Ultraviolette X47 (Indien)

aus Indien
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MEroller
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Re: Ultraviolette X47

Beitrag von MEroller »

Nova hat geschrieben: Mi 15. Okt 2025, 18:50@MEroller: Du meinst die UV F77 wird hier schon gefahren? Die UV X47 ist doch noch gar nicht auf dem Markt, oder :?:
Sorry, ja, die F77 wird hier schon gefahren, die X47 noch nicht. Dennoch sind jetzt hier im neuen Ultraviolette Unterforum alle Varianten vereint.
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Re: Ultraviolette X47 (Indien)

Beitrag von PSchmid »

Hier ein kleines Video von Motochecker über die X47
https://youtu.be/-cBYVtfDMtI?si=wcu57KSybreZMvHS

Ne schöne Zusammenfassung, aber ohne neue Infos.
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Re: Ultraviolette X47 (Indien)

Beitrag von MarcS »

dominik hat geschrieben: Di 23. Sep 2025, 20:24 Die Zero hat die 190Nm an der Motorwelle, so wie es auch bei den Benziner Pendants angegeben wird. Dann kommt noch der Riementrieb mit der Übersetzung irgendwo im Bereich 1:5-1:8 und macht dann deutlich mehr draus.
Die Livewire Del Mar (mit 19" Hinterrad) hat 3,8:1, die Mulholland und Alpinista (mit 17" Hinterrad) haben 3,5:1. Der Bosch-Motor hat 263Nm, das macht dann 999,4Nm bzw 920,5Nm am Hinterrad. Für die Zugkraft (gemessen in Newton) muss man das dann noch durch den Raddurchmesser teilen.
Bei einem modernen Viertakter werden da auch über 1000Nm im ersten Gang draus, ob man dann per Hand / Elektronik weg regelt oder Rauchzeichen gibt ist dann im besten Fall jedem selber überlassen. ;)
Genau, das mit dem Drehmoment kriegt so gut wie kein Journalist richtig hin.
Eine Ducati Monster 1200 hat 124Nm an der Kurbelwelle, also im ersten Gang (Untersetzung 12,4:1) am Hinterrad 1537,6Nm - halt erst bei 7.750 U/min, ca 72km/h. Beim Anfahren hat man nur einen Bruchteil davon.
1000Nm am Hinterrad sind eigentlich nichts besonderes - jede Sportmaschine hat im ersten Gang mehr. Nur nicht bei niedrigen Drehzahlen wie die Elektrobikes...
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Re: Ultraviolette X47 (Indien)

Beitrag von MEroller »

MarcS hat geschrieben: Fr 14. Nov 2025, 09:17Der Bosch-Motor hat 263Nm, das macht dann 999,4Nm bzw 920,5Nm am Hinterrad. Für die Zugkraft (gemessen in Newton) muss man das dann noch durch den Raddurchmesser teilen.
Besser durch den Radradius teilen, denn mit Raddurchmesser kommt nur die Hälfte der tatsächlichen Antriebskraft auf die Straße raus ;)
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Re: Ultraviolette X47 (Indien)

Beitrag von MarcS »

Äh, ja, latürnich - ich wollte auch "halben Raddurchmesser" schreiben. Das ist irgendwie verlorengegangen.

Anyway - beschleunigt wird mit dem Zugkraft-Überschuss. Man kann zu jeder Geschwindigkeit die dafür benötigte Kraft ausrechnen, also Luftwiderstand plus Rollwiderstand (abhängig vom Gewicht), plus oder minus Steigung oder Gefälle, sowie (für jeden Gang) die Kraft welche der Motor bei der entsprechenden Drehzahl liefert.
Dann subtrahiert man den Fahrtwiderstand von der Motorkraft und genau dieser Rest steht zum Beschleunigen zur Verfügung. Je größer das ist, umso mehr zieht der Motor.

Das sieht dann z.B. so aus:
Electric Motorcycle Torque Figures.png
Leider ist die Anfahrrampe der Zero nicht eingetragen - die liefert natürlich NICHT ab Stillstand die volle mögliche Leistung des Motors, sonst würde man beim abrupten Gasgeben im Stand einfach nur einen Rückwärts-Salto machen.
Wenn wir mal davon ausgehen dass Gewicht und Luftwiderstand der beiden Moppeds vergleichbar ist, fährt die Yamaha der Zero im ersten Gang davon, ab Tempo 45 bis Tempo 110 (mph, also ca. 70..170 km/h) hat die Zero mehr Kraft am Hinterrad, darüber wieder die Yamaha.

Für die gefahrene Geschwindigkeit ist das Gewicht (fast) vernachlässigbar, weil der Luftwiderstand (der nicht vom Gewicht abhängig ist) quadratisch mit dem Tempo steigt, der Rollwiderstand aber nur linear. Aber natürlich geht das Gewicht voll in die Beschleunigung ein:
F = m * A => Kraft gleich Masse mal Beschleunigung.
Oder andersrum da wir ja die Kraft kennen und davon abhängig die Beschleunigung ausrechnen wollen:
A = F / m. Bei gegebener Kraft ist die Beschleunigung umso größer, je kleiner die Masse ist.
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Re: Ultraviolette X47 (Indien)

Beitrag von STF2023 »

MarcS hat geschrieben: Sa 15. Nov 2025, 15:06 Anyway - beschleunigt wird mit dem Zugkraft-Überschuss. Man kann zu jeder Geschwindigkeit die dafür benötigte Kraft ausrechnen, also Luftwiderstand plus Rollwiderstand (abhängig vom Gewicht), plus oder minus Steigung oder Gefälle, sowie (für jeden Gang) die Kraft welche der Motor bei der entsprechenden Drehzahl liefert.

Für die gefahrene Geschwindigkeit ist das Gewicht (fast) vernachlässigbar, weil der Luftwiderstand (der nicht vom Gewicht abhängig ist) quadratisch mit dem Tempo steigt, der Rollwiderstand aber nur linear. Aber natürlich geht das Gewicht voll in die Beschleunigung ein:
Was nicht vernachlässigbar ist, ist die maximale Haftreibung der Reifen. Ich habe bei der SR/F die Erfahrung gemacht, dass selbst der Unterschied zwischen trockenem Teer und trockenem weißem Fussgängerstreifen dazu geführt hat, dass die Traktionskontrolle eingreifen musste.
Die Reifenhaftung setzt ein natürliches Limit und die Traktionskontrolle sorgt dafür, dass das nicht überschritten wird.
Bei meinen diversen Ampelwettkämpfen mit Multistradas, Super Dukes, Großen GSen, habe ich immer die folgende Erfahrung gemacht:
Ich war bei Gelb schneller weg, dann kam die Phase des Gleichstands, sobald die Benziner schalten mussten, war ich wieder im Vorteil.
Dann irgendwann zogen die Benziner wieder uneinholbar davon. (Aber erst im Bereichen, bei denen die Rennleitung die rote Karte zeigt.)

Das ist allerdings aus praktischen empirischen Versuchen, nicht aus der Theorie.
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Re: Ultraviolette X47 (Indien)

Beitrag von MarcS »

STF2023 hat geschrieben: Sa 15. Nov 2025, 17:49 Bei meinen diversen Ampelwettkämpfen mit Multistradas, Super Dukes, Großen GSen, habe ich immer die folgende Erfahrung gemacht:
Ich war bei Gelb schneller weg,
Weil die Einkuppeln mussten und Du einfach nur Gas aufziehen...
dann kam die Phase des Gleichstands,
Im ersten Gang haben die alle mehr Zugkraft als E-Bikes.
sobald die Benziner schalten mussten, war ich wieder im Vorteil.
Genau das was das Diagramm da oben zeigt.
Dann irgendwann zogen die Benziner wieder uneinholbar davon. (Aber erst im Bereichen, bei denen die Rennleitung die rote Karte zeigt.)
Deswegen verbaut Porsche beim Taycan auch ein Zweiganggetriebe, damit sie schneller fahren können, und eben trotzdem im kleinen Gang schnell beschleunigen. Da ist ja auch die Akkugröße kein Problem. Bei Bikes macht das keinen Sinn, statt in 20min wäre der Akku dann bei Vollgas eben in 10min leer.
Das ist allerdings aus praktischen empirischen Versuchen, nicht aus der Theorie.
Es passt ja exakt zu dem Zugkraft-Diagramm.
Der Bereich zwischen 70 und 130 km/h ist doch der wichtigste beim Landstraßenfahren - genau da haben E-Bikes die Nase vorn. Und darunter auch, sofern die Verbrenner nicht in den ersten Gang schalten und den Motor hochjubeln. Mache ich mit meinen Bikes nie, der zweite reicht mir, aber dann sind E-Bikes halt schneller...
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Re: Ultraviolette X47 (Indien)

Beitrag von STF2023 »

MarcS hat geschrieben: Sa 15. Nov 2025, 19:42Im ersten Gang haben die alle mehr Zugkraft als E-Bikes.
Korrekter: Im ersten Gang haben die einen Drehzahlbereich in dem der Motor mehr Zugkraft hat als E-Bikes.
Ob sie das zu mehr Beschleunigung umsetzen können, hängt neben der Übersetzung zum Hinterrad auch an der Haftreibungsgrenze des Hinterradreifens (und an der Gewichtsverteilung wegen Wheely-Neigung).
Meine 120Nm, 160PS Vierzylinder hat im ersten Gang auch einen Drehzahlbereich bei dem die Traktionskontrolle eingreifen muss. Meine Zero SR/F schafft es bei trockener Straße in der Regel ohne Hilfe der Traktionskontrolle, erst bei reduzierte Haftreibung (Fußgängerüberweg reicht) muss die Traktionskontrolle eingreifen.
Ich hab noch keine Benziner erlebt, der mich bei Sprints abgehängt hätte. Umgekehrt herum passiert das öfter.
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