Mit Jupiter (SL2023) pendeln

dominik
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Re: Mit Jupiter (SL2023) pendeln

Beitrag von dominik »

Bislang ist das nur eine träge Spannungsanzeige, von daher ist das normal.
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topcaser
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Re: Mit Jupiter (SL2023) pendeln

Beitrag von topcaser »

Ok, und wenn das nur ein Schätzeisen ist, wie kann man sich dann da drauf verlassen?
dominik
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Re: Mit Jupiter (SL2023) pendeln

Beitrag von dominik »

Nur mit Erfahrung.
Nach einiger Zeit weiß man damit umzugehen.

Mir persönlich sind die echten Spannungsanzeigen lieber.
Da lernt man schnell den Unterschied zwischen temperaturabhängigem Spannungseinbruch beim Beschleunigen und dem tatsächlichen Ladezustand zu erkennen.
Wenn der Controller im Jupiter auf niedrige Spannungen mit Stromrücknahme reagiert, merkt man auch so ganz schnell wann der Akku leer werden zu droht.

Auch ein Coulombmeter ist ein Schätzeisen, zwar meist etwas präziser, aber wenn man viele Zyklen hintereinander weder ganz voll noch ganz leer erreicht, wird es da auch sehr ungenau, oder nach langer Standzeit mit Standbyverbräuchen.

Bei drei identischen Akkus mit drei identischen BMS waren bei meiner Solaranlage dann Anfang Februar 35% SOC Unterschied zwischen den Anzeigen, und das bei exakt gleicher Spannung der Akkus.

Das präziseste wäre eine Mischung aus beidem. Eine ruhespannungsabhängige SOC Korrektur im BMS habe ich bislang aber erst bei zwei BMS gesehen.
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Re: Mit Jupiter (SL2023) pendeln

Beitrag von Schnabelwesen »

topcaser hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 07:04 Ok, und wenn das nur ein Schätzeisen ist, wie kann man sich dann da drauf verlassen?
Einige Modelle (und wohl auch deins) haben "nur" die Spannungsanzeige. Die Spannung bricht beim Fahren natürlich ein. Aber mir geht es wie Dominik: die Spannungsanzeige und die gefahrenen Kilometer (nach Erfahrung) sind objektiver als ein errechnete Wert für Prozent oder Restreichweite. Man weiß dann recht schnell, wie weit man kommt.
Schöne Grüße, Bertolt
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Re: Mit Jupiter (SL2023) pendeln

Beitrag von E-Bik Andi »

Der Unterschied ist doch technisch, dass es sich um ein Voltmeter handelt. Zur echten Kapazitätsmessung braucht man ein Coloumbmeter.
Liebe Grüße
Andi
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Schnabelwesen
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Re: Mit Jupiter (SL2023) pendeln

Beitrag von Schnabelwesen »

E-Bik Andi hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 17:38 Zur echten Kapazitätsmessung braucht man ein Coloumbmeter.
Klar misst ein Coloumbmeter was - aber nicht die Kapazität, die man schlicht nicht messen kann. Also sind es berechnete Werte der ein- und ausgehenden Ströme unter Berücksichtigung einer angenommenen Kapazität und vielleicht noch der Spannung. Ich baue ja auch solche Dinger ein. Aber wenn ich jetzt wieder sehe, wieviele integrierte Coloumbmeter nach dem Winterschlaf Probleme machen, erinnert es mich wieder daran, dass der reine Spannungswert definitiv die objektivere Größe ist.
Schöne Grüße, Bertolt
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Re: Mit Jupiter (SL2023) pendeln

Beitrag von E-Bik Andi »

Jedes Messgerät braucht eine Kalibrierung- ein Coloumbmeter ist ja nichts anderes. Wenn Zellen sterben ist die Voltzahl beim Start auch nichts wert- die bricht auf einmal komplett ein wenn man unterwegs ist. Haben wir doch alle schon erlebt. Eine Kapazität sagt da mehr aus. Klar kann auch ein nicht kalibriertes Coloumbmeter einen nach dem Winterschlaf verarschen. Im Auto funktioniert es ja auch. Wenn man da auf einmal trotz angezeigter Restreichweiten liegen bleibt, liegt es meist an den so angepriesenen Ladezklen von 20 auf 80%....da ist irgendwann eben ein zu großer Zellendrift vorhanden. Die Fehler sitzen oft außerhalb der Technik.
Liebe Grüße
Andi
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Re: Mit Jupiter (SL2023) pendeln

Beitrag von Motek »

35800km

Roller mit Sonne laden

Ich habe über den Winter unser Balkonkraftwerk (2kW Peak, erst 5kWh netto Akku, jetzt 8,35 netto nutzbare Akkukapazität mit Ecoflow Ultra, UltraX und 2 Stream AC Pro) ausprobiert und beobachtet. Jetzt an den sonnigsten Märztagen konnte ich bis zu 12kWh selbst nutzbare Energie abschöpfen, das reicht gerade eben knapp (nicht) für Wohnung, Roller und die dorfüblichen Haushaltsgeräte (Waschmaschine, Spüler, Kreissäge, Holzspalter, Holzheizung mit einigen Pumpen etc). Smart Meter ist da, aber immer noch nicht installiert. Die Frage alter Zähler/neuer Zähler vertiefen wir jetzt mal nicht, angemeldet hab ich das Bkw am ersten Tag. Größter Einzelverbraucher ist der Roller mit 3,5-4 kWh am Tag.

Also der Test: kann die Anlage auch Insel? Und sie kann. In meinem Fall hab ich die Ultra als Hauptgerät mit 3-4 Platten und 2 kleinen Akkus am Hausnetz (zusammen 5kWh netto-Akku). Die UltraX habe ich abgekoppelt mit zuletzt einer 500er Platte betrieben (3,35kWh Akku). Das hat schon mal soweit funktioniert, auch wenn es nicht genug Paneele waren. [Und einen parallel angeschlossenen Zusatzakku lädt die nicht ohne Netzanbindung]. Also hab ich nachgekauft und ab morgen 3 Platten dran, zusammen 1,4kW peak. Das sollte reichen, um den Insel-Akku an vielen Tagen zwischen März und Oktober zu füllen und damit meinen Wochenverbrauch für die Mobilität weit runterzuschrauben.

Lohnt sich das finanziell? Kommt darauf an. Vielleicht. Wahrscheinlich: nein. Für die Insel habe ich 1300€ investiert. Damit sich das finanziell auf 0 rechnet muss ich bei 6kWh/100km und 0,28€ Strom/kWh 77384km damit bestreiten. Falls ich mich nicht verrechnet habe. Das wären etwa 5 Jahre und 2 Monate Arbeitsweg, wenn ich ausschließlich an der Insel laden würde. Und wenn der Strompreis stabil bleibt. Bliebe. [naher Osten und Energiepreise *hüstel* // ich fahre momentan sehr gerne an die Tankstelle. Zum Tabak kaufen. Auf die Spritpreise gucken ist so bissl wie Doomscrolling momentan]. Der Jupiter wird die 80000km bei guter Pflege vermutlich noch schaffen, siehe Boheme (viewtopic.php?p=424016#p424016), der tauscht jetzt bei 120tkm mal den Akku.

Die Geldfrage war für mich nicht die einzige Motivation. Ich wollte Haushalts- und Rollerstrom mit begrenztem Budget so weit wie möglich selbst bestreiten. Ich werde im Herbst mal berichten, wie gut das geklappt hat.
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Re: Mit Jupiter (SL2023) pendeln

Beitrag von Motek »

Motek hat geschrieben: Sa 7. Mär 2026, 21:04 Die gute Rohrzange, ein flacher Schlüssel, Bremsenreiniger und nach Ablüften reichlich Universalöl haben's gerichtet. Zwischendurch hab ich noch den Winterdreck weitgehend beseitigt, und schon macht das Rollern wieder Spaß. Thema erledigt.
Hmpf. Nach ca 3 Wochen draußen an der Insel laden und damit ungeschützt im Wetter verweigert meine Vorderbremse wieder den Dienst. Keine Vollkatastrophe, aber immer ganz leicht angebremst fahren ... nicht gut. Obiges Ritual habe ich heute also noch 2x durchgeführt und dabei endlich auch mal die Bremsbeläge gewechselt. Mal sehen, wie sich das morgen fährt. Hab für alle Fälle das Werkzeug eingepackt, um die Kolben notfalls unterwegs nochmal zu lösen und in Bremsenreiniger zu baden.
Außerdem hatte ich am Wochenende mein 60m-Erdkabel an der Insel angeschlossen und im Schuppen damit eine netzunabhängige Steckdose geschaffen. Dadurch muss der Roller jetzt nicht mehr im Garten laden/schlafen, sondern fein unter Dach am Schuppen. Das hätte ich schon vor ein paar Wochen machen sollen, aber gut, nachher weiß man es immer besser.
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Re: Mit Jupiter (SL2023) pendeln

Beitrag von topcaser »

https://my.adminforge.de/s/kCacEEBsPGtWXBN

Mein Roller ist das neu, habe extra bei der letzten voll Ladung den Tageskilometerzähler zurück gesetzt. Meistens ist meine Frau im Stadtverkehr gefahren auf Leistung 2. ist es normal, dass ich lediglich auf eine Reichweite von 100km komme und nur noch 2 rote ind ein gelber Strich da sind? Lt Hersteller sollten 200 km drin sein...
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