Ich stand vor der gleichen Frage als ich meinen Cruise gekauft hab. Hab mich damals für Blei-Gel entschieden — einfach weil der Aufpreis für Lithium mir zu heftig war (knapp 1.200 € Unterschied).
Im Nachhinein muss ich sagen: Für VIELfahrer lohnt sich Lithium definitiv. Die 50% mehr Reichweite und das geringere Gewicht machen echt was aus. Aber für meine 20-30km am Tag reicht Blei-Gel völlig.
Was in dem Vergleich noch fehlt:
- Blei-Gel ist schwerer — das merkt man am Berg und beim Schieben
- Lithium kann man rausnehmen und in der Wohnung laden — riesen Vorteil wenn man keine Garage hat
- Blei-Gel ist robuster gegen Tiefentladung (hab ich mal aus Versehen gemacht, war kein Problem)
Fazit: Wer das Geld hat → Lithium. Wer sparen will und wenig fährt → Blei-Gel tut's auch. 8)
Ich habe 2 Roller mit Blei gekauft und hatte parallel noch einen mit Lithium. Blei hält bei guter Pflege und vernünftiger Qualität bis zu 7000 km oder 3 Saison, bei mir waren es 2 Saison und 4500 km. Der 2 Roller hat 250 km gehalten .
Ich würde auch jedem abraten ein Neufahrzeug mit Blei zu kaufen, der Aufpreis mag erstmal hoch erscheinen, aber mein Lithiumroller hatte bei 2300 km eine Tiefentladung, die Zellen sind bei mir danach in dem Chassis und in Chassis II noch mal 23 000 km gefahren und halten beim nächsten Besitzer immer noch.
Von 2017 an 2x GoE zusammen mit 25 Tkm verkauft 4/24.
Nova E-Retro Star exBlei aus 2020, ab 02/24 und ab1000 km mit Lithium, hat 10 000km weg.
4/24 Tisto Luna mit 700 km eingezogen, neue Akkus 9/25 und los gehts.
3/25 UNU aus 2016 mit 1960 km und kleinem Diebstahlschaden, komplett überholt.
Fasemann hat geschrieben: Mi 27. Mai 2026, 20:30
Ich würde auch jedem abraten ein Neufahrzeug mit Blei zu kaufen,
Würde ich auch so Unterschreiben außer der Aufpreis zum Lithium Akku ist so hoch das ein eigen Umbau lohnt wenn man keine 2 Linken Hände hat. Bei meiner Chinasaki würde ich auch eher die Blei version importieren und selber umbauen weil es viel günstiger ist.
Die Lösung ist immer die Beste, aber nicht jeder kann oder will schrauben.
Von 2017 an 2x GoE zusammen mit 25 Tkm verkauft 4/24.
Nova E-Retro Star exBlei aus 2020, ab 02/24 und ab1000 km mit Lithium, hat 10 000km weg.
4/24 Tisto Luna mit 700 km eingezogen, neue Akkus 9/25 und los gehts.
3/25 UNU aus 2016 mit 1960 km und kleinem Diebstahlschaden, komplett überholt.
Wirklich schön, wenn die Futura-KI im Mai Wintertipps abgibt und jetzt auch noch eine Meinung zu Akkus hat.
Es fängt damit an, dass es sich bestimmt nicht in der Berechnung um "Blei-Gel" handelt, die wären für den Preis von "200-400" nicht zu bekommen. Vielmehr ist es "Blei-Vlies", hier und dort auch mal AGM abgekürzt, und je nach Fahrzeugausstattung und insbesondere je nach Qualität (so man diese denn noch bei AGM bekäme) wird ein Batteriesatz auch deutlich mehr kosten.
Auch die Angaben zur Lebensdauer sind nicht korrekt: die schwankt zwischen 6 Monaten (bei mir) und 7 oder mehr Jahren bei anderen Forenkollegen (die "Greensaver"-Akkus, die laut Hersteller kleine Wunderkisten sein sollten, tatsächlich nur AGM waren, aber qualitativ eben recht gut).
Viele Bleiakkus sind zerkocht worden - weil die Rollerimporteure die billigsten statt die besten Ladegeräte beilegen.
Lithium:
Hier wäre erstmal zu unterscheiden nach "Chemie", und nicht alles über einen Kamm zu scheren. Aber wer bin ich schon, dass ich mit einer KI streite. Die allermeisten lithiumbasierten Akkus sind nicht wintertauglich. Dem könnte man begegnen mit besseren Zellen, oder einfach nur mehr Kapazität, aber dann käme man natürlich nicht mit den 600-900€ hin. Was jedem klar sein dürfte: für das Geld gibt es keine langlebigen Markenzellen, und falls doch Markenzellen, dann nur unzureichend Kapazität, und definitiv nichts, was man unter ca. 5° noch fahren möchte ohne gesonderte Batterieheizung.
Also wird es teurer, aber dafür bekäme man auch Zellen und eine Akkukapazität, die deutlich länger als 5 Jahre halten würden.
Andererseits, was will man mit Akkus mit längerer Lebensdauer als das Fahrzeug drumherum?
Einen Vorteil haben Lithium-Akkus: das BMS toleriert auch billigste Ladegerät und verhindert damit recht gut eine Überladung der Zellen. Allerdings gibt es auch billige BMS-Systeme, die noch deutlich vor den Zellen wegsterben, die sie eigentlich schützen sollten.
Und damit sind wir beim nächsten Drama: Akkureparaturen. Die wären möglich, sind aber teuer, und damit für den Kunden unwirtschaftlich.
Grob das Fazit: Ich würde heute immer Lithium nehmen, aber mindestens mit der doppelten Kapazität als notwendig, und damit ist der Invest erstmal deutlich höher, was sich in Kombination mit einem hochwertigen Fahrzeug aber lohnt.
Aber bestimmt nicht würde ich Akkus und/oder Fahrzeug von einer Firma kaufen, deren Mitarbeiter oder KI zu blöde sind, den Unterschied zwischen Gel und AGM zu kennen.
RGNT V2 ab 01/23 > 25000km
NIU NGT ab 06/20 Km-Stand > 36000km, nach Unfall verkauft in 5/23
Niu NPro seit 09/19 Km-Stand > 8000km - Verkauft in 10/22
Ahamani Swap Bj 2007 - 2.4KW - Vario - Km-Stand > 27.000km - 40AH Thundersky ab 11/08 - CALB 70AH seit 10/11 -Verschrottung 09/19
Alles spricht für Lithium im Prinzip. Die leichtere Pflege,Mitnahmemöglichkeit und auf jeden Fall das geringere Gewicht mit höhrerer Leistungsausbeute. Mich interessierte es beim Kauf als beabsichtigter Nichtvielfahrer eher weniger. Im Netz kostet ein Satz Akkus nur rund ein Viertel im Vergleich zu Lithium. Als Moppedfahrer kann ich nur sagen , das die Lebensdauer meiner Batterien bei guter Pflege und entsprechender Qualität bei 5 - 6 Jahre lag. ehe die Leistung spürbar nachließ. Ok, die Kabinenakkus sind auch nicht als Starterbatterien konzipiert....
Gruß Martin
Wir sind tollkühne Männer in ihren rasenden Kisten !