Hallo liebes Forum,
ich bin auf der Suche nach meinem ersten eRoller um an den schönen Wintertagen den Bus meiden zu können.
In meiner Nähe gäbe es einen Keeway Blueshark H1 im Angebot - generell findet man die auf kleinanzeigen mittlerweile als 2024 Modell für teils unter 1500€ NEU.
Das klingt sehr verlockend, allerdings finde ich weit und breit im Internet keine Erfahrungen mit dem Roller.
Ist hier vielleicht mal jemand einen gefahren oder kann mir Ratschläge dazu geben?
Blueshark H1 - Erfahrungen
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winterroller
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- didithekid
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Re: Blueshark H1 - Erfahrungen
Hallo und willkommen im Forum,
die meistverkauften Elektroroller sind aktuell die von der Marke NIU und auch dort werden die Modelle der Vorjahre zum günstigen Preis abgestoßen. Im direkten Vergleich der Neufahrzeuge mag man beim alternativen Modell Vorteile sehen, wenn z. B. dieser H1 etwas mehr an Stauraum bietet, trotz eines günstigeren Preises.
Im langjährigen Gebrauch wird aber auch eine gute Versorgung mit Ersatzteilen und ein engmaschiges Netz lokaler Händler mit Werkstatt wichtig werden. Und obwohl die NIU-Roller die Werkstatt selten sehen, ist hier der klare Vorteil beim Marktführer.
Von den Keeway-E-Rollern sind in D kaum größere Stückzahlen unterwegs. Dass es trotzdem mehrere Inserate gibt, in denen dieses Modell Blueshark H1 im Neuzustand direkt wieder von privat (preisgünstig) verkauft wird, ist schon etwas merkwürdig.
Wenn man mit dem Exemplar Glück hat, mag das ein Schnäppchen sein. Aber nicht Jeder hat immer Glück.
Und wenn das Fahrzeug viel und regelmäßig für den Weg zur Arbeit genutzt werden soll und auch mal Regen abbekommt, sind Erfahrungen hier im Forum, welche Fahrzeuge das über 25.000km mitmachen, ggf. interessanter, als rein auf den Neupreis zu schauen.
Aber auch bei teureren und gängigeren Marken, kann mal ein einzelnes Fahrzeug Probleme machen, wo dann aber ein Händler , der den Mangel zügig beseitigt, den Unterschied zwischen "zufrieden" und "frustriert" ausmachen kann.
Wie so oft, ist die Entscheidung nötig, wieviel Risiko man mehr bereit ist, in Kauf zu nehmen, wenn man ein paar 100 Euro beim Kauf sparen kann
Viele Grüße
Didi
die meistverkauften Elektroroller sind aktuell die von der Marke NIU und auch dort werden die Modelle der Vorjahre zum günstigen Preis abgestoßen. Im direkten Vergleich der Neufahrzeuge mag man beim alternativen Modell Vorteile sehen, wenn z. B. dieser H1 etwas mehr an Stauraum bietet, trotz eines günstigeren Preises.
Im langjährigen Gebrauch wird aber auch eine gute Versorgung mit Ersatzteilen und ein engmaschiges Netz lokaler Händler mit Werkstatt wichtig werden. Und obwohl die NIU-Roller die Werkstatt selten sehen, ist hier der klare Vorteil beim Marktführer.
Von den Keeway-E-Rollern sind in D kaum größere Stückzahlen unterwegs. Dass es trotzdem mehrere Inserate gibt, in denen dieses Modell Blueshark H1 im Neuzustand direkt wieder von privat (preisgünstig) verkauft wird, ist schon etwas merkwürdig.
Wenn man mit dem Exemplar Glück hat, mag das ein Schnäppchen sein. Aber nicht Jeder hat immer Glück.
Und wenn das Fahrzeug viel und regelmäßig für den Weg zur Arbeit genutzt werden soll und auch mal Regen abbekommt, sind Erfahrungen hier im Forum, welche Fahrzeuge das über 25.000km mitmachen, ggf. interessanter, als rein auf den Neupreis zu schauen.
Aber auch bei teureren und gängigeren Marken, kann mal ein einzelnes Fahrzeug Probleme machen, wo dann aber ein Händler , der den Mangel zügig beseitigt, den Unterschied zwischen "zufrieden" und "frustriert" ausmachen kann.
Wie so oft, ist die Entscheidung nötig, wieviel Risiko man mehr bereit ist, in Kauf zu nehmen, wenn man ein paar 100 Euro beim Kauf sparen kann
Viele Grüße
Didi
__________________________________________________________________________________________________________________________Thunder-Fury100/ MASINI Sportivo S (2010, 2011, 2012) 5kW, Innoscooter EM6000L 5kW (2011), ZERO SR/F 17.3 (2023)
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Re: Blueshark H1 - Erfahrungen
Hallo.
Meine Frau fährt täglich einen Blueshark H1. Die Reichweite in der Stadt liegt real bei 30 km. Probleme gab es bislang noch keine. Die Bremsen sind gut und die Ersatzeilversorgung ist auch nicht schlecht. Alle Teile können wohl von den Händlern geordert werden, teilweise aber zu horrenden Preisen. Wie bei vielen Herstellern wird der Gewinn über die Ersatzteile gemacht. Der 12V-Akku kostet um die 600€ original.
Eines, was ich schon mal sagen kann, ist dass man den Akku nach Möglichkeit immer im Fahrzeug laden sollte. Fahrzeuge bei denen der Fahrakku außerhalb geladen wird, machen schnell Probleme mit der 12V-Batterie. Einmal musste mein Händler einen Motor tauschen. Die Ursache war eine gebrochene Federscheibe im Motor. Diese ist ein Standartteil und kann günstig über Amazon bezogen werden. Der Motor ist auch einfach zu zerlegen und zu reparieren. Jetzt hat mein Händler einen auf Ersatz liegen und wird ihn wohl nicht mehr benötigen.
Wichtig ist auch zu wissen, dass man im Winter regelmäßig einmal die Woche den Akkustand kontrollieren sollte und ggf. nachladen muss. Die Wegfahrsperre nuckelt halt am 12V-Akku. Die Betriebsanleitung ist in Deutsch aber wie auch in den anderen Sprachen sehr mangelhaft. Kein Wort, wie man die Elektrik im Winter deaktiviert oder wo der 12V-Akku zu finden ist. Nicht einmal der Radwechsel ist beschrieben. Da merkt man halt das "Made in China".
Vom Fahren her fährt er sich um Welten besser als der kleine Yamaha-Roller. Die Reifen in der Erstausrüstung sind wie gewöhnlich eine Katastrophe und sollten schnellstens getauscht werden. Gripp bei Nässe oder Kälte ist eher suboptimal.
Die Wartungsintervalle sind aus Motorradsicht eher kurz. Im Stadteinsatz mit wenigen Kilometern Fahrleistung pro Woche relativiert sich da alles wieder und man sollte über das Jahr hinkommen. Außer der Kontrolle der Verschraubungen und Teile sowie dem üblichen Ölwechsel am Getriebe gibt es nicht viel zu tun. Die Bremsflüssigkeit sollte natürlich auch regelmäßig geprüft und gewechselt werden.
Unter dem Strich kann man das Ding für den Preis kaufen und auch empfehlen.
Grüße
Jan
Meine Frau fährt täglich einen Blueshark H1. Die Reichweite in der Stadt liegt real bei 30 km. Probleme gab es bislang noch keine. Die Bremsen sind gut und die Ersatzeilversorgung ist auch nicht schlecht. Alle Teile können wohl von den Händlern geordert werden, teilweise aber zu horrenden Preisen. Wie bei vielen Herstellern wird der Gewinn über die Ersatzteile gemacht. Der 12V-Akku kostet um die 600€ original.
Eines, was ich schon mal sagen kann, ist dass man den Akku nach Möglichkeit immer im Fahrzeug laden sollte. Fahrzeuge bei denen der Fahrakku außerhalb geladen wird, machen schnell Probleme mit der 12V-Batterie. Einmal musste mein Händler einen Motor tauschen. Die Ursache war eine gebrochene Federscheibe im Motor. Diese ist ein Standartteil und kann günstig über Amazon bezogen werden. Der Motor ist auch einfach zu zerlegen und zu reparieren. Jetzt hat mein Händler einen auf Ersatz liegen und wird ihn wohl nicht mehr benötigen.
Wichtig ist auch zu wissen, dass man im Winter regelmäßig einmal die Woche den Akkustand kontrollieren sollte und ggf. nachladen muss. Die Wegfahrsperre nuckelt halt am 12V-Akku. Die Betriebsanleitung ist in Deutsch aber wie auch in den anderen Sprachen sehr mangelhaft. Kein Wort, wie man die Elektrik im Winter deaktiviert oder wo der 12V-Akku zu finden ist. Nicht einmal der Radwechsel ist beschrieben. Da merkt man halt das "Made in China".
Vom Fahren her fährt er sich um Welten besser als der kleine Yamaha-Roller. Die Reifen in der Erstausrüstung sind wie gewöhnlich eine Katastrophe und sollten schnellstens getauscht werden. Gripp bei Nässe oder Kälte ist eher suboptimal.
Die Wartungsintervalle sind aus Motorradsicht eher kurz. Im Stadteinsatz mit wenigen Kilometern Fahrleistung pro Woche relativiert sich da alles wieder und man sollte über das Jahr hinkommen. Außer der Kontrolle der Verschraubungen und Teile sowie dem üblichen Ölwechsel am Getriebe gibt es nicht viel zu tun. Die Bremsflüssigkeit sollte natürlich auch regelmäßig geprüft und gewechselt werden.
Unter dem Strich kann man das Ding für den Preis kaufen und auch empfehlen.
Grüße
Jan
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