Ich fahre seit 45 Jahren Motorrad, habe seit letzten Sommer eine Zero FXS (13kW Nennleistung, 30 kW Spitzenleistung), und seit drei Wochen eine Livewire Mulholland (30kW Nennleistung, 63 kW Spitzenleistung).
Heute mal eine kleine Runde mit der RQI gedreht. 180 Kilo Gewicht, enorm breiter Tank - so einen breiten Knieschluss hatte ich noch nie und ich bin schon so etliches gefahren. Aber nicht unangenehm. Beim draufsetzen und mit den Füßen rangieren kommt es einem wie ein richtig großes Motorrad vor, wenn sie erst mal rollt lenkt sie sehr einfach und direkt ein.
Großer Pluspunkt: Keine Fußbremse, sondern das Hinterrad bremst man mit der linken Hand.
Meine Mulholland fühlt sich trotz 16 Kilo mehr Gewicht kleiner und leichter an. Klar, der Sitz ist etwas niedriger, aber vor allem ist der Knieschluss sehr viel schmaler.
Größter Knackpunkt und Grund für mich, die RQI nicht (als Viert-Mopped) zu kaufen: Die Motorleistung ist, sagen wir mal so, bescheiden. Man hat Probleme die 180kg in Fahrt zu bekommen. Verglichen zu meiner Zero und der Livewire im Eco-Modus passiert beim Drehen des Gasgriffs einfach nix.
Die Zero FXS hat die doppelte Spitzenleistung bei 50kg weniger Gewicht.
Und Rekuperation kann Niu auch nicht. Man nimmt das Gas weg und das Ding rollt und rollt und rollt...
Die Mulholland kann ich im Stadtverkehr ganz ohne Bremse fahren - Gas aufdrehen und sie wird schneller, Gas zudrehen und sie wird langsamer. Die Bremsen braucht man nur für Notfälle. Die Zero rekuperiert weniger, und vor allem nicht bis zum Stillstand (die Livewire schon), so dass man immer etwas bremsen muss, aber nur wenig. Die Niu RQI bremst beim Gaswegnehmen weniger als ein Verbrenner, da muss man immer voll die Bremsen betätigen. Schade, das Elektro-Feeling fehlt irgendwie.
Ich verstehe nicht, warum Niu nicht (wie BMW, Zero und Stark) die 11kW Nennleistung voll ausnutzt, und dann viel mehr Spitzenleistung beim Beschleunigen abliefert. Und drosselt sobald die zu 11kW Dauerleistung passende Höchstgeschwindigkeit erreicht wird.
Stark verdient sich mit diesem Konzept dumm und dämlich. Auch Zero verkauft wohl die Hälfte seiner Maschinen als 11kW-Variante.
Schließlich noch der Tempomat: ist ja nett, aber man kann ihn nur ein- und ausschalten. Es fehlen Tasten für + und - um die gewünschte Geschwindigkeit rauf- oder runterzutackern, und eine Taste um die zuletzt gefahrene Geschwindigkeit wiederaufzunehmen.
Fazit: Fahrwerk OK, fühlt sich wie ein großes Motorrad an, fährt ganz gut. Aber für 180kg untermotorisiert, der Akku reicht nur 80km weit, und Rekuperation fehlt fast komplett. Wie gesagt, eine 11kW Zero FX oder FXE wiegt deutlich weniger und leistet deutlich mehr. Kostet aber halt auch mehr...
RQI probegefahren
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MarcS
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Re: RQI probegefahren
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Ich möchte ein Lanze für die RQI brechen (ohne die gefahren zu sein). Die ist einfach ein niedrigeres Preissegment als die anderen beiden.
Die S2 ist auch noch eine A2-Maschine. Das ist ein bisschen wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Wenn man den Verlust von LW pro Geschäftsjahr pro Maschine und die eigene Zuzahlung addiert, landet man bei rund 100.000€, was eine S2 gekostet hat.
Und wer die RQI auch noch für 3.999€ gekauft hat, hat sicher nix falsch gemacht.
Auch wäre die RQI für mich (momentan noch) besser geeignet als die LW, wo ich jeden Tag für 5€ an der öffentlichen Ladesäule Strom rein kippe. Und noch mal runter muss, um die von der Ladesäule in die Tiefgarage umzuparken.
Aber ja, in 3,5 Sekunden von Null auf 100km/h machen mehr Laune als 2,9s von Null auf 50km/h. Und die LW fährt sich einfach nur toll.
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Ich möchte ein Lanze für die RQI brechen (ohne die gefahren zu sein). Die ist einfach ein niedrigeres Preissegment als die anderen beiden.
Die S2 ist auch noch eine A2-Maschine. Das ist ein bisschen wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Wenn man den Verlust von LW pro Geschäftsjahr pro Maschine und die eigene Zuzahlung addiert, landet man bei rund 100.000€, was eine S2 gekostet hat.
Und wer die RQI auch noch für 3.999€ gekauft hat, hat sicher nix falsch gemacht.
Auch wäre die RQI für mich (momentan noch) besser geeignet als die LW, wo ich jeden Tag für 5€ an der öffentlichen Ladesäule Strom rein kippe. Und noch mal runter muss, um die von der Ladesäule in die Tiefgarage umzuparken.
Aber ja, in 3,5 Sekunden von Null auf 100km/h machen mehr Laune als 2,9s von Null auf 50km/h. Und die LW fährt sich einfach nur toll.
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MarcS
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Re: RQI probegefahren
Jein. Ein Motor mit 20kW Spitzenleistung kostet in der Herstellung in China keine 50€ mehr als der mit 10kW der jetzt verbaut wird. Vor allem da die für Europa gewünschte Dauerleistung von 11kW ja eh nur minimal über den aktuell gelieferten 9kW liegt. Ohne aufwendigeres (=teureres) Kühlkonzept kann man da sicher keine Sportmaschine draus machen, aber mit diesen 50€ Aufpreis könnte man Ampelsprints deutlich verbessern und die Maschine viel agiler machen. Temperatursensor rein und wenn's zu warm wird dann wird halt gedrosselt. Wenn das eh nicht schon so verbaut ist...rainer* hat geschrieben: Sa 2. Mai 2026, 18:03 Preise:
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Ich möchte ein Lanze für die RQI brechen (ohne die gefahren zu sein). Die ist einfach ein niedrigeres Preissegment als die anderen beiden.
Die S2 ist auch noch eine A2-Maschine. Das ist ein bisschen wie Äpfel mit Birnen vergleichen.
In Wien gibt es noch 6 (von 50) zum Ösi-Preis 4.499. Die sind Ende nächster Woche auch weg...Und wer die RQI auch noch für 3.999€ gekauft hat, hat sicher nix falsch gemacht.
Ich lasse mir extra ein Kabel mit Steckdose vom Zählerraum an meinen Tiefgaragenplatz legen. Das lohnt sich finanziell zwar nie (25¢ vs. 44¢ an der Ladesäule), aber es geht um den Komfort. Abends anstecken, morgens voll...Auch wäre die RQI für mich (momentan noch) besser geeignet als die LW, wo ich jeden Tag für 5€ an der öffentlichen Ladesäule Strom rein kippe. Und noch mal runter muss, um die von der Ladesäule in die Tiefgarage umzuparken.
Bis jetzt haben wir 3 E-Moppeds, mal sehen ob da noch was dazukommt.
Deswegen habe ich meine gekauft. Aber die will ich nur im Sommer fahren, brauche für den Winter noch was mit 11kW.Aber ja, in 3,5 Sekunden von Null auf 100km/h machen mehr Laune als 2,9s von Null auf 50km/h. Und die LW fährt sich einfach nur toll.
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Re: RQI probegefahren
Das mit dem Tempomat ohne weitere Einstellmöglichkeiten hat mich auch schon etwas gestört, ist aber wohl eher nur ein Gimmick. Zumindest kann man den Tempomat inzwischen mit einer der beiden Bremsen oder dem Stromgriff deaktivieren.
Eine Steckdose für die Garage ist bei uns jetzt auch in Planung. Einmal Akkus rauf schleppen war mir genug
Die entnehmbaren Akkus sind für mich inzwischen mehr Gimmick als praktisch. Das monströse Ladegerät nimmt man auch nicht gerne mit, auch wenn es im Stauraum auf den Akkus Platz hat.
Die begrenzte Leistung war wohl auch ein Kostenpunkt. Wäre die RQi besser eingeschlagen, hätten sie sicherlich noch eine stärkere Version nachgestoßen. Bei dem NQiX Roller kommt ja auch noch eine 1000er Version.
Und Fahrwerk und Sattel sind mächtig hart. 30 Minuten reichen mir bis ich gerne absteige.
Eine Steckdose für die Garage ist bei uns jetzt auch in Planung. Einmal Akkus rauf schleppen war mir genug
Die begrenzte Leistung war wohl auch ein Kostenpunkt. Wäre die RQi besser eingeschlagen, hätten sie sicherlich noch eine stärkere Version nachgestoßen. Bei dem NQiX Roller kommt ja auch noch eine 1000er Version.
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Re: RQI probegefahren
Gimmick trifft es genau. Dabei wäre es mit nur 1 Taste mehr und etwas Software ein sinnvolles Feature.lerk31 hat geschrieben: Sa 2. Mai 2026, 20:50 Das mit dem Tempomat ohne weitere Einstellmöglichkeiten hat mich auch schon etwas gestört, ist aber wohl eher nur ein Gimmick. Zumindest kann man den Tempomat inzwischen mit einer der beiden Bremsen oder dem Stromgriff deaktivieren.
Der Otten-Lader für die Zero ist größer und schwerer - und den haben manche schon in ihre Zero integriert.Eine Steckdose für die Garage ist bei uns jetzt auch in Planung. Einmal Akkus rauf schleppen war mir genugDie entnehmbaren Akkus sind für mich inzwischen mehr Gimmick als praktisch. Das monströse Ladegerät nimmt man auch nicht gerne mit, auch wenn es im Stauraum auf den Akkus Platz hat.
Habe ich ja vorgerechnet - wäre nur minimal teurer gekommen...Die begrenzte Leistung war wohl auch ein Kostenpunkt.
Genau das wäre aber mit mehr Leistung passiert. 11kW Dauer- und 20+kW Spitzenleistung für deutlich weniger Geld als eine Zero die sowas bietet hätte schon die Verkaufszahlen angekurbelt. Siehe Stark...Wäre die RQi besser eingeschlagen,
Da wurde an der falschen Stelle gespart. Vor allem da das Mopped etliche sinnlose Gimmicks hat, wie die Kamera im Heck oder die seitliche Beleuchtung. Den Quatsch weglassen, interessiert in Europa kein Schwein. Speed (bzw. Beschleunigung) zählt!
Eigentlich paradox. Einen Roller kauft man aus Vernunft (Wetterschutz, Stauraum, Praktikabilität), und nimmt die Nachteile (kleine Räder, kein Knieschluss, wackeliges Fahrverhalten) in Kauf. Ein Motorrad kauft man weil man fahren will. DA wäre der stärkere Motor wichtiger!hätten sie sicherlich noch eine stärkere Version nachgestoßen. Bei dem NQiX Roller kommt ja auch noch eine 1000er Version.
Bei der Zero FXS genauso. Aber die stammt ja von der Geländeversion FX ab, welche man artgerecht bewegt auch teils im Stehen fährt.Und Fahrwerk und Sattel sind mächtig hart. 30 Minuten reichen mir bis ich gerne absteige.
Bei meiner Mulholland werde ich die Sitzbank umpolstern.
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