Hu, die Encoder-Seite schaut ja schlimm aus. V.a. der Magnet im Deckel. Das ist bei mir nicht der Fall, siehe Bilder. Die sind zwar schon ein paar Jahre alt, aber das war vor ca. 1 Jahr noch unverändert.
Ich halte den Deckel eigentlich für recht gut abgedichtet und glaube nicht, dass das Wasser dort reinkommt. Da ist seitlich ein O-Ring im Deckel. Wenn der intakt ist, sollte der 100% dicht sein.
Das mit dem Wiederzusammenbau bzw. festsitzenden Schrauben ist natürlich ein Punkt. Hätte gehofft, der Deckel rastet per se schon mal in einer "Führungsnut" ein, aber anscheinend ist das nicht so? Könnte man nicht den Deckel vor dem Festschrauben "über Kreuz" mit Schraubklemmen von außen in Position halten? Wie Du schon sagst, sieht nach Improvisationsbedarf aus...
Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt
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patba
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Re: Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt
Zuletzt geändert von patba am Di 28. Jul 2026, 14:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt
Regelmäßiges kärchern und die "Schüsselung" des Motor auf dieser Seite ergeben ein "failure by design". Ich war das nicht! Dafür war die Silence günstig wegen wirtschaftlichem Totalschaden. Will mich also nicht beschweren.patba hat geschrieben: Di 28. Jul 2026, 13:54 Hu, die Encoder-Seite schaut ja schlimm aus. V.a. der Magnet im Deckel. Das ist bei mir nicht der Fall, siehe Bilder. Die sind zwar schon ein paar Jahre alt, aber das war vor ca. 1 Jahr noch unverändert.
Ich halte den Deckel eigentlich für recht gut abgedichtet und glaube nicht, dass das Wasser dort reinkommt. Da ist seitlich ein O-Ring im Deckel. Wenn der intakt ist, sollte der 100% dicht sein.
Du bekommst exakt nur eine einzige Schraube angesetzt wenn der Stator dezentriert ist. Schraubklemmen auf dem dünnen Alu??? ausserdem ist dieser fette Motor bockschwer und unhandlich. Es gibt schon Lackschäden wenn du ihn ohne Lappen drunter auf eine Holzunterlage legst.patba hat geschrieben: Di 28. Jul 2026, 13:54 Das mit dem Wiederzusammenbau bzw. festsitzenden Schrauben ist natürlich ein Punkt. Hätte gehofft, der Deckel rastet per se schon mal in einer "Führungsnut" ein, aber anscheinend ist das nicht so? Könnte man nicht den Deckel vor dem Festschrauben "über Kreuz" mit Schraubklemmen von außen in Position halten? Wie Du schon sagst, sieht nach Improviationsbedarf aus...
Trotzdem, das ist alles machbar, hab das ja auch geschafft und @ducatodriver hatte den Motor ebenfalls offen. Aber Grobmotoriker ohne Basic-Skillz stehen da vor einem Endgegner.
Ich hatte seinerzeit den Zusammenbau auf den nächten Tag verschoben um nochmal nachzudenken.
Aber wenn ich so nachdenke hatte meine Silence damals die gleichen Fehler wie das Teil hier im Thread. Gabeldichtringe (Öl), Bremse vorn fest, Steuersatz, Bremslichtschalter, Zündschloss, also das volle Programm. Der Vorbesitzer war zweimal liegen geblieben.
Deshalb sollte der TE mit dem Händler rechtzeitig über Geld reden.
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patba
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Re: Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt
Ich meine nicht so, dass die Klemme am dünnen Blech angreift und dieses gegen den Ring drückt, sondern Zimmermannszwingen radial, so dass die Klemme nichts weiter tut als den Deckel auf dem Magnetring radial in Position zu schieben. am besten mit Latten oder Balken untergelegt. Magnetring und Deckel haben ja genau die gleichen Außendurchmesser, wenn ich mich nicht täusche. Kann mir aber gut vorstellen, dass das trotzdem eine Fummelei ist, und ist natürlich nur ein Vorschlag von außen, ich war da selber ja noch nicht dran.error hat geschrieben: Di 28. Jul 2026, 14:14 Du bekommst exakt nur eine einzige Schraube angesetzt wenn der Stator dezentriert ist. Schraubklemmen auf dem dünnen Alu??? ausserdem ist dieser fette Motor bockschwer und unhandlich. Es gibt schon Lackschäden wenn du ihn ohne Lappen drunter auf eine Holzunterlage legst.
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Re: Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt
Im Prinzip habe ich das auch ungefähr so gelöst. Das zusammen mit längeren Schrauben um die Gewinde besser nutzen zu können und um nichts einseitig zu belasten.
So, bin raus. Das sollte reichen um um die Lage einschätzen zu können. Problematisch ist es eigentlich nur, wenn man sowas zum ersten Mal macht. Da geht eine Menge Zeit für Versuche drauf die sich als "geht so nicht" rausstellen.
Es muss halt jeder selbst entscheiden was er sich zutraut. Was ich eigentlich aufzeigen wollte: meine Karre war damals ein wirtschaftlicher Totalschaden und wäre zum Streitfall zwischen Händler und Endkunden geworden wenn ich sie nicht rausgekauft hätte.
Das ist halt die andere Seite, die eigentlich wichtige.
So, bin raus. Das sollte reichen um um die Lage einschätzen zu können. Problematisch ist es eigentlich nur, wenn man sowas zum ersten Mal macht. Da geht eine Menge Zeit für Versuche drauf die sich als "geht so nicht" rausstellen.
Es muss halt jeder selbst entscheiden was er sich zutraut. Was ich eigentlich aufzeigen wollte: meine Karre war damals ein wirtschaftlicher Totalschaden und wäre zum Streitfall zwischen Händler und Endkunden geworden wenn ich sie nicht rausgekauft hätte.
Das ist halt die andere Seite, die eigentlich wichtige.
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botzino
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Re: Wechsel hinteres großes Radlager... Hilfe benötigt
Hallo alle zusammen!
Nun gibt es eine Fortsetzung der Radlagerwechselgeschichte (für mich jetzt schon das Unwort des Jahres)
und die möchte ich allen Abonnenten dieses Kanals natürlich nicht vorenthalten.
Big Credits an @Error für die telefonische Unterstützung!
Die Ausgangslage war daß ich den Motor, ausgebaut aber noch nicht geöffnet, vor mir liegen hatte.
Zwischendurch ein paar Tage auf Tournee geben einem Zeit endlos darüber nachzudenken wie und ob man nun weiter verfährt.
Dann 3 Tage zuhause und ich habe mich drangemacht... mental gestärkt durch o.g. Telefonat.
Mit Hilfe von 4 sehr dünnen Messern (sehen aus wie Tafelsilber
), die ich vorsichtig in den Spalt geklopft habe, dann als der Deckel anfing sich zu lösen mit Holzkeilen fortgesetzt habe ich, ganz langsam und Stück für Stück, den bremsseitigen Motordeckel aufbekommen.
Auch schön zwischengewärmt mit Heissluftpistole sanft auf das (grosse) Lager damit sich der Sitz lockert. Das tat er tatsächlich und einfacher als gedacht hatte ich den Motor einseitig offen! Voilá!
Siehe da, nun zeigte sich dass mein Bauchgefühl definitiv richtig war. Das bremsseitige Radlager hatte nur noch die Hälfte der Kugeln die es verdient, der Kugelkäfig hatte sich in Wohlgefallen aufgelöst.
Und natürlich haben sich all diese Fragmente im Motorraum ( "Motorraum"klingt komisch in diesem Zusammenhang, ich weiß) verteilt und sind da mehr oder weniger zerrieben worden.
Größere Fragmente habe ich auch noch gefunden.
Somit also nicht verwunderlich daß meine Mó zuletzt nur noch einige Meter zurücklegen konnte bevor der Motor kollabierte.
Soweit - so gut.
Neues Lager (tiefgefroren bei minus 24 für 4 Stunden im Eisschrank) in den mit der Heißluftpistole vorgewärmten Deckel eingepaßt - flupps saß es als hätte es schon immer dort gewohnt.
Natürlich vorher Lagersitze penibel gereinigt, dies vergaß ich zu erwähnen.
Einfach wieder zumachen? Oder doch auch gleich das kleinere Lager auf der anderen, bremsabgewandten Seite mit wechseln, wenn man nun einmal dabei ist? Ist wohl klar...
Also gut. Mit gleichem Prozedere (Messer und Holzkeile) auch die andere Motorseite aufmachen... wollte ich. Erstmal den Encoder ausgelötet. Nur kommt man dann trotzdem mit der Heißluftpistole nicht so recht an das Lager heran dessen Sitz recht proper ist.
Hmmm. Ungewöhnliche Lösungsansätze gibt es bei mir immer. Also: ich backe gern Brot. Warum nicht auch...
... gesagt, getan. Den gesamten Motor bei 75 Grad in den Backofen für 2 Stunden und danach trennten sich Motordeckel und Lager spielend.
Bei Funktionseinschätzung des Lagers stellte ich fest daß es noch sehr gut und geräuschfrei läuft.
Trotzdem wechsele ich es jetzt auch. Und SKF muss es sein.
Nun sah ich aber daß auch noch viele größere und kleinere, teilweise zerriebene Fragmente der herausgefallenen Kugeln und des Käfigs des bremsseitigen Lagers sich im Bereich zwischen Rotor und Stator befinden. Dort natürlich durch die Magnetwirkung wie festgeklebt. Ich habe einen starken Kompressor und der hat erstmal gute Arbeit geleistet beim Versuch diese Viren einfach auszublasen. Aber es sind immernoch welche da.
Der Rotor wird ja von den Permanentmagneten ziemlich sehr fest gehalten. Einfach so rausdrücken ist da nicht, auch wenn ich das zum gründlichen Reinigen am liebsten machen würde.
Auch haben die im Motor herumschiessenden Fragmente manche "Ecken der Rotoreisen" (ich weiß nicht wie ich es besser benennen soll) leicht hochgebogen sowie die Fäden mit denen die Wicklungen zusammengehalten werden, zerstört.
Weiss jemand ob diese "Zusammenhaltefäden" wichtig sind?
Und nochwas: beide Motordeckel waren mit irgendeiner Dichtmasse versehen, ich sah die Reste davon als ich sie auseinander hatte. Weiss jemand ob man das einfach mit ein wenig Silikon dichten kann beim Zusammenbau oder gibts da etwas mehr Zweckmässigeres?
Ich werde also in den nächsten Tagen (erstmal ist wieder Tournee angesagt) wenn ich wieder daheim bin mit Hilfe eines Fadens den ich durch den Motor ziehe (zwischen Rotor und Stator also) und dann wie mit einer Stichsäge auf- und abbewegend die restlichen Fragmente versuchen herauszupuhlen. Gleichzeitig starkes Saugrohr dazu oder Kompressor, mal sehen...
Bessere Vorschläge sind herzlich willkommen!
Dann das (kleine) Lager wechseln und alles wieder zusammensetzen.
Und das Spannendste: ob der Motor dann wieder läuft ohne ihn neu zu kalibrieren?
Bin wirklich gespannt ... und werde euch auch darüber auf dem Laufenden halten
Euch allen einen ruhigen Abend wünscht herzlichst
Botzino
Nun gibt es eine Fortsetzung der Radlagerwechselgeschichte (für mich jetzt schon das Unwort des Jahres)
Big Credits an @Error für die telefonische Unterstützung!
Die Ausgangslage war daß ich den Motor, ausgebaut aber noch nicht geöffnet, vor mir liegen hatte.
Zwischendurch ein paar Tage auf Tournee geben einem Zeit endlos darüber nachzudenken wie und ob man nun weiter verfährt.
Dann 3 Tage zuhause und ich habe mich drangemacht... mental gestärkt durch o.g. Telefonat.
Mit Hilfe von 4 sehr dünnen Messern (sehen aus wie Tafelsilber
Auch schön zwischengewärmt mit Heissluftpistole sanft auf das (grosse) Lager damit sich der Sitz lockert. Das tat er tatsächlich und einfacher als gedacht hatte ich den Motor einseitig offen! Voilá!
Siehe da, nun zeigte sich dass mein Bauchgefühl definitiv richtig war. Das bremsseitige Radlager hatte nur noch die Hälfte der Kugeln die es verdient, der Kugelkäfig hatte sich in Wohlgefallen aufgelöst.
Und natürlich haben sich all diese Fragmente im Motorraum ( "Motorraum"klingt komisch in diesem Zusammenhang, ich weiß) verteilt und sind da mehr oder weniger zerrieben worden.
Größere Fragmente habe ich auch noch gefunden.
Somit also nicht verwunderlich daß meine Mó zuletzt nur noch einige Meter zurücklegen konnte bevor der Motor kollabierte.
Soweit - so gut.
Neues Lager (tiefgefroren bei minus 24 für 4 Stunden im Eisschrank) in den mit der Heißluftpistole vorgewärmten Deckel eingepaßt - flupps saß es als hätte es schon immer dort gewohnt.
Natürlich vorher Lagersitze penibel gereinigt, dies vergaß ich zu erwähnen.
Einfach wieder zumachen? Oder doch auch gleich das kleinere Lager auf der anderen, bremsabgewandten Seite mit wechseln, wenn man nun einmal dabei ist? Ist wohl klar...
Also gut. Mit gleichem Prozedere (Messer und Holzkeile) auch die andere Motorseite aufmachen... wollte ich. Erstmal den Encoder ausgelötet. Nur kommt man dann trotzdem mit der Heißluftpistole nicht so recht an das Lager heran dessen Sitz recht proper ist.
Hmmm. Ungewöhnliche Lösungsansätze gibt es bei mir immer. Also: ich backe gern Brot. Warum nicht auch...
... gesagt, getan. Den gesamten Motor bei 75 Grad in den Backofen für 2 Stunden und danach trennten sich Motordeckel und Lager spielend.
Bei Funktionseinschätzung des Lagers stellte ich fest daß es noch sehr gut und geräuschfrei läuft.
Trotzdem wechsele ich es jetzt auch. Und SKF muss es sein.
Nun sah ich aber daß auch noch viele größere und kleinere, teilweise zerriebene Fragmente der herausgefallenen Kugeln und des Käfigs des bremsseitigen Lagers sich im Bereich zwischen Rotor und Stator befinden. Dort natürlich durch die Magnetwirkung wie festgeklebt. Ich habe einen starken Kompressor und der hat erstmal gute Arbeit geleistet beim Versuch diese Viren einfach auszublasen. Aber es sind immernoch welche da.
Der Rotor wird ja von den Permanentmagneten ziemlich sehr fest gehalten. Einfach so rausdrücken ist da nicht, auch wenn ich das zum gründlichen Reinigen am liebsten machen würde.
Auch haben die im Motor herumschiessenden Fragmente manche "Ecken der Rotoreisen" (ich weiß nicht wie ich es besser benennen soll) leicht hochgebogen sowie die Fäden mit denen die Wicklungen zusammengehalten werden, zerstört.
Weiss jemand ob diese "Zusammenhaltefäden" wichtig sind?
Und nochwas: beide Motordeckel waren mit irgendeiner Dichtmasse versehen, ich sah die Reste davon als ich sie auseinander hatte. Weiss jemand ob man das einfach mit ein wenig Silikon dichten kann beim Zusammenbau oder gibts da etwas mehr Zweckmässigeres?
Ich werde also in den nächsten Tagen (erstmal ist wieder Tournee angesagt) wenn ich wieder daheim bin mit Hilfe eines Fadens den ich durch den Motor ziehe (zwischen Rotor und Stator also) und dann wie mit einer Stichsäge auf- und abbewegend die restlichen Fragmente versuchen herauszupuhlen. Gleichzeitig starkes Saugrohr dazu oder Kompressor, mal sehen...
Bessere Vorschläge sind herzlich willkommen!
Dann das (kleine) Lager wechseln und alles wieder zusammensetzen.
Und das Spannendste: ob der Motor dann wieder läuft ohne ihn neu zu kalibrieren?
Euch allen einen ruhigen Abend wünscht herzlichst
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