Da in meiner Nähe aktuell ein Novum 5000S zum verkauft angeboten wird wollte ich mich hier einmal erkundigen, ob dieser sich für einen Umbau eignet.
Konkret würde ich gerne die Spannung erhöhen von 60 auf 72v um von den angegeben 80 km/h auf ca. 100 km/h zu kommen und natürlich ebenfalls einen neuen Controller mit mehr Leistung einbauen.
Ist der Emco als Basis dafür geeignet? Lohnt sich das finanziell überhaupt anstatt eines 100 km/h Rollers (wie z.B. einen Segway oder Trinity)?
Novum 5000S umbauen
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josch91
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Re: Novum 5000S umbauen
Hallo,
einen NOVUM S 5.000 herzurichten macht zwar mehr Sinn als bei anderen Roller aus diese "Epoche", aber mit Tuning bewegst Du dich natürlich in der Illegalität und ggf. auch ohne Versicherungsschutz. Meinen alten Roller 60Volt 5.000 Watt 80 km/h eingetragen, habe ich dann jedenfalls verkauft und mir einen 72 Volt Roller (e-sprit Thunder FURY 100) aus 2011 zugelegt.
Der heißt vom andern Liferanten auch Masini Sportivo S und hat eine eingetragen Nennleistung 5kW (8kW Kurzzeitleistung) und 100 km/h Höchstgeschwindigkeit, mit 24s LiFePO4 im Original.
Allerdings ist es nur der Tacho der 100 km/h erreicht.
Immerhin habe ich mit 81 Volt Speisespannung (volle Batterie) wenigstens 94 km/h messen können.
Da wäre beim NOVUM S5000 sicher auch nicht mehr drin.
Ob man sich die Bastelei antun sollte, wenn man einen NIU NQIX 500 für 4.500 € neu bekommt mit ABS/TCS, ist die Frage.
Von dem Roller (ggf ohne Akku) hätte ich noch zwei in der Garage). Da sind mit Akku schnell mal 3.000 € investiert für echte 100km Reichweite (die der NIU nicht schafft), aber es bleibt ein Bastelprojekt.
Bist Du so ein Selbstbasteltyp?
Viele Grüße
Didi
einen NOVUM S 5.000 herzurichten macht zwar mehr Sinn als bei anderen Roller aus diese "Epoche", aber mit Tuning bewegst Du dich natürlich in der Illegalität und ggf. auch ohne Versicherungsschutz. Meinen alten Roller 60Volt 5.000 Watt 80 km/h eingetragen, habe ich dann jedenfalls verkauft und mir einen 72 Volt Roller (e-sprit Thunder FURY 100) aus 2011 zugelegt.
Der heißt vom andern Liferanten auch Masini Sportivo S und hat eine eingetragen Nennleistung 5kW (8kW Kurzzeitleistung) und 100 km/h Höchstgeschwindigkeit, mit 24s LiFePO4 im Original.
Allerdings ist es nur der Tacho der 100 km/h erreicht.
Immerhin habe ich mit 81 Volt Speisespannung (volle Batterie) wenigstens 94 km/h messen können.
Da wäre beim NOVUM S5000 sicher auch nicht mehr drin.
Ob man sich die Bastelei antun sollte, wenn man einen NIU NQIX 500 für 4.500 € neu bekommt mit ABS/TCS, ist die Frage.
Von dem Roller (ggf ohne Akku) hätte ich noch zwei in der Garage). Da sind mit Akku schnell mal 3.000 € investiert für echte 100km Reichweite (die der NIU nicht schafft), aber es bleibt ein Bastelprojekt.
Bist Du so ein Selbstbasteltyp?
Viele Grüße
Didi
__________________________________________________________________________________________________________________________Thunder-Fury100/ MASINI Sportivo S (2010, 2011, 2012) 5kW, Innoscooter EM6000L 5kW (2011), ZERO SR/F 17.3 (2023)
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Re: Novum 5000S umbauen
Guten Morgen Didi,
in erster Linie habe ich mich gleich zu Anfang an Deine wertvollen und ausführlichen Beiträge gehalten welche ich überwiegend weiterhin lese und ich bin nicht dümmer geworden
Es gibt zum Glück auch noch eine ganze Reihe weiterer Koriyphähen in diesem Forum.
Du hast den guten und preiswerten Akku ausgegraben, welchen ich auch gleich bestellt habe obwohl er bis zu 3 Monate Lieferzeit hatte und es war ein Glücksgriff wobei die Umbaumaßnahme gering war und der Erfolg aber groß.
Herzlichen Dank und viele Grüße
Conny
in erster Linie habe ich mich gleich zu Anfang an Deine wertvollen und ausführlichen Beiträge gehalten welche ich überwiegend weiterhin lese und ich bin nicht dümmer geworden
Es gibt zum Glück auch noch eine ganze Reihe weiterer Koriyphähen in diesem Forum.
Du hast den guten und preiswerten Akku ausgegraben, welchen ich auch gleich bestellt habe obwohl er bis zu 3 Monate Lieferzeit hatte und es war ein Glücksgriff wobei die Umbaumaßnahme gering war und der Erfolg aber groß.
Herzlichen Dank und viele Grüße
Conny
Gruß Conny
- didithekid
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Re: Novum-Umbau und Akku-Technologie
Hallo,
für Besitzer des EMCO NOVUM und NOVAX, die hier im Thread recherchieren, ein paar Worte zur Akku-Technologie:
Bei den 3000er Modellen (also 45 km/h) gab es von EMCO die Versionen mit Blei-Akku (Nennspannung 48 Volt).
Bei den Lithium-Versionen z.B. im NOVUM 5000S war es (zumindest in den letzten Baujahren) LiIon-Akku-Technologie, die zum Einsatz kam. Der 5000S lief dann mit 60 Volt-Nennspannung.
Egal welche Technologie nun als Ersatz auch zum Einsatz kommen soll: Ein Akku-System muss in der Lage sein, den benötigten Strom mit der benötigten Spannung eine ausreichend lange Zeit zu liefern, um z. B. eine längere Bergauf-Passage zu schaffen. Bei der gleichmäßigen Fahrt in der Ebene fließt beim Elektroroller ja deutlich weniger Strom, als an einer Steigung.
Auch wenn man die alten Blei-Akku-Blöcke wieder durch Blei ersetzt, muss es also geeignetes Material sein.
Ein 12 Volt-Blei-Akku-Block in AGM oder Gel-Technologie liegt vollgeladen bei gut 13,5 Volt und darf in der Traktionsanwendung nur auf von 100% auf 20%-Restkapazität entladen werden, was dann, 10,5 Volt bedeutet. Der Labormesswert, der die 100%-Marke eigentlich definiert, ist das theoretische Maximum bei kleinem Stromfluss, ohne den Anspruch, dass der Akku lange halten muss.
Ein Motor-Controller in einem 48 Volt-Fahrzeug mit Blei-Akku (4×12Volt-Blöcke in Serie) schaltet also bei 42 Volt ab. Bei einem 60Volt-Fahrzeug (5×12Volt-Blöcke in Serie) sind es 52,5 Volt. Im Fahrzeug ist der Punkt dann 0% Restkapazität, während die Labormessung da noch 20% Resserve suggeriert, die nicht nutzbar ist.
Das muss man auch bei einer Lithium-Akku-Alternative berücksichtigen. Je nach Auslegung werden da aber nur 5% im Extremfall aber auch mal 30% als nicht nutzbarer Kapazitätsanteil "abgeschnitten".
Lithium-Akkus brauchen eigentlich spezielle Ladegeräte. Wird für jeden 12 Volt Akku-Block eine Serie von 4 LiFePO4-Zellen eingebaut; bei 48Volt also 16s, oder bei 60Volt dann 20s LiFePO4, ist zumindest zeitweise die Nutzung des alten Blei-Ladegerätes möglich. Das ist der Grund, warum hier (auch von mir) auf die Möglichkeit der Umrüstung mit LiFePO4-Technologie hingewiesen wird, um weniger Fehler zu machen. Die obige Geschichte zeigt aber, dass weiterhin genug Fehlerpotential besteht.
Auch wenn LiFePO4-Akkus inzwischen billiger geworden sind und von je her ein geringeres Risiko in Brand zu geraten bedeuten, verwende ich sie nicht mehr zur Umrüstung.
Die Fahrzeughersteller sehen es offenbar ähnlich. Nur ganz selten kommen da Batterien mit LiFePO4-Zellen zum Einsatz, bei Fahrzeugen geringer Leistungsansprüche. Wenn ein Fahrzeug-Akku leicht, kompakt und leistungsfähig (auch bei kühlen Temperaturen) sein soll, werden LiIon NCA-, NCM- oder NMC-Akkus verwendet, die weniger Zellen brauchen.
Da kommt dann aber ausschließlich das neue LiIon-Ladegerät zum Einsatz.
Optimal beim 48Volt-Roller wäre ein 14s LiIon-Akku der bis 56,8 Volt aufgeladen wird und bei 42 Volt auch schon überwiegend entladen ist.
Beim 60Volt-Roller ist es dann der 17s LiIon-Akku, der bis 71,4 Voltlädt und dem ein Entladeende bei 52,5 Volt nur einen unbedeutenden Teil der Kapazität ungenutzt abschneidet,
Viele Grüße
Didi
für Besitzer des EMCO NOVUM und NOVAX, die hier im Thread recherchieren, ein paar Worte zur Akku-Technologie:
Bei den 3000er Modellen (also 45 km/h) gab es von EMCO die Versionen mit Blei-Akku (Nennspannung 48 Volt).
Bei den Lithium-Versionen z.B. im NOVUM 5000S war es (zumindest in den letzten Baujahren) LiIon-Akku-Technologie, die zum Einsatz kam. Der 5000S lief dann mit 60 Volt-Nennspannung.
Egal welche Technologie nun als Ersatz auch zum Einsatz kommen soll: Ein Akku-System muss in der Lage sein, den benötigten Strom mit der benötigten Spannung eine ausreichend lange Zeit zu liefern, um z. B. eine längere Bergauf-Passage zu schaffen. Bei der gleichmäßigen Fahrt in der Ebene fließt beim Elektroroller ja deutlich weniger Strom, als an einer Steigung.
Auch wenn man die alten Blei-Akku-Blöcke wieder durch Blei ersetzt, muss es also geeignetes Material sein.
Ein 12 Volt-Blei-Akku-Block in AGM oder Gel-Technologie liegt vollgeladen bei gut 13,5 Volt und darf in der Traktionsanwendung nur auf von 100% auf 20%-Restkapazität entladen werden, was dann, 10,5 Volt bedeutet. Der Labormesswert, der die 100%-Marke eigentlich definiert, ist das theoretische Maximum bei kleinem Stromfluss, ohne den Anspruch, dass der Akku lange halten muss.
Ein Motor-Controller in einem 48 Volt-Fahrzeug mit Blei-Akku (4×12Volt-Blöcke in Serie) schaltet also bei 42 Volt ab. Bei einem 60Volt-Fahrzeug (5×12Volt-Blöcke in Serie) sind es 52,5 Volt. Im Fahrzeug ist der Punkt dann 0% Restkapazität, während die Labormessung da noch 20% Resserve suggeriert, die nicht nutzbar ist.
Das muss man auch bei einer Lithium-Akku-Alternative berücksichtigen. Je nach Auslegung werden da aber nur 5% im Extremfall aber auch mal 30% als nicht nutzbarer Kapazitätsanteil "abgeschnitten".
Lithium-Akkus brauchen eigentlich spezielle Ladegeräte. Wird für jeden 12 Volt Akku-Block eine Serie von 4 LiFePO4-Zellen eingebaut; bei 48Volt also 16s, oder bei 60Volt dann 20s LiFePO4, ist zumindest zeitweise die Nutzung des alten Blei-Ladegerätes möglich. Das ist der Grund, warum hier (auch von mir) auf die Möglichkeit der Umrüstung mit LiFePO4-Technologie hingewiesen wird, um weniger Fehler zu machen. Die obige Geschichte zeigt aber, dass weiterhin genug Fehlerpotential besteht.
Auch wenn LiFePO4-Akkus inzwischen billiger geworden sind und von je her ein geringeres Risiko in Brand zu geraten bedeuten, verwende ich sie nicht mehr zur Umrüstung.
Die Fahrzeughersteller sehen es offenbar ähnlich. Nur ganz selten kommen da Batterien mit LiFePO4-Zellen zum Einsatz, bei Fahrzeugen geringer Leistungsansprüche. Wenn ein Fahrzeug-Akku leicht, kompakt und leistungsfähig (auch bei kühlen Temperaturen) sein soll, werden LiIon NCA-, NCM- oder NMC-Akkus verwendet, die weniger Zellen brauchen.
Da kommt dann aber ausschließlich das neue LiIon-Ladegerät zum Einsatz.
Optimal beim 48Volt-Roller wäre ein 14s LiIon-Akku der bis 56,8 Volt aufgeladen wird und bei 42 Volt auch schon überwiegend entladen ist.
Beim 60Volt-Roller ist es dann der 17s LiIon-Akku, der bis 71,4 Voltlädt und dem ein Entladeende bei 52,5 Volt nur einen unbedeutenden Teil der Kapazität ungenutzt abschneidet,
Viele Grüße
Didi
__________________________________________________________________________________________________________________________Thunder-Fury100/ MASINI Sportivo S (2010, 2011, 2012) 5kW, Innoscooter EM6000L 5kW (2011), ZERO SR/F 17.3 (2023)
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- Registriert: So 14. Mär 2021, 22:18
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Kleinunternehmen tl-elekTiCK - ein Tick für Tricks - Kontaktdaten:
Re: Novum 5000S umbauen
Ich habe alle Beiträge von @CliveE gelöscht und das Thema beendet. Ebenso habe ich alle Beiträge gelöscht, die sich auf die irreführenden Beiträge von @CliveE beziehen. Danke für eure Geduld und Bemühungen, aber da gab es ja mehrere solcher Threads, die wahrscheinlich die Forumsnutzer an der Nase herum führen wollten.
Schöne Grüße Bertolt
Schöne Grüße Bertolt
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