schlecht angesprochen das der Lenker permanent gezittert hat.So konnte ich keine Diagnose erstellen weil einfach die einzelnen Funktionen nicht spürbar waren .
Ich würde zuerst einmal überprüfen ob die Gabel verspannt ist und wenn ja dieses Problem beheben. Es gibt Passscheiben die eine zu kurze Distanzbuchse ausgleichen können.Erst wenn die Gabel einwandfrei gleitet kann eine Beurteilung der Dämpfung erfolgen.Ich hatte fast keine Dämpfung bei den 3x 2mm und 4x 5mm Bohrungen.Deshalb wäre ein Gabelöl der Viskosität 7,5 ungeeignet.Allerdings dichtet der Kolbenring auf dem Dämpfer auch nicht ab und lässt viel Öl vorbei.Insgesamt eine sehr bescheidene Ausgangsbasis die Dämpfung zu verändern.Zu dünnes Öl schmiert auch schlechter als dickeres.
Die untere Schraube hält ausschließlich den Dämpferkolben und ist keine Ölablassschraube.Wenn diese gelöst wird besteht die Möglichkeit das der Dämpferkolben beim Festziehen mit dreht.Deshalb hat er einen 13mm Innensechskant der ausschließlich von oben erreichbar ist.
Die Ölmenge wird nicht im Milliliter angegeben sondern der Füllstand im Millimeter von Oberkante Standrohr bis auf die Öl-Oberfläche - gemessen ohne Feder , Standrohr ganz eingeschoben.
Die Position der Feder ob progressive Seite oben oder unten ist auch nicht egal weil unterschiedliche Ölmengen verdrängt werden.Das verbleibende Luftpolster wirkt wie eine progressive Luftfeder in der Gabel und soll so bemessen sein das die Feder oder das Standrohr nicht auf Block gehen.
Zum Lösen der Gabelverschlüsse habe ich eine lange ,geschlitzte und passgenaue Aluminiumbuchse über das Standrohr geschoben und im einen Maschinenschraubstock mit 4Tonnen Spannkraft geklemmt.Die Verschlussstopfen saßen sehr fest- warum auch immer.Sie können ganz leicht angezogen werden weil die Gabelklemmung auf das Gewinde einwirkt und ein Lösen verhindert. Direktes Einspannen eines Standrohres im Schraubstock führt zu einer dauerhaften Verformung und je nach Schraubstockbacken zur Beschädigung der Oberfläche.
Im Zweimann-Betrieb arbeitet mein Fahrwerk deutlich besser als Solo.Die ungefederten Massen sind beim MO/Silence derart hoch das der gefederte Rest des Rollers einfach zu leicht ist.Deshalb beurteile ich die Feder in der Gabel eher als zu hart.Hinten arbeitet der Öhlins Stoßdämpfer sehr gut.
Das wäre noch ein Tipp - sehr teuer aber wirklich lohnenswert.Zumal ein Service bei Ölhlins möglich ist und der Dämpfer repariert werden kann.
Also Gabel auf Verspannung überprüfen und SAE15 Gabelöl einfüllen.
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