Wildfire Hinterrad reparieren

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Haekendes
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Wildfire Hinterrad reparieren

Beitrag von Haekendes »

Hallo zusammen, ich bräuchte mal eure Hilfe um meine Wildfire irgendwie wieder fahrtüchtig zu machen.

Gestern ist mir bei einer Ausfahrt wieder einmal eine Speiche am Hinterrad gerissen.
Das wollte ich dann gleich vor Ort reparieren, damit nicht noch mehr kaputt geht.
Schon öfter gemacht, eigentlich kein Problem, dachte ich.
Luft aus dem Reifen raus, neue Speiche reinfummeln, und plupp -

der Speichennippel verschwindet in der Felge.

Der sitzt jetzt gemütlich zwischen Felge und Schlauch fest und kommt so nicht mehr raus.
Damit weiterzufahren war mir zu heikel, insbesondere mit Sozia.

Lange Rede kurzer Sinn, wie gehe ich jetzt am besten vor?
Wildfire aufbocken, Hinterrad abmontieren, Reifen von der Felge drücken, mit der Hand rein, Nippel finden und wieder in das richtige Loch stecken?

Das habe ich noch nie gemacht.

Muss ich beim abmontieren des Hinterrades etwas beachten? Was passiert mit dem Kabel?
Sollte ich einen Felgenschutz verwenden, wenn ich den Reifen runter drücke?
Muss ich den Schlauch rausnehmen bei der Operation?
Geht die Geschichte ambulant? Die Wildfire steht 80km von Zuhause weg und ich müsste wohl ein Auto mieten, um die Reparatur vor Ort zu versuchen, oder die Wildfire abschleppen lassen.

Ich bin für jeden Rat dankbar, ist ne miese Situation.
RobZ
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Re: Wildfire Hinterrad reparieren

Beitrag von RobZ »

Ich würde es zuerst nur mit aufbocken und Reifen einseitig von der Felge drücken versuchen, dafür brauchts Felgenschoner und Montiereisen. Hält man den Reifen an der betreffenden Stelle zur Seite könnte man schon an den Nippel kommen.

Sollte der Reifen komplett runter: Batterien abstecken, paar Minuten warten, Kabel am Controller abmontieren und aus dem Fahzeug ziehen. Plastiktüte über dem offenen Ende und denn Hall Steckern hilft Beschädigungen an den selbigen zu vermeiden. Danach lässt sich easy das Hinterrad ausbauen, das Kabel am besten aufrollen und innerhalb des Felgenrings an den Speichen festmachen.
Der Reifen muss nicht beidesitig abgedrückt werden, es gibt keinen Hump der den Wulst drauf hält. Ich hab von der Bremsenseite aus alles gemacht, dann bleibt das Kabel auch geschützt.
Min. 3 Montiereisen, gute Felgenschützer und eine sehr große Portion Geduld und Contenance brauchts dann bekommt man den recht störrischen Heidenau K60 gut und beschädigungsfrei runter.

Ich mach das mit dem Rabaconda Street Tire Changer, den Ständer kann man beim Radnabenmotor logischerweise nicht verwenden aber der Arm passt fast perfekt auf die Achse der Bremsseite
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Dragoxx
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Re: Wildfire Hinterrad reparieren

Beitrag von Dragoxx »

Hi,

also ich hatte ein ähnliches Problem.... Ich musste die Nippel aber tauschen und habe versucht selbst den Reifen zu demontieren.
Ich versuche es definitiv nie wieder. Es sieht in Videos immer so leicht aus aber die Dinger sind echt störrisch. Irgendwann hatte ich den
Reifen runter aber da hatte ich schon entschieden es nicht normal zu versuchen. Beim aufziehen habe ich mir dann leider den Schlauch zerstört.

Am Ende habe ich den Reifen dann abgegeben und es den Profi machen lassen.

Aber das ist mein Erfahrung ;-)
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Mondial
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Re: Wildfire Hinterrad reparieren

Beitrag von Mondial »

Ich habe auch mal die Decke einseitig abgezogen zum Nippelwechsel.
Einseitig genügt.

Ein super Kraftakt ohne vorherige Erfahrung.
Beim Sturz des ausgebauten Rades von den verwendeten Billig-Aufstellböcken am 8.Mai habe ich mir eine Rippe geprellt? gebrochen?
Ist jetzt erst wieder ok, der Schmerz.

Will sagen: Sauarbeit, Knochenarbeit. War bei mir das 1. Mal, hätte fast aufgegeben.

Habe aber einiges gelernt:

Das nächste Mal sehr viel mehr & viel, viel öfter das Gleitmittel reinsprühen. Unglaublich wichtig.

Bei mir haben 2 gute Montiereisen und die Hilfe von Schraubzwingen (Reifen seitlich zusammenquetschen) genügt.
Extra gekaufte, gute Felgenschoner waren mir total hinderlich, zu dick. Vllt. wegen Doofheit in der Handhabung?

Ich traue mir zu, das beim nächsten Mal sicherer, einfacher & schneller hinzubekommen, und scheue mich nicht mehr davor.

Es gibt auf Youtube irgendwo ein Video vom Reifenwechsel eines Schlauchreifens am Motorrad mit der "Kabelbindermethode". Ich erinnere mich jetzt daran, daß ich so vor vielen Jahren unmöglich stramme Fahrradreifen doch noch montieren konnte.

Daraufhin habe ich mir einen großen Pack besonders großer & robuster Kabelbinder gekauft.

Ich kann versichern: Mistarbeit, aber es geht. Besser mit 2 Leuten.
Vielleicht geht es mit der Kabelbindermethode "babyeinfach". Im Vergleich. Könnte ich mir vorstellen.

Der komplette Hinterradausbau am aufgebockten Motorrad inkl. Trennung der Kabel hat übrigens 34min. gedauert, der Wiedereinbau mit Anklemmen 10 Minuten mehr.

Fürs nächste Mal baue ich mir ein niedrig in bodennähe aufgebocktes Brett mit Loch in der Mitte für die Achse.
Wahrscheinlich das Loch sooo groß, damit auch die Bremsscheibe mit reingeht/ geschützt ist.
Ich hatte sie vorsichtshalber demontiert. Muss man nicht unbedingt.

Ich denke (Erfahrung fehlt noch, das nächste Mal halt....), das das "Loch", (besser: "die Öffnung") im Brett sooo groß werden wird, daß die Felge gerade so auf dem Brett aufliegen wird.

Und in Bodennähe arbeiten, um gefahrlos mit größter Kraft an den Montiereisen und der Decke herumreißen zu können.

P.S. Hohe Außentemperaturen (=etwas flexiblerer Reifen) sind von Vorteil.
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