Lenkkopflager - Welches Werkzeug?

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Schnabelwesen
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Re: Lenkkopflager - Welches Werkzeug?

Beitrag von Schnabelwesen »

TeeMÓ hat geschrieben: So 10. Mai 2026, 10:21 Das zeigt mir, dass die Produktionsqualität / QS scheinbar bei Silince recht individuell war.
Ich glaube, da hat Silence nachgebessert.
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Pfriemler
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Re: Lenkkopflager - Welches Werkzeug?

Beitrag von Pfriemler »

Die Dichtringe sind doch schon länger Standard und wurden auch bei jedem Garantietausch eingebaut. Die Fotos von hoffnungslos vergammelten LKL stammen von Rollern der ersten 1-2 Jahre.
Den Spritzschutz kann ich nur wärmstens empfehlen. Ich finde aber die Fenderverlängerung völlig ausreichend, seither ist es deutlich sauberer hinter der Frontverkleidung. Auch das Lenkerschloss profitiert vom Wetterschutz.
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Re: Lenkkopflager - Welches Werkzeug?

Beitrag von Herve21 »

Die Dichtringe ist völlig nutzlos:
2026_05_09_16_31_49_Facebook.png
Machen Sie den S01 / Seat Mo zuverlässig:
https://www.ebay.de/sch/i.html?_nkw=bav ... to_correct
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Aperto
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Re: Lenkkopflager - Welches Werkzeug?

Beitrag von Aperto »

TeeMÓ hat geschrieben: So 10. Mai 2026, 10:21 Habe dann wie hier emfpholen auch wieder ordentlich Fett auf die Lager und drum herum verteilt und die Lager um einige Grad gedreht. Alles wieder verbaut, festgezogen, eine Runde gefahren und konnte bisher nichts feststellen.
Wie hoch ist denn das Risiko, den Rastpunkt in den Kurven-Bereich zu versetzen? Wenn es dann wieder auftaucht, wäre es während einer Lenkbewegung ja deutlich gefährlicher als mittig. Oder sehe ich das falsch.
Gruß, aperto
patba
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Re: Lenkkopflager - Welches Werkzeug?

Beitrag von patba »

Sehe ich gerade anders herum. Fährt man schneller als nur wenige km/h, so ist die Lenkerbewegung in Kurven nur marginal. Die Kurve selbst fährt sich durch Gewichtsverlagerungen und eine Kombination verschiedener Kipp-/ Kreisel- und Gegen-/Aufstellmomente. Stichwort: Einleiten der Linkskurve durch Lenkerdruck nach rechts und umgekehrt. Wichtig ist aber, dass der Lenker sich um die Mittellage grundsätzlich leicht bewegen kann, deshalb stören die Rastpunkte gerade dort.

Die Rastpunkte stören hingegen kaum, wenn man in Langsam- oder Rangierfahrt den Lenker selbst aktiv bewegt.
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Falcon
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Re: Lenkkopflager - Welches Werkzeug?

Beitrag von Falcon »

Aperto hat geschrieben: Mo 11. Mai 2026, 09:30 Wie hoch ist denn das Risiko, den Rastpunkt in den Kurven-Bereich zu versetzen? Wenn es dann wieder auftaucht, wäre es während einer Lenkbewegung ja deutlich gefährlicher als mittig. Oder sehe ich das falsch.
sorry....
aber das ist doch kokolores.
ein rastpunkt ist nicht irgendein punkt auf einer imaginären windrose, er ist physisch an allen druckpunte vorhanden. bei dem einen oder anderen mehr oder wenige schwer.
die lauffläche ist verschlissen und eingearbeitet.

ein defektes lager, der sichtbare oder spürbare defekte hat, sollte gewechselt werden und nicht irgendwie "verschieben in einem nicht druckbereich"

sorry, aber geht zur werkstatt und lässt es auswechseln gegen eine GAG oder SKF lager, anstatt zu theoretisieren was sein könnte.

vg
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Pfriemler
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Re: Lenkkopflager - Welches Werkzeug?

Beitrag von Pfriemler »

Wie heißt es so schön: Im Prinzip ja. Praktisch habe ich im Drehwinkelbereich immer nur einen Rastpunkt gehabt (und auch danach gesucht), und das an der Stelle wo das Lager in der Regel am meisten beansprucht wird: In der Lenkermitte, wenn man geradeaus durch die Schlaglöcher oder über das Kopfsteinpflaster bügelt. Man möchte ja meinen, dass der Rollenkäfig sich durch Reibung irgendwann auch mal so verdreht haben sollte, dass die Rollen eben nicht wieder die eingeschlagenen Dellen bedienen, aber das ist Wunschdenken, praktisch synchronisiert sich das "schön" und ohne ein Lager selbst gesehen zu haben, denke ich dass es die Abdrücke schön auf beiden Lagerschalen hat, also gibt es in 180 oder gar 360 Grad genau einen maximalen Rastpunkt. Abhilfe also nur wenn man die Lageschalen versetzt - und dann kann man eigentlich gleich das Lager tauschen, wenn man einmal dabei ist, da bin ich dann wieder ganz bei falcon.

Fahrtechnisch halte ich einen Rastpunkt knapp außerhalb der Mitte für schwerer handelbar, aber wenn der jenseits der Hälfte des Einschlagwinkels auftritt, spürt man den höchstens mal beim Rangieren.
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freesty
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Re: Lenkkopflager - Welches Werkzeug?

Beitrag von freesty »

Meine LKL mit Rastpunkt in der Mitte hatte Abdrücke aller Kugeln auf der Lauffläche.
2019er Ecooter e2s mit 30000km SoH 86%.
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Falcon
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Re: Lenkkopflager - Welches Werkzeug?

Beitrag von Falcon »

freesty hat geschrieben: Mo 11. Mai 2026, 15:20 Meine LKL mit Rastpunkt in der Mitte hatte Abdrücke aller Kugeln auf der Lauffläche.
so kenne ich es aus unserer motorradwerkstatt.
kommt auch auf dem winkel der gabel an...eine AME gabel ist halt was anderes wie ein moped.

vg
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Re: Lenkkopflager - Welches Werkzeug?

Beitrag von MV-Treiber »

Hallo ,
ich habe nach wenigen Kilometern an meinem SEAT MO Performance den Lenkkopfbereich zerlegt und analysiert.Dabei fand ich die gleichen Fehler wie sie schon 1970 bis 1985 an Motorrädern verbreitet waren.Bevor der Lenkkopf mit dem Rahmen verschweißt wird werden die Lagersitze für die Kegelrollenlager eingearbeitet.Zusätzlich wird der Lenkanschlag genau im unteren Lagerbereich verschweißt.Durch die Spannungen die dabei entstehen (Schweißverzug)fluchten die Lagersitze nicht mehr(das Rohr wird zur Banane)und der untere Lagersitz verformt sich.Die dünnen äußeren Lagerschalen nehmen beim Einpressen in den Lenkkopf die Passungsform an und sind dann unrund.Wenn das Lagerspiel eingestellt wird fühlt sich das Lager entweder lose an oder zu fest.Wie der Versuch eine runde Scheibe in ein Oval zu pressen.Das runde Teil liegt nur an 2 Punkten an.Zusätzlich hat das Lenkrohr in der oberen inneren Lagerschale Spiel. Dieses wird als Bewegung und nach einigen Betriebsstunden als knacken wahrgenommen.Einen sehr guten Lösungsansatz für meine YAMAHA RD350YPVS hatte ich Mitte 1980 auf der IFMA in Köln gesehen.Emil Schwarz (Präzisionteile für Motorräder) hatte dort mit einem Stand ausgestellt und dieses Problem wie folgt gelöst.Die äußeren Kegelrollenlagerschalen wurden 0.1mm abgeschliffen und eingeklebt.Die Austausch-Lenkkopfmutter erhält einen zusätzlichen zylindrischen Absatz auf dem der Lagerinnenring(Lager im Innendurchmesser eine Nummer größer) aufgepresst wird.Dieser Absatz und das Gewinde sind mit einen geringen Spiel gefertigt sodass die Lenkrohrbewegung fast gegen null geht.Genau so habe ich meinen SEAT MO modifiziert.Die Lenkkopflagermutter habe ich so gefertigt das das Lager darauf 0,1mm Spiel hat und wurde auch mit Loctite 638 verklebt.Innen wurde das Gewinde sehr eng gefertigt und die zylindrische Bohrung wurde fast null auf null angepasst.Die äußeren Lagerringe habe ich 0,1mm abgedreht.Das Austreiben der serienmäßigen Lager war problematisch.Der obere Lagerring steht in den Lenkkopf hinein und bietet eine Ringfläche zum Austreiben.Unten ist der Lagerring kleiner und kann nur durch einen Keil ausgetrieben werden.Nicht schön und hinterlässt Abdrücke die nachgearbeitet wurden.Unter die neue Lagerschale habe ich beim Einbau eine Scheibe gelegt die in das Lenkrohr ragt damit ich später einmal das Lager komfortabel austreiben kann.Der untere originale Lagerring auf dem Lenkrohr war derart fest das ich die Lagerschale dünnwandig geschliffen habe um die Spannung heraus zu nehmen.Mit einer speziell angefertigten Vorrichtung konnte ich dann die Lagerschale abpressen.Das Übermaß betrug 0.09mm,der Lagerring war kurz vor dem Platzen.Diesen Lagersitz habe ich verkleinert sodass der untere Innenring mit einem Spielsitz verklebt werden könnte.Die Lagersitze im Lenkkopf waren original mit Lack versehen, mussten vor dem Verkleben metallisch blank hergerichtet werden!
Dadurch dass sämtliche Lagersitze jetzt Spiel ausweisen konnten sich die Kegelrollenlager beim Verkleben ausrichten und sitzen wie in einem perfekt fluchtenden und runden Lenkkopf.Dazu habe ich die Lager ohne Fett etwas fester vorgespannt und nach dem Aushärten(24 Stunden) wieder zerlegt,mit Autol TOP2000 gefettet und eingestellt. Autol TOP2000 ist wasserfest,auch bei Streusalzbelastung.Das Lenkkopflager ist seit 5000km unauffällig.Die Fotos der Lenkkopflagermutter und der Messung des Lagerspiels stammen von Emil Schwarz.Er hat der Veröffentlichung seiner Fotos schriftlich zugestimmt.https://emilschwarz.de/lenkkopf-lager
Eingebaut habe ich KBSLLC Kegelrollenlager.Unten 32906(die originale Dichtung passt) und oben das gegenüber dem Original 5mm größere 32907.Der ganze Umbau hat ca. 28 Euro gekostet, ging relativ schnell und funktioniert perfekt.
Dateianhänge
lenkkopflager.jpeg
messung.jpeg
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