SURROn UB 2023er - AKKU WAS IST LOS

ToughClassics
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SURROn UB 2023er - AKKU WAS IST LOS

Beitrag von ToughClassics »

Moin zusammen, ich hoffe ich kann hier auf Vorstellung etc verzichten, brauche dringend Unterstützung, danke!

Zum Thema: Surron UB aus 2023. Stand gute 18 Monate in der Garage. Immer mal wieder Akku geladen etc. Nach dem ich sie das letzte mal geladen habe, wollte ich sie zur HU bewegen, Ladegerät (Originales) war noch dran, trotzdem TOT die UB.

Habe den Akku heraus genommen und mit zur Werkstatt. Hier habe ich gesehen das die Kapazitäts-Anzeige tot war.

Originales Ladegerät angeschlossen, blinkte immer zwischen grün und rot hin und her.

Habe dann bei Amazon ein Ladegerät 65V/2A bestellt und am BMS vorbei die Batterie geladen. Nach einer Weile war in der Anzeige schon wieder die Kontur einer Batterie zu sehen, aber keine Füll-Striche.

Ladegerät (Amazon) hörte irgendwann auf. Mit dem Multimeter habe ich dann auch 64,??V gemessen.

Habe dann das originale Ladegerät angeschlossen, hier ging es direkt auf Grün leuchtend, also Batterie voll.

Bin dann zur UB, Akku rein, UB ging an. Super dachte ich. War nur immer noch am zweifeln, da die Anzeige immer noch nichts anzeigte.

Nächsten Tag: Schlüssel rum, UB tot. Also Akku raus mit zur Werkstatt.

Nun habe ich den Akku "zerlegt". Alles raus bis auf die Zellen. Habe die Zellen gemessen. Zelle 13 und 14 sind bei ca 2V, alle anderen zwischen 3-3,4V.

Die Zellen sind ja in Serie, also ein Zellenausgleich mittels Ladegerät nicht möglich.

Wie komme ich jetzt weiter? Wie kann ich die abgetrifteten Zellen separat Laden?

Ich behaupte mal, das ich ein wenig Fachkenntnis habe, somit mir auch zutraue am Akku zu arbeiten. Aber jetzt weiß ich erst einmal nicht weiter.

Meines Wissens handelt es sich um LITHIUM IONEN Zellen. Wie sind die im Case verbaut, kann ich die Einzeln entnehmen und parallel aufladen (Laborgerät)?

Danke! Wer mehr über mich wissen möchte, sagt es gerne hier. Dann stelle ich mich doch noch vor, trotz all dem Stress dem ich ausgesetzt bin 8-)

VG Marcel
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Pedator92
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Re: SURROn UB 2023er - AKKU WAS IST LOS

Beitrag von Pedator92 »

Klingt nach Zwischenzeitlich vergessen oder nur das Ladegerät aus der Steckdose ausgestreckt aber nicht am Akku.

Nur wie kommst du auf die Idee ein 65v Ladegerät anzuhängen? Der Akku hat doch 74(wahrscheinlich eher 75,4) Volt system also ist der Akku so gut wie leer mit dem Ladegerät.

Die Zellen sind alle punktgeschweißt also da kannst du nichts entnehmen, du müsstest wenn dann die Blöcke einzeln auf mindestens 3,2 Volt jeweils bringen, besser noch 3,5 Volt damit alle den selben Stand haben. Sollte die Spannung seit deiner letzten Ladeaktion schon wieder stark abgesunken sein dann ist der Akku nur noch Entsorgungsreif. Allgemein ist es gefährlich Zellen aus einem Tiefentladenbereich wieder hoch zu laden, vor allem bei so großen Blöcken. Zum einzelnen aufladen bräuchte man aber ein Labornetzteil um die gewünschte Spannung zu erreichen.
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Re: SURROn UB 2023er - AKKU WAS IST LOS

Beitrag von ToughClassics »

Nee nicht vergessen, Ladegerät war angesteckt an Strom und an der UB.

Warum 64V Ladegerät? Weil ich kein anderes gefunden habe.. zudem dachte ich es reicht um den Akku soweit zurück ins Leben zu bringen, dass das originale wieder das Laden übernimmt.

Die 64V hält der Akku schon seit Tagen. Also scheint er noch in Ordnung zu sein.

Labornetzteil habe ich, aber wie gehe ich genau vor?

Gehe ich an die einzelne Zelle mit einer Krokodil-Klemme und lade sie mit konstant bei 3,5V und 2A?

Danke! VG Marcel
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Re: SURROn UB 2023er - AKKU WAS IST LOS

Beitrag von STW »

Letztlich ja, mir Krokodilklemmen an einzelne Zellen und auf rund 3.4-3.5V laden, aber das kann dauern: beim Strom wäre ich sehr zurückhaltend, je tiefer die Zellen in der Spannungslage sind. Da würde ich mit 0.1A arbeiten. Das ist also locker eine Arbeit von über einer Woche.
Das ganze aber nur dort durchführen, wo plötzliche Selbstenzündung mit Rauchentwicklung keinen Personen- und Sachschaden anrichten können. Wenn eine Zelle hochgeht, dann nimmt die die benachbarten Zellen mit in den Flammentod.

Wenn alle Zellen die Spannung halten und bei 3.4-3.5V sind, dann kann man im Verbund mit kleinem Strom weiterladen, muss allerdings dabei regelmäßig prüfen, dass nicht die ersten Zellen die 4.2V überschreiten. Denn: 3.4V ist irgendwo auf dem flachen Teil der Entladekurve, SoC der Zellen kann da geschätzt immer noch locker 30% variieren.

Danach käme der Test, ob die Zellen überhaupt noch alle gleiche Kapazität haben und wie es um den Innenwiderstand bestellt ist. Fahrbetrieb wäre dort am einfachsten, wobei man halt mit allen Eventualitäten (Zellen mit geringer Kapazität, spontane Selbstentzündung, ...) rechnen muss.

Insgesamt ist das alles zeitaufwändig, heikel in der Durchführung, und bringt ggf. nicht den erhofften Erfolg.
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Re: SURROn UB 2023er - AKKU WAS IST LOS

Beitrag von Pedator92 »

Eine Zelle ist ja fast voll? Die erste liegt bei 4? Dann müsste man alle auf 4 volt laden damit die nicht mehr so viel angleichen müssen.
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Re: SURROn UB 2023er - AKKU WAS IST LOS

Beitrag von STW »

Pedator92 hat geschrieben: Di 9. Jun 2026, 12:33 Eine Zelle ist ja fast voll? Die erste liegt bei 4? Dann müsste man alle auf 4 volt laden damit die nicht mehr so viel angleichen müssen.
Korrekt, Zelle 1 hatte ich übersehen. Damit wird das ein langer Akt, bis alle auf 4V sind.
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Re: SURROn UB 2023er - AKKU WAS IST LOS

Beitrag von Schnabelwesen »

Die Analyse ist schon mal gut, damit kann man was anfangen.
Aber im Ergebnis würde ich den Akku für tot erklären.
Du hast am BMS vorbei geladen mit einem Ladegerät, das jede Zelle auf ca, 3,2 oder 3,3V bringen kann. Am Ende sind die Spannungsunterschiede riesig - eine Zelle hat sogar 4 V. Warum wohl? Wahrscheinlich, weil einige andere Zellen einen so hohen Innenwiderstand aufweisen, dass sie kaum Energie aufgenommen haben. Dann hat dein Ladegerät die besseren Zellen immer weiter geladen, weil die Ladeschlussspannung noch nicht erreicht war, möglicherweise also mit Überspannung. So stelle ich mir das jedenfalls vor, aber so ein Verfahren und so ein Ergebnis hatte ich noch nie.
Dass das originale Ladegerät abschaltet, liegt wahrscheinlich einfach daran, dass eine Zelle voll ist und der Spannungsunterschied nicht ausgeglichen werden kann.
Möglicherweise hatte auch das BMS schon einen an der Marmel. Jedenfalls hat der Akku die Standzeit nicht überstanden 😢.
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Re: SURROn UB 2023er - AKKU WAS IST LOS

Beitrag von Wolluminator »

Nur Interessehalber: Kann es sein, dass es mit der langen Standzeit bei 100% (wenn ich es richtig verstanden habe, war das Ladegerät die ganze Zeit angeschlossen) zu tun hat? Wenn ich mich recht entsinne ist 100% bei der UB auch sehr hoch, ich meine über 83 Volt bei 74V-Akku).
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Re: SURROn UB 2023er - AKKU WAS IST LOS

Beitrag von Pedator92 »

Wolluminator hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 21:48 Nur Interessehalber: Kann es sein, dass es mit der langen Standzeit bei 100% (wenn ich es richtig verstanden habe, war das Ladegerät die ganze Zeit angeschlossen) zu tun hat? Wenn ich mich recht entsinne ist 100% bei der UB auch sehr hoch, ich meine über 83 Volt bei 74V-Akku).
Aus eigener Erfahrung ist das auf 100% halten kein Problem Ansich, es stresst etwas die Zellen aber praktisch nein.( ich selber merke kein Unterschied in der Kapazität) Problematischer ist es wenn das Ladegerät am Akku angeschlossen ist aber nicht in der Steckdose, weil dann entlädt sich der Akku.

74v sind eigentlich nur 72v weil hier aus Marketing einfach mit 3,7v statt 3,6v wie üblich gerechnet wird. 84 Volt ist dann vollgeladen.
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Re: SURROn UB 2023er - AKKU WAS IST LOS

Beitrag von conny-r »

Pedator92 hat geschrieben: Di 9. Jun 2026, 12:33 Eine Zelle ist ja fast voll? Die erste liegt bei 4? Dann müsste man alle auf 4 volt laden damit die nicht mehr so viel angleichen müssen.
.
Hallo lese eben erst, würde die 4 V zB auf unterste Zellenspannung ( zB 3,4 V ) entladen und dann ausgleichen.

Geht wesentlich schneller, weil man dann schon mit erhöhtem Strom laden kann.
Gruß Conny
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